Spiel gegen Mayen in Alzheim

Am Samstag startet der Fußball-Rheinlandligist TuS Mayen um 16.30 Uhr mit einem Rhein/Ahr-Derby ins Pflichtspieljahr 2018. Zu Gast auf dem Kunstrasen in Alzheim ist der abstiegsbedrohte TuS Oberwinter, der am Dienstag bereits sein erstes Ligaspiel absolviert hat und sich gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich mit einem 1:1 begnügen musste.

Klar, es hätten gern auch mehr sein dürfen für den Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter angesichts der Tabellenlage. „Aber wir müssen auch realistisch bleiben“, sagt Trainer Tomas Lopez. Einen umstrittenen Freistoß wegen eines vermeintlichen Rückpasses nutzte Mülheims Jeremey Heyer zum 0:1 (19.)., Mirco Koll glich nach der Pause aus (55.).

Wermutstropfen für Oberwinter: Stürmer Paul Gemein hat sich einen Bänderriss zugezogen und fällt nun erst einmal aus. „Er wird uns fehlen“, bedauert Lopez. Wie wichtig er sein kann, hat er im Hinspiel gegen Mayen bewiesen, als er mit dem 2:0 per Foulelfmeter eines seiner bislang sieben Tore erzielt hat. Am Ende stand ein 2:1-Sieg.

Mayens Trainer Thomas Reuter sieht den Gast vom Samstag wegen des absolvierten Spiels im Vorteil: „Oberwinter ist schon eher im Spielrhythmus als wir. Mit Sebastian Sonntag und Tim Palm haben sie in der Offensive einiges zu bieten. Für mich ist ihr Kader besser, als es der Tabellenplatz aussagt.“

Bei aller Vorfreude auf den Rückrundenstart steht die Partie der Mayener gegen Oberwinter jedoch stark auf der Kippe. Reuter erklärt die Sachlage: „Der Platz war am Mittwochabend noch zur Hälfte mit Schnee bedeckt. Auf diesen Bereich scheint in der Regel auch nur ganz spärlich die Sonne, sodass wir abwarten müssen, ob der Platz am Samstag bespielbar ist.“

Die prognostizierten kalten Temperaturen lassen die Wahrscheinlichkeit nicht gerade in die Höhe schnellen, und doch ist der TuS auf den Ernstfall vorbereitet. „Wir können am Samstag mit voller Kapelle auftreten. Auf einigen Positionen, vor allem bei den Torhütern, haben wir dadurch ein echtes Luxusproblem“, meint Reuter.

Die rund sechswöchige Vorbereitung beschreibt Mayens Trainer als durchwachsen und lässt auch eine Erklärung folgen: „Sowohl die Trainingsbedingungen durch die Witterung als auch die Ergebnisse in den Testspielen waren wechselhaft. Das 3:3 gegen den SV Rheinland Mayen war natürlich ärgerlich, dafür haben mir die Leistungen gegen die SG Mosel Löf (5:1) und die U 19 der TuS Koblenz zugesagt (1:1).“

Wie der TuS Mayen am Samstag aufläuft und ob es dabei die eine oder andere Überraschung geben wird, wollte Reuter nicht verraten. Neben dem offenen Kampf um die Rolle zwischen den Pfosten bescheinigt der Mayener Trainer vor allem Christopher Hallfell eine starke Vorbereitung.

Konkreter wird Reuter allerdings bei der Personalie Michael Daub: „Wir sind unheimlich froh, dass Michael wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Dementsprechend wird er am Samstag auch von Beginn an in der Innenverteidigung auflaufen.

Quelle: Rhein-Zeitung

Punkt erarbeitet!

Oberwinter holt gegen Mülheim-Kärlich zumindest einen Punkt für die Moral

Der TuS Oberwinter tritt auch nach der Winterpause im Tabellenkeller der Fußball-Rheinlandliga auf der Stelle. Das 1:1 (0:1) im Nachholspiel gegen die SG Mülheim-Kärlich brachte nicht den erhofften Befreiungsschlag, immerhin gab es aber auch keine Niederlage. Ein Punkt für die Moral.

