Vizekreismeister im Futsal

TuS Oberwinter bei Frauen-Kreismeisterschaft erneut von Andernach abgefangen – Jetzt heißt es abwarten

Im Vorjahr war es die zweite Mannschaft der SG 99 Andernach, die sich erstmals als Frauenfutsal-Meister auf dem Wanderpokal des Fußballkreises verewigte. Weil der Titelverteidiger wegen des (am Sonntag dann wegen des Schneefalls noch kurzfristig abgesagten) Rheinlandpokalspiels gegen den SC 13 Bad Neuenahr verzichten musste, sprang die Drittvertretung der SG 99 nicht nur ein – sie hat das Turnier sogar gewonnen, das in der Rheinhalle Remagen übers Parkett gegangen ist. Ärgster Konkurrent des Bezirksligisten war der ausrichtende TuS Oberwinter. Wie vor Jahresfrist erreichten die Schützlinge von Trainer Rolf Beck ein entscheidendes Duell – und erneut scheiterten sie an den „Bäckermädchen“.

Auf dem Weg in dieses entscheidende Duell im vorletzten Spiel des Turniers nach dem Motto „jeder gegen jeden“ hatte sich das von Klaus Bell gecoachte SG 99-Team keine Blöße gegeben. Vier Siege hatte man auf dem Konto und kein Gegentor kassiert, während die gastgebende Mannschaft beim 1:1 gegen TV Kruft II zwei Punkte liegen gelassen hatte. Das Beck-Team musste demnach gewinnen, Andernach konnte sich ein Remis leisten. Es wurde ein 0:0 – und damit musste Oberwinter erneut kurz vor der Ziellinie passen. Dennoch zeigte sich Beck zufrieden mit dem Abschneiden seiner Mannschaft. „Wir sind zum zweiten Mal Vizemeister geworden – und das trotz unserer Personalnöte. Jetzt hoffe ich nur, dass wir wieder an der Rheinlandmeisterschaft teilnehmen dürfen.“ Das konnte Frauen- und Mädchenreferentin Elli Brungs noch nicht versprechen. „Das Teilnehmerfeld für die Titelkämpfe am 18. Februar in Neuwied wird erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt und hängt auch davon ab, wie groß die Beteiligung in den anderen Kreisen ist.“

„Ich hatte fest mit dem ersten Platz gerechnet“, gab Klaus Bell augenzwinkernd zu Protokoll. Er hatte eigentlich größere Gegenwehr vonseiten des anderen Bezirksligavertreters und zweimaligen Titelträgers SG Mendig erwartet, die im Endeffekt aber nur Fünfter wurde. Unzufrieden war auch Markus Klapper, Trainer der zweiten Mannschaft des TV Kruft. „Gleich zu Beginn haben wir eine unnötige Niederlage gegen Andernach kassiert, und auch gegen Oberwinter wurden wir total überrascht und mussten am Schluss ein 1:1 hinnehmen.“ Damit war der Meisterschaftszug für den derzeitigen Tabellenführer der Kreisklasse natürlich abgefahren, er musste sich mit Platz drei begnügen. Für die Grafschafter SV und den VfB Polch ging es in dem Sechserfeld (FSG Spessart hatte tags zuvor wegen Spielerinnenmangels abgesagt) darum, den stärker eingeschätzten Kontrahenten nicht als Kanonenfutter zu dienen.

Polch hatte zudem darunter zu leiden, dass keine Auswechselspielerin zur Verfügung stand. Mit dem letzten Aufgebot war nicht mehr als der letzte Rang drin. Achtbar zogen sich die Kickerinnen aus der Grafschaft aus der Affäre. Immerhin ließ das Team von Trainer Dieter Schäfer mit Mendig eine im Vorfeld hoch gehandelte Mannschaft hinter sich und wurde Vierter. Hans-Josef Schneider

Quelle:Rhein-Zeitung

Spiel gegen Mülheim-Kärlich fällt aus !

Windhagen mit Papst in der Tasche!

