Am Samstag startet der Fußball-Rheinlandligist TuS Mayen um 16.30 Uhr mit einem Rhein/Ahr-Derby ins Pflichtspieljahr 2018. Zu Gast auf dem Kunstrasen in Alzheim ist der abstiegsbedrohte TuS Oberwinter, der am Dienstag bereits sein erstes Ligaspiel absolviert hat und sich gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich mit einem 1:1 begnügen musste.

Klar, es hätten gern auch mehr sein dürfen für den Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter angesichts der Tabellenlage. „Aber wir müssen auch realistisch bleiben“, sagt Trainer Tomas Lopez. Einen umstrittenen Freistoß wegen eines vermeintlichen Rückpasses nutzte Mülheims Jeremey Heyer zum 0:1 (19.)., Mirco Koll glich nach der Pause aus (55.).

Wermutstropfen für Oberwinter: Stürmer Paul Gemein hat sich einen Bänderriss zugezogen und fällt nun erst einmal aus. „Er wird uns fehlen“, bedauert Lopez. Wie wichtig er sein kann, hat er im Hinspiel gegen Mayen bewiesen, als er mit dem 2:0 per Foulelfmeter eines seiner bislang sieben Tore erzielt hat. Am Ende stand ein 2:1-Sieg.

Mayens Trainer Thomas Reuter sieht den Gast vom Samstag wegen des absolvierten Spiels im Vorteil: „Oberwinter ist schon eher im Spielrhythmus als wir. Mit Sebastian Sonntag und Tim Palm haben sie in der Offensive einiges zu bieten. Für mich ist ihr Kader besser, als es der Tabellenplatz aussagt.“

Bei aller Vorfreude auf den Rückrundenstart steht die Partie der Mayener gegen Oberwinter jedoch stark auf der Kippe. Reuter erklärt die Sachlage: „Der Platz war am Mittwochabend noch zur Hälfte mit Schnee bedeckt. Auf diesen Bereich scheint in der Regel auch nur ganz spärlich die Sonne, sodass wir abwarten müssen, ob der Platz am Samstag bespielbar ist.“

Die prognostizierten kalten Temperaturen lassen die Wahrscheinlichkeit nicht gerade in die Höhe schnellen, und doch ist der TuS auf den Ernstfall vorbereitet. „Wir können am Samstag mit voller Kapelle auftreten. Auf einigen Positionen, vor allem bei den Torhütern, haben wir dadurch ein echtes Luxusproblem“, meint Reuter.

Die rund sechswöchige Vorbereitung beschreibt Mayens Trainer als durchwachsen und lässt auch eine Erklärung folgen: „Sowohl die Trainingsbedingungen durch die Witterung als auch die Ergebnisse in den Testspielen waren wechselhaft. Das 3:3 gegen den SV Rheinland Mayen war natürlich ärgerlich, dafür haben mir die Leistungen gegen die SG Mosel Löf (5:1) und die U 19 der TuS Koblenz zugesagt (1:1).“

Wie der TuS Mayen am Samstag aufläuft und ob es dabei die eine oder andere Überraschung geben wird, wollte Reuter nicht verraten. Neben dem offenen Kampf um die Rolle zwischen den Pfosten bescheinigt der Mayener Trainer vor allem Christopher Hallfell eine starke Vorbereitung.

Konkreter wird Reuter allerdings bei der Personalie Michael Daub: „Wir sind unheimlich froh, dass Michael wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Dementsprechend wird er am Samstag auch von Beginn an in der Innenverteidigung auflaufen.

Quelle: Rhein-Zeitung