Oberwinter bittet Mendig/Bell zum Derby

In der Fußball- Rheinlandliga wartet der TuS Oberwinter auch nach dem vierten Spieltag auf den ersten Sieg und den ersten Heimpunkt. Am Sonntag (14.30 Uhr) soll das Warten ein Ende haben. Die ebenfalls noch sieglose SG Mendig/Bell ist zu Gast.

Trainer Tomas Lopez glaubt, dass beide Teams nicht mehr lange auf das ersehnte Erfolgserlebnis warten müssen: „Mendig wird in dieser Spielzeit seinen Weg gehen. Ich sehe die Mannschaft im vorderen Mittelfeld. Aufgrund der Auftaktgegner muss man die bisherige Bilanz relativieren.“ Die Vulkanstädter trafen bisher auf Lokalrivale TuS Mayen, Spitzenreiter Ahrweiler BC, Titelfavorit Eisbachtal sowie die SG Mülheim-Kärlich und holten nur zuletzt gegen die Mülheimer einen Punkt. Nun soll es im Rhein/Ahr-Derby endlich mit dem ersten Sieg klappen.

Thomas Enke kann weiterhelfen

Beim TuS Oberwinter erklärt sich der fehlende Erfolg ganz einfach mit den anhaltenden Personalproblemen. Mehr als drei Auswechselspieler stehen Lopez derzeit nicht zur Verfügung, und die Lage bleibt angespannt. Julian Merken und Tobias Nuhn verabschiedeten sich für 14 Tage in den Urlaub. Deniz Öztürk ist angeschlagen, sein Einsatz fraglich.

Doch es gibt in Sachen Personal auch Positives vom TuS zu berichten. Angreifer Thomas Enke ist zurück und steht ab sofort wieder zur Verfügung. Enke gab vor der Saison bekannt, kürzertreten zu wollen. Der 1,96-Meter-Mann absolviert derzeit ein Referendariat im Hunsrück. Nun aber hat es sich ergeben, dass der 33-Jährige doch noch Zeit zum Fußballspielen hat. Unter der Woche trainiert Enke derzeit bei Bezirksligist TuS Kirchberg mit. Donnerstags und/oder freitags folgt eine weitere Einheit in Oberwinter. „Thomas ist mit seiner Spielweise natürlich ein Fixpunkt und hilft uns immer weiter. Gerade auch den jungen Spielern. Er ist zweikampfstark am Boden und in der Luft. Ob er direkt in die Startelf rückt, kann ich aber noch nicht sagen“, so Lopez. Ein gutes Omen: Beim letzten Aufeinandertreffen mit Mendig Mitte April dieses Jahres schoss Enke den siegbringenden Treffer zum 2:1 in der 85. Minute.

Der Mendiger Trainer Cornel Hirt erwartet zumindest ein Duell auf Augenhöhe: „Wir treffen auf einen spielstarken Gegner, der sich für mein Empfinden nach dem Umbruch im Sommer trotz der geringen Punkteausbeute schnell gefunden hat. Generell müssen wir aber mehr auf uns und unsere Baustellen schauen, wenn wir erfolgreichen Fußball spielen wollen“, sagt der Mendiger Trainer.

Es fehlt an Durchschlagskraft
Die ohnehin schwächelnde Mendiger Offensive muss fürs Wochenende zu allem Überfluss noch um zwei Leistungsträger bangen. Marcel Berg, der in der Vorwoche bereits nach einer Viertelstunde das Feld verlassen musste, laboriert weiter an Oberschenkelproblemen. Ebenfalls fraglich ist der Einsatz von Sturmtank Malte Wedemeyer, dem eine Fußprellung zu schaffen macht.

„Uns fehlt die Durchschlagskraft in der Offensive. Gegen Mülheim hatten wir einige gute Aktionen, die wir dann aber nicht konsequent zu Ende gespielt haben“, weiß Hirt, wo aktuell der Schuh drückt. „Wir müssen uns für unseren Aufwand belohnen“

Quelle: Rhein Zeitung