SV Windhagen hat beim 1:1 im Kellerduell gegen den TuS Oberwinter jede Menge Dusel

In der Fußball-Rheinlandliga hat der Tabellenletzte SV Windhagen das Nachholspiel zweier stark abstiegsgefährdeter Kellerkinder gegen den Drittletzten TuS Oberwinter am Mittwochabend nicht gewinnen können.

Vor 80 Zuschauern hatte das Team des neuen Windhagener Trainers Lothar Paulsen gegen den Aufsteiger jede Menge Glück, den Platz nicht als Verlierer verlassen zu müssen. Das 1:1 (0:0) nützt den Gästen weit mehr als den Windhagenern, die sich aber wenigstens schon mal auf den vorletzten Tabellenplatz verbesserten.

Die Westerwälder starteten, als wollten sie in wenigen Minuten alles das nachholen, was sie zuvor in den meisten ihrer zuvor 18 Ligaspiele in dieser Saison verpasst hatten: Mit unbedingtem Siegeswillen Torchancen herausspielen, um zu drei Punkten zu kommen. Hauptakteur in dieser Zeit war Matthias Metzen, der auf der rechten Angriffsseite die Oberwinterer Abwehr mehrfach alt aussehen ließ. In der achten Minute passte Metzen nach seiner ersten guten Aktion scharf nach innen. Oberwinters Muhammed Dogan fälschte den Ball ins eigene Tor ab. Doch die junge Schiedsrichterin Christina Hehn gab den Treffer nicht, sie hatte zuvor Roman Borschel bei Metzens Pass im Abseits gesehen und abgepfiffen.

Vier Minuten später verpassten gleich zwei Mitspieler die nächste starke Vorarbeit des SVW-Torjägers Metzen. Und in der 15. Minute spielte Metzen Pawel Klos mustergültig frei, doch der Ex-Roßbacher Oberligaspieler verzog den Ball am linken Pfosten vorbei.

Danach war der Anfangsschwung der Heimmannschaft jedoch weg, das Niveau des Spiels wurde schwächer. Oberwinter hatte in der 28. Minute durch Björn Thünker eine Halbchance, doch Windhagens Torwart Julian Schmitz lenkte Thünkers Schlenzer zur Ecke ab. In den letzten zehn Minuten vor der Pause banden die Gäste vom Rhein Windhagen in der eigenen Hälfte, Chancen sprangen dabei aber nicht heraus.

Nach dem Wechsel waren die TuS-Spieler aktiver und spielfreudiger, Windhagen lauerte hingegen überwiegend auf Kontersituationen. Das sollte sich rächen. In der 68. Minute flog ein lang geschlagener Ball in den Strafraum der Heimmannschaft. Der gerade eingewechselte Tim Palm knallte die Kugel bei seiner ersten Aktion an die Unterkante der Latte. Thomas Enke hatte aufgepasst und köpfte den Abpraller aus einem Meter Torentfernung zum 0:1 ein.

Enke hätte in der 73. Minute fast schon alles machen können, ja müssen, als er per Kopfball die Chance zum 0:2 vergab. Julian Schmitz hielt Windhagen mit einer glänzenden Parade im Spiel. Und es kam noch besser: Als Metzen vier Minuten später auf der Gegenseite köpfte, fälschte der TuS-Spieler Mirco Koll den Ball zum 1:1-Ausgleich ins eigene Tor ab.

Enke musste Oberwinter danach allein noch zu einem klaren Erfolg schießen. Zwei Mal reagierte Schmitz gegen den TuS-Angreifer prächtig, in der 90. Minute klatschte ein Enke-Kopfball an die Latte und in der 91. Minute schob derselbe Spieler den Ball völlig frei aus drei Metern neben das Tor.

Paulsen war nach dem Spiel ehrlich in seiner Analyse: „Wir hatten heute den Papst in der Tasche. Für ein Abstiegsduell war das viel zu wenig, was wir gezeigt haben.“ Sein Kollege Thomas Lopez ärgerte sich: „Wir haben zwei Punkte verschenkt. Nach der 25. Minute haben wir das Spiel dominiert, waren klar besser und hatten eine Vielzahl an klaren Torchancen.“

Ludwig Velten/Christoph Hansen

SV Windhagen – TuS Oberwinter 1:1 (0:0)
SV Windhagen: Schmitz – Heßler, Krist, Alexander Alt, Brandt – Pehlivan, Siljkovic, Klos (67. Grau), Zent – Metzen, Borschel.

