Arbeiten am neuen Kunstrasen haben begonnen!

Punkt von der Mosel mitgenommen!

Wieder kein Sieg, wieder kein Dreier und das Warten auf den erlösenden Befreiungsschlag geht weiter. Zumindest das Wetter spielte mit. Ein goldener Herbsttag mit reichlich Sonne und Wärme – lockte knapp 100 Zuschauer zum viertletzten Heimspiel des Jahres. Stark auch die ersten Minuten in den heimischen Farben. Tarforst begann druckvoll und mit vollem Elan – fand aber zunächst kein Durchkommen an einer eng stehenden rheinischen Abwehr. Oberwinter bis dato chancenlos – bekleckerte sich aber auch spielerisch keineswegs mit Ruhm. Es spielte nur der FSV und das ziemlich rasant. Gute Akzente – am Ende jedoch ohne Erfolg, fehlte im Abschluss wieder einmal Fortuna. Nach zehn Minuten dann der erste Schock für den Platzhirsch – als Oberwinter mit dem ersten Angriff und dem ersten Torschuss – überraschend die 0:1-Führung aus dem Hut zauberte. Jonas Jaber reihte sich in die noch jungfräuliche Torschützenliste ein – großer Jubel bei den Gästen, Schockstarre dagegen bei den Hausherren. Das überraschende Führungstor erwies sich als Knackpunkt. Die Folgeminuten zum schnellen Vergessen – lief Tarforst heiter bis wolkig, dem ärgerlichen Rückstand hinterher. Spielerisch klappte es wenig bis kaum. Viele Ballverluste aus der Tarforster Prägung – wurde die große Verunsicherung wieder einmal aufs Neue geweckt. Oberwinter nun deutlich im Aufwind. Verpassten die Gäste sogar nun mehrmals das 0:2 – Dusel und Glück beim FSV, der sich nur schwer vom Gegentreffer erholte. Kurz vor der Pause dann ein weiterer Rückschlag – als der Unparteiische dem rheinischen TuS einen Foulelfmeter zusprach. Paul Gemein trat den Strafstoß an und verwandelte ihn schließlich mühelos zum 0:2 (40.).

Nach Wiederanpfiff hoffte man nun auf die Wende. Tarforst wieder in der Spur und rasant zugleich – gelang Jason Thayaparan nach einer Stunde demzufolge auch der 1:2-Anschlusstreffer (60.). Eine Minute später fiel sogar fast der Ausgleich – als Nicola Rigoni via Kopfball nur um Haaresbreite scheiterte. Im Endspurt ließen die Trierer Höhenkicker dann doch noch einmal Hoffnung und Spannung aufkeimen – als Jan Weber einen Foulelfmeter im Nachschuss zum 2:2 verwandelte (75.). Die Schlussminuten gehörten dem FSV. Alles nach vorne und geballte Offensiv-Power, hoffte man nun irgendwie den Siegtreffer noch zu landen. Drei Minuten extra ließ Schiedsrichter Philipp Michels nachspielen – ehe er die Punktteilung schließlich besiegelte. Ein Unentschieden mit gemischten Gefühlen. Für die eigenen Vorsätze zu wenig, mit Blick auf den gesamten Spielverlauf aber gerecht.

„Spielerisch kann und werde ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben heute wieder einmal eine tolle Leistung geboten bekommen, mit der wir uns letztendlich aber nicht mit einem Sieg belohnen konnten. Natürlich sind wir mit dem Ziel zu gewinnen in dieses Spiel gegangen. Betrachten wir nur die Erwartungshaltung vor dem Spiel, ist das Remis wirklich für uns zu wenig. Legen wir aber den kompletten Spielverlauf in den Fokus, können wir mit dem Unentschieden unterm Strich sehr zufrieden ein. Immerhin konnten wir einen 0:2-Rückstand zum 2:2 egalisieren. Zudem haben wir die zweite Hälfte glasklar dominiert. Eine Leistung auf die wir aufbauen müssen – um uns dann auch endlich mit einem Sieg zu belohnen“, resümierte Chef-Trainer Christian Esch.

Quelle: www.fsv-trier-tarforst.de geschrieben von André Mergener

TuS will an der Mosel etwas holen !

