Fußball-Rheinlandligist TuS Oberwinter hat im vierten Vorbereitungsspiel seinen ersten Sieg errungen – und einen deutlichen gleich dazu. Die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez gewann zu Hause gegen die Reserve der SG Mülheim-Kärlich mit 5:1 (2:0). Zudem gibt es noch einen weiteren Neuzugang.

Derweil stehen mittlerweile auch die endgültigen Termine für die Rheinlandliga fest, wobei die Spiele des SV Windhagen mit eingearbeitet sind. Der ist zwar sportlich in der vergangenen Saison abgestiegen, darf nun doch weiter in der Rheinlandliga antreten. Der Fußballverband Rheinland (FVR) hatte einer Beschwerde des SVW stattgegeben, den zuvor gefassten Beschluss des FVR-Spielausschusses widerrufen und den als Drittletzten der Vorsaison abgestiegenen Verein wieder in die Rheinlandliga aufgenommen.

Die insolvente TuS Koblenz hatte ihre zweite Mannschaft am 6. Juli schriftlich aus der Rheinlandliga abgemeldet, dadurch war ein Platz in der sechsthöchsten Spielklasse frei geworden .

Die Kehrtwende des FVR verwundert den Oberwinterer Trainer Lopez: „Für Windhagen freut es mich, aber das Urteil ist für mich nicht nachvollziehbar. Da fehlt mit jede Konsequenz. Wenn Windhagen jetzt in der Rheinlandliga spielt, müsste die Koblenzer Reserve in der D-Klasse antreten.“

Jetzt mit 18 Mannschaften

Das wäre der Fall gewesen, wenn die TuS II vor dem 30. Juni abgemeldet worden wäre. Um dem zu entgehen, so der Windhagener Vorwurf, habe Koblenz die Entscheidung über den Rückzug der zweiten Mannschaft vorsätzlich bis nach dem offiziellen Saisonwechsel am 1. Juli verzögert.

Nun ist es also entschieden, womit 18 Mannschaften zur Liga gehören und damit alle Vereine zwei Spiele mehr austragen als ursprünglich geplant. Oberwinter trägt sein Hinspiel gegen Windhagen zu Hause am Sonntag, 9. September, (15 Uhr) aus, an dem der TuS ursprünglich hätte spielfrei haben sollen.

Außerdem haben sich die Vereine bei der Ligatagung darauf geeinigt, im Kalenderjahr 2018 noch einen weiteren Spieltag auszutragen, und zwar am Wochenende 8./9. Dezember. Hintergrund: Dadurch haben die Vereine eine etwas längere Winterpause, nachdem die jetzige Sommerpause ausgesprochen kurz war. Die abgelaufene Saison ist am 26. Mai zu Ende gegangen, die neue beginnt nun schon am übernächsten Wochenende, 27., 28., 29. Juli.

Was bei vielen Vereinen auf wenig Begeisterung stößt. „Der Verband hat darum auch zugesagt, dass die Saison im nächsten Jahr erst Mitte August wieder losgehen soll“, berichtet Lopez.

Mit dem vorletzten Test vor dem Auftakt am Freitag in einer Woche (19.30 Uhr) zu Hause gegen den VfB Linz zeigte sich der Trainer sehr zufrieden. „Wichtig dabei war, dass wir ein richtig gutes Spiel und einen Schritt nach vorn gemacht haben. Das war spielerisch und defensiv gut“, berichtet Lopez nach dem 5:1 gegen Bezirksligist SG Mülheim-Kärlich II. Dass zudem auch noch fünf Tore gelangen und ein Sieg herausgesprungen ist, sei natürlich auch gut fürs Selbstbewusstsein.

Fünf Tore und eine stabile Defensive

Und es hätten leicht auch noch mehr Treffer sein können, scheiterte der TuS doch noch viermal am Aluminium. Die Tore erzielten Jonas Jaber (4.), Deniz Öztürk (24.), Mirco Koll (60.) sowie die Neuzugänge Maicol Felline (86.) und René Ebersbach (90.), das zwischenzeitliche 1:3 entsprang einem Eigentor von Koll (77.) nach einer Ecke. „Sonst haben wir aber nichts zugelassen“, betont Lopez auch deshalb zufrieden, weil seine Mannschaft vergangene Saison in der Defensive erhebliche Probleme hatte.

Die Generalprobe für den Ligaauftakt steigt nun am Samstag (17 Uhr) beim Bezirksligisten TuS Kirchberg. Dort werden aber schon wieder drei Spieler urlaubsbedingt fehlen, die gegen Mülheim II auf dem Platz gestanden haben. „Dieses Problem wird uns noch die nächsten zwei, drei Wochen begleiten“, fürchtet Lopez. Auch eine Folge der kurzen Sommerpause.

Und mit Blick auf den Umstand, dass mit Antonio Halfen, Abdelhak Dira und Tim Palm drei Spieler an einer Verletzung laborieren und noch einige Zeit ausfallen, freut sich der TuS noch über einen unerwarteten Neuzugang: Vom SV Lohmar aus Nordrhein-Westfalen, gerade aus der Landes- in die Bezirksliga abgestiegen, kommt noch Ebrima Manneh. Der 22-Jährige, zwölf Einsätze in der abgelaufenen Saison, ist ein Mann für die Offensive, genauer für die Außenbahn.

Zustande kam der Kontakt durch seinen Bruder, der in Oberwinter lebt. Ebrima Manneh wohnt in Bonn. Damit umfasst der Kader nun 24 Spieler. „Angesichts unserer wohl noch länger Verletzten ist er uns sehr willkommen“, sagt Lopez zufrieden.

Quelle:Rhein-Zeitung