Oberwinter erwartet einen Oberligisten

Neues Selbstvertrauen aus dem Pokalwettbewerb ziehen – das erhofft sich der Fußball-Rheinlandligist TuS Oberwinter. Allerdings wartet in Runde zwei des Rheinlandpokals ein harter Brocken. Am Mittwoch (19.30 Uhr) kommt Oberliga-Aufsteiger TSV Emmelshausen nach Oberwinter, und die Hunsrücker dürften sich ebenso ein Erfolgserlebnis wünschen.

Erst vor fast exakt drei Monaten begegneten sich die Mannschaften zum letzten Mal beim Saisonfinale in der Rheinlandliga. Die Partie hatte jedoch kaum mehr als Freundschaftsspielcharakter, da beide Teams ihre Ziele bereits erreicht hatten. Der TSV stand als Meister fest, die Mannschaft von Oberwinters Trainer Tomas Lopez hatte den Klassenverbleib bereits sicher. So trennte man sich am Ende schiedlich-friedlich mit einem 2:2-Unentschieden.

Nun sind die Vorzeichen etwas anders. Emmelshausen lernt mit kaum verändertem Kader den harten Alltag der Oberliga kennen und trägt nach sechs Spielen und nur einem Sieg bei 19 Gegentoren die Rote Laterne. Der TuS findet sich nach großem Umbruch erneut in der unteren Tabellenhälfte des Verbandsoberhauses wieder und hat mit extremen Personalproblemen zu kämpfen. Nach fünf Spieltagen fehlt noch immer ein Sieg. Einen Erfolg gab es zumindest in Pokalrunde eins bei Bezirksligist FV Rübenach. „Das hat uns durchaus weitergeholfen. Ein Sieg gegen Emmelshausen würde dies sicherlich auch, aber wir sind klarer Außenseiter. Der TSV will sich für die Liga garantiert neues Selbstvertrauen verschaffen“, sagt Lopez.

Wieder bestimmt auch die Personallage die Vorbereitung der Oberwinterer. 14 Feldspieler umfasste der Kader beim 0:2 gegen die SG Mendig/Bell am vergangenen Wochenende. Am Mittwoch werden Rückkehrer Thomas Enke sowie Deniz Öztürk sicher fehlen. Abdelhak Dira musste verletzt raus, sein Einsatz ist fraglich. Eine Rückkehr von einem der zahlreichen Langzeitverletzten ist noch nicht in Sicht. Lopez: „Ich muss sehen, wer mir zur Verfügung steht und die Taktik danach ausrichten. Klar ist, dass wir nicht unser Heil in der Offensive suchen werden. Ich würde auch gern rotieren, nur ist das derzeit einfach nicht möglich. Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben, vielleicht reicht es ja für eine große Überraschung.“

Quelle : Rhein-Zeitung