„Wir sind sehr unglücklich in Rückstand geraten, den Freistoß würde sonst keiner pfeifen“, meinte TuS-Trainer Tomas Lopez. Nicht nur bei ihm regten sich Zweifel, ob der indirekte Freistoß, den Jeremy Heyer zur Mülheim-Kärlicher Führung verwandelte (19.), wirklich berechtigt gewesen war. Schiedsrichter Ingo Kreutz hatte auf irreguläre Rückgabe von Thomas Enke zu seinem Torwart Benjamin Kauert und damit auf indirekten Freistoß im Strafraum des TuS Oberwinter entschieden. „Das war niemals ein Rückpass“, so Lopez. In der Tat hatte es so ausgesehen, als ob der Ball Enke nach einer Abwehraktion von Kauert aus kurzer Distanz nur ans Standbein gesprungen und dann wieder zu Kauert zurückgekullert sei.

Richtig zufrieden war auch SG-Trainer Patrick Wagner-Galda nicht: „Wir waren in der ersten Halbzeit besser und haben verdient geführt. Nach der Pause waren wir aber gar nicht da. Mit vielen Fehlern haben wir uns selbst in die Bredouille gebracht. Jetzt müssen wir mit dem Punk leben.“ Bei Minustemperaturen und vor nur 45 Zuschauern stellte Mülheim-Kärlich zu Beginn das bessere Team. Die Gäste agierten griffiger in den Zweikämpfen, handlungsschneller im Umschaltspiel und gefährlicher über die Flügel. Für die erste gefährliche Szene sorgte aber Oberwinter. Sebastian Sonntag bediente am Strafraum Paul Gemein, dessen Schuss denkbar knapp am Mülheim-Kärlicher Tor vorbeistrich (9.).

Auf der Gegenseite bediente Daniel Aretz – den überaus agilen Spielgestalter bekam die Defensive des TuS nie in den Griff – im Strafraum den frei stehenden Niclas Kuhn, der aus kurzer Distanz vergab (12.). Mülheim-Kärlich gab auch weiterhin den Ton an. Dabei setzten die Gäste besonders aus dem Spiel heraus immer wieder Nadelstiche. Mit viel Übersicht passte Aretz an der Strafraumgrenze auf Heyer, der dann aber aus kurzer Distanz am stark reagierenden Kauert scheiterte (17.).

Zwei Minuten später dann die Führung nach einem tollen Konter: Aretz schickte Ibis Renda steil, dessen scharfe Hereingabe wuchtete Heyer aufs Tor, und es kam zu besagter Szene mit dem vermeintlichen Rückpass. Den Freistoß verwertete Heyer mit einem krachenden Flachschuss zur glücklichen Führung (19.). Das Spiel der Gäste nahm immer mehr Fahrt auf. Aus 20 Metern traf Aretz nur die Latte (22.). Wenig später scheiterte er ebenso an Kauert (28.) wie Heyer (35.).

Oberwinter gelang es vor allem im ersten Abschnitt nicht, sich zu befreien. So blieb es bei nur einer guten Chance vor der Pause, als Gemein nach einem sehenswerten Pass von Sonntag frei an Schlussmann Hüneke scheiterte (41.). Nach der Pause verteidigte der TuS höher und ging mehr Risiko.

Das sollte sich auszahlen: Sonntag flankte auf den völlig frei stehenden Mirco Koll, der volley zum 1:1-Ausgleich vollendete (55.). Damit war der Ansturm der Hausherren aber auch schon wieder vorüber. Das Niveau der Partie verflachte, wobei Mülheim-Kärlich noch beste Chancen ausließ. Doch weder Heyer (61.) aus fünf Metern frei vor Kauert noch Aretz aus ähnlicher Distanz (64.) konnten den Schlussmann überwinden.

Im Schlussspurt drängte Oberwinter auf den Siegtreffer, ließ im Abschluss aber die nötige Ruhe und Zielsicherheit vermissen. Jaber tauchte frei vor Torwart Hüneke auf, brachte aber nur ein harmloses Schüsschen zustande. „Wir haben uns letztendlich den Punktgewinn erarbeitet. Auf beiden Seiten waren gute Chancen da, das Spiel zu entscheiden – am Ende ist das Ergebnis gerecht“, resümierte Lopez.

