Spvgg EGC Wirges – TuS Oberwinter (Sa., 17.30 Uhr).
Ein erstes Pflichtspiel-Erfolgserlebnis gab es für den TuS Oberwinter im Rheinlandpokal. Bei Bezirksligist FV Rübenach sicherte sich der dezimierte Kader den Sprung in die zweite Runde mit einem klaren 5:1 (1:1)-Sieg. Nun wünscht sich Trainer Tomas Lopez in Wirges den ersten Saisonsieg in der Rheinlandliga.

„Es war wichtig für die Mannschaft, wieder ein Spiel zu gewinnen und auch ein paar Tore zu schießen. Das war uns ja in der Liga zuletzt nicht vergönnt“, bewertet Lopez den Pokalerfolg ganz nüchtern. Der TuS hatte das Spiel beim Bezirksliga-Aufsteiger gut im Griff und geriet doch in Rückstand nach einem Tor des Ex-Andernachers Malte Lenzgen (41.). Schon im Gegenzug fiel der Ausgleich durch Dannyking Kafunda-Beya. Nach der Pause dominierte Oberwinter weiter das Geschehen und ging nach einer Stunde in Führung. Ebrima Manneh (64.), erneut Kafunda-Beya (79.), Fabian Groß (83.) und Mohamed El Tahiri (88.) erzielten die weiteren Treffer. Seit fünf Wochen trainiert El Tahiri bereits in Oberwinter mit, nun folgte der erste Einsatz. Der 28-jährige Mittelfeldspieler stand in der Vorsaison bei Mittelrheinligist FC BW Friesdorf im Kader, fiel aber aufgrund eines Kreuzbandrisses die komplette Rückserie aus. „In unserer Situation sind wir froh, dass sich diese Möglichkeit aufgetan hat. Mohamed ist natürlich noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, aber auch mit einem Kurzeinsatz kann er helfen, wie man gesehen hat“, erklärt Lopez.

Hilfe, die dankend angenommen wird, fehlen Lopez doch derzeit gleich sieben Akteure, auch in Wirges. „Wir müssen die Situation so annehmen. Es ist erst der vierte Spieltag, es gibt keinerlei Grund, sich Sorgen zu machen. Die fehlende Durchschlagskraft erklärt sich aus den Ausfällen einiger Offensivkräfte. Wir haben die Qualität im Kader, müssen derzeit einfach etwas Geduld haben“, meint Lopez.

Dem Westerwälder Aufsteiger stellt Lopez ein gutes Anfangszeugnis aus. „Vier Punkte aus den drei Spielen gegen Eisbachtal, Ahrweiler BC und Mülheim-Kärlich sind aller Ehren wert. Es wird sicher nicht einfach für uns. Wir werden uns taktisch etwas überlegen.“
Quelle:Rhein-Zeitung