Mit dem zweiten zu Null Sieg im neuen Jahr kehrt der TuS Oberwinter
aus dem windigen Westerwald zurück.

Gute Laune im TuS Lager nach dem überzeugenden Erfolg in Windhagen

Beide Tore zum 2:0 Endstand erzielte Thomas Enke schon in der
ersten Halbzeit.

Bericht der Rhein-Zeitung:

Wieder zu null gewonnen: Oberwinterer Hoffnung steigt

Der TuS Oberwinter zieht den SV Windhagen tiefer in den Abstiegssog der Fußball-Rheinlandliga. Mit 2:0 (2:0) siegte das Schlusslicht im Abstiegsduell beim Drittletzten in Windhagen völlig verdient. Durch eine indiskutable Leistung verpasste der SVW den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze, während beim Tabellenletzten durch die drei weiteren Punkte nach dem 4:0-Heimsieg vor Wochenfrist gegen den FSV Salmrohr nun weitere Hoffnung aufkeimt.

Es war von der ersten Minute an deutlich zu erkennen, dass TuS Oberwinter dieses Abstiegsduell unbedingt gewinnen wollte. Die Gäste gingen aggressiver in die Zweikämpfe und spielten forsch nach vorn. Dagegen lief bei den Gastgebern nichts. Besonders bei Standards wirkte die Abwehr völlig ungeordnet. Der gute SVW-Torwart Thomas Kosiolek und viel Glück verhinderten einen frühen Rückstand.

„Wir hatten uns so viel vorgenommen und wollten Oberwinter nicht ins Spiel kommen lassen. Das ist uns nie gelungen. Eine völlig leblose Vorstellung. So können wir im Abstiegskampf nicht bestehen“, zeigte sich der Sportliche Leiter der Windhagener Tobias Blumenthal enttäuscht.

Es war nur eine Frage der Zeit, wann dem TuS der erste Treffer gelingen würde. Nach einer tollen Flanke von René Ebersbach sorgte Thomas Enke nach 37 Minuten per Kopf für die verdiente Gästeführung. Danach scheiterte Enke (41.) nur knapp, ehe er zwei Minuten vor dem Wechsel seinen Doppelpack unter Dach und Fach brachte. Nach schöner Vorarbeit von Jonas Jaber ließ er Kosiolek nicht den Hauch einer Chance. Auch nach dem Wechsel schaffte es Windhagen nicht, sich zu steigern. Selbst die Einwechslung von Ex-Profi Johannes Rahn, der wegen eines Tischtennisspiels erst kurz vor dem Anstoß eintraf und deswegen zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, brachte keine deutliche Besserung. Rahn bemühte sich sichtlich, doch dem Ex-Koblenzer fehlte jegliche Unterstützung. Immer wieder versuchten die Windhagener, mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Damit sorgten sie bei der gut organisierten TuS-Abwehr jedoch für keinerlei Probleme. Die größte Chance für die Gastgeber hatte Pawel Klos, doch sein Schuss landete am Außennetz. Da wirkten die Gäste gefährlicher. Doch der letzte Pass kam auch bei ihnen nicht mehr an. Sie schaukelten den 2:0-Sieg bis zum Schlusspfiff der guten Schiedsrichterin Christina Hehn aber sicher über die Zeit.

„Das war unser zweite Sieg in Folge ohne Gegentor“, freute sich TuS-Trainer Deniz Öztürk. „Wir waren gut organisiert und mussten zur Halbzeit höher führen. Die Mannschaft hat sich für eine starke Leistung selbst belohnt.“ Öztürk war mit Einstellung, Leistung und Ergebnis zufrieden: „Wir gehen optimistisch die nächsten schweren Aufgaben an und setzen alles daran, unsere Chancen auf den Klassenverbleib zu wahren.“

Mit gesenkten Köpfen schlichen dagegen die Windhagener Spieler in die Kabine. „Mit dieser Leistung wird es schwer. Der Sieg für Oberwinter war hochverdient. Wir müssen in dieser Woche weiter hart arbeiten, um die Wende zu schaffen“, hofft Blumenthal, dass nach nun vier Spielen ohne Sieg endlich wieder der Knoten platzt.

Von unserem Mitarbeiter Ludwig Velten
SV Windhagen – TuS Oberwinter 0:2 (0:2)
SV Windhagen: Kosiolek – Heßler, Krist, Alexander Alt, Ferreira-Böcker – Berghoff, Jannik Pehlivan (71. Lauvenberg) – Glos, Klos, Christopher Alt (46. Rahn) – Daun (46. Walbröl).

TuS Oberwinter: Kauert – Münch, Nuhn, Koll, Groß – Lefevre (68. Palm), Halfen, Ebersbach, Klein (81. Dira) – Enke, Jaber (88. Manneh).

Schiedsrichterin: Christina Hehn (Vallendar).

Zuschauer: 80.

Tore: 0:1, 0:2 Thomas Enke (37., 43.).