TuS Oberwinter -SG Mülheim-Kärlich 1:1 (0:1)
TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Palm (78. Dresen), Jaber (83. Ötztürk), Gemein (85. Ahardane), Brötz, Merken, Enke, Nuhn, Sonntag, Kalin.

SG Mülheim-Kärlich: Hüneke, Lauer, Kuhn, Runkel, Aretz, Lazarevic, Renda, Wißfeld, Dohmen, Ternes (76. Aretz), Heyer.

Schiedsrichter: Ingo Kreutz (Lutzerath).

Zuschauer: 45.

Tore: 0:1 Heyer (19.), 1:1 Koll (55.).

Quelle: Rhein-Zeitung

Sieben starke Minuten!

TuS Oberwinter trifft viermal nach der Pause

Fußball-Rheinlandligist TuS Oberwinter hat auch sein zweites Vorbereitungsspiel in der Winterpause gewonnen. Die Mannschaft setzte sich zu Hause mit 4:0 (0:0) gegen den A-Ligisten SG Westum/Löhndorf durch.

Allerdings fielen alle vier Treffer erst nach der Pause. Paul Gemein brach den Bann in der 51. Minute mit dem 1:0. Es folgten sieben turbulente Minuten. Tim Palm ließ wenig später einen Doppelschlag folgen (63., 66.), drei weitere Minuten später setzte Dane Irmgartz mit dem 4:0 den Schlusspunkt (69.). Vier Tage zuvor hatte der TuS sein erstes Testspiel mit 2:0 zu Hause gegen den A-Ligisten SV Oberzissen gewonnen. Die Tore erzielten Jonas Jaber (33.) und Gemein (60.). Im dritten Test trifft der TuS Oberwinter nun am Mittwoch (19.30 Uhr) ebenfalls auf eigenem Platz auf den Bezirksligisten SG Mülheim-Kärlich II.

Winterneuzugang

Deniz Öztürk verstärkt die Mannschaft des TuS Oberwinter!

Die Verantwortlichen des TuS Oberwinter freuen sich, mit Deniz einen erfahrenen und technisch versierten Spieler als Neuzugang begrüßen zu können. Der 30-jährige, der hauptsächlich auf der rechten offensiven Seite beheimatet ist, spielte zuletzt für die SpVgg Burgbrohl in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Dort legte er im Winter 2016/2017 eine verletzungsbedingte Pause ein.

“Im Winter 2016 stellte sich ein Knorpeldefekt im linken Knie heraus, was mich anschließend zu einer Operation und einer längeren Spielpause mit Reha-Maßnahmen gezwungen hat. Der Eingriff war erfolgreich, sodass ich wieder schmerzfrei und körperlich fit bin.”, so Deniz, der nun in der Rheinlandliga sein Comeback gibt. Mit dem Erreichen des Klassenerhalts, der Integration in die neue Mannschaft sowie einer verletzungsfreien Zeit gibt er seine sportlichen und persönlichen Ziele für die kommende Rückrunde aus.

Nicht nur sein ehemaliger und neuer Mannschaftskollege Sebastian Sonntag, der Deniz als “einen überragenden Kicker mit einem einwandfreien Charakter” bezeichnet, freut sich über diesen Neuzugang. Der gesamte TuS Oberwinter heißt Dich herzlich willkommen und wünscht Dir viel Spaß und Erfolg im Kreise unserer Mannschaft!

Seine bisherigen Spielerstationen waren:

2002/2004 – Bonner SC / Jgd.
2004/2005 – Bonner SC / A-Jun.-Bundesliga
2005/2006 – Bayer 04 Leverkusen / A-Jun.-Bundesliga
2006/2010 – VFL Leverkusen / Mittelrheinliga
2010/2011 – Bad Breisig / Oberliga RPS
2011/2012 – SV Bergisch Gladbach 09 / Regionalliga West
2013/ Ende 2015 – Spvg. Wesseling-Urfeld / Landesliga und Mittelrheinliga
Anfang 2016/Ende 2016 – SpVgg. Burgbrohl / Oberliga RPS

