Auf den TuS Oberwinter warten nun vier Hochkaräter

erstellt am: 01.04.2019 | von: admin | Kategorie(n): Alle

Vier Spiele hat der TuS Oberwinter jetzt in der Fußball-Rheinlandliga nach der Winterpause gewonnen. Wie sehr das dem Selbstvertrauen und der Moral vor nun schwierigen Partien wie der am Mittwoch (19.30 Uhr) bei der SG Eintracht Mendig/Bell zuträglich ist, lässt sich leicht vorstellen. Pech nur für den TuS, dass sich dieser Zugewinn an Stimmung nicht im gleichen Maße auch in der Tabelle niederschlägt. Oberwinter steht immer noch am Tabellenende, wenn auch mit immerhin nun geringerem Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz (fünf) als noch in der Winterpause (zwölf).


Dass die Zwischenbilanz nicht besser ausfällt, liegt an der Konkurrenz im Abstiegskampf. Die punktet nämlich auch, und zwar ebenfalls konstant und vor allem überraschend. Die EGC Wirges etwa feierte gerade mit dem 2:0 gegen den Tabellenfünften SV Mehring ihren fünften Sieg in Folge, der sie zum ersten Mal seit dem zwölften Spieltag auf einen Nicht-Abstiegsplatz hievte.

Den Vogel am Wochenende schoss freilich der SV Windhagen mit dem 3:1 gegen den Zweiten SV Morbach ab. „Ich hätte es mir auch anders gewünscht“, meint der Oberwinterer Trainer Deniz Öztürk.

Zumindest ergibt sich daraus die für ihn hoffnungsvolle Erkenntnis: Abstiegskandidaten können auch gegen Aufstiegskandidaten gewinnen. Was insofern für den TuS bedeutsam ist, da er nun die nächsten Spiele ausnahmslos gegen Spitzenteams antreten muss. Los geht es am Mittwoch bei Eintracht Mendig/Bell, die gerade mit dem 3:0 zu Hause gegen den VfB Linz mit Rang sechs ihre bisher beste Saisonplatzierung erreicht hat.

Es folgt die Partie am Sonntag zu Hause (15 Uhr) gegen den Vierten Mayen, danach geht’s zu Tabellenführer Eisbachtal, ehe am Ostersamstag (20. April, 17 Uhr) der Ahrweiler BC zum Derby kommt. „Ich freue mich auf die Spiele“, sagt Öztürk. Woraus eben auch das gewachsene Selbstvertrauen spricht.

Am Samstag beim 3:1 bei der SG Hochwald-Zerf, nun Vorletzter, hatte der TuS zum ersten Mal nach der Winterpause gewackelt. Nach dem 1:0 durch Thomas Enke musste die Mannschaft erst die Rote Karte gegen Maurice Lefèvre und dann den Ausgleich hinnehmen. „Danach war ich froh, dass wir es mit dem 1:1 in die Pause geschafft haben“, so Öztürk.

Dort aber haben sich Trainer und Spieler gesammelt, auf die zweite Halbzeit eingeschworen und dann in Unterzahl das Spiel noch durch Tore von Jonas Jaber und erneut Enke mit 3:1 gewonnen. „Da haben alle Wille gezeigt, das stimmt mich positiv“, bekräftigt Öztürk. 

Dass Torwart Benjamin Kauert beim Stand von 2:1 einen Handelfmeter parierte, ebnete den Weg zum 3:1-Sieg, dass Hochwald später noch einen Elfmeter verschoss, kam auch nicht ungelegen. Fragt sich fürs Spiel in Mendig nun, wer die Position von Lefèvre auf der Außenbahn übernehmen soll. Gut möglich, dass wie schon in Zerf Tim Palm aus dem Sturm auf diese Position rückt oder Maurice Müller reinkommt, wobei der noch Trainingsrückstand hat. Knifflig ist auch die Personalie „Enke“. Der Stürmer hat nach der Winterpause sechs von zwölf Oberwinterer Treffer erzielt, am Donnerstagmorgen aber im Rahmen seiner Ausbildung eine Sportprüfung. Vor drei, vier Wochen hatte er darum schon für Mittwoch abgesagt. Nun aber, nach den vier Siegen und den gewachsenen Hoffnungen, will er doch mitmischen. Nur wie lange, muss sich noch zeigen. „Aber das spricht für die gute Stimmung und den Mannschaftsgeist“, betont Öztürk.

Gut ist die Stimmung auch bei der SG Mendig/Bell, die zuletzt dreimal 3:0 gewonnen hat. „Ich habe das 3:0 gegen Linz gesehen. Da war zu erkennen, dass die Mannschaft einen Plan hat“, sagt Öztürk. Besonders auf die schnellen Offensivspieler Joachim Akwapay und Lars Bohm gelte es aufzupassen. Bohm kennt Öztürk noch aus gemeinsamen Oberligazeiten bei der SpVgg Burgbrohl. 

„Die Spieler kennen sich ohnehin alle untereinander. Das wird ein besonderes Spiel am Mittwoch“, meint der Oberwinterer Trainer. Und eine Serie wird dabei reißen. map

Quelle: Rhein-Zeitung