Wichtiges Heimspiel am Sonntag!

erstellt am: 22.04.2018 | von: admin | Kategorie(n): Alle

Oberwinter lässt die Konkurrenz mächtig staunen

Der Höhenflug des TuS Oberwinter in der Fußball-Rheinlandliga sorgt zunehmend für Erstaunen. Sollte die Mannschaft am Sonntag (14.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FSV Trier-Tarforst nun auch noch den nächsten Gegner hinter sich lassen?

Ausgangslage: Wochen-, ja sogar monatelang hatte der TuS Oberwinter fast die gesamte Konkurrenz vor sich, geriet das rettende Ufer phasenweise in beträchtliche Ferne. Und jetzt? Hat sich die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez dank eines beeindruckenden Zwischenspurts sogar ein kleines Polster verschafft: sechs Punkte auf den Drittletzten SG Betzdorf, drei auf den Viertletzten SV Morbach.

Klar, dass die Stimmung nun gut ist beim TuS, erst recht nach dem jüngsten 4:3-Erfolg in letzter Minute gegen den SV Mehring, als die Mannschaft nach einer 3:0-Führung noch ein 3:3 zugelassen hatte, ehe Dane Irmgartz in der Nachspielzeit noch der 4:3-Siegtreffer gelang.

Gegner: Ganz anders stellt sich die Stimmungslage in Trier-Tarforst da. Auch der Gegner hat zuletzt eine Serie hingelegt, aber eine negative. Mit dem 2:3 zu Hause gegen den TuS Mayen kassierte die Mannschaft von Trainer Holger Lemke die vierte Niederlage in Folge. Zuvor hatte es ein 2:3 in Mehring, ein 1:4 gegen Mülheim-Kärlich und ein 1:3 in Mendig gesetzt. Eine solche Misserfolgsserie musste der FSV in dieser Saison noch nicht verkraften, wobei es nach gutem Saisonstart mit Platz vier eher wechselvoll lief. So schlecht wie aktuell – Rang 13, ein Punkt vor Oberwinter – stand Trier in dieser Saison aber noch nicht da. „Wir verteilen einfach viel zu viele Geschenke an den Gegner und lassen selbst 100-prozentige Chancen auf der Strecke liegen“, beklagt Lemke. Er zählt mit seinen 30 Jahren zu den jüngsten Trainern der Liga, hat den FSV im Sommer übernommen, nachdem er ein Jahr als Co-Trainer fungierte. Selbst gespielt hatte er von Jugend an bei Eintracht Trier, später auch in der Regionalliga beim SV Elversberg und bei RW Essen, danach wieder in Trier.

Das Hinspiel: Nachdem Oberwinter eine Woche zuvor mit dem 3:0 gegen Mehring eine Serie von sechs sieglosen Spielen beendet hatte, gelang mit dem 2:2 beim FSV Trier im zweiten Auswärtsspiel in Folge ein Punktgewinn. Allerdings einer mit einem kleinen Wermutstropfen, hatte der TuS doch durch Tore von Jonas Jaber und Paul Gemein zur Pause schon mit 2:0 geführt, um sich danach noch zwei Gegentore einzuhandeln. Nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten stand so am Ende ein gerechtes Remis.

Statistisches: Am 21. Spieltag sah die Welt für den TuS noch ziemlich trübe aus: 16 Punkte, 30:53 Tore, drittletzter Platz, fünf Punkte Rückstand auf den Viertletzten Linz. Was Oberwinter dann folgen ließ, erlebt man im Abstiegskampf auch nicht alle Tage: 19 Punkte bei 22:12 Toren aus acht Spielen hievten den TuS weg von den Abstiegsplätzen. Damit hat die Mannschaft in dieser Zeit mehr Punkte geholt als zuvor seit Saisonbeginn.

Gegen Trier-Tarforst hat der TuS zu gemeinsamen Rheinlandliga-Zeiten noch nicht gewonnen, aber auch erst drei Spiele bestritten. Vor dem 2:2 in der Hinrunde waren beide Teams nur in der Saison 2014/2015 aufeinandergetroffen, in Trier gab’s für den TuS ein 0:5, zu Hause ein 2:2.

Trainerwort: Nach dem Auf und Ab gegen Mehring mit dem 3:0, 3:3 und späten 4:3 zog TuS-Trainer Tomas Lopez abgesehen von dem Umstand, dass seine Mannschaft 44 Minuten „hervorragend“ gespielt habe, die positive Erkenntnis, „dass wir uns nach dem 3:3-Ausgleich schnell berappelt haben und dann die letzten 20 Minuten mehr Kraft und Schwung als Mehring hatten“. Grundsätzlich freut ihn, „dass wir jetzt wieder besser Fußball spielen“. Angst, dass die Spieler abheben könnten, hat er immer noch nicht: „Jeder kann auf die Tabelle schauen und sehen, dass es noch sehr eng ist. Mit einer Niederlage kann man wieder drin hängen. Umso wichtiger ist es, dass wir mit einem Sieg gegen Trier einen weiteren Konkurrenten noch in den Abstiegskampf ziehen können.“

Personal: Während sich die Vorzeichen verdichten, dass der TuS Oberwinter auch in der nächsten Saison zur Rheinlandliga gehört, hat der Verein schon die ersten vier Neuzugänge perfekt gemacht. Im Sommer kommen:

Maurice Lefèvre (25 Jahre) vom Bezirksligisten SV Wachtberg/Offensive;
Mario Müller (22) vom A-Ligisten SV Remagen/Innen- oder Außenverteidigung;
Leo Welter, A-Jugendlicher von der JSG Westum/Löhndorf/Bad Bodendorf (Lopez: „Ihn haben wir schon länger auf dem Schirm.“);
Abdelhak Dira, noch A-Jugendlicher vom Bonner B-Ligisten 1. FC Ringsdorff Godesberg/Sechserposition.
Im Saisonendspurt muss der TuS die nächsten drei Wochen auf Julian Merken verzichten, Deniz Öztürk fällt für Sonntag noch verletzt aus, Björn Thünker wird wieder auf der Bank sitzen.

Quelle:Rhein-Zeitung