TuS Oberwinter schafft den Anschluss!

Der VfB Linz steckt wieder mitten im Abstiegskampf, während TuS Oberwinter den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze geschafft hat. So lautet das Fazit nach der 0:3 (0:1)-Heimniederlage der Linzer im Derby der Fußball-Rheinlandliga gegen den TuS. Der Sieg für Oberwinter gegen harmlose VfB-Akteure war völlig verdient und nie ernsthaft gefährdet.

Für den Linzer Trainer Paul Becker kam die Niederlage nicht unerwartet: „Wir hatten diese Woche im Schnitt nur zehn Spieler im Training. Zudem fehlen Leistungsträger wegen Urlaubs. Mit dieser Einstellung kannst du nicht Rheinlandliga spielen. Das muss die Mannschaft allerdings mit sich selbst austragen. Wir haben jedoch die Quittung dafür bekommen.“

Während Becker die richtige Einstellung im Abstiegskampf gerade in dieser wichtigen Phase vermisst, ist sie für den Oberwinterer Trainer Tomas Lopez der Schlüssel zum Erfolg seiner Elf in den vergangenen Wochen, und spätestens jetzt nach dem Sieg in Linz. „Es ziehen alle Spieler an einem Strang. Auch die Spieler, die nicht von Beginn an auflaufen, geben im Training, und wenn sie dann spielen richtig Gas. Mich freut es besonders, dass zwei Einwechselspieler sich für diese Einstellung mit Toren selbst noch belohnt haben,“ sieht Lopez eine verschworene Einheit in seinem Kader.

Über die 90 Minuten gesehen, geriet der Sieg der Gäste nie in Gefahr. Nach zuvor bereits zwei harten Fouls im Strafraum unmittelbar nacheinander ahndete Schiedsrichter Ralf Volk aus Brey das harte Einsteigen des Linzers Samet Aslan völlig korrekt mit einem Elfmeterpfiff. Paul Gemein verwandelte sicher zur 1:0-Führung für die Gäste (10.). Danach dominierte der TuS bis zum Halbzeitpfiff gegen ängstliche Linzer. Besonders die rechte Abwehrseite des VfB nutzten die Gäste immer wieder für gefährliche Angriffe. Der überragend haltende Linzer Torwart Sebastian Seitz verhinderte nach einem abgefälschten Kopfball von Tim Palm (31.) und bei einer Eins-gegen-Eins-Situation gegen Gemein vereinen höheren Rückstand für den VfB zur Pause (39.).

Die Einwechslung von Rechtsverteidiger Alexander Kastert sorgte nach dem Wechsel für mehr Sicherheit in der VfB-Viererkette. Zudem bemühten sich die Gastgeber nun um mehr Spielanteile, doch die ganz großen Torraumszenen blieben weiter aus. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir einen Gegentreffer kassieren könnten. Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Wir haben die ansonsten spielstarken Linzer schon früh attackiert. So mussten sie immer wieder auf lange Bälle zurückgreifen. Damit hatten wir hinten keine Probleme mit“, sagte Lopez, der nur bei einem Gewaltschuss von Benedikt Joch, den TuS-Torwart Benjamin Kauert glänzend abwehrte, tief durchatmen.

In den Schlussminuten warf Linz alles nach vorne und wurde hinten eiskalt erwischt. Zunächst sorgte Thomas Enke für das 0:2 (89.), ehe Björn Thünker der Treffer zum 0:3-Endstand gelang (90. + 2). Beide Torschützen waren zuvor von Lopez eingewechselt worden. In der Tabelle trennen den VfB Linz und TuS Oberwinter jetzt nur noch zwei Punkte. Der Kampf um den Klassenverbleib ist für beide Teams neu entbrannt – für den TuS Oberwinter mit positiven Vorzeichen, für Linz mit negativen.

VfB Linz – TuS Oberwinter 0:3 (0:1)
VfB Linz: Sebastian Seitz – Kizilkan, Böcking, Burghard, Joch – Aslan (46. Kastert), Eric Becker – Mario Seitz, Yannik Becker, Guido Lemke (67. Lacher) – Tolaj.

TuS Oberwinter: Kauert – Irmgartz, Münch, Merken, Koll – Nuhn, Sonn-tag, Palm (72. Enke), Gemein – Jaber (90. Thünker), Ötztürk (87. Brötz).

Schiedsrichter: Ralf Volk (Brey).

Zuschauer: 145.

Tore: 0:1 Paul Gemein (10., Foulelfmeter), 0:2 Thomas Enke (89.), 0:3 Björn Thünker (90. + 2).

Quelle:Rhein-Zeitung