Rhein-Zeitung, 27.09.2019, 15:11 Uhr

Bei Fußball-Bezirksligist TuS Oberwinter gab es unter der Woche viel Gesprächsbedarf. Die Aufstiegsambitionen haben einen erheblichen Dämpfer erfahren, nachdem man im Auswärtsspiel in Treis-Karden bei der SG Moselkern erneut einen Vorsprung nicht in einen Sieg ummünzen konnte und nach einer 2:0-Führung am Ende nur ein 2:2-Unentschieden zu Buche stand. Es war bereits das fünfte Mal in dieser Spielzeit, dass der Elf von Trainer Deniz Öztürk ein Vorsprung nicht zu einem Sieg reichte. Am Sonntag (15 Uhr) folgt nun der nächste Anlauf, den zweiten Saisonsieg einzufahren. Zu Gast im Walter-Assenmacher-Stadion ist die SG Vordereifel Müllenbach. Beide Mannschaften rangieren mit jeweils sieben Punkten im Tabellenmittelfeld. „Wir haben die Probleme deutlich angesprochen und uns ein paar Lösungen ausgedacht. Es bleibt aber auch festzuhalten, dass nicht alles schlecht ist. 45 bis 60 Minuten waren wir in den letzten Spielen die klar bessere Mannschaft. Wir müssen die vielen Fehler zum Ende einer Partie hin abstellen“, erklärt Öztürk.

Dies soll vor allem auch durch konzentrierte Trainingsarbeit geschehen und mit dem Fokus auf der eigenen Leistung. „Ich kenne die meisten Teams ohnehin nicht, und es bringt mir nichts, die Mannschaften eventuell nach nur einem Spiel zu beurteilen, das ich gesehen habe. Der Schlüssel liegt einfach in der eigenen Leistung“, bekräftigt der Oberwinterer Trainer.

Ob der TuS im zuletzt praktizierten 4-2-3-1- System oder im anfänglich gespielten 3-5-2- System auflaufen wird, ist noch nicht entschieden. Öztürk kann sich beides vorstellen: „Das war auch nie der Grund für die Gegentore. Wir haben gesehen, dass wir beides spielen können. Diese Flexibilität ist wichtig und gibt uns entsprechende Möglichkeiten.“

Die Gäste kommen mit dem Rückenwind des jüngsten 3:1-Heimsieges gegen die SG Hausbay-Pfalzfeld. Zuvor war die Mannschaft von Trainer Florian Breitbach allerdings drei Mal in Serie als Verlierer vom Platz gegangen.

In drei Spielen in der Fremde holte Vordereifel erst einen Punkt und erzielte nur einen Treffer. „Jedes Spiel hat seine eigene Geschichte. Wir versuchen jetzt natürlich, wieder in Führung zu gehen und wollen diese dann auch souverän über die Zeit bringen. Es wird Zeit für einen Lauf. Mit einer Siegesserie kann man hoffentlich den Abstand zur Tabellenspitze bis zur Winterpause reduzieren“, meint Öztürk.

Bis dahin muss man aber möglicherweise ohne Angreifer Jonas Jaber auskommen, der nach einem Ödem am Fuß weiter Schmerzen hat und neuerlich untersucht werden muss. Fraglich ist zudem berufsbedingt der Einsatz von Benjamin Kauert. Ersatzmann Vincent Klee stünde aber bereit. lkl

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