Eisbachtal muss am Sonntag nach Oberwinter

Die Weichen sind gestellt beim Rheinlandligisten Eisbachtaler Sportfreunde. Jetzt müssen die Züge an den letzten drei Spieltagen dieses Jahres nur noch über diese Weichen rollen und mit minimaler Besatzung die optimale Ausbeute ans Ziel in Nentershausen bringen. Nur das ist leichter gesagt als getan, weiß natürlich auch Trainer Marco Reifenscheidt, der nach dem 4:4 in Mehring und dem Sprung ins Rheinlandpokal-Halbfinale am Mittwoch durch ein 3:1 beim SV Sirzenich sagt: „Natürlich war in diesen Spielen nicht alles Gold, was glänzte. Aber diejenigen Spieler, die fit sind, müssen noch dreimal alles heraushauen, damit wir bis zur Pause in Schlagweite zum Tabellenführer TSV Emmelshausen bleiben. Und dazu gehört auch ein Erfolg am Sonntag beim TuS Oberwinter.“

An den Rhein führt die Abzweigung über die erste Weiche die Westerwälder, wo die Partie gegen Aufsteiger TuS Oberwinter um 14.30 Uhr auf den Kunstrasenplatz im Ortsteil Bandorf angepfiffen wird. Reifenscheidt: „Ich kenne unseren Gegner nur vom 3:1 aus dem Hinspiel. Da hat mich der Aufsteiger mit seinem forschen Spiel beeindruckt. So erwarte ich auch am Sonntag einen heißen Tanz. Oberwinter will ganz sicher den Heimvorteil nutzen und nach einer zwischenzeitlichen Durststrecke wieder die Abstiegszone hinter sich lassen. Doch damit soll die Elf von Trainer Tomas Lopez noch einen Spieltag warten.“

Wie bei den Sportfreunden war die Durststrecke auch in Oberwinter hauptsächlich verletzungsbedingt. So erklärt Tomas Lopez: „Wenn man im Training teilweise nur mit acht Feldspielern arbeiten kann, darf man sich nicht wundern, wenn es zu Fehlern kommt und in drei Spielen nacheinander nicht gepunktet wird.“ Nachdem der Trainer und auch Torwarttrainer Arno Mehren zuletzt selbst auf der Ersatzbank saßen, sieht das Bild am Sonntag ganz anders aus. Bis zu 16 Kaderspieler nahmen unter der Woche am Training teil und stehen gegen Eisbachtal bereit. Ein Szenario, das Tomas Lopez optimistisch dem Spiel gegen den Tabellenzweiten entgegensehen lässt.

Nicht viel verändert hat sich gegenüber dem Pokalspiel vom Mittwoch im Lager der Westerwälder. Zwar sind Timo Dietz und Manuel Schräder am Sonntag wieder dabei, sodass der Trainer selbst neben und nicht auf der Einwechselbank seinen Platz findet. Ansonsten ist bei den Sportfreunden alles beim Alten und das Lazarett mit acht Kaderspielern voll. Reifenscheidt hofft, dass die gesunden Spieler die vier sieglosen Punktespiele zuletzt – „das kann und darf nicht unser Anspruch sein“ – mit dem Pokalsieg vom Mittwoch abhaken können.

Der Trainer ist sich dessen bewusst, dass in den letzten drei Spielen seine Spieler noch dreimal alle Kräfte mobilisieren müssen. Und diese Kräfte sollten sie auch in der Motivation finden, die das Erreichen des Pokal-Halbfinales gegen den Oberligisten Rot-Weiß Koblenz mit sich gebracht hat.

Quelle.Rhein – Zeitung