TuS Oberwinter bei Frauen-Kreismeisterschaft erneut von Andernach abgefangen – Jetzt heißt es abwarten

Im Vorjahr war es die zweite Mannschaft der SG 99 Andernach, die sich erstmals als Frauenfutsal-Meister auf dem Wanderpokal des Fußballkreises verewigte. Weil der Titelverteidiger wegen des (am Sonntag dann wegen des Schneefalls noch kurzfristig abgesagten) Rheinlandpokalspiels gegen den SC 13 Bad Neuenahr verzichten musste, sprang die Drittvertretung der SG 99 nicht nur ein – sie hat das Turnier sogar gewonnen, das in der Rheinhalle Remagen übers Parkett gegangen ist. Ärgster Konkurrent des Bezirksligisten war der ausrichtende TuS Oberwinter. Wie vor Jahresfrist erreichten die Schützlinge von Trainer Rolf Beck ein entscheidendes Duell – und erneut scheiterten sie an den „Bäckermädchen“.

Auf dem Weg in dieses entscheidende Duell im vorletzten Spiel des Turniers nach dem Motto „jeder gegen jeden“ hatte sich das von Klaus Bell gecoachte SG 99-Team keine Blöße gegeben. Vier Siege hatte man auf dem Konto und kein Gegentor kassiert, während die gastgebende Mannschaft beim 1:1 gegen TV Kruft II zwei Punkte liegen gelassen hatte. Das Beck-Team musste demnach gewinnen, Andernach konnte sich ein Remis leisten. Es wurde ein 0:0 – und damit musste Oberwinter erneut kurz vor der Ziellinie passen. Dennoch zeigte sich Beck zufrieden mit dem Abschneiden seiner Mannschaft. „Wir sind zum zweiten Mal Vizemeister geworden – und das trotz unserer Personalnöte. Jetzt hoffe ich nur, dass wir wieder an der Rheinlandmeisterschaft teilnehmen dürfen.“ Das konnte Frauen- und Mädchenreferentin Elli Brungs noch nicht versprechen. „Das Teilnehmerfeld für die Titelkämpfe am 18. Februar in Neuwied wird erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt und hängt auch davon ab, wie groß die Beteiligung in den anderen Kreisen ist.“

„Ich hatte fest mit dem ersten Platz gerechnet“, gab Klaus Bell augenzwinkernd zu Protokoll. Er hatte eigentlich größere Gegenwehr vonseiten des anderen Bezirksligavertreters und zweimaligen Titelträgers SG Mendig erwartet, die im Endeffekt aber nur Fünfter wurde. Unzufrieden war auch Markus Klapper, Trainer der zweiten Mannschaft des TV Kruft. „Gleich zu Beginn haben wir eine unnötige Niederlage gegen Andernach kassiert, und auch gegen Oberwinter wurden wir total überrascht und mussten am Schluss ein 1:1 hinnehmen.“ Damit war der Meisterschaftszug für den derzeitigen Tabellenführer der Kreisklasse natürlich abgefahren, er musste sich mit Platz drei begnügen. Für die Grafschafter SV und den VfB Polch ging es in dem Sechserfeld (FSG Spessart hatte tags zuvor wegen Spielerinnenmangels abgesagt) darum, den stärker eingeschätzten Kontrahenten nicht als Kanonenfutter zu dienen.

Polch hatte zudem darunter zu leiden, dass keine Auswechselspielerin zur Verfügung stand. Mit dem letzten Aufgebot war nicht mehr als der letzte Rang drin. Achtbar zogen sich die Kickerinnen aus der Grafschaft aus der Affäre. Immerhin ließ das Team von Trainer Dieter Schäfer mit Mendig eine im Vorfeld hoch gehandelte Mannschaft hinter sich und wurde Vierter. Hans-Josef Schneider

Quelle:Rhein-Zeitung