TuS möchte am Samstag Feiern!

erstellt am: 18.05.2018 | von: admin | Kategorie(n): Alle

TuS Oberwinter kann mit Heimsieg gegen Windhagen alle Rechnereien beenden

Samstag 17:30 Uhr in Bandorf : TuS Oberwinter – SV Windhagen

Die Entscheidung naht und könnte schon am Samstag fallen – zumindest für den TuS Oberwinter. Der Aufsteiger kann sich selbst Klarheit darüber verschaffen, ob er ein weiteres Jahr in der Fußball-Rheinlandliga bleibt. Ein Sieg im Heimspiel (17.30 Uhr) gegen den SV Windhagen, der freilich im Abstiegskampf selbst noch jeden Punkt braucht, und alles Rechnen hat ein Ende und der TuS sich tatsächlich vorzeitig gerettet. Eine Konstellation, die nach der Winterpause nur schwer vorstellbar war.

Das große Ziel vor Augen: Ein Heimsieg am Samstag gegen den SV Windhagen würde dem TuS Oberwinter, links Mirco Koll, vorzeitig Klarheit im Abstiegskampf verschaffen, ganz egal, ob es drei oder vier Absteiger gibt. Was die Angelegenheit erschwert: Gegner Windhagen kämpft ebenfalls noch gegen den Abstieg. Foto: Vollrath
Das große Ziel vor Augen: Ein Heimsieg am Samstag gegen den SV Windhagen würde dem TuS Oberwinter, links Mirco Koll, vorzeitig Klarheit im Abstiegskampf verschaffen, ganz egal, ob es drei oder vier Absteiger gibt. Was die Angelegenheit erschwert: Gegner Windhagen kämpft ebenfalls noch gegen den Abstieg.
Foto: Vollrath
Die Lage: Nun hat es der TuS also selbst in der Hand. Er muss nicht auf die Konkurrenz in der Rheinlandliga schauen und sich auch nicht um das sportliche Schicksal des FV Engers kümmern, an dem auch die Frage hängt, ob es noch einen vierten Absteiger aus der Rheinlandliga gibt. Genau so, wie es TuS-Trainer Tomas Lopez immer wieder fordert: einfach nur auf sich und sein Spiel konzentrieren und mit einem eigenen Sieg alles klarmachen.

Dann wäre ein Rückfall auf den viertletzten Platz unmöglich, da die unter dem TuS platzierten Konkurrenten SG Malberg und FSV Trier-Tarforst am letzten Spieltag im direkten Duell aufeinandertreffen und damit einer auf jeden Fall nicht vorbeiziehen kann.

Angesichts des Umstandes, dass Oberwinter am letzten Spieltag bei Tabellenführer TSV Emmelshausen antreten muss und da ein Punktgewinn kaum zu erreichen sein dürfte, wenn es für den TSV in dieser Partie noch um die Meisterschaft gehen sollte, empfiehlt es sich um so mehr, am Samstag gegen Windhagen zu punkten.

Ansonsten ginge der Blick dann doch wieder sorgenvoll auf die Konkurrenz. Wobei da noch einige Hintertüren offen sind. Erstens bleibt abzuwarten, ob die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf selbst noch punktet, zweitens fragt sich, ob Engers noch absteigt. Drittens könnte auch der Rheinlandligazweite durch einen Erfolg in der Oberligaaufstiegsrunde einen weiteren Platz in der Rheinlandliga freimachen. Gut möglich, das es nur drei Absteiger gibt, im besten Fall sogar nur zwei.

Der Gegner: Auf nur zwei Absteiger hofft der nächste Gegner Windhagen. Der war monatelang abgeschrieben, hat seit dem fünften Spieltag immer auf dem letzten oder vorletzten Platz gestanden, jetzt aber am vergangenen Wochenende den Schritt auf den drittletzten Rang geschafft. Womit die Hoffnung bei den Windhagenern wieder zurück ist. „Wir wollen auch in Oberwinter punkten und zumindest unseren drittletzten Tabellenplatz sichern. Dann sind wir auf den Fußball-Gott angewiesen, dass der zum Ligaverbleib reicht. Doch dafür müssen wir vorab hart arbeiten. Es ist nicht unmöglich“, glaubt Trainer Martin Lorenzini.

Dabei war nicht zuletzt er es, der den Aufschwung mit herbeigeführt hat. Eigentlich im vergangenen Sommer zurückgetreten, hat er im Winter dann doch wieder das Amt übernommen, nachdem Laminat Prenku wegen Erfolglosigkeit im November entlassen worden war und sich Nachfolger Lothar Paulsen auch nicht als Glücksgriff erwiesen hat. Mit Lorenzini holte die Mannschaft 18 Punkte, zuletzt gelangen drei Siege aus vier Spielen mit dem 3:1 gegen Mehring, dem 4:2 in Mendig und dem 2:1 gegen Andernach. Mit Armando Grau (7 Tore) und Matthias Metzen (6) verfügt die Mannschaft über schnelle Stürmer, mit dem Ex-Breisiger und Ex-Burgbrohler Pawel Klos (8) über einen erfahrenen Strippenzieher im zentralen Bereich.

Das Hinspiel: Das 1:1 in Windhagen fühlte sich für Oberwinter wie eine Niederlage an. Nach dem 1:0 durch Thomas Enke sorgte ein Eigentor von Mirco Koll für den Ausgleich (76.). In der Folge ließ der TuS noch beste Gelegenheiten aus, Enke etwa traf in der 90. Minute per Kopf nur die Latte und ließ eine Minute später noch eine weitere dicke Chance aus.

Statistisches: Dass der TuS sich am 33. Spieltag selbst retten kann, erschien am 23. Spieltag noch undenkbar. Da hatte die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez (20 Zähler) noch sieben Punkte Rückstand auf den Viertletzten SG Betzdorf.Doch in der Folge holte sie dann bis heute 19 Punkte.

Aber auch Gegner Windhagen legte eine beachtliche Aufholjagd hin. In der virtuellen Tabelle seit der Übernahme von Lorenzini belegt die Mannschaft den zehnten Platz. Von den bisher letzten vier Duellen hat der TuS keins gewonnen. Das letzte Heimspiel am 10. August 2015 ging gar mit 2:6 verloren. Die Bilanz: zwei Punkte, 9:13 Tore.

Trainerwort: „Wir haben es jetzt selbst in der Hand und wollen alles klarmachen“, stellt TuS-Trainer Tomas Lopez klar. Und er vertraut auch auf die mentale Stärke seiner Spieler: „Wir haben immer daran geglaubt.“ Wie sich solche Aufholjagden zum Saisonende hin erklären lassen? „Mannschaften, für die es noch was geht, legen vielleicht noch einen Tick mehr drauf. Und das entscheidet dann.“ Ein Vorteil, auf den er am Samstag nicht bauen kann, geht es doch auch für den Gegner noch um viel.

Und so richtet sich SV-Trainer Lorenzini schon mal auf ein heißes Duell ein: „Hut ab vor der Arbeit meines Kollegen Tomas Lopez. Doch gegen uns wird es keine Geschenke von ihm geben. Wir müssen alles geben.“

Personal: Deniz Öztürk wird dem TuS erwartungsgemäß fehlen, da er sich einem operativen Eingriff unterziehen muss. Hinter dem Einsatz des leicht angeschlagenen Jonas Jaber steht zudem noch ein Fragezeichen, sonst kann Tomas Lopez auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

Quelle: Rhein-Zeitung