Das „Unternehmen Wiederaufstieg“ in die Fußball-Rheinlandliga startet für den TuS Oberwinter am Sonntag (15 Uhr) mit dem Heimspiel im Walter-Assenmacher-Stadion gegen Ata Sport Urmitz und ein paar offenen Fragen.

Denn zuletzt stimmte die Form beim Team von der Bandorfer Höhe nicht. Im Rheinlandpokal schied man nach Elfmeterschießen gegen A-Klassen-Aufsteiger SG Kempenich/Spessart/Rieden/Volkesfeld aus. Bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende unterlag der TuS Mitabsteiger VfB Linz mit 1:3. Siegreich war Oberwinter in der Vorbereitung lediglich gegen B- Ligist SV Remagen und A-Ligist SG Westum/Löhndorf, gerade in der Offensive haperte es über Wochen. Trainer Deniz Öztürk wehrt sich aber entschieden dagegen, schon vor dem Saisonstart von einer Krise zu sprechen. „Ja, wir waren nach der starken Rückrunde in der Vorbereitung in einem mentalen Loch. Da wurde mal in Testspielen der eine oder andere Schritt weniger gemacht und eher zurückgezogen. Die letzte Konsequenz hat gefehlt. Aber ich kenne diese Mannschaft mittlerweile ganz gut. Man spürt förmlich jetzt die Vorfreude, dass es losgeht. Die Mannschaft ist heiß und hat sich vielleicht zur rechten Zeit so etwas wie eine Auszeit gegönnt. Wir wissen, dass jetzt ein paar Prozentpunkte mehr kommen müssen.“

Unklar ist sich Öztürk noch über das System, mit dem Urmitz bezwungen werden soll. „Wir können ein 4-4-3 oder auch ein 3-5-2 spielen. Das kommt auch stark darauf an, wer mir zur Verfügung steht“, sagt Oberwinters Trainer. Bei der Generalprobe gegen Linz standen mit Mario Jäger und Michele Selbmann zwei Neuzugänge in der Startelf. Beide könnten nun erneut zum Zug kommen. Rückkehrer Selbmann erhielt ein Sonderlob. „Er hat unheimlich viel gearbeitet“, so Öztürk. Jäger, Leo Welter oder Felix Antwerpen, der allerdings krankheitsbedingt einige Vorbereitungszeit verpasste, könnten in der Offensive auflaufen. Dort fehlt derzeit noch Jonas Jaber. An den ersten beiden Spieltagen ist er noch gesperrt, am dritten Spieltag im Urlaub.

Neben der Position in der Offensive sind derzeit noch eine Position im defensiven Mittelfeld und ein Platz auf der rechten oder linken Außenbahn vakant. Ebrima Manneh weilt im Urlaub, Fabian Groß und Julian Merken kehren erst am Spieltag aus dem Urlaub zurück. Im Tor wird wieder Benjamin Kauert stehen. Vincent Klee hütete den Kasten gegen Linz, hat sich nun aber auch in den Urlaub verabschiedet. „Benjamin wäre auch so erst einmal die Nummer eins gewesen. Es ist aber abgesprochen, dass Vincent auch auf seine Einsätze kommt“, sagt Öztürk.

Eine interessante Personalie könnte eventuell die von Ata-Stürmer Edis Ramovic werden, gerade auch für die schwächelnde TuS- Offensive. Ramovic soll damit liebäugeln, Urmitz innerhalb der Wechselperiode noch zu verlassen. „Das habe ich auch gehört. Wir werden uns erkundigen, ob eventuell Interesse besteht und ob es sich finanziell darstellen lässt. Wenn ein Spieler mit seinen Qualitäten zu haben ist, muss man zumindest darüber nachdenken“, kündigt Öztürk an. Am Spieltag dürfte Ramovic allerdings noch für Ata auflaufen. 16 Bezirksligatore im Vorjahr lassen Oberwinter gewarnt sein. Auch das Ergebnis der Urmitzer im Rheinlandpokal. Schließlich brachte man Rheinlandligist SG 99 Andernach an den Rand einer Niederlage und unterlag erst im Elfmeterschießen.

Weiter auf der Suche ist Oberwinter derweil nach einem Sportlichen Leiter und einem Co- Trainer. Öztürk übernahm die Aufgaben bislang komplett selbst. Als Sportlicher Leiter fungiert derzeit noch Mario Brötz, der allerdings auch die zweite Mannschaft des Ahrweiler BC in der Kreisliga A trainiert. „Wir wollen hier schnellstmöglich Lösungen finden. Wir sind Mario dankbar, dass er uns noch hilft, aber da soll etwas passieren. Die Entlastung könnte man sicherlich gut gebrauchen“, so Öztürk.

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