SG Neitersen/Altenkirchen – TuS Oberwinter (Sa., 16.30 Uhr, in Altenkirchen)

Im Grunde sind sich da alle einig: Im Krisenfall gilt es, Ruhe zu bewahren und hektischen Aktionismus zu vermeiden. Sagen alle, machen aber nicht alle. Zwei, die jetzt dieses Prinzip beherzigt haben und damit gut gefahren sind, treffen jetzt in Altenkirchen aufeinander. Beide haben in dieser Saison schon ausgesprochen ungemütliche Zeiten erlebt, beide fühlen sich jetzt aber wieder im Aufwind. Nicht zuletzt deshalb, weil die Beteiligten eben die Ruhe bewahrt haben.

„Die spielerische Leistung stimmt schon seit längerem, und mittlerweile passen auch die Ergebnisse“, ist Maik Rumpel mit der momentanen Lage zufrieden. Doch Neitersens Trainer weiß auch, dass er mit seiner Mannschaft stets auf der Hut sein muss. Denn nach knapp einem Drittel der Saison geht es in der Tabelle äußerst eng zu, eine Niederlage kann bereits das Abrutschen um mehrere Plätze bedeuten. Andererseits können sich die Kombinierten aus dem Wiedbachtal und der Kreisstadt vom nächsten Kontrahenten ein wenig absetzen. Zwei Punkte trennen beide derzeit voneinander, mit einem Heimsieg auf der Glockenspitze wären es nach Adam Riese deren fünf. Doch so einfach wie diese Rechnung dürfte das Kräftemessen selbst nicht werden, auch weil der Aufsteiger aus Oberwinter ebenfalls in die Spur gefunden hat. Dem TuS hatte das Wasser nach sechs Spielen ohne Sieg schon bis zum Hals gestanden, als mit dem 3:0 in Mehring der so sehnlich erwartete Erfolg gelang und ein 2:2 beim FSV Trier-Tarforst folgte. Ein Remis, das der Oberwinterer Befindlichkeit wohl tat, in der Tabelle aber nur bedingt weiterhalf. „Aber mit dem Unentschieden können wir sehr gut leben“, stellt TuS-Trainer Tomas Lopez klar: „Es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Dass Potenzial in der Truppe des Gegners steckt, davon durfte sich SG-Coach Rumpel bereits am dritten Spieltag in Mülheim-Kärlich ein Bild machen. Zwar verlor Oberwinter mit 1:3, doch unabhängig vom Resultat sah Rumpel nach eigener Aussage eine gut organisierte TuS-Elf, die auch im Spiel nach vorne Qualitäten besitzt. „Es wird eine Herausforderung“, meint Rumpel, dem dafür in Jan-Marc Heuten und Jannik Stein wieder zwei Stammkräfte mehr zur Verfügung stehen.

Quelle:Rhein-Zeitung