Da war die Erleichterung aber groß beim Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter. Mit dem 2:0 zu Hause im Aufsteigerduell mit der SG Ellscheid hat die Mannschaft im zweiten Spiel ihren ersten Sieg eingefahren. Und nicht nur das: Sie hat dabei auch überzeugt, vorneweg ihren Trainer Tomas Lopez.

Der dosiert sein Lob aber vorsichtshalber, um ganz nach Trainersitte gleich nach vorn zu schauen. Schließlich wartet da am Freitagabend (19.30 Uhr) mit dem Spiel bei der SG Mülheim-Kärlich eine Aufgabe, die ungleich schwerer werden dürfte: „Mülheim-Kärlich ist ein ganz anderes Kaliber als Ellscheid. Darüber sollten wir uns bewusst sein“, sagt Lopez, der damit sein positives Fazit nach dem Heimsieg gegen Ellscheid etwas relativiert wissen möchte: „Wir haben vieles richtig gemacht. Das war absolut in Ordnung“, sagt er. Taktisch gut habe seine Mannschaft gespielt, variabel nach vorn und kompakt nach hinten agiert und dabei vor allem die richtige Einstellung gezeigt.

Nur, so die Warnung des Trainers, werde es jetzt eben bedeutend schwieriger, das auch gegen Mülheim-Kärlich so umzusetzen. Denn auch, wenn der Gegner mit Kapitän Christian Wiersch (FV Engers/19 Tore) und Jonas Simek (SV Nievern) zwei enorm wichtige und zudem auch treffsichere Spieler in der Sommerpause verloren hat, verfügt er immer noch über viel Qualität. Zumal mit Thomas Weinand (FC Dorndorf) sowie Hüseyin Karalalek und Jonas Lauer (beide RW Koblenz) auch starke Spieler neu hinzugekommen sind. Und mit Spielern wie Paul Lauer und Christian Kaes zudem noch Oberliga-erfahrene Spieler schon im Kader standen. „Die wissen, wie man nach einem Ballgewinn schnell nach vorn spielt“, sagt Lopez.

Freilich kann er ebenfalls auf einen guten und breiten Kader bauen. Was sich auch gleich im ersten Spiel gezeigt hat, als mit Neuzugang Fabian Münch und Jordan Schmitt noch vor der Pause zwei Akteure verletzt ausgeschieden waren. Bedauerlich für den Aufsteiger, aber zumindest verkraftbar, konnte Lopez mit Neuzugang Furkan Kalin und Muhammed Dogan doch diesen Verlust aufwiegen. „Wir haben jetzt mehr Qualität im Kader als vorher“, meint er zufrieden. Zuversichtlich stimmt ihn auch der Umstand, dass Jonas Jaber, zuletzt angeschlagen, ebenso wieder trainiert wie Thomas Enke nach seinem Kieferhöhlenanbruch. „Eigentlich unglaublich“, staunt Lopez mit Blick auf den Umstand, dass sich Enke die Verletzung gerade erst vor zwei Wochen im ersten Spiel bei den Spfr Eisbachtal (1:3) zugezogen hatte.


Oberwinters Torwart Benjamin Kauert in Aktion

Auf Schmitt (Leistenprobleme) und Münch (Muskelfaserriss) wird Lopez am Freitag verzichten müssen, auf Letzteren sogar noch länger, vier bis sechs Wochen. Pech für den Neuzugang von der FSG Bengen, der gleich schon einen starken Eindruck hinterlassen hat.

Das hat auch Gegner Mülheim-Kärlich speziell in seinem zweiten Saisonspiel, wo beim SV Mehring ein glatter 3:0-Erfolg herausgesprungen ist. „Da muss man erst einmal gewinnen“, meint Lopez anerkennend. Im ersten Spiel hingegen zu Hause gegen die SG Eintracht Mendig/Bell hat sich die Mannschaft von Trainer Patrick Wagner-Galda mit einem 1:1 begnügen müssen. Und genau so ein Remis strebt nun auch Lopez an: „Mit einem Punkt wären wir sehr zufrieden.“

Quelle: Rhein – Zeitung