TuS Oberwinter: Kauert – Irmgartz, Merken, Koll, Dogan – Groß (88. Münch), Sonntag, Gemein, Schweigert – Thünker (68. Palm), Enke.

Schiedsrichterin: Christina Hehn (Vallendar).

Zuschauer: 80.

Quelle: Rhein – Zeitung

Die Punkte müssen nach Oberwinter !

TuS Oberwinter: Einfaches Rezept für schweres Duell

Kurz vor der Winterpause bereitet der Blick auf die Tabelle beim Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter wenig Freude. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den rettenden 15. Platz bereits, wobei der SV Morbach, der diesen Rang innehat, noch zwei Nachholspiele hat.

Eins hat auch noch der TuS als Tabellen-16. – und zwar ein ganz wichtiges. Am Mittwoch (20 Uhr) geht es zum Tabellenletzten SV Windhagen. Dort soll nach fünf Niederlagen in Folge wieder ein Sieg herausspringen. So sagt Trainer Tomas Lopez: „Wir müssen gewinnen. Wir brauchen dringend die drei Punkte. Und das ist auch mit einem ganz einfachen Rezept möglich: Wir müssen nur unsere vielen Chancen nutzen, wir könnten ja in jedem Spiel mindestens zwei Tore machen.“

Das Problem ist nur: Seine Spieler erzielen keine Tore mehr. So wie jetzt beim jüngsten 0:3 bei der SG Ellscheid lief es in den vergangenen Wochen zu häufig: Chancen ja, Tore nein. Ganze zwei sind in den fünf zurückliegenden Spielen gelungen – zu wenig, um in der Liga zu bleiben. Auch personell sieht es weiterhin nicht gut aus, zumal nach seiner Verletzung in Strohn auch noch Mario Brötz ausfällt.

Schlusslicht Windhagen hat am Wochenende mit dem 2:2 zu Hause gegen den FSV Trier-Tarforst nach drei 0:3-Niederlagen in Folge zumindest wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben. Der neue Trainer Lothar Paulsen, in der vergangenen Woche für den glücklosen Labinat Prenku gekommen, hatte sogar einen Sieg vor Augen, doch verspielte seine Mannschaft zweimal noch einen Vorsprung.

Quelle: Rhein-Zeitung

Oberwinter: Kalte Dusche bei eisiger Kälte

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hat der Tabellenfünfte SG Ellscheid/Strohn/ Steiningen/Udler/Gillenfeld auf dem Kunstrasen in Strohn den Drittletzten TuS Oberwinter zum Aufsteigerduell in der Fußball-Rheinlandliga empfangen. Und ähnlich frostig war die Stimmungslage am Ende auch bei den Gästen, die beim 0:3 (0:1) nicht die erhoffte Wende schafften.

Die Heimelf brachte dem Gast vom Rhein damit die vierte Niederlage in Folge bei und sorgte dafür, dass die Abstiegsängste nicht geringer wurden. TuS-Trainer Tomas Lopez zeigte sich nach der Partie geknickt und sagte: „Das ist richtig dumm gelaufen. Da bekommst du gleich nach Beginn durch einen eigentlich ganz harmlosen Ball das Tor zum 0:1, und selbst machst du die besten Dinger nicht rein. So kannst du nicht gewinnen.“

70 Sekunden waren erst gespielt, da lag seine Elf schon mit 0:1 zurück (2.). Es war eher ein gemütlicher Klickerball, den David Grommes zentral aus gut 20 Metern in Richtung Gästetor abgesetzt hatte, der aber zu Verwunderung aller irgendwie an Torwart Benjamin Kauer vorbei ins Tor holperte. Der Torwart sah dabei nicht gut aus – eine kalte Dusche bei eisigen Temperaturen.

