Oberwinter fährt zum Heimspiel nach Bad Breisig

Das bislang letzte Heimspiel des Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter in Bandorf liegt schon ein gutes Stück zurück. Und es wird auch noch etwas dauern, bis der Aufsteiger dorthin zurückkehrt – auch wenn die Mannschaft an diesem Wochenende Heimrecht hat. Nur kann sie das nicht in gewohnter Weise wahrnehmen, weshalb sie an ungewohnter Stelle und zu ungewohnter Zeit antreten muss: Das Heimspiel gegen die SG Malberg/Rosenheim findet am Sonntag in Bad Breisig statt – ab 18 Uhr.

Da in Bandorf ein neuer Kunstrasen verlegt wird, kann dort derzeit nicht gespielt werden. Weshalb ein Ausweichquartier vonnöten war und in Bad Breisig gefunden wurde. Problematisch nur, dass auf dem Kunstrasenplatz dort am Sonntag auch noch andere Spiele angesetzt sind, sodass nun der TuS eben erst ab 18 Uhr ran kann.

„Ein Heimvorteil ist das nicht“, bedauert TuS-Trainer Tomas Lopez, der aber auch ebenso gut weiß, dass sich besagter Heimvorteil zuletzt auch nicht sonderlich hilfreich bemerkbar gemacht hatte. Am 1. Oktober setzte es in Bandorf ein 1:5 gegen die SG 99 Andernach, davor am 17. September ein 3:5 gegen den VfB Linz.

Dafür hat der TuS in der Folge auswärts die Kurve bekommen. Nach dem 0:4 bei der SG Mendig/Bell gelang mit dem 3:0 beim SV Mehring die lang erhoffte Wende, beim FSV Trier-Tarforst sprang immerhin noch ein 2:2 heraus. Zuletzt allerdings ging dem Aufschwung mit dem 0:2 bei der SG Neitersen/Altenkirchen die Puste aus – wenn auch nur ein wenig, wie Lopez meint, der keine spielerisch oder taktisch grundsätzlichen Mängel ausgemacht hat: „Der Gegner war da nicht besser, er hat nur besser seine Chancen genutzt.“

Grundsätzlich sah es allerdings personell wieder bedenklich aus. „Das kann manchmal ganz schnell gehen. Am Dienstag sieht alles noch ganz gut aus, und am Freitag bist du dann froh, dass du fürs Spiel elf Leute zusammenbekommst“, erzählt Lopez.

Mit den elf Leuten hat es in Altenkirchen zwar noch geklappt, viel mehr aber auch nicht. Mit Björn Thünker saß nur ein gesunder Spieler auf der Bank (der auch eingewechselt wurde). Dane Irmgartz (Zerrung) und der angeschlagene Fabian Gilles hatten quasi nur der Form halber auf der Bank Platz gekommen. Letzterer wird wohl auch gegen Malberg fehlen, bei Irmgartz gilt es, abzuwarten. Tobias Nuhn wird zudem privat verhindert fehlen. Immerhin meldete sich Julian Merken nach längerer Pause wieder im Training zurück.

Gegner Malberg hatte zwischenzeitlich auch so seine Probleme. Die Mannschaft von Trainer Michael Boll kam zunächst nicht recht von der Stelle oder genauer: nicht so recht nach oben, im Gegenteil. Nach fünf Remis aus den ersten neun Spielen und dem 1:2 zu Hause gegen Linz fand sich der Vorjahreszwölfte am 30. September auf einem Abstiegsplatz (Rang 16) wieder.

Der Umstand, dass sich Stürmer Markus Nickol Anfang der Saison für ein Jahr nach Kanada verabschiedet hatte, machte sich ebenso bemerkbar wie der verletzungsbedingte Ausfall von Stürmer Nico Bähner, der sich vor rund zwei Wochen im Spiel bei der SG Mendig/ Bell (3:1) mit einem Hattrick zurückmeldete. Überhaupt scheint sich Malberg wieder gefangen zu haben. Auf besagte Heimniederlage gegen Linz folgten drei Siege und ein Unentschieden. Mit nur 19 Gegentreffer können die Westerwälder auf die viertbeste Abwehr der Liga bauen – bemerkenswert für eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte. „Das ist eine gestandene und gut eingespielte disziplinierte Mannschaft “, urteilt Lopez über den Gegner und hofft für Sonntag nun besonders eins: dass seine Mannschaft zielsicherer vor dem Tor agiert als beim 0:2 in Altenkirchen

Quelle:Rhein-Zeitung