TuS möchte Heimsieg am Sonntag!

erstellt am: 19.10.2018 | von: admin | Kategorie(n): Alle

Oberwinters Trainer Lopez lässt sich in seiner Zuversicht nicht erschüttern

Zwölf Spiele, nur ein Sieg, sechs Punkte, letzter Platz – so macht das Fußballspielen nun wirklich nicht unbändig viel Freude. Nur gut, dass sich angesichts dieser wenig aufbauenden Bilanz zumindest der Trainer in seiner Zuversicht unerschütterlich zeigt. Tomas Lopez lässt sich nicht beirren in seiner Ruhe und seinem Glauben an die Mannschaft. An dem können sich die Spieler des Rheinlandligisten TuS Oberwinter aufrichten.

„Ich beschäftige mich nicht mit der Frage, wer am Ende der Saison absteigen wird. Ich bin nur überzeugt davon, dass wir nicht dazugehören werden“, stellt er klar. Seine Mannschaft, so versichert er, ziehe im Training gut mit und lasse auch nicht den Kopf hängen. „Klar, bei einem Sieg wären wir alle besser gelaunt“, sagt er mit Blick auf das jüngste 0:2 zu Hause gegen die SG Mülheim-Kärlich.

Vielleicht bessert sich die Laune ja nach dem nächsten Heimspiel am Sonntag, 14.45 Uhr, gegen den FSV Trier-Tarforst. Gegen Mülheim jedenfalls hätten – wieder einmal – nur ein paar Kleinigkeiten gefehlt. „Es war ja nicht so, dass wir total unterlegen gewesen wären. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit vieles besser gemacht. Nach der Pause war es eigentlich ein 0:0-Spiel, da haben wir nicht viel zugelassen – bis auf die beiden Gegentore nach Standardsituationen. Wir haben eben noch junge Spieler, da passieren halt noch Fehler“, so das Fazit des Trainers.

Auf den jungen Kader beim TuS wird auch auf der Homepage des FSV Trier in der Vorschau aufs Spiel am Sonntag hingewiesen, wenn auch mit anderen Worten: „Viel junges Gemüse“, sei beim Umbruch im Sommer nach Oberwinter gekommen, „meist aus Nachwuchsteams oder der eigenen Schmiede“.

Was beim FSV, zuletzt fünfmal in Folge unbesiegt, durchaus ähnlich war, stammten vier der acht Neuzugänge in der Sommerpause doch aus der A-Jugend. Mit 23,58 Jahren liegt der Altersdurchschnitt in Trier aber dennoch nicht so tief. Wobei sich der FSV etwa mit Marc Keller vom SV Morbach die Dienste eines Mittelfeldspielers gesichert hat, der trotz seiner nur 21 Jahre zum Zeitpunkt des Wechsels bereits auf 47 Einsätze in der Rheinlandliga zurückblicken konnte. Lopez zählt ihn zusammen mit Kapitän Mike Heitkötter (28 Jahre) und Stürmer Lukas Herkenroth, ebenfalls 28 Jahre alt, zu den Stützen beim FSV. Wie wichtig gerade Herkenroth für die Mannschaft ist, belegen seine bislang neun Tore in dieser Saison – von insgesamt erst 20 Trierer Treffern.

Einen solchen Torjäger könnte der TuS auch gut gebrauchen, wie die gerade einmal 13 Tore eindringlich belegen. „Natürlich brauchen wir jetzt auch mal das Glück im Abschluss, damit wir mal mit 1:0 in Führung gehen“, wünscht sich Lopez. Denn allein von guten Worten kommt das Selbstvertrauen nicht zurück, das zuletzt arg gelitten hat.

Natürlich ruhen die Hoffnungen in Oberwinter auch auf Thomas Enke, in der vergangenen Saison mit zwölf Treffern der drittbeste Stürmer beim TuS. Der hatte sich im Sommer eigentlich berufsbedingt zurückgezogen wegen seiner Lehrerausbildung in Kirchberg. Doch angesichts der schwierigen Lage hat er sich nun doch bereit erklärt auszuhelfen – im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Wochentags trainiert er beim TuS Kirchberg mit, falls möglich dann noch donnerstags und freitags in Oberwinter. Dauerhaft regelmäßig steht er aber nicht zur Verfügung, nachdem er zuvor zweimal passen musste, kam er nun gegen Mülheim-Kärlich wieder zu einem Kurzeinsatz.

Auf jeden Fall nicht dabei sein wird am Sonntag Mirco Koll nach seiner Gelb-Roten Karte im Spiel gegen Mülheim-Kärlich, auch Fabian Münch wird fehlen, urlaubsbedingt.

Was Lopez aber in seiner Zuversicht auch nicht einschränken kann. „Wir haben am Sonntag immer noch einen Kader von 17 Spielern. Und an die glauben wir im Trainerteam. Wir stehen hinter der Mannschaft. Sie kann Spiele gewinnen.“
Quelle:Rhein-Zeitung