Der TuS Oberwinter hat das Derby in der Fußball­Bezirksliga Mitte bei der FSG Bengen/Lantershofen/Birresdorf mit 3:0 (1:0) für sich entschieden. Vor 120 Zuschauern waren die Gäste auf dem Leimersdorfer Kunstrasen die klar überlegene Mannschaft und setzten sich verdient durch. Die FSG rutschte nach der vierten Niederlage in Serie ohne eigenen Treffer auf den vorletzten Tabellenplatz, Oberwinter verkürzte den Rückstand auf den zweiten Platz auf vier Punkte. Es war ein Spiel auf ein Tor, fast die gesamte Spieldistanz über befand sich der Ball in der Hälfte der Bengener, die sehr tief standen.

Dennoch fand der TuS früh eine Lücke. Der Oberwinterer Stürmer Tim Palm verlängerte einen Einwurf auf Jonas Jaber, der aus kurzer  Distanz in der neunten Minute zum 1:0 traf. Die Gäste waren danach weiter deutlich überlegen, es fehlte aber an letzter Konsequenz. So entwickelte sich kein gut anzusehendes Fußballspiel. Erst nach der Pause gab es wieder Zählbares. Palm war im Strafraum durch FSG­Akteur Jannik Dresen in einer unübersichtlichen Situation gefoult worden. Den fälligen Strafstoß verwandelte erneut Jaber (57.). Spätestens jetzt war die Partie entschieden, die FSG machte nicht den Eindruck, ein Tor erzielen zu können. Nach zwei Vorlagen erzielte Palm dafür noch selbst ein Tor. Der eingewechselte Mert Tekin assistierte beim 3:0 (75.).

„Wir haben nicht mehr getan als notwendig. Es war kein gutes Spiel von uns, aber wir waren auch nie in Bedrängnis“, befand TuS­ Trainer Thomas Lopez. FSG Trainer Jürgen Möller erklärte: „Oberwinter war die bessere Mannschaft, aber wir haben nicht viel zugelassen. Nach vorn konnten wir aber nicht viel unternehmen. Wenn, waren es meist Zufallsprodukte. Die Niederlage geht in Ordnung, fällt aber vielleicht ein zwei Tore zu hoch aus.“

FSG Bengen/Lantershofen: Wäsch, Reineri (80. Kniel), Bachem, Münch, Schwiperich, Scholl, Dresen, Friese, Bauer, Lang, Gesell (64. Spieckermann).

TuS Oberwinter: Kauert, Brötz, Irmgartz, Enke, Saess, Merken, Gilles, Nuhn (65. Tekin), Jaber (70. Koll), Groß, Palm

Quelle :Rhein-Zeitung