Ein Beginn, den sich Oberwinter ganz anders vorgestellt hatte. Danach entwickelte sich eine Partie auf eher mäßigem Niveau. Der Gast hatte zwar viel Ballbesitz, leistete sich aber einfach zu viele Fehler, ungenaue Zuspiele und unnötige Ballverluste, die den Offensivdrang immer wieder verkümmern ließen. Aber auch der Gastgeber wirkte vor der Pause nicht immer hellwach. In der 20. Minute zeigte der TuS den ersten sehenswerten Angriff, Mirco Koll agierte aber zu zögerlich im Abschluss. Sechs Minuten später kam er dann zu einer hochkarätigen Möglichkeit, als er völlig frei stehend nur wenige Meter vor dem Tor den Ball erhielt und ihn mit einem Rückzieher über den Kasten fabrizierte. Er hätte auch alle Zeit für einen besseren Abschluss gehabt. Großchance leichtfertig vertan (26.).

Es folgte die stärkste Oberwinterer Phase, letztendlich fehlte aber der wirkliche Drang zum Tor. Auf der anderen Seite schaffte es Ellscheid aber auch nicht, seine Angriffe sauber auszuspielen. Fast mit dem Pausenpfiff hatte der Gast erneut einen Hochkaräter. Diesmal stand Björn Thünker allein vor dem Ellscheider Tor und versuchte es mit einem Hackentrick, der aber gründlich misslang (45.). Nach Wiederanpfiff zogen die Ellscheider das Tempo an und brauchten lediglich zehn Minuten, um die Partie zu entscheiden. Markus Boss schnappte sich über links einen abgewehrten Ball, hielt einfach mal drauf – und es stand 2:0 (53.). Kurz darauf bediente der Torschütze seinen Mitspieler Sebastian Dax, dessen ersten Versuch Kauer noch glänzend pariert, gegen dessen Nachschuss er aber keine Chance mehr hatte (55.).

Danach war von Oberwinter kaum noch etwas zu sehen. So kam nie der Gedanke auf, dass sich noch etwas tun könnte. Dafür hatte Ellscheid noch die Chancen für ein besseres Ergebnis. Zuerst fehlte bei einem Lupfer von Markus Schmitz nicht viel (63.), dann traf Boos nur den Pfosten (67.), und ein Kopfball von Julien Augarde ging nur knapp über das Tor (74.).

SG-Trainer Niklas Wagner war zufrieden: „Das Ergebnis geht in Ordnung. Auch wenn wir in der ersten Hälfte den Faden etwas verloren hatten, lief es nach der Pause wieder gut. Ich bin vor allem über die Null hinten froh.“

Der TuS Oberwinter hat nun gleich am Mittwoch die Gelegenheit, den Abstand zum rettenden Ufer zu verkürzen. Auf dem Programm steht für den Drittletzten ab 20 Uhr das Nachholspiel beim Schlusslicht SV Windhagen. Alfons Benz

SG Ellscheid – TuS Oberwinter 3:0 (1:0)
SG Ellscheid: Neisius, Gräfen, Augarde, P. Schmitz, Kaufmann (80. Marinus), Michels, Schon, Grommes (85. Land), M. Schmitz, Dax (85. Ring), Boos.

TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Gemein, Brötz (36. Enke), Münch, Schweigert, Irmgartz, Merken, Nuhn (58. Palm), Sonntag, Thünker.

Schiedsrichter: Thomas Haus (Wilsecker).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Grommes (2.), 2:0 Boos (53.), 3:0 Dax (55.).

Quelle:Rhein-Zeitung

Aufstieg der D- Junioren !

D-Junioren der JSG Oberwinter/Remagen/Kripp/Unkelbach steigen in die Rheinlandliga auf !!!

Mit einem 1:1 (0:1) am vorletzten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Mitte der D-Junioren gegen den JFV Rhein-Hunsrück hat die JSG vorzeitig den Aufstieg in die Rheinlandliga perfekt gemacht.

