Oberwinter will Siegesserie ausbauen!

erstellt am: 31.03.2018 | von: admin | Kategorie(n): Alle

In Oberwinter kommt es zu einem Treffen zweier Dreifach-Serientäter

Beim Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter hat die Hoffnung auf den Klassenverbleib neue Nahrung gewonnen. Ob sich der Aufschwung nun aber auch über Ostern fortsetzt? Immerhin ist am Samstag (19 Uhr) nun mit der Reserve der TuS Koblenz der Tabellendritte zu Gast.

Ausgangslage: Mit seinen drei Siegen in Folge (3:0 beim VfB Linz, 4:2 gegen den SV Morbach und 5:2 gegen die SG Badem) hat der TuS Oberwinter tatsächlich wieder den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt. Mit der SG Betzdorf (die allerdings drei Spiele in Rückstand ist) zog der TuS nach Punkten gleich, zum gerade bezwungenen VfB Linz sind es nur noch zwei Pünktchen. Das Licht am Ende des Tunnels leuchtet wieder so kräftig wie schon lange nicht mehr. Natürlich stehen nun gegen einen Tabellendritten wie Koblenz die Chancen nicht unbedingt blendend, doch scheint die TuS-Reserve derzeit außer Tritt. Während Oberwinter dreimal gewann, kassierte Koblenz II drei Niederlagen am Stück – ein Duell zweier Dreifach-Serientäter also.

Gegner: Nachdem die Koblenzer Reserve in der vergangenen Saison mit Platz acht die eigenen Erwartungen nicht ganz erfüllt hat, verstärkte sie sich in der Sommerpause nicht zuletzt für die Offensive, wo die Hoffnungen unter anderem auf dem von der SG Mendig/Bell gekommenen Ex-Burgbrohler Lars Bohm lagen. Und der hat bislang immerhin auch schon acht Mal getroffen. Noch besser war Derlil Arbusu (10). Überhaupt zeigte sich die Koblenzer Reserve bisher als treffsicher (52 Tore). Nur die SG Mülheim-Kärlich (56) und die SG 99 Andernach (61) erwiesen sich in dieser Hinsicht als noch besser. Und so rangiert die Mannschaft von Trainer Dirk Laux derzeit auf dem dritten Platz, wobei die gute Bilanz zuletzt getrübt wurde durch die drei Niederlagen in Folge (1:2 gegen den SV Mehring, 2:3 bei der SG Mendig/Bell und 0:2 gegen die SG 99 Andernach).

Hinspiel: Dass Oberwinters Trainer Tomas Lopez nach der Partie meinte, es sei mehr dringewesen, mag angesichts einer 2:5-Niederlage überraschen. Nur hatte seine Mannschaft in der Tat lange durch Tim Palm 1:0 geführt (43.), ehe Koblenz mit drei Toren (68., 74., 85.) die Partie drehte. Paul Gemein sorgte mit dem 2:3 noch einmal für Spannung (89.), und tatsächlich fielen in der Schlussphase auch noch Tore – aber für Koblenz (90. und 90.+2), sodass am Ende eine vermeintlich deutliche Niederlage für die Gäste stand.

Statistisches: Dreimal in Folge wie zuletzt hat Oberwinter zuvor ebenso in dieser Saison noch nicht gewonnen wie Koblenz dreimal am Stück verloren. Damit liegen beide Mannschaften in der Rückrundentabelle mit je zehn Punkten gleichauf auf den Plätzen elf und zwölf. Allerdings ist Koblenz II mit 25 Punkten die beste Auswärtsmannschaft der Liga. Von den letzten fünf direkten Duellen gewann Oberwinter nur eins: am 30. Oktober 2009 mit 2:0. Es folgten vier Niederlagen.

Trainerwort: Es gehört zu den Trainereigenarten, immer mäßigend auf die eigene Mannschaft einzuwirken, Schlechtes nicht zu schlecht zu reden und Gutes nicht zu gut. Und so erinnert Oberwinters Trainer Tomas Lopez bei aller Freude und Erleichterung über die drei jüngsten Siege daran „dass wir immer noch im Abstiegskampf sind. Egal, wie der Gegner heißt, müssen wir immer alles geben und versuchen, Punkte zu holen.“

Abgesehen von dem nun für den TuS wieder etwas freundlicheren Tabellenbild haben die Erfolge in seinen Augen noch einen anderen Effekt: „Sie sind auch eine Bestätigung für die Mannschaft.“ Heißt übersetzt: Der Glaube an die eigene Stärke nimmt zu. Und was das ausmacht, hat ja das 3:0 in Morbach bewiesen: „In Sachen Leidenschaft hatten wir ein klares Übergewicht gegenüber Linz“, so Lopez.

Genau jene Leidenschaft hat auf der Gegenseite der Koblenzer Trainer Dirk Laux beim 1:2 zu Hause gegen den SV Mehring lange Zeit vermisst: „Warum die Mannschaft sich vor der Pause so passiv verhalten hat, ist mir ein Rätsel. Erst im zweiten Spielabschnitt haben die Jungs das Verhalten gezeigt, das nötig ist, um solch eine Partie zu gewinnen. Aber da war es leider schon zu spät.“

Personal: Bei Oberwinter hat sich die lange Zeit so angespannte Lage deutlich entspannt. Nachdem zuletzt auch noch Fabian Groß wieder auf der Bank gesessen hat, ist er nun nach einer weiteren Woche fit genug, um sich als echte Alternative anzubieten. Was ein gesunder Konkurrenzkampf und eine gute Bank ausmachen, hat sich in Linz bewiesen, als mit Thomas Enke und Björn Thünker zwei Einwechselspieler die Tore zum 2:0 und 3:0 erzielten.

Ganz anders die Lage bei der Koblenzer Reserve. „Was uns am meisten Sorgen bereitet, ist der kleine Kader, das ist ein wirkliches Problem“, beklagt Co-Trainer Marc Schraivogel. Da kommt der 18-jährige Offensivspieler Yiltrim Sulejmani aus Österreich vom SV Grödig wie gerufen. „Er wird ab sofort für uns spielen und unsere Personalprobleme ein wenig schmälern“, sagt Schraivogel.
Quelle:Rhein-Zeitung