Qual der Wahl für Lopez: Der Oberwinterer Trainer kann beim TuS für Novum in dieser Saison sorgen

„Siege tun immer gut, egal wann“, antwortet Tomas Lopez lapidar auf die Frage, ob das jüngste 3:0 des TuS Oberwinter in der Fußball-Rheinlandliga beim SV Mehring genau zur rechten Zeit gekommen sei. Freilich wird sich der TuS-Trainer nicht ausmalen wollen, wie es nach einer weiteren Niederlage, der dann fünften in Folge, für den Aufsteiger ausgesehen hätte.

Muss er ja auch nicht, und so herrscht erst einmal die Freude vor: über den vierten Saisonsieg, das zweite Spiel in dieser Saison ohne Gegentor. „Und auch über die Art und Weise, wie der Sieg entstanden ist“, betont Lopez.

Die lässt den Trainer nun eben hoffen, dass auch im nächsten Auswärtsspiel am Samstag (17.30 Uhr) beim FSV Trier-Tarforst etwas zu holen ist. Schließlich gibt es gute Gründe dafür, dass der TuS in Mehring ganz anders aufgetreten ist als davor beim deprimierenden 0:4 bei der SG Mendig/Bell.

Gegenüber diesem Spiel hat Lopez seine Mannschaft gleich auf neun Positionen umgestellt. Nur Torwart Benjamin Kauert und Sebastian Sonntag hatten ihren Posten behalten. Ansonsten wurde einmal groß durchgemischt.

Und zwar, weil es durch die vier Rückkehrer Mirco Koll, Fabian Groß, Paul Gemein und Fabian Münch wieder möglich war. „So konnten alle wieder ihre gewohnte Position einnehmen. Davor musste ich sehr viel improvisieren und Löcher stopfen“, berichtet Lopez.

Die Not hatte zwischenzeitlich ein so großes Ausmaß angenommen, dass Lopez in Mendig sogar selbst auf der Bank saß, zusammen mit dem 49-jährigen Torwarttrainer Arno Mehren. „Es hat sich gezeigt, dass in bestimmten Bereichen Spieler mit einer gewissen Qualität gefehlt haben, die sich auch auf die Mitspieler überträgt.“

Diese vermisste Qualität kam in Mehring nun wieder zum Vorschein. Am augenscheinlichsten in Person der Torschützen Koll, Groß und Gemein sind– allesamt Rückkehrer ins Team. Aber eben auch der gesamte Auftritt der Mannschaft war deutlich verbessert, speziell in der Defensive. „Die ist die Basis bei uns. Nach vorn sind wir immer gefährlich, aber es ist wichtig, dass wir hinten auch gut stehen“, macht Lopez deutlich.

Und weil am Samstag mit Jonas Jaber, Yannick Schweigert und Björn Thünker sowie Tim Palm und Furkan Kalin fünf weitere Akteure wieder zur Verfügung stehen, die zuletzt gefehlt haben, kann Lopez dann aus einem Kader von 16 Feldspielern auswählen. Wobei es gut möglich ist, dass er der Elf das Vertrauen schenkt, die in Mehring auf dem Platz stand. Es wäre das erste Mal in dieser Saison, dass Oberwinter zweimal in Folge mit der gleichen Aufstellung aufläuft. Lopez jedenfalls hat die Qual der Wahl. Was ihn in keiner Weise stört. „Die habe ich gern“, betont er.

Die hätte sein Trierer Kollege Christian Esch bestimmt auch gern. Nur lassen die Umstände in Trier das nicht zu. Stattdessen quälen den Trainer ganz andere Probleme. Zum einen personeller Art: Zuletzt fehlten mit Yannik Thömmes, Sven Haubrich, Christopher Meyer, Michael Hassani und Sebastian Stüber schon fünf Spieler, dann verletzten sich beim 1:3 beim TuS Mayen mit Lukas Herkenroth und André Thielen noch zwei weitere.

Ob’s alleine an den Verletzten lag? Jedenfalls hinken die Trierer den eigenen Erwartungen deutlich hinterher. Mit zuletzt vier Niederlagen und einem Unentschieden in Folge rutschte der FSV in der Tabelle von Rang drei auf acht ab.