Als Tabellenzweiter ist dem Team von Ingo Schällhammer und Roman Kötter der Aufstieg nun nicht mehr zu nehmen. Nachdem die Gäste vor der Pause in Führung gegangen waren, glich Kapitän Justin Schällhammer in der zweiten Halbzeit per Freistoß zum 1:1 aus. Der besondere Modus in dieser Altersklasse sieht vor, dass die beiden Erstplatzierten aus den drei Bezirksligen des Fußballverbands Rheinland in der Rückrunde eine neue Liga auf höchster Verbandsebene bilden. In dieser Liga werden diese sechs Mannschaften ab dem Frühjahr 2018 den Rheinlandmeister ausspielen. Aus der Bezirksliga Mitte haben sich neben der JSG Oberwinter die TuS Koblenz und aus der Bezirksliga Ost die Sportfreunde Eisbachtal und EGC Wirges ebenfalls bereits qualifiziert. Der Ausgang der Hinrunde in der Bezirksliga West ist noch offen. Nach einer sehr erfolgreichen Hinrunde, in der sich die JSG Oberwinter bislang nur dem Topfavoriten TuS Koblenz geschlagen geben musste, blicken die Trainer Ingo Schällhammer und Roman Kötter sehr zufrieden auf das Erreichte und mit Spannung auf die neue Herausforderung. „Eine tolle Saisonleistung, ich bin stolz auf die Jungs und Mädels“, schwärmte Trainer Schällhammer.

Zum Kader der JSG Oberwinter gehören: Aaron de Abreu, Alessio Albino, Betim Imeri, Cara Amendt, Chris Donoghue, Colin Pinto Schmitt, Enes Beydilli, Jasin Ibrahimi, Jonas Hbib, Julie Beck, Justin Schällhammer, Len Fliss, Leon Schmitz, John Daoud, Lucas Gessner, Luis Jenatschek, Maximilian Frickel, Niclas Köllejan. Foto: SV Remagen

Quelle:Rhein-Zeitung

Niederlage zum Rückrundenauftakt !

Oberwinter trifft nur den Pfosten, Eisbachtal ins Tor

Die Hoffnungen zum Rückrundenbeginn in die Fußball-Rheinlandliga waren groß beim TuS Oberwinter. Doch es hat die dritte Liga-Niederlage in Serie gegeben. In einer mäßigen Partie hat die Elf von Tomas Lopez gegen den Tabellenzweiten Spfr Eisbachtal mit dem 0:3 (0:1) die elfte Saisonniederlage erlitten. Doch fast noch schlimmer als das Ergebnis selbst war die Art und Weise, wie die Mannschaft verlor.

Die Gastgeber hatten sich von den keineswegs kampfstarken Eisbachtalern überrumpeln lassen, und sie waren auch spielerisch unterlegen. „Ich kann meiner Mannschaft aber bestimmt keinen Vorwurf machen. Eisbachtal war zwar die spielerisch bessere Mannschaft, wir hatten dafür die klareren Chancen“, urteilte Lopez und ergänzte: „Es ist einfach mal wieder unglücklich für uns gelaufen.“

Mit dem Ergebnis zeigte sich der Eisbachtaler Trainer Marco Reifenscheidt allemal zufrieden, doch schränkte er ein: „Die erste Halbzeit hat mir gar nicht gefallen. Da haben wir viel zu viele Fehler gemacht. Erst nach dem Seitenwechsel haben wir die Räume genutzt, die uns dann auch den Sieg einbrachten. Im Moment geht’s eben für uns nur darum, Punkte zu holen bis zur Winterpause.“

Beide Mannschaften begannen ambitioniert und recht körperbetont. Vor 80 Zuschauern spielte Oberwinter in der ersten Viertelstunde auch mutig und machte viel Betrieb in der Hälfte der Sportfreunde. Und so hatten die nervös und zu zögerlich agierenden Eisbachtaler dann auch richtig Dusel, als Paul Gemein (9.) vom rechten Strafraumeck knallhart nur den Pfosten traf. In der Phase waren die Gäste sichtlich damit beschäftigt, sich gegen die druckvoll und aggressiv aufspielenden Gastgeber im Zaum zu halten und selbst nach vorn zu kommen.

Nur selten schafften es die Sportfreunde, die Oberwinterer Defensivreihe über die Außenbahnen auch nur im Ansatz auszuhebeln. Zu oft fehlte den Eisbachtalern der letzte Pass. Einzige Chancen für die Gäste waren zwei Schüsse von Robin Noppe (19., 29.) aus kurzer Distanz, die Benjamin Kauert im TuS-Tor vor keinerlei Probleme stellten.

