TuS Oberwinter muss die jüngste Pleite noch verdauen

So richtig verdaut haben die Spieler und Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten TuS Oberwinter die jüngste 3:4-Heimniederlage im Nachholspiel gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich II, als Tabellenletzter angetreten, noch immer nicht. Nach einer komfortablen 2:0-Führung vergab man leichtfertig die große Chance, gegenüber der Konkurrenz an der Tabellenspitze vorzulegen. Bei nunmehr einem Spiel weniger hat der TuS jeweils zwei Punkte Rückstand auf den FC Metternich und den TuS Kirchberg.

„Nach dieser unnötigen Niederlage sind wir alle noch etwas nervös. Wir haben fleißig trainiert und hoffen, dass diese Pleite am Wochenende irgendwie verdaut ist“, sagt der TuS-Vorsitzende Antonio Lopez vor dem ersten Auswärtsspiel des Jahres beim FC Cosmos Koblenz am Sonntag um 14.30 Uhr.

Nur deutliche Niederlagen
Für die Koblenzer ist es das erste Pflichtspiel im neuen Jahr überhaupt. In der Wintervorbereitung konnte der FC nur gegen den SV Türkiyemspor mit 7:0 gewinnen. Gegen den FC Kosovo Montabaur (1:3), die U 23 der TuS Koblenz (1:5) und den TuS Mayen (1:4) ging der Tabellenzehnte deutlich als Verlierer vom Platz.

Lopez warnt dennoch vor dem Gegner: „Gerade zu Beginn des Jahres ist der FC Cosmos Koblenz richtig stark. Wir haben bereits im Hinspiel gemerkt, wie schwer es ist, gegen diese Mannschaft zu gewinnen.“ Mit Ach und Krach hatte sich Oberwinter mit 1:0 durchgesetzt. Der Siegtreffer durch Jonas Jaber fiel erst in der 90. Minute. „Zudem sind zwei Koblenzer mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Es war ein sehr, sehr glücklicher Sieg für uns“, erinnert sich der Vorsitzende.

Fakt ist: Sollte der TuS Oberwinter auch beim FC Cosmos Koblenz den Kürzeren ziehen, wäre der Zug nach ganz oben erst einmal abgefahren. Das sieht auch Antonio Lopez so: „Wenn wir wirklich oben dranbleiben wollen, dann müssen wir dieses Spiel gewinnen.“

Zwei Ausfälle wegen Bänderrisses
Verzichten muss Trainer Tomas Lopez am Sonntag definitiv auf Jordan Schmitt und den zuletzt so formstarken Tim Palm. Schmitt zog sich im Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zu, Palm passierte das Gleiche bei der 3:4-Niederlage gegen Mülheim-Kärlich II. „Das passt natürlich zu unserer aktuellen Situation. Personell wird es nicht besser, sondern noch kritischer“, so Lopez.

Doch mit Personalsorgen ist Oberwinter gerade gegen Ende des Jahres 2016 sehr gut gefahren. Kein Wunder, dass der TuS mit 22 Punkten die beste Auswärtsmannschaft der Liga stellt. Nur einmal in neun Begegnungen musste sich Oberwinter geschlagen geben. Bei der SG Elztal setzte es eine 0:2-Niederlage, das Spiel in Unzenberg endete 4:4. Alle anderen Spiele wurden gewonnen.

Quelle: Rhein – Zeitung