Aufatmen bei Fußball-Bezirksligist SG Elztal: Die Maifelder haben sich im Heimspiel gegen Rheinlandliga-Absteiger TuS Oberwinter beim 1:1 (1:1) den ersten Saisonpunkt sichern können. Beim TuS dagegen wird nach dem dritten Remis im vierten Spiel gehadert.

Rhein-Zeitung Online | 08.09.2019

„Keine gute Leistung“ attestierte Oberwinters Trainer Deniz Öztürk seiner Elf, während bei den Gastgebern Trainer Sascha Arenz die „wiedergewonnene Elztal- Mentalität“ lobte. Trotz Kritik auf der einen und Lob auf der anderen Seite war das Ergebnis am Ende leistungsgerecht. Die Gäste hatten erwartungsgemäß mehr Ballbesitz und auch die ersten beiden Einschusschancen auf dem schwer zu bespielenden Rasen. „Wir haben extra auf dem Oedinger Rasen trainiert, um uns auf die Bedingungen einzustellen. Allerdings hat mir dabei ein wenig die Spannung und Ernsthaftigkeit gefehlt“, so Öztürk. Thomas Enke scheiterte nach zehn Minuten am gut reagierenden Elztaler Keeper Florian Geisler. Fünf Minuten später bekam Enke nach einem Pass in den Rücken zu wenig Druck hinter seinen Schuss aus der Drehung. „In dieser Drangphase muss eigentlich die Führung herauskommen. So wurde es natürlich immer schwerer“, so Öztürk.

Denn nun wurden auch die Hausherren etwas mutiger und hatten in der 28. Minute Glück und Können gepaart. Moritz Pies kam nach Pass von Niclas Lohn auf links an den Ball. Erst rutschte Gegenspieler Mario Müller weg, dann auch der zu Hilfe eilende Mirco Koll. Pies nutzte den Platz und schlenzte den Ball gekonnt an den rechten Innenpfosten. Für TuS-Torwart Vincent Klee blieb keine Abwehrmöglichkeit – 1:0 (28.).

Oberwinter haderte mit dem Rückstand und fand keinen Weg mehr durch die vielbeinige Abwehr der Gastgeber. Als sich alle Beteiligten schon auf die Halbzeit einstellten, kam der TuS doch noch zum Ausgleich. Das 1:1 war allerdings ein echtes Zufallsprodukt. Rene Durben klärte einen Eckball ungünstig in die Mitte. Felix Antwerpen hielt drauf, verzog aber und traf Mitspieler Antonio Halfen an der Hüfte. Der Ball, der sonst weit am Tor vorbei gegangen wäre, trudelte so in das verwaiste Toreck. „Das war Pech. Das Chancenverhältnis in Halbzeit eins sehe ich bei 6:3 für uns. Normalerweise müssen wir da irgendwie eine Führung mit in die Kabine nehmen“, meinte Arenz.

Im zweiten Durchgang verflachte die Partie beiderseits deutlich. Die Gastgeber verlagerten sich aus einer stabilen Defensive auf Konter. Oberwinter fand nicht den Weg, entscheidend dagegen vorzugehen. Die beste Siegchance bot sich dann den Gastgebern, als Pies in der 78. Minute Gegenspieler Tobias Nuhn abschütteln konnte. Den Schussversuch aus 16 Metern lenkte Klee aber über das Gehäuse. „Wir sind jetzt in der Liga angekommen. Dieser Punkt war wichtig. Die Mannschaft hat gesehen, dass man mithalten kann, wenn die Einstellung stimmt. Darauf müssen wir jetzt mit einer weiteren guten Trainingswoche aufbauen“, so Arenz, Öztürk erklärte: „Sechs Punkte aus vier Spielen sind für unsere Ansprüche zu wenig. Auf diesem Platz werden aber noch andere Teams Punkte lassen. Wir konzentrieren uns jetzt auf das kommende Spiel gegen Tabellenführer Immendorf. Zu Hause fühlen wir uns wohler und wollen dort ein Ausrufezeichen setzen.“

TuS Oberwinter: Klee – Koll, Münch, Nuhn, Welter (87. Wiest), Groß (81. Manneh), Müller (60. Merken), Lefevre, Halfen, Antwerpen, Enke. lkl

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