TuS Oberwinter hat erneut Grund zum Hadern

erstellt am: 15.11.2018 | von: admin | Kategorie(n): Alle

11.11.2018

Auf ein wenig mehr Glück als zuletzt hatte Fußball-Rheinlandligist TuS Oberwinter bei seinem Auswärtsauftritt bei der SG Malberg/Rosenheim gehofft. Die Hoffnungen wurden nicht erfüllt, ebenso wie die auf einen Punktgewinn. Die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez unterlag am Ende mit 1:3 (0:2).

Der war nach Schlusspfiff bedient und trat gleich danach in seinem Auto die Heimreise an. Nach den umstrittenen Platzverweisen in der Woche zuvor beim 1:2 gegen den SV Morbach hatte Oberwinter nun erneut Grund zum Hadern. Nach dem Anschlusstor 1:2-Anschlusstreffer von Thomas Enke (55.) hatte Abwehrspieler Fabian Groß den vermeintlichen Ausgleich erzielt, doch nach Rücksprache mit dem Linienrichter entschied Schiedsrichter Alexander Mroß auf Abseits. Vehemente Proteste der TuS-Akteure halfen nichts, auch nicht die Rückfragen von Lopez beim Schiedsrichtergespann.

Insgesamt kamen die Gäste aber kaum an ihre zuletzt guten Auftritte heran. Nach der Pause ließen sie zwar ihr durchaus vorhandenes Können aufblitzen, allerdings zu selten, um die defensiv kompakten Malberger zu überrumpeln. Einzig René Ebersbach sorgte durch Standards mehrmals für Gefahr, an der zwölften Saisonniederlage änderte das aber nichts. Für Oberwinter wird die Luft im Tabellenkeller wieder dünner, durch den Sieg des SV Windhagen ist der Rückstand weiter angewachsen.

Ganz anders war die Stimmungslage bei der SG Malberg, insbesondere bei ihrem Trainer. „Für die Teams hinter uns wird das jetzt eine Hausnummer, den Rückstand aufzuholen“, sagte SG-Trainer Volker Heun. Dass sich seine Mannschaft nach nun 17 Partien derart von der Abstiegszone entfernt hat, das nötigte dem Trainer der SG Malberg/Rosenheim höchsten Respekt ab. Vollkommen zufrieden – und vor allem voller Stolz – klatschte Heun nach dem Erfolg gegen Oberwinter und dem Sprung auf Platz neun jeden seiner Spieler ab, beglückwünschte sie zum Heimsieg und verließ mit einem verschmitzten Lächeln den Malberger Kunstrasen.

Vor allem für die jüngere Generation hielt der erfahrene Heun warme Worte bei den eisigen Temperaturen an diesem Samstagnachmittag bereit. Sensationell entwickelt hätten sich die Youngsters zuletzt, sagte Malbergs Trainer: „Ich hebe ja normalerweise niemanden heraus.“ Für Bastian Bleeser, der eigentlich noch in der A-Jugend ran dürfte, und Jordi Frohn machte Heun in diesem Fall eine Ausnahme. Dass den Malbergern derzeit zahlreiche etablierte Kräfte fehlen, rückt durch die überzeugenden Leistungen der Ersatzleute in den Hintergrund. Auch gegen Oberwinter standen die jungen Spieler ihren Mann, allen voran Frohn, der den erfahrenen Gäste-Angreifer Thomas Enke weitestgehend ausschaltete. Einzig beim 1:2-Anschlusstreffer des TuS verlor der 20-Jährige seinen Gegenspieler kurzzeitig aus den Augen (55.). Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Malberger bereits mit 2:0 geführt. Im ersten Durchgang spielte die SG einmal mehr ihre Konterstärke aus, Tim Pfeiffer zur 1:0-Führung (16.) und Albert Kudrenko zum 2:0 (29.) waren die Profiteure des schnellen Umschaltspiels. Als Oberwinter verstärkt auf den Ausgleich drückte, machte Kudrenko mit dem 3:1 den Deckel für die Heimelf auf das Spiel (83.).

Womit für Oberwinter die zwölfte Niederlage im 17. Spiel besiegelt war. Bleibt dem TuS nur die Hoffnung auf ein wenig mehr Glück.
SG Malberg/Rosenheim – TuS Oberwinter 3:1 (2:0)

Malberg: Zeiler – P. Gerhardus, Penk, Frohn, Bleeser – Tsannang (68. Müller), Jäger, Weinlich, Kudrenko – Nickol (74. Nauroth), Pfeiffer (88. Heidrich).

Oberwinter: Kauert – Münch, Klein, Koll, Groß – Lefevre, Ebersbach, Nuhn (84. Thünker), Beya-Kafunda (59. Manneh) – Palm, Enke.

Schiedsrichter: Alexander Mroß (Wolken).

Zuschauer: 105.

Tore: 1:0 Tim Pfeiffer (16.), 2:0 Albert Kudrenko (29.), 2:1 Thomas Enke (55.), 3:1 Albert Kudrenko (83.).

Quelle: Rhein-Zeitung 12.11.2018