Winterfahrplan

Testspiele des TuS Oberwinter in der Wintervorbereitung :

Samstag 20.01.18 TuS Oberwinter – FV Endenich 15 Uhr abgesagt!
Dienstag 23.01.18 TuS Oberwinter – SV Oberzissen 19.30 Uhr
2:0 (1:0) Tore Jonas Jaber und Paul Gemein.
Samstag 27.01.18 TuS Oberwinter – SG Westum 17 Uhr
Mittwoch 31.01.18 TuS Oberwinter – SG Mülheim-Kärlich II 19.30 Uhr
Samstag 03.02.18 TuS Oberwinter – VfL Rheinbach
Abgesagt !
Mittwoch 07.02.18 TuS Oberwinter – SG Gönnersdorf 19.30 Uhr
Mittwoch 14.02.18 TuS Oberwinter – FC Metternich 20 Uhr

Bei allen Spielen ist der Imbiss geöffnet

Vizekreismeister im Futsal

TuS Oberwinter bei Frauen-Kreismeisterschaft erneut von Andernach abgefangen – Jetzt heißt es abwarten

Im Vorjahr war es die zweite Mannschaft der SG 99 Andernach, die sich erstmals als Frauenfutsal-Meister auf dem Wanderpokal des Fußballkreises verewigte. Weil der Titelverteidiger wegen des (am Sonntag dann wegen des Schneefalls noch kurzfristig abgesagten) Rheinlandpokalspiels gegen den SC 13 Bad Neuenahr verzichten musste, sprang die Drittvertretung der SG 99 nicht nur ein – sie hat das Turnier sogar gewonnen, das in der Rheinhalle Remagen übers Parkett gegangen ist. Ärgster Konkurrent des Bezirksligisten war der ausrichtende TuS Oberwinter. Wie vor Jahresfrist erreichten die Schützlinge von Trainer Rolf Beck ein entscheidendes Duell – und erneut scheiterten sie an den „Bäckermädchen“.

Auf dem Weg in dieses entscheidende Duell im vorletzten Spiel des Turniers nach dem Motto „jeder gegen jeden“ hatte sich das von Klaus Bell gecoachte SG 99-Team keine Blöße gegeben. Vier Siege hatte man auf dem Konto und kein Gegentor kassiert, während die gastgebende Mannschaft beim 1:1 gegen TV Kruft II zwei Punkte liegen gelassen hatte. Das Beck-Team musste demnach gewinnen, Andernach konnte sich ein Remis leisten. Es wurde ein 0:0 – und damit musste Oberwinter erneut kurz vor der Ziellinie passen. Dennoch zeigte sich Beck zufrieden mit dem Abschneiden seiner Mannschaft. „Wir sind zum zweiten Mal Vizemeister geworden – und das trotz unserer Personalnöte. Jetzt hoffe ich nur, dass wir wieder an der Rheinlandmeisterschaft teilnehmen dürfen.“ Das konnte Frauen- und Mädchenreferentin Elli Brungs noch nicht versprechen. „Das Teilnehmerfeld für die Titelkämpfe am 18. Februar in Neuwied wird erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt und hängt auch davon ab, wie groß die Beteiligung in den anderen Kreisen ist.“

„Ich hatte fest mit dem ersten Platz gerechnet“, gab Klaus Bell augenzwinkernd zu Protokoll. Er hatte eigentlich größere Gegenwehr vonseiten des anderen Bezirksligavertreters und zweimaligen Titelträgers SG Mendig erwartet, die im Endeffekt aber nur Fünfter wurde. Unzufrieden war auch Markus Klapper, Trainer der zweiten Mannschaft des TV Kruft. „Gleich zu Beginn haben wir eine unnötige Niederlage gegen Andernach kassiert, und auch gegen Oberwinter wurden wir total überrascht und mussten am Schluss ein 1:1 hinnehmen.“ Damit war der Meisterschaftszug für den derzeitigen Tabellenführer der Kreisklasse natürlich abgefahren, er musste sich mit Platz drei begnügen. Für die Grafschafter SV und den VfB Polch ging es in dem Sechserfeld (FSG Spessart hatte tags zuvor wegen Spielerinnenmangels abgesagt) darum, den stärker eingeschätzten Kontrahenten nicht als Kanonenfutter zu dienen.

