TuS Oberwinter schlägt im Spitzenspiel zurück und holt vorzeitig den Titel

Nach zwei Jahren in der Fußball-Bezirksliga ist der TuS Oberwinter in die Rheinlandliga zurückgekehrt. Und das ist beeindruckender Manier. Zwei Wochen, nachdem die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez mit dem FC Mettternich einen der beiden großen Konkurrenten auf dessen Platz bezwungen hat (1:0), setzte sie sich nun auch beim zweiten Rivalen durch. Oberwinter gewann im Spitzenspiel beim TuS Kirchberg mit 3:2 (1:0). Damit steht die Mannschaft nach dem vorletzten Spieltag vorzeitig als Meister fest – mit sieben Punkten Vorsprung auf die beiden Verfolger. Dass Metternich zu Hause mit 0:1 gegen Cosmos Koblenz verloren, war nur noch eine Randnotiz. Der lautstarke Anhang aus Oberwinter feierte derweil lautstark den Titelgewinn. Und zu Hause in Oberwinter ging es dann munter weiter. „Wir haben bei uns im Vereinsheim ordentlich gefeiert“, berichtete Abteilungsleiter Helmut Born.

Da musste ein heftiger Fehler von Kirchbergs Torwart Peter Kunz schon nachhelfen, um Oberwinter das 1:0 zu ermöglichen (8.). Er ließ den Ball nach einem harmlosen Schuss aus den Händen gleiten. Oberwinters Thomas Enke hatte keine Mühe, das Geschenk anzunehmen.

Auf der anderen Seite leistete sich der Tabellenführer solche Patzer freilich nicht. „Wir haben in der ersten Halbzeit keine einzige Chance zugelassen“, erkannte Gästetrainer Thomas Lopez richtig. Kirchberg auch nicht – eben bis auf den verhängnisvollen Fauxpas von Kunz.

Die zweite Spielhälfte entschädigte die für dieses Spitzenspiel doch wenigen Zuschauer (253). Sechs Minuten nach Wiederanpfiff tankte sich der Kirchberger Artur Stürz unwiderstehlich durch und knallte den Ball mit Vehemenz zum 1:1-Ausgleich ins Netz (51.). Auch am 2:1-Führungstreffer war er maßgeblich beteiligt. Über die rechte Außenbahn passte er nach innen, fand Geburtstagskind Süleyman Özer (21 Jahre), der mit der Hacke auf Alexander Singer weiterleitete. Mit einem präzisen Innenseitstoß markierte der Spielmacher sein 14. Saisontor (58.).

In dieser Phase schien es, als würden die Gäste noch einmal ins Schlingern geraten. Das 3:1 für Kirchberg lag in der Luft. Wieder Artur Stürz und vor allem der sehr aktive Torsten Resch sorgten für Wirbel vor dem Gästetor. Aber der Treffer wollte nicht fallen. Worauf Oberwinter dann eben doch wieder seine Qualitäten in die Waagschale warf.

,, Wie wir nach dem 1:2 zurückgekommen sind, und das vor allem in Kirchberg, ist schon die Meisterschaft wert“, frohlockte Oberwinters Trainer Tomas Lopez. Tatsächlich gab der TuS Kirchberg die Führung aus der Hand. Mario Brötz staubte nach einer zu kurzen Abwehr zum 2:2 ab (66.). Der Siegtreffer fiel in der 69. Minute nach einem gelungenen Spielzug, den der eingewechselte Jonas Jaber zum Meisterschaftstreffer verwertete: „Wir hatten in der Saison Tiefs und Hochs, wie andere Mannschaften auch, aber wir haben am Ende zurecht die Meisterschaft gewonnen“, resümierte Tomas Lopez.

Und was sagte der Kirchberger Trainer Christian Schneider dazu? „In der zweiten Halbzeit haben wir unser wirkliches Potenzial gezeigt. Machen wir noch das 3:1, was durchaus möglich gewesen wäre, dann wird es ein anderes Spiel.“

Wurde es aber nicht. Womit der TuS Oberwinter in der nächsten Saison wieder Rheinlandligist ist.

Quelle : Rhein Zeitung