Oberwinter geht entschlossen ins Kellerduell

erstellt am: 07.09.2018 | von: admin | Kategorie(n): Alle

Beim TuS Oberwinter steigt am Sonntag (15 Uhr) das Duell zweier siegloser Mannschaften der Fußball-Rheinlandliga.

Der SV Windhagen kommt als Träger der Roten Laterne des Tabellenletzten in das Walter-Assenmacher-Stadion und würde diese unangenehme Auszeichnung gerne dort lassen. Nach sechs Spielen hat der TuS Oberwinter nur zwei Punkte auf dem Konto, die beide auswärts geholt wurden. Die Westerwälder haben ein Spiel weniger absolviert und aus fünf Spielen erst einen Punkt geholt.

Das Pokalspiel gegen den TSV Emmelshausen (0:1) eingerechnet, wartet man beim TuS nun seit 320 Minuten auf einen eigenen Treffer. Insgesamt gelangen erst drei Tore im bisherigen Saisonverlauf. „Sicherlich fehlt uns derzeit die Durchschlagskraft. Daran müssen wir arbeiten. Aber auch da wissen wir ja, woran es liegt“, erklärt Oberwinters Trainer Tomas Lopez. Hauptgrund ist sicherlich die Verletztenmisere. Zudem stellt der TuS eines der jüngsten und damit unerfahrensten Teams des Verbandsoberhauses. „Wenn zum Beispiel Jonas Jaber zurückkommt, hoffen wir auf mehr Torgefahr. Zudem durchlaufen wir sicherlich auch noch einen Reifeprozess. Wir sind weiter felsenfest davon überzeugt, dass die Mannschaft am Saisonende klar über dem Strich steht. Nur das ist das Ziel“, macht Lopez deutlich.

Beim Personal bessert sich die Lage derweil zusehends. Mario Müller ist wieder in das Training eingestiegen und wird auch schon im Kader stehen. Julian Merken und Tobias Nuhn sind aus dem Urlaub zurück und einsatzbereit. Verteidiger Mirco Koll wird dagegen aus privaten Gründen fehlen. „Wir haben wieder Alternativen, aber es sind natürlich längst nicht alle Spieler bereit für 90 Minuten. Mit zunehmender Anzahl an Spielern bessert sich aber die Trainingsleistung, was sich wiederum auf das Spiel auswirkt. Auch das ist einfach ein Prozess, bei dem man Geduld haben muss“, so Lopez. Deshalb heißt es Ruhe bewahren, auch im Falle weiterer Rückschläge gegen Windhagen und im Derby gegen die ebenfalls noch sieglosen Andernacher kommende Woche. „Wir machen das nun auch seit Jahren mit. Man muss einfach konsequent weiter arbeiten, dann stellt sich auch der Erfolg ein“, ist sich Lopez sicher. Am vergangenen Wochenende hatte der SV Windhagen um den Koblenzer Ex-Profi Johannes Rahn spielfrei. Trainer Jürgen Hülder nutzte die Zeit, um über harte Trainingsarbeit Defizite auszumerzen. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass einige langzeitverletzte Spieler wieder am Mannschaftstraining teilnehmen konnten. „Wir müssen vorsichtig sein. Der eine oder andere braucht sicher noch einige Einheiten, um langsam fit zu werden“, verfällt Hülder noch nicht in Euphorie. Zuletzt musste der Windhagener Trainer immer wieder Rückschläge hinnehmen, auch bei der 2:3-Niederlage im Wettbewerb um den Rheinlandpokal bei Bezirksligist SG Ellingen. „Wir mussten mit einer Notelf auflaufen. Wenn gleich acht Leistungsträger fehlen, ist das nicht zu kompensieren“, sagt Hülder, der nun wieder auf mehr Alternativen bauen kann.

Dass der SV Windhagen am Tabellenende des Verbands-Oberhauses steht, hat auch mit dem schweren Auftaktprogramm zu tun. Windhagen musste bereits gegen drei der vier Topteams der Rheinlandliga spielen. „Das Spiel gegen Oberwinter wird nicht einfacher. Das ist eine sehr kampfbetonte Mannschaft mit guten Spielern“, sagt Hülder.

Quelle: Rhein Zeitung