BITBURG. Am heutigen Dienstag fand beim Namensgeber des Rheinlandpokals, der Bitburger Brauerei, die Auslosung zum Viertel- und Halbfinale des diesjährigen Wettbewerbs statt. In der Genießerlounge der Bitburger Marke-Erlebniswelt fungierte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Alfons Berg aus Konz als „Glücksfee“.

Fast alle Topfavoriten auf den Pokalsieg, der mit der Teilnahme an der 1. DFB-Pokalhauptrunde verbunden ist, waren noch im Lostopf. Die Ausnahmen: Oberliga-Spitzenreiter TuS Koblenz war bereits in der 3. Runde überraschend beim Bezirksligisten TuS Kirchberg gescheitert, mit der Spvgg. Burgbrohl, in der vergangenen Saison erst im Endspiel am FSV Salmrohr gescheitert, war ein weiterer Oberligist ebenfalls in der 3. Runde ausgeschieden.

Es hätte schlimmer kommen können für die Teams aus der Region Trier. Zumindest im Viertelfinale gehen sich die Dauerrivalen Eintracht Trier und FSV Salmrohr noch aus dem Weg. Die Eintracht muss zum starken Oberliga-Aufsteiger FC Karbach reisen, der FSV tritt beim Rheinlandligisten SG Betzdorf an. Sollten beide Clubs diese Runde überstehen, käme es dann im Halbfinale zur Neuauflage der letztjährigen Drittrundenbegegnung, in der Salmrohr mit 2:1 nach Verlängerung gegen Trier gewann. Mehring spielt beim TuS Oberwinter und würde im Fall eines Sieges entweder beim A-Ligisten Niederrossbach oder den Spfr. Eisbachtal um den Einzug ins Finale kämpfen.

Für Rudi Thömmes, Pokalheld früherer Jahre bei Eintracht Trier, ist Karbach ein schwieriger Gegner: „Die Mannschaft hat Qualität. Dazu kommt ein relativ kleiner Platz. Wir werden sie ernst nehmen.“ Karl-Heinz Kieren, der Sportliche Leiter des FSV, kommentierte die Auslosung lapidar: „Wir sind nicht unzufrieden. Aber, wenn du Pokalsieger werden willst, musst du ohnehin jeden schlagen.“ Die beste Ausgangsposition hat wohl der SV Mehring. „Wir wissen aus den vergangenen Runden, wie schwer es ist, im Pokal gegen einen Bezirksligisten zu spielen. Trotzdem sehen wir reelle Chancen, sogar ins Finale vorzustoßen“, frohlockte Mehrings Trainer Frank Meeth. Als klarer Favorit reist sein Team Mitte November auf den Kunstrasenplatz nach Bandorf. Dass mit Gastgeber TuS Oberwinter aber nicht zu spaßen ist, mussten die Moselaner leidvoll in der vergangenen, gemeinsamen Rheinlandliga-Saison erfahren, als es eine überraschende 1:2-Niederlage setzte.

Sieger soll 10.000 Euro abgeben

Der Fußballverband Rheinland setzt heuer zum zweiten Mal nach 2014 auf die Solidarität aller verbliebenen Pokal-Teilnehmer: Demnach werden die Viertelfinalisten gebeten, einem Verzicht von 10.000 Euro zuzustimmen – wer den Pokal gewinnt und in die erste Runde um den DFB-Pokal einzieht, erhält grundsätzlich rund 140.000 Euro alleine an Fernsehgeldern. Durch die Umverteilung und Zugaben des Verbandes sind bereits den Mannschaften, die im Viertelfinale ausscheiden, je 1000 Euro sicher. Die Verlierer der Halbfinals erhalten 2.500 Euro, der Verlierer des Endspiels 5000 Euro. Die Endspiele aller 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes finden womöglich in einem attraktiven Rahmen statt: Geplant ist, am Samstag, 28. Mai, sieben Spiele in je drei Staffeln live in der ARD per Konferenzschaltung auszustrahlen. Schwierig wird es aber unter anderem, wenn Eintracht Trier im Finale steht und die ebenfalls dann terminierten Drittliga-Play-Offs erreicht.

 

 

Das Viertelfinale im Überblick: SG Betzdorf – FSV Salmrohr, FC Karbach – SV Eintracht Trier 05, SG Niederroßbach – Eisbachtaler Sportfreunde, TuS Oberwinter – SV Mehring (die Spiele sind auf den 10./11. November terminiert)

Das Halbfinale: Sieger aus Oberwinter/Mehring – Sieger aus Niederroßbach/Eisbachtal, Sieger aus Karbach/Eintracht Trier – Sieger aus Betzdorf/Salmrohr (die Termine für die Halbfinals sind am 15./16. März 2016 vorgesehen)

 

Quelle: Lokalo.de und www.wochenspiegellive.de