Mit einer faustdicken Überraschung wartete Tabellenführer TuS Oberwinter in der Fußball-Bezirksliga Mitte auf.

Die 2:3 (2:1)-Heimniederlage gegen den FC Plaidt war der zweite Misserfolg gegen ein Schlusslicht innerhalb von 14 Tagen. Trotz dieser blamablen Aussetzer bleibt Oberwinter weiterhin mit dem FC Metternich an der Tabellenspitze, weil sich die Konkurrenten aus Metternich und Kirchberg ebenfalls Patzer erlaubten. Den besseren Start in einer lebhaften Partie besaßen die Gäste, die durch Patrick Aretz (12.) in Führung gingen. Ein Treffer, der die Platzherren aber nicht beeindruckte, sondern eher anspornte. So sorgten Thomas Enke (20.) und Sebastian Sonntag (35.) für die verdiente 2:1-Pausenführung. Zudem scheiterte Sonntag (42.) mit einem Kopfball an der gegnerischen Latte. „Die Führung zur Pause war hochverdient. Wir haben auch schwer Druck gemacht“, war TuS-Vorsitzender Antonio Lopez mit der Vorstellung der Einheimischen zufrieden. Auch nach Wiederanpfiff dominierte Oberwinter das Geschehen und hatte durch Jaber (55.) wiederum Pech mit einem Lattentreffer. Die defensiv eingestellten Gäste lauerten gegen die offensiv agierenden Platzherren auf Konter und das mit Erfolg. Ein Doppelschlag der Plaidter durch Juri Pineker (70.) und Pascal Zimmer (74.) zur 3:2-Führung stellte den Spielverlauf völlig auf den Kopf.
„Das war mehr als ein Dornröschenschlaf. Die Abwehrleistung war ein pures Desaster“, ärgerte sich Oberwinters Chef Lopez, der in der 85. Minute Hoffnung schöpfen durfte, als der Schiedsrichter den Platzherren einen Foulelfmeter zusprach. Und auch hier wurde Lopez enttäuscht. Der Plaidter Schlussmann Niklas Nett entschärfte nicht nur den Strafstoß von Sonntag, sondern parierte auch den Nachschuss von Mirco Koll. „Ich hätte den nicht gepfiffen, aber selbst dafür waren wir noch zu dumm. Jetzt haben wir schon sechs Punkte gegen Tabellenletzte hergeschenkt. Ich weiß nicht, was mit der Mannschaft los ist. Scheinbar will sie einfach nicht aufsteigen“, verstand der TuS-Vorsitzende die Welt nicht mehr. Im Lager der Plaidter war Trainer Thomas Esch mehr als zufrieden.
„In der ersten Halbzeit konnten wir froh sein, mit nur einem Tor Rückstand in die Kabinen zu gehen“, resümierte Esch und lobte vor allem seinen Schlussmann Nett: „Da hat Niklas uns wirklich die Punkte im wahrsten Sinne des Wortes festgehalten. Der Sieg war enorm wichtig.“

TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Enke, F. Gilles (80. Buqinca), Groß (82. Dogan), Schweigert, Irmgartz, Nuhn, Sonntag, Thünker, Jaber.

Tore: 0:1 Patrick Aretz (12.), 1:1 Thomas Enke (20.), 2:1 Sebastian Sonntag (35.), 2:2 Juri Pineker (70.) 2:3 Pascal Zimmer (74.).

Vorschau: Am kommenden Sonntag ist Oberwinter um 14.45 Uhr bei der SG Vordereifel zu Gast. Der Tabellenneunte ist auf seinem Rasenplatz in Laubach eine Macht. Von den 26 Punkten hat die Geisen-Elf 21 Zähler zuhause eingefahren. Eine schwere Aufgabe, aber einen weiteren Aussetzer dürfen sich die Schützlinge von TuS-Trainer Tomas Lopez nicht erlauben.