Heimspiel gegen TuS Mayen am Sonntag um 14.30 !

Wind weht Oberwinter gleich stramm entgegen – Am Sonntag kommt Mayen zum Derby

Meint es der Spielplan in der Fußball-Rheinlandliga nun gut mit dem TuS Oberwinter oder nicht? Zum Auftakt gleich bei den Spfr Eisbachtal (1:3), das nächste Auswärtsspiel bei der SG Mülheim-Kärlich (1:3), danach ein reizvolles, aber eben auch schwieriges Derby zu Hause gegen den TuS Mayen am diesem Sonntag (14.30 Uhr) – nicht einfach.

Schließlich hat(te) der Aufsteiger damit an den ersten vier Spieltagen gleich gegen drei enorm starke Mannschaften anzutreten. „Die werden am Ende unter den besten fünf oder sechs stehen“, glaubt TuS-Trainer Tomas Lopez sogar.

Je nach Sichtweise könnte man beim TuS nun diese geballt starke Gegnerschaft beklagen – oder sie eben positiv sportlich nehmen, frei nach dem Motto: So erfährt ein Neuling gleich einmal, wie stramm der Wind in der Rheinlandliga weht. „So kann man es sehen“, bekräftigt Lopez.

Ausgesprochen lehrreich

Der jüngste Auftritt bei der SG Mülheim-Kärlich dürfte in dieser Hinsicht ausgesprochen lehrreich gewesen sein. Da hatten die Oberwinterer in der ersten Halbzeit nämlich fahrig und nachlässig agiert, folglich zur Pause auch mit 0:2 zurückgelegen, um dann im zweiten Abschnitt deutlich zuzulegen und nach dem 1:2 durch Sebastian Sonntag die Partie bis zum Schluss offen zu halten, ehe spät das 1:3 fiel.

Erkenntnisgewinn Nummer eins: „Ich bin froh über die zweite Halbzeit, wie wir da als Mannschaft aufgetreten sind gegen so eine starke Mannschaft wie Mülheim“, sagt Lopez.

Erkenntnisgewinn Nummer zwei, womöglich der ungleich wichtigere: „Es hat sich auch gezeigt, dass man sich in der Bezirksliga vielleicht eine schwache Halbzeit erlauben kann, nicht aber in der Rheinlandliga“, betont der Trainer.

Weshalb er nun am Sonntag auf einen hellwachen Auftritt gleich von Beginn an hofft. Zumal es sich ja auch um ein Derby handelt, wenn auch eines ohne innig gepflegte Rivalität. Die gebe es nicht, stellt Lopez klar. Auch wenn man sich selbst in Zeiten unterschiedlicher Ligazugehörigkeit nie so ganz aus den Augen verloren hat. Im vergangenen Jahr, Anfang August 2016, lieferten sich beide Mannschaften auf der Bandorfer Höhe einen packenden Pokalkampf, den der klassenhöhere TuS Mayen erst nach Verlängerung mit 2:1 für sich entschied.

Auch im Jahr davor waren beide im Rheinlandpokal-Wettbewerb aufeinandergetroffen, diesmal im Achtelfinale. Und da behielt der TuS Oberwinter durch ein Tor von Tim Palm mit 1:0 die Oberhand, nachdem der Bezirksligist zuvor schon die klassenhöhere SG Mendig/Bell mit 4:3 ausgeschaltet hatte.

Das letzte Duell in der Rheinlandliga auf der Bandorfer Höhe liegt schon etwas länger zurück. Am 7. September 2014 gewann Mayen beim Rivalen durch Tore von Herve Loulouga und Pascal Steinmetz (2) mit 3:1, für Oberwinter traf Felix Antwerpen kurz vor Schluss.

Der gehört mittlerweile zur SG Gönnersdorf-Brohl, ansonsten aber sind acht Spieler aus dem damaligen Kader dem TuS Oberwinter treu geblieben: Torwart Benjamin Kauert, Mario Brötz, Björn Thünker, Thomas Enke, Thorsten Alt, Tobias Nuhn, Julian Merken und Fabian Gilles – Ausdruck Oberwinterer Beständigkeit.

Freilich trifft auf der Gegenseite Steinmetz heute auch noch munter für den TuS Mayen. So wie am vergangenen Wochenende zum 2:0-Endstand im Heimspiel gegen den SV Mehring. Eine Partie, die sich Lopez angeschaut hat. „Eine spielerisch starke und offensiv ausgerichtete Mannschaft. Da reicht es nicht, sich nur auf einen oder zwei gefährliche Spieler zu konzentrieren. Dafür haben sie davon zu viele, wie etwa Niklas Heinemann, Pascal Steinmetz, Matthias Tutas oder Eike Mund“, sagt der Trainer anerkennend und ergänzt: „Selbst die Außenverteidiger sind nach vorn gefährlich. Tim Schneider hat gegen Mehring einige Male frei vor dem Tor gestanden.“

Sieg vor 700 Zuschauern

Nach der Auftaktpleite mit dem 1:4 zu Hause gegen die SG 99 Andernach scheint Mayen langsam in Schwung zu kommen. Dem 2:1 vor 700 Zuschauern bei der SG Mendig folgte nun beim 2:0 gegen Mehring eine spielerisch überzeugende Leistung. „Da muss für uns schon alles passen, wenn wir bestehen wollen“, fürchtet Lopez, der neben Fabian Münch und Jordan Schmitt auch weiterhin auf Jonas Jaber verzichten muss. Dafür bietet sich aber Thomas Enke wieder als eine Option an.

Quelle. Rhein – Zeitung