„Die momentane Situation ist natürlich nicht zufriedenstellend“, sagt so auch der Trierer Kapitän Bernhard Heitkötter auf der Homepage des Vereins: „Es ist viel schwieriger und belastender, der eigenen Erwartungshaltung als irgendwelchen Gegnern hinterherzurennen. Trotzdem ist es auch falsch, jetzt eine Art Untergangsstimmung aufkommen zu lassen. Uns allen ist klar, dass wir gegen Oberwinter was Zählbares rausschlagen müssen.“

Quelle:Rhein-Zeitung

Oberwinter meldet sich zurück und vermeidet Sturz auf Abstiegsplatz

Dieser Sieg kam zur rechten Zeit für den Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter. Der Aufsteiger meldet sich mit einem überzeugenden 3:0 (3:0)-Auswärtssieg beim SV Mehring eindrucksvoll zurück und beendet damit eine Ergebniskrise, die das Team gefährlich nahe an die Abstiegszone gespült hatte.

Große Hoffnungen hatte sich Trainer Tomas Lopez vor dem zweiten Spiel auf fremdem Boden innerhalb von wenigen Tagen nicht gemacht. Das 0:4 beim Lokalrivalen SG Eintracht Mendig/Bell lag ihm noch schwer im Magen. Und das nicht nur, weil man personell auf dem Zahnfleisch ging, sondern auch wegen der Art und Weise, wie man an der Brauerstraße aufgetreten war.

Das alles sollte sich quasi über Nacht ändern. Denn auf der Mehringer Lay präsentierten sich seine Mannschaft als funktionierende Einheit, in der jeder für jeden kämpfte und ein riesiges Laufpensum hinlegte. „Das war eine tolle Mannschaftsleistung“, schwärmte Fußball-Abteilungsleiter Helmut Born wenige Minuten nach dem Abpfiff. „Wir haben während der 90 Minuten nur drei Torschüsse der Platzherren zugelassen. Und selbst in der zweiten Hälfte, in der sie kommen mussten, haben sie sich keine nennenswerte Torchance herausgespielt.“

Lopez stieß ins gleiche Horn: „Wir haben heute gut gearbeitet – gegen und mit dem Ball. Zudem hat die Defensive gut gestanden. Endlich konnten wir selbst mal früh in Führung gehen. Das sorgte für jenes Selbstbewusstsein, das uns zuletzt gefehlt hat.“ Gefehlt hatten in Mendig auch jene Spieler, die maßgeblich in Mehring am Erfolgserlebnis beteiligt waren: Fabian Groß, der wegen Urlaub fehlte, und Paul Gemein, der krankheitsbedingt an der Brauerstraße schmerzlich vermisst wurde, sorgten mit ihren Treffern zum 1:0 (20.) und 3:0 (43.) mit dafür, dass die Partie schon zur Pause vorentschieden war. Auch Mirco Koll, der wieder im Aufgebot stand, steuerte seinen Anteil bei und erzielte das zwischenzeitliche 2:0 (25.).

Die Bilanz hätte noch deutlich besser ausfallen können, wenn die Chancen im zweiten Durchgang genutzt worden wären. Vor allem die Top-Gelegenheit nach einer Stunde, als Mehrings Nico Kieren die Notbremse gezogen und dafür die Rote Karte gesehen hatte. Den fälligen Foulelfmeter jagte der ansonsten so sichere Strafstoßschütze Gemein in die Wolken. Das aber konnten die Grün-Weißen angesichts ihrer Dominanz gut verkraften. Die auf neun Positionen neu formierte TuS-Elf brachte das 3:0 ungefährdet über die Distanz.

Wie wichtig dieser Sieg war, zeigt der Blick auf die Tabelle. Bei einer erneuten Niederlage wäre Oberwinter auf den 16. und damit auf einen Abstiegsrang abgerutscht. So aber haben die Rheinstädter wieder Anschluss gefunden ans Mittelfeld. hjs

TuS Oberwinter: Kauert, Münch, Koll, Brötz (88. Saess), Irmgartz, Merken, F. Gilles, Nuhn, Sonntag, Gemein, Groß.

Quelle:Rhein-Zeitung

Personalnot immer Größer !

