Gerade einmal rund vier Wochen ist es her, dass der TuS Oberwinter sein letztes Saisonspiel in der Fußball-Bezirksliga bestritten und den Aufstieg in die Rheinlandliga gefeiert hat. Eine lange Pause war Spielern, Trainer und den Verantwortlichen nicht beschieden, denn die Vorbereitung auf die neue Saison in der neuen Klasse hat schon begonnen.

Womit der TuS auch vor der neuen Herausforderung „Rheinlandliga“ seinen Prinzipien treu geblieben ist. „Wir setzten wie immer auf Kontinuität und Spieler aus der Gegend. Das entspricht der Vereinsphilosophie. Wir wollen nicht mit allen Mitteln nach oben kommen und dann riskieren, dass alles zusammenbricht“, betont Lopez.

Das große personelle Durchmischen in der Sommerpause gehört folglich nicht zu den üblichen Gepflogenheiten in Oberwinter. Weshalb es auch ins Bild passt, dass mit Merlin Erens nur ein Spieler den Verein verlässt, er geht zurück zur SG Westum/Löhndorf.

Dass der TuS mit seiner Philosophie nun der klassenhöchste Verein im Kreis Ahrweiler ist, bestätigt Lopez und den TuS nur auf ihrem Weg: „Die Langfristigkeit spricht doch für uns. Wir sind im Gegensatz zu anderen Mannschaften hier im Kreis schon seit vielen, vielen Jahren konstant überkreislich vertreten. Das zeigt doch, dass wir sorgfältig und vernünftig arbeiten und keine verrückten Sachen machen“, so Lopez.

Neu ist die Rheinlandliga für Oberwinter nicht. Noch in der Saison 2014 hat der TuS nach dem Abstieg 2009 den Wiederaufstieg in diese Klasse geschafft, sie nach nur einem Jahr aber wieder verlassen müssen. Lopez zeigt sich nun zuversichtlich, dass dies nicht erneut passieren wird: „Diesmal ist der Kader ausgeglichener besetzt. Und wir haben keinen Leistungsträger verloren.“

Und von den drei Neuzugängen hofft Lopez, dass sie seine Mannschaft weiterbringen. Paul Gemein etwa hat schon trotz seiner 19 Jahre einiges erlebt. Der Stürmer spielte bei Bayer Leverkusen in der Bundesliga der U 17 (40 Einsätze) und U 19 (29), kam dort auch in der Uefa Youth League zum Einsatz, war schon bei Oberligist SpVgg Burgbrohl und zuletzt eben beim ABC. Er soll den TuS im Sturm unberechenbarer machen.

Mit 19 Jahren ebenfalls noch jung ist Furkan Karin, der in der Abwehr auf der Außenbahn zum Einsatz kommen soll. Derweil bringt Fabian Münch mit seinen 26 Jahren schon einiges an Erfahrung mit, zudem ist er variabel einsetzbar als Innenverteidiger, als Sechser oder auf der Außenbahn. Nach einer kurzen Begrüßung durch Lopez ging es beim ersten Training mit einem kleinen Spielchen weiter. Und auf den Ball werden die Spieler in der Vorbereitung auch nicht verzichten müssen.

„So gut wie alle Trainingseinheiten sind mit Ball“, erklärt Lopez. Und dafür, dass die Mannschaft fit ist, soll ein Neuzugang im Trainerstab sorgen: Simon Gassen. Der Sportstudent ist von nun an für den Bereich Athletik zuständig. Zuletzt hat der Westumer sich um die Jugend bei der TuS Koblenz gekümmert.

Nun haben er und Lopez noch etwas mehr als fünf Wochen Zeit, die Spieler in Form zu bringen. Die Saison beginnt am Wochenende 29./30. Juli. Bis dahin stehen fünf Testspiele auf dem Programm: 29. Juni bei der SG Mülheim-Kärlich II (19.30 Uhr), 4. Juli gegen die SG Westum/Löhndorf (19.30 Uhr), 11. Juli beim SV Dernau (19.30 Uhr), 15. Juli beim VfL Bad Ems (14.30 Uhr), und 23. Juli gegen den SV Wachtberg (16 Uhr)

Quelle:Rhein-Zeitung