Derweil ließen die Hausherren in nicht wenigen Szenen deutliche Schwächen im Spielaufbau erkennen. So brachten sie sich mit Abspielfehlern in der Vorwärtsbewegung selbst in Verlegenheit. Auf der anderen Seite wirkten die Gäste mit zunehmender Spieldauer in den Zweikämpfen präsenter. Die Sportfreunde standen enger an den Gegenspielern, schalteten bei Ballgewinn schneller um und drängten Oberwinter mehr und mehr in die Dauerdefensive. Zunächst scheiterte Lukas Reitz (36.) mit einem Gewaltschuss am reaktionsschnellen Schlussmann Kauert. Die Führung fiel dann allerdings etwas schmeichelhaft für die Gäste. Eine Flanke von rechts fand den freien Moritz Hannappel im Strafraum. Ein Haken, und der Eisbachtaler Stürmer spitzelte den Ball vorbei an Kauert zum 1:0 ins Tor (38.). Von nun an spielten nur noch die Gäste. Und es hätte für die Hausherren nach einem schlimmen Ballverlust von Mirco Koll noch schlimmer kommen können. Nach einem schönen Querpass von Masaya Omotezako jagte Lukas Reitz (41.) aus sieben Metern den Ball direkt in die Arme von Kauert, bevor Hannappel (43.) mit einem Schussversuch aus kurzer Distanz am reaktionsschnellen Torwart scheiterte.

Nach der Pause verpasste Oberwinter den Ausgleich, als Mirco Koll nur das Aluminium traf (48.), das dem TuS erneut im Weg stand. „Uns fehlt einfach zurzeit das nötige Quäntchen Glück“, haderte Lopez später. Kurz darauf dann Jubel auf der Gegenseite: Schiedsrichter Robert Depken hatte nach einem Foul von Koll an Hannappel auf Strafstoß entschieden, den Manuel Haberzettl zum 2:0 nutzte (64.).

Für Oberwinter gab‘s keine Zeit zum Verschnaufen: Immer wieder setzten die Eisbachtaler zu gefährlichen Kontern an, sie spielten die schnellen Gegenstöße aber gegen die müder werdenden Oberwinterer aber nicht konsequent zu Ende. So scheiterten der eingewechselte Marvin Heibel (75.) und Hannappel am Oberwinterer Schlussmann Kauert (79.). Schließlich machte Hannappel dann aber doch den Deckel drauf und sorgte für den 3:0-Endstand (83.). Horst Bach

TuS Oberwinter – Spfr Eisbachtal 0:3 (0:1)
TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Groß (70. Thünker), Palm, Gemein, Brötz (72. Enke), Schweigert, Irmgartz, Merken, Nuhn, Kalin (39. Dogan).

Spfr Eisbachtal: Erbse, Müller, Kleinmann, Schuth, Haberzettl, Omotezako, Reitz (66. Lima), Ernet, Noppe (84. Dietz), M. Hannappel, Stahlhofen (73. Heibel).

Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz).

Zuschauer: 80.

Tor: 0:1 Hannappel (38.), 0:2 Haberzettl (64., Foulelfmeter), 0:3 Hannappel (81.).

Quelle: Rhein – Zeitung

Eisbachtal peilt Erfolg in Oberwinter an!

Eisbachtal muss am Sonntag nach Oberwinter

Die Weichen sind gestellt beim Rheinlandligisten Eisbachtaler Sportfreunde. Jetzt müssen die Züge an den letzten drei Spieltagen dieses Jahres nur noch über diese Weichen rollen und mit minimaler Besatzung die optimale Ausbeute ans Ziel in Nentershausen bringen. Nur das ist leichter gesagt als getan, weiß natürlich auch Trainer Marco Reifenscheidt, der nach dem 4:4 in Mehring und dem Sprung ins Rheinlandpokal-Halbfinale am Mittwoch durch ein 3:1 beim SV Sirzenich sagt: „Natürlich war in diesen Spielen nicht alles Gold, was glänzte. Aber diejenigen Spieler, die fit sind, müssen noch dreimal alles heraushauen, damit wir bis zur Pause in Schlagweite zum Tabellenführer TSV Emmelshausen bleiben. Und dazu gehört auch ein Erfolg am Sonntag beim TuS Oberwinter.“

An den Rhein führt die Abzweigung über die erste Weiche die Westerwälder, wo die Partie gegen Aufsteiger TuS Oberwinter um 14.30 Uhr auf den Kunstrasenplatz im Ortsteil Bandorf angepfiffen wird. Reifenscheidt: „Ich kenne unseren Gegner nur vom 3:1 aus dem Hinspiel. Da hat mich der Aufsteiger mit seinem forschen Spiel beeindruckt. So erwarte ich auch am Sonntag einen heißen Tanz. Oberwinter will ganz sicher den Heimvorteil nutzen und nach einer zwischenzeitlichen Durststrecke wieder die Abstiegszone hinter sich lassen. Doch damit soll die Elf von Trainer Tomas Lopez noch einen Spieltag warten.“

Wie bei den Sportfreunden war die Durststrecke auch in Oberwinter hauptsächlich verletzungsbedingt. So erklärt Tomas Lopez: „Wenn man im Training teilweise nur mit acht Feldspielern arbeiten kann, darf man sich nicht wundern, wenn es zu Fehlern kommt und in drei Spielen nacheinander nicht gepunktet wird.“ Nachdem der Trainer und auch Torwarttrainer Arno Mehren zuletzt selbst auf der Ersatzbank saßen, sieht das Bild am Sonntag ganz anders aus. Bis zu 16 Kaderspieler nahmen unter der Woche am Training teil und stehen gegen Eisbachtal bereit. Ein Szenario, das Tomas Lopez optimistisch dem Spiel gegen den Tabellenzweiten entgegensehen lässt.

Nicht viel verändert hat sich gegenüber dem Pokalspiel vom Mittwoch im Lager der Westerwälder. Zwar sind Timo Dietz und Manuel Schräder am Sonntag wieder dabei, sodass der Trainer selbst neben und nicht auf der Einwechselbank seinen Platz findet. Ansonsten ist bei den Sportfreunden alles beim Alten und das Lazarett mit acht Kaderspielern voll. Reifenscheidt hofft, dass die gesunden Spieler die vier sieglosen Punktespiele zuletzt – „das kann und darf nicht unser Anspruch sein“ – mit dem Pokalsieg vom Mittwoch abhaken können.

Der Trainer ist sich dessen bewusst, dass in den letzten drei Spielen seine Spieler noch dreimal alle Kräfte mobilisieren müssen. Und diese Kräfte sollten sie auch in der Motivation finden, die das Erreichen des Pokal-Halbfinales gegen den Oberligisten Rot-Weiß Koblenz mit sich gebracht hat.

Quelle.Rhein – Zeitung

Niederlage gegen Tabellenführer

Der TuS Oberwinter hat seine Talfahrt in der Fußball-Rheinlandliga nicht stoppen können. Die Elf von Trainer Tomas Lopez unterlag im Bandorfer Tal dem TSV Emmelshausen mit 0:3 (0:0) und kassierte damit bereits die dritte Pleite in Folge.

Der leidenschaftliche Auftritt des Tabellen-16. Oberwinter gegen den wiedererstarkten Spitzenreiter war allerdings ein eindrucksvolles Zeichen. Zwei Tore habe man Emmelshausen durch individuelle Fehler geschenkt, keines habe in der Luft gelegen, nach dem ersten Treffer sei das Spiel gekippt, so Lopez: „Danach war’s für uns einfach zu schwer zurückzukommen. Mit vielen Phasen der Partie bin ich aber mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden, sie hat alles versucht. Lernen müssen wir allerdings, konsequenter zu agieren.“

Auch TSV-Trainer Julian Feit zeigte sich zufrieden: „Über 90 Minuten gesehen, war es ein absolut verdienter Sieg.“ Marcel Christ (60., 68., Foulelfmeter) und Luca Wolf (79.) erzielten die Tore für die Gäste.

Emmelshausen war von Beginn an bemüht, Druck auszuüben. Die hoch stehende Defensive präsentierte sich zweikampfstark, und nach Balleroberung ging sogleich die Post ab. Die Hunsrücker ließen den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen laufen, zumal Oberwinter nervös agierte und kaum einmal zu einem geordneten Spielaufbau kam. Auf der anderen Seite spielte der Spitzenreiter seine Möglichkeiten aber auch nicht konsequent aus.

Nach einem weiten Pass von Nils Bast verfehlte Tobias Lenz (8.) aus kurzer Distanz das anvisierte Ziel, bevor Dustin Vogt nach dem sehenswerten Zuspiel von Lenz gleich zweimal am glänzend reagierenden Oberwinterer Schlussmann Benjamin Kauert scheiterte (16., 23.). Emmelshausen hielt die Schlagzahl hoch. Sascha Hachenthal (31.) und drei Minuten später Christ verpassten die Führung für die Gäste. „Unser einziges Manko war die Chancenverwertung“, resümierte Feit später. Die Angriffsbemühungen der Hausherren beschränkten sich derweil zumeist auf lange nach vorn geschlagene Bälle. Mehr als ein Warnschuss von Sebastian Sonntag (28.), den der annähernd beschäftigungslose TSV-Keeper Jonas Börsch gekonnt entschärfte, kam vom TuS offensiv in den ersten 45 Minuten nicht. „Unser Positionsspiel war nicht präzise“, monierte der TuS-Trainer.

Für Oberwinter ließ sich der zweite Durchgang besser an: Tim Palm kam zur ersten Chance aus dem Spiel heraus, scheiterte allerdings am aufmerksamen Schlussmann Börsch (48.). Emmelshausen hatte urplötzlich Probleme, spielerisch wieder in die Partie zurückzufinden. Nach einem krassen Abwehrfehler von Jonas Bersch war Oberwinter somit auf dem besten Weg, in Führung zu gehen. Frei vor Keeper Börsch ließ Fabian Groß in aussichtsreicher Position eine gute Gelegenheit überhastet aus (57.).

In der Folgezeit bestimmte aber wieder Emmelshausen die Szene, bevor die Partie bei nasskaltem Novemberwetter noch richtig Fahrt aufnahm. Der eigentlich gut aufgelegte Oberwinterer Schlussmann Kauert spielte dabei die entscheidende Rolle. Er wollte es bei einem Abstoß wohl zu kunstvoll machen. Anstatt den Ball humorlos weit ins Spielfeld zu befördern, versuchte es Kauert mit einem kurzen Lupfer in die Füße von Christ. Der Emmelshausener Offensivmann nahm das Geschenk dankend an und erzielte aus kurzer Entfernung das 1:0 (60.). Die Zeit der Torlosigkeit war damit vorbei. „Wir machen immer wieder Geschenke“, klagte TuS-Trainer Lopez. Nur sieben Minuten später leistete sich Kauert den nächsten Fehltritt. Nach einem Emmelshausener Konter holte er Fabian Nass im Strafraum von den Beinen. Die Strafe folgte auf dem Fuß. Den fälligen Strafstoß verwandelte Christ sicher zum 2:0. Emmelshausen blieb die zielstrebigere Mannschaft, verpasste es aber zunächst durch Martin Weber (70.) und Lenz (73.) nachzulegen. Aus dem Getümmel heraus setzte Wolf mit dem 3:0 dann noch den Schlusspunkt (79.).

TuS Oberwinter – TSV Emmelshausen 0:3 (0:0)
TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Groß, Palm (73. Enke), Gemein, Brötz, Schweigert, Nuhn, Sonntag, Kalin (84.), Thünker (71. Jaber).

TSV Emmelshausen: Börsch, Wolf, Kowalski-Habere, Bast, Christ (84. Aliqkai), Lenz, Vogt (76. Kurt), Bersch, Nass (71. Peters), Weber, Hachenthal.

Schiedsrichter: Fabian Schneider (Grafschaft).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1, 0:2 Christ (60., 67., Foulelfmeter), 0:3 Wolf (79.).

Quelle:Rhein-Zeitung