Mendig/Bell vergrößert Oberwinterer Sorgen

Mit dem ungefährdeten 4:0 (2:0)-Heimsieg gegen TuS Oberwinter hat sich Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell vom neunten auf den sechsten Tabellenplatz verbessert. Für den Rivalen aus dem Rhein/Ahr-Kreis geht indes die Talfahrt weiter, inzwischen ist die Elf von Trainer Tomas Lopez vom ehedem fünften auf den 14. Rang abgerutscht und geht nach einem durchaus zufriedenstellenden Saisonstart schweren Zeiten entgegen.

Beide Teams setzten vor 190 Zuschauern im Junkers-Proff-Stadion ihre Serien fort. Während die Hausherren schon seit fünf Spieltagen ungeschlagen sind und sich in Richtung obere Tabellenhälfte bewegen, hat der Liganeuling nun seit sechs Spielen keinen Sieg mehr eingefahren und in dieser langen Zeit nur ein Remis erzielt. Und es hat den Anschein, als ob das Ende der Abwärtsspirale noch nicht erreicht sei. „Zuletzt fehlten mir neun Aktive aus unserem Kader, heute gar zehn, sodass wir mit dem letzten Aufgebot nach Mendig gefahren sind und ein 49-Jähriger neben einem 45-Jährigen von den Alten Herren auf der Bank saß“, beschrieb Lopez die derzeitige Personalnot in Oberwinter.

Am Sonntag in Mehring
Und mit dem Blick auf die nächste schwere Aufgabe beim Tabellenachten SV Mehring (Sonntag, 15 Uhr) meinte er: „Mal sehen, wer uns an der Mosel zur Verfügung steht. Da müssen wir jetzt durch. Es kommen sicherlich bessere Zeiten, wenn wir personell wieder aus dem Vollen schöpfen können. Die Saison ist ja noch lang.“

Häme vonseiten der Platzherren gab es trotz des hohen Sieges keineswegs. Im Gegenteil: Sowohl Trainer Cornel Hirt als auch Stadionsprecher Hermann Krings konnten gut nachvollziehen, wie es um die Seelenlage des Lokalrivalen bestellt sein muss. Sie haben in unterschiedlichen Funktionen ähnliche Zeiten erlebt. Hirt muss derzeit ebenfalls auf wichtige Leistungsträger verzichten und weiß, wie es ist, wenn man ständig experimentieren und in neuen Formationen auflaufen muss. Seiner Mannschaft attestierte der gebürtige Maifelder eine solide Vorstellung: „Allerdings haben wir heute keine Fußballer, sondern Krieger auf dem Kunstrasen erlebt. Wir haben den Sieg erarbeitet, und das mit einfachen Mitteln.“

Kampfbetonte Begegnung
Damit meinte Hirt vor allem die Pässe in den Rücken der TuS-Hintermannschaft, die sich erneut sehr löchrig präsentierte. Damit kreierten die Gastgeber vor allem im zweiten Spielabschnitt etliche gute Chancen, die Torquote zu erhöhen.

Mit einer kampfbetonten Begegnung hatte Hirt im Vorfeld gerechnet. Er sollte recht behalten. Obwohl die sportliche Fairness stets gewahrt blieb und der gut leitende Schiedsrichter Athanasios Fasoulas nur dreimal Gelb zeigen musste, war die Partie gekennzeichnet von vielen Unterbrechungen, die aus überzogenem Einsatz resultierten.

Den Gästen passierte es häufig, dass sie zu weit weg waren von den Gegenspielern und dann zu spät kamen. Mit zunehmender Spieldauer verschärfte sich der Eindruck, dass die Oberwinterer in großen Teilen wie gelähmt wirkten – und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Das lässt sich besonders an der Entstehung der Gegentreffer ablesen.

Beim 1:0 (24.) war Marcel Berg auf der rechten Seite davongeeilt, seine scharfe Hereingabe drückte Milan Rawert nahezu ungehindert über die Torlinie. Beim 2:0 (28.) das Gleiche von der anderen Seite: Diesmal war Sebastian Mintgen der Ausgangspunkt und Damir Mrkalj der Vollstrecker. Dem schnellen Agieren der SG-Akteure hatte die TuS-Abwehr nur ungläubiges Staunen entgegenzusetzen. Beim 3:0 (57.) wechselte Mintgen vom Passgeber zum Torschützen. Eine Minute zuvor war er ungehindert auf den Torhüter zugelaufen, umkurvte ihn, um dann aus spitzem Winkel zu scheitern. Dann suchte er sich die weitaus schwierigere Variante aus und versenkte den Ball mit einem Distanzschuss im linken oberen Toreck. Völlig von der Rolle waren Torwart Benjamin Kauert und seine Vorderleute bei der Entstehung des Mendiger 4:0 (76.). Mirkalj nutzte das Missverständnis, lief alleine auf das leere Tor zu und vollendete zum Doppelpack. Mit jeweils fünf Treffern führen er und Mintgen derzeit die SG-Torschützenliste an.