Polch hatte zudem darunter zu leiden, dass keine Auswechselspielerin zur Verfügung stand. Mit dem letzten Aufgebot war nicht mehr als der letzte Rang drin. Achtbar zogen sich die Kickerinnen aus der Grafschaft aus der Affäre. Immerhin ließ das Team von Trainer Dieter Schäfer mit Mendig eine im Vorfeld hoch gehandelte Mannschaft hinter sich und wurde Vierter. Hans-Josef Schneider

Quelle:Rhein-Zeitung

Windhagen mit Papst in der Tasche!

SV Windhagen hat beim 1:1 im Kellerduell gegen den TuS Oberwinter jede Menge Dusel

In der Fußball-Rheinlandliga hat der Tabellenletzte SV Windhagen das Nachholspiel zweier stark abstiegsgefährdeter Kellerkinder gegen den Drittletzten TuS Oberwinter am Mittwochabend nicht gewinnen können.

Vor 80 Zuschauern hatte das Team des neuen Windhagener Trainers Lothar Paulsen gegen den Aufsteiger jede Menge Glück, den Platz nicht als Verlierer verlassen zu müssen. Das 1:1 (0:0) nützt den Gästen weit mehr als den Windhagenern, die sich aber wenigstens schon mal auf den vorletzten Tabellenplatz verbesserten.

Die Westerwälder starteten, als wollten sie in wenigen Minuten alles das nachholen, was sie zuvor in den meisten ihrer zuvor 18 Ligaspiele in dieser Saison verpasst hatten: Mit unbedingtem Siegeswillen Torchancen herausspielen, um zu drei Punkten zu kommen. Hauptakteur in dieser Zeit war Matthias Metzen, der auf der rechten Angriffsseite die Oberwinterer Abwehr mehrfach alt aussehen ließ. In der achten Minute passte Metzen nach seiner ersten guten Aktion scharf nach innen. Oberwinters Muhammed Dogan fälschte den Ball ins eigene Tor ab. Doch die junge Schiedsrichterin Christina Hehn gab den Treffer nicht, sie hatte zuvor Roman Borschel bei Metzens Pass im Abseits gesehen und abgepfiffen.

Vier Minuten später verpassten gleich zwei Mitspieler die nächste starke Vorarbeit des SVW-Torjägers Metzen. Und in der 15. Minute spielte Metzen Pawel Klos mustergültig frei, doch der Ex-Roßbacher Oberligaspieler verzog den Ball am linken Pfosten vorbei.

Danach war der Anfangsschwung der Heimmannschaft jedoch weg, das Niveau des Spiels wurde schwächer. Oberwinter hatte in der 28. Minute durch Björn Thünker eine Halbchance, doch Windhagens Torwart Julian Schmitz lenkte Thünkers Schlenzer zur Ecke ab. In den letzten zehn Minuten vor der Pause banden die Gäste vom Rhein Windhagen in der eigenen Hälfte, Chancen sprangen dabei aber nicht heraus.

Nach dem Wechsel waren die TuS-Spieler aktiver und spielfreudiger, Windhagen lauerte hingegen überwiegend auf Kontersituationen. Das sollte sich rächen. In der 68. Minute flog ein lang geschlagener Ball in den Strafraum der Heimmannschaft. Der gerade eingewechselte Tim Palm knallte die Kugel bei seiner ersten Aktion an die Unterkante der Latte. Thomas Enke hatte aufgepasst und köpfte den Abpraller aus einem Meter Torentfernung zum 0:1 ein.

Enke hätte in der 73. Minute fast schon alles machen können, ja müssen, als er per Kopfball die Chance zum 0:2 vergab. Julian Schmitz hielt Windhagen mit einer glänzenden Parade im Spiel. Und es kam noch besser: Als Metzen vier Minuten später auf der Gegenseite köpfte, fälschte der TuS-Spieler Mirco Koll den Ball zum 1:1-Ausgleich ins eigene Tor ab.

Enke musste Oberwinter danach allein noch zu einem klaren Erfolg schießen. Zwei Mal reagierte Schmitz gegen den TuS-Angreifer prächtig, in der 90. Minute klatschte ein Enke-Kopfball an die Latte und in der 91. Minute schob derselbe Spieler den Ball völlig frei aus drei Metern neben das Tor.

Paulsen war nach dem Spiel ehrlich in seiner Analyse: „Wir hatten heute den Papst in der Tasche. Für ein Abstiegsduell war das viel zu wenig, was wir gezeigt haben.“ Sein Kollege Thomas Lopez ärgerte sich: „Wir haben zwei Punkte verschenkt. Nach der 25. Minute haben wir das Spiel dominiert, waren klar besser und hatten eine Vielzahl an klaren Torchancen.“

Ludwig Velten/Christoph Hansen

SV Windhagen – TuS Oberwinter 1:1 (0:0)
SV Windhagen: Schmitz – Heßler, Krist, Alexander Alt, Brandt – Pehlivan, Siljkovic, Klos (67. Grau), Zent – Metzen, Borschel.

TuS Oberwinter: Kauert – Irmgartz, Merken, Koll, Dogan – Groß (88. Münch), Sonntag, Gemein, Schweigert – Thünker (68. Palm), Enke.

Schiedsrichterin: Christina Hehn (Vallendar).

Zuschauer: 80.

Quelle: Rhein – Zeitung

Die Punkte müssen nach Oberwinter !

TuS Oberwinter: Einfaches Rezept für schweres Duell

Kurz vor der Winterpause bereitet der Blick auf die Tabelle beim Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter wenig Freude. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den rettenden 15. Platz bereits, wobei der SV Morbach, der diesen Rang innehat, noch zwei Nachholspiele hat.

Eins hat auch noch der TuS als Tabellen-16. – und zwar ein ganz wichtiges. Am Mittwoch (20 Uhr) geht es zum Tabellenletzten SV Windhagen. Dort soll nach fünf Niederlagen in Folge wieder ein Sieg herausspringen. So sagt Trainer Tomas Lopez: „Wir müssen gewinnen. Wir brauchen dringend die drei Punkte. Und das ist auch mit einem ganz einfachen Rezept möglich: Wir müssen nur unsere vielen Chancen nutzen, wir könnten ja in jedem Spiel mindestens zwei Tore machen.“

Das Problem ist nur: Seine Spieler erzielen keine Tore mehr. So wie jetzt beim jüngsten 0:3 bei der SG Ellscheid lief es in den vergangenen Wochen zu häufig: Chancen ja, Tore nein. Ganze zwei sind in den fünf zurückliegenden Spielen gelungen – zu wenig, um in der Liga zu bleiben. Auch personell sieht es weiterhin nicht gut aus, zumal nach seiner Verletzung in Strohn auch noch Mario Brötz ausfällt.

Schlusslicht Windhagen hat am Wochenende mit dem 2:2 zu Hause gegen den FSV Trier-Tarforst nach drei 0:3-Niederlagen in Folge zumindest wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben. Der neue Trainer Lothar Paulsen, in der vergangenen Woche für den glücklosen Labinat Prenku gekommen, hatte sogar einen Sieg vor Augen, doch verspielte seine Mannschaft zweimal noch einen Vorsprung.

Quelle: Rhein-Zeitung

Oberwinter: Kalte Dusche bei eisiger Kälte

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hat der Tabellenfünfte SG Ellscheid/Strohn/ Steiningen/Udler/Gillenfeld auf dem Kunstrasen in Strohn den Drittletzten TuS Oberwinter zum Aufsteigerduell in der Fußball-Rheinlandliga empfangen. Und ähnlich frostig war die Stimmungslage am Ende auch bei den Gästen, die beim 0:3 (0:1) nicht die erhoffte Wende schafften.

Die Heimelf brachte dem Gast vom Rhein damit die vierte Niederlage in Folge bei und sorgte dafür, dass die Abstiegsängste nicht geringer wurden. TuS-Trainer Tomas Lopez zeigte sich nach der Partie geknickt und sagte: „Das ist richtig dumm gelaufen. Da bekommst du gleich nach Beginn durch einen eigentlich ganz harmlosen Ball das Tor zum 0:1, und selbst machst du die besten Dinger nicht rein. So kannst du nicht gewinnen.“

70 Sekunden waren erst gespielt, da lag seine Elf schon mit 0:1 zurück (2.). Es war eher ein gemütlicher Klickerball, den David Grommes zentral aus gut 20 Metern in Richtung Gästetor abgesetzt hatte, der aber zu Verwunderung aller irgendwie an Torwart Benjamin Kauer vorbei ins Tor holperte. Der Torwart sah dabei nicht gut aus – eine kalte Dusche bei eisigen Temperaturen.

Ein Beginn, den sich Oberwinter ganz anders vorgestellt hatte. Danach entwickelte sich eine Partie auf eher mäßigem Niveau. Der Gast hatte zwar viel Ballbesitz, leistete sich aber einfach zu viele Fehler, ungenaue Zuspiele und unnötige Ballverluste, die den Offensivdrang immer wieder verkümmern ließen. Aber auch der Gastgeber wirkte vor der Pause nicht immer hellwach. In der 20. Minute zeigte der TuS den ersten sehenswerten Angriff, Mirco Koll agierte aber zu zögerlich im Abschluss. Sechs Minuten später kam er dann zu einer hochkarätigen Möglichkeit, als er völlig frei stehend nur wenige Meter vor dem Tor den Ball erhielt und ihn mit einem Rückzieher über den Kasten fabrizierte. Er hätte auch alle Zeit für einen besseren Abschluss gehabt. Großchance leichtfertig vertan (26.).

Es folgte die stärkste Oberwinterer Phase, letztendlich fehlte aber der wirkliche Drang zum Tor. Auf der anderen Seite schaffte es Ellscheid aber auch nicht, seine Angriffe sauber auszuspielen. Fast mit dem Pausenpfiff hatte der Gast erneut einen Hochkaräter. Diesmal stand Björn Thünker allein vor dem Ellscheider Tor und versuchte es mit einem Hackentrick, der aber gründlich misslang (45.). Nach Wiederanpfiff zogen die Ellscheider das Tempo an und brauchten lediglich zehn Minuten, um die Partie zu entscheiden. Markus Boss schnappte sich über links einen abgewehrten Ball, hielt einfach mal drauf – und es stand 2:0 (53.). Kurz darauf bediente der Torschütze seinen Mitspieler Sebastian Dax, dessen ersten Versuch Kauer noch glänzend pariert, gegen dessen Nachschuss er aber keine Chance mehr hatte (55.).

Danach war von Oberwinter kaum noch etwas zu sehen. So kam nie der Gedanke auf, dass sich noch etwas tun könnte. Dafür hatte Ellscheid noch die Chancen für ein besseres Ergebnis. Zuerst fehlte bei einem Lupfer von Markus Schmitz nicht viel (63.), dann traf Boos nur den Pfosten (67.), und ein Kopfball von Julien Augarde ging nur knapp über das Tor (74.).

SG-Trainer Niklas Wagner war zufrieden: „Das Ergebnis geht in Ordnung. Auch wenn wir in der ersten Hälfte den Faden etwas verloren hatten, lief es nach der Pause wieder gut. Ich bin vor allem über die Null hinten froh.“

Der TuS Oberwinter hat nun gleich am Mittwoch die Gelegenheit, den Abstand zum rettenden Ufer zu verkürzen. Auf dem Programm steht für den Drittletzten ab 20 Uhr das Nachholspiel beim Schlusslicht SV Windhagen. Alfons Benz

SG Ellscheid – TuS Oberwinter 3:0 (1:0)
SG Ellscheid: Neisius, Gräfen, Augarde, P. Schmitz, Kaufmann (80. Marinus), Michels, Schon, Grommes (85. Land), M. Schmitz, Dax (85. Ring), Boos.

TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Gemein, Brötz (36. Enke), Münch, Schweigert, Irmgartz, Merken, Nuhn (58. Palm), Sonntag, Thünker.

Schiedsrichter: Thomas Haus (Wilsecker).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Grommes (2.), 2:0 Boos (53.), 3:0 Dax (55.).

Quelle:Rhein-Zeitung