Wie gefährlich die beiden für jede Hintermannschaft sein können, bewiesen sie kurz vor der Pause, als Mrkalj nach einem Mintgen-Zuckerpass nur den Außenpfosten traf. TuS-Coach Lopez wollte seiner Mannschaft trotz der erneuten deprimierenden Niederlage keinen Vorwurf machen: „Von Resignation habe ich nichts gemerkt. Wir haben es Mendig zu einfach gemacht, zu Toren zu kommen. Und selbst haben wir es nicht geschafft, mit einem vernünftigen Spielaufbau Ruhe reinzubringen.“

Die beste Zeit hatte sein Team in der ersten Viertelstunde. Die Partie wäre womöglich anders verlaufen, wenn Furkan Kalin in der siebten Minute mit seinem Heber über den Torwart erfolgreich gewesen wäre. Sebastian Sonntag verpasste am Ende das 1:4, als er mit einem Freistoß nur den Pfosten traf (85.), den anschließenden Nachschuss klärte SG-Kapitän Florian Schlich auf der Torlinie.

Pikante Aufgabe für Cornel Hirt
Und wie geht es für Mendig weiter? Am Sonntag (15 Uhr, in Altenkirchen) wartet eine pikante Aufgabe auf den Trainer. Bei der SG Neitersen war Cornel Hirt unter Vertrag, ehe er als Coach zu Saisonbeginn an die Brauerstraße wechselte. „Ich habe dort lange und gerne gearbeitet. Die neue Mannschaft hat Qualität, von der ich mich selbst schon dreimal überzeugen konnte. Dennoch kann es für uns nur heißen, drei Punkte mitzunehmen. Und vielleicht gelingt es uns sogar, wieder besseren und attraktiveren Fußball zu spielen.“

SG Eintracht Mendig/Bell: Nett, Wirths, Strahl, Berg, Schlich, Jenke (81. Celik), Akwapay, Bianco, Mintgen (72. Tiede), Mrkalj (79. Schmitz), Rawert.

TuS Oberwinter: Kauert, Dogan, Brötz, Irmgartz, Merken, Kalin, F. Gilles, Nuhn, Saess, Sonntag, Palm.

Schiedsrichter: Athanasios Fasoulas (Ahrbrück).

Zuschauer: 190.

Tore: 1:0 Rawert (24.), 2:0 Mrkalj (27.), 3:0 Mintgen (58.) 4:0 Mrkalj (77.).

Quelle. Rhein-Zeitung

Abwehrarbeit im Vordergrund !

Der TuS Oberwinter sucht nach seiner Stabilität

Der Abwärtstrend des TuS Oberwinter in der Fußball-Rheinlandliga hält unvermindert an. Der ambitioniert gestartete Aufsteiger um Trainer Tomas Lopez steht nach fünf sieglosen Spielen in Serie erheblich unter Zugzwang. Am Mittwoch (19.30 Uhr) im Junkers-Proff-Stadion im Spiel bei der SG Eintracht Mendig/Bell soll eine Trendwende eingeleitet und so weitere drohende Unruhe abgewendet werden.

„Wir sollten auf jeden Fall mal wieder ein besseres Ergebnis liefern“, sagt Lopez in Anspielung auf die zuletzt dürftigen Vorstellungen des Aufsteigers, die die Vorfreude auf die kommende Partie mindern und vielmehr die Sorge schüren, dass die bislang noch einigermaßen stabile Lage so richtig ins Wanken geraten könnte.

Schließlich ist der TuS der Abstiegszone nun schon bedenklich nahe gekommen. Und so fordert der TuS-Trainer eine Reaktion auf die mittlerweile drei Pleiten in Folge mit jeweils fünf Gegentoren gegen Linz (3:5), Koblenz II (2:5) und Andernach (1:5): „Wir müssen eine ganz andere Einstellung an den Tag legen, wenn wir in Mendig bestehen wollen. Da müssen wir mit den einfachen Mitteln des Fußballs agieren: laufen, kämpfen und aggressiv gegen den Ball arbeiten – und das möglichst kompakt über 90 Minuten.“ Dabei ist der Oberwinterer Trainer von der Spielstärke der Gastgeber überzeugt: „Die Eintracht besitzt viel Qualität. Mit John Rausch, Sebastian Mintgen und Damir Mrkalj hat die Mannschaft brandgefährliche Kräfte in ihren Reihen.“

Vor allem aber zeichne großes Selbstbewusstsein die Mendiger aus, die nunmehr seit vier Spieltagen ohne Niederlage sind. Das Empfehlungspapier der Eintracht liest sich dann auch beachtlich: ein 0:0 Anfang September bei der TuS Koblenz II, danach ein spektakulärer 3:2-Sieg zu Hause gegen die SG 99 Andernach, eine Woche später ein 1:1 beim FSV Trier-Tarforst und jüngst erst das 2:2-Remis in Mehring.

Obwohl das heutige Spiel bei Weitem nicht den Derbycharakter mit sich bringt wie die Duelle gegen Mayen oder Andernach, ist es doch ein besonderes Spiel für die Mendiger Eintracht. „Es geht dabei natürlich auch um Prestige, immerhin ist Oberwinter ein weiterer Rhein/Ahr-Vertreter in der Rheinlandliga. Zudem gibt es wohl kaum einen Verein, der mehr Jahre in der höchsten Verbandsklasse absolviert hat als die Elf von der Bandorfer Höhe“, freut sich auch Mendigs Trainer Hirt. Personell betrachtet, fallen laut Hirt beim Gegner zwei Spieler besonders ins Auge: „Oberwinter war eigentlich immer für eine kompakte Defensive bekannt, in diesem Jahr hat sich das ein wenig verändert. Daran haben vor allem die spielstarken Sebastian Sonntag und Paul Gemein ihren Anteil.“

Im jüngsten eigenen Spiel sprang für die Eintracht ein Unentschieden in Mehring heraus. In der Nachbetrachtung wäre sogar deutlich mehr möglich gewesen, wie auch Hirt meint: „Mit einer eingespielten Mannschaft hätten wir dort gewinnen können. Auch so waren wir ja dem Sieg ein Stückchen näher, mit dem Punkt können wir aber dennoch gut leben.“

Das Hauptproblem der Kombinierten aus Mendig und Bell ist geblieben: Die Liste der Ausfälle wird bei den Vulkanstädtern wird nicht kürzer. Heute Abend steht mit dem beruflich verhinderten Magomed Ibragimov ein weiterer Akteur nicht zur Verfügung.

Offen ist dagegen die Personalie Jeset Akwapay. In der vergangenen Woche stand der bisher gesetzte zentrale Mittelfeldspieler aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung. „Mit ein bisschen Glück steht er heute wieder im Kader, wir werden da aber kein Risiko eingehen“, sagt Hirt, der im Spiel gegen den TuS Oberwinter mit einer kampfbetonten Begegnung rechnet: „Nach den Niederlagen wird Oberwinter wahrscheinlich erst einmal auf eine geordnete Defensive bedacht sein. Wir wollen aber unsere Serie ohne Niederlage verteidigen, weshalb ich von keiner schönen, dafür aber spannenden Partie ausgehe

So stehen die Gastgeber auf Rang neun mit 17 Tore aus zehn Spielen – keine schlechte Bilanz. Oberwinter sollte also gewarnt sein. Da muss sich Lopez also wohl um seinen schwächelnden Abwehrverbund einige Sorgen machen. Denn die TuS-Defensive leistet sich immer wieder vermeidbare und darüber hinaus auch krasse Fehler, die die Konkurrenz zum Toreschießen einlädt.

„Besonders in der Abwehrarbeit müssen wir uns unbedingt deutlich steigern“, betont Lopez so auch mit Blick auf bislang 26 Gegentore. „Standards sollten wir gegen Mendig unbedingt vermeiden“, lautet sein Wunsch. Da passt es ihm natürlich nicht ins Konzept, dass der TuS Oberwinter weiterhin personell arg gebeutelt ist. Lopez rief in diesem Punkt sogar den „Notstand“ aus. Zumal auch zuletzt die Bank mit den angeschlagenen Muhammed Dogan, Tim Palm und Mario Brötz nur spärlich besetzt war.

Während der TuS-Trainer am Mittwoch immerhin mit den Rückkehrern Mirco Koll und Fabian Groß wieder planen kann, werden auf jeden Fall Thomas Enke und Yannick Schweigert (beide verletzt) passen müssen.

Quelle:Rhein-Zeitung

Tuchfühlung zum Tabellenkeller

SG 99 Andernach zerlegt TuS Oberwinter nach Belieben

Die Talfahrt des TuS Oberwinter in der Fußball-Rheinlandliga hält unvermindert an. Die Elf von Trainer Tomas Lopez kam im Bandorfer Tal erneut böse unter die Räder und unterlag der SG 99 Andernach vor 220 Zuschauern verdient mit 1:5 (0:3). Nach fünf sieglosen Spielen in Serie und insgesamt 26 Gegentreffern hat Oberwinter damit mittlerweile Tuchfühlung zum Tabellenkeller aufgenommen.

„Wir haben es Andernach viel zu einfach gemacht, zu Torabschlüssen zu kommen und gegen uns zu gewinnen. Unterm Strich muss man einfach sagen: Momentan stimmt es vom Kopf und von der gezeigten Leidenschaft her nicht bei uns“, kritisierte Lopez.

Die Qualität der Oberwinterer Mannschaft genügte dabei in der Tat kaum Rheinlandliga-Ansprüchen. Die Tore in der einseitigen Partie erzielten Kevin Kowalski (2.), Hakan Külahcioglu (4.), Jan Hawel (32.) und Kim Kossmann im Doppelpack (62., 71.) für Andernach. Ergebniskosmetik betrieb Sebastian Sonntag (85.) mit dem 1:5.

Andernach stellte von Beginn an die aktivere und spieltechnisch bessere Mannschaft. Nur die ersten 120 Sekunden hielt Oberwinter mit. Dann brachen bereits nach dem ersten ernsthaften Angriff der Andernacher alle Dämme. Im Sauseschritt behauptete sich Hakan Külahcioglu antrittsschnell auf der rechten Seite gegen Yanik Saess und zeigte Übersicht. Mit Leichtigkeit behauptete sich Kowalski im Oberwinterer Strafraum und traf zum 1:0 für die Gäste (2.). „Das war eine ganz souveräne Leistung von uns. Wir waren nicht nur spielerisch überlegen, sondern auch sehr effektiv in der Chancenverwertung, die Tore waren allesamt bestens herausgespielt“, freute sich der Andernacher Trainer Franz-Josef Kowalski über den fünften Saisonsieg seines Teams. Nach einem Pass von Kowalski in die Strafraummitte legte Külahcioglu gleich das 2:0 nach (4.). Die Gastgeber reagierten geschockt. Oberwinter hatte im Spielaufbau mit haarsträubenden Fehlern Probleme und konnte mit dem Tempo der Gäste nur selten mithalten.

Der Andernacher Schlussmann Steffen Weber genoss einen überaus ruhigen Nachmittag. Nur zeitweise hielten die Gastgeber ein wenig dagegen. Nach der ersten gelungenen Kombination über Sonntag und Paul Gemein ließ Fabian Gilles, der ansonsten eher blass agierte, die einzige echte Möglichkeit für den TuS vor der Pause ungenutzt verstreichen (24.).

Besonders anfällig zeigte sich Oberwinter immer dann, wenn die SG 99 schnell über die Außenbahnen ihre Angriffe initiierte. Doch Külahcioglu (16., 27.) und Kossmann (17.) rannten sich immer wieder fest oder ließen beste Gelegenheiten aus kurzer Distanz liegen. Nach einem Eckstoß von Kossmann sorgte Hawel per Kopf mit dem 3:0 für die frühzeitige Vorentscheidung (32.).

Auch nach der Pause taten sich die Andernacher gegen den weiterhin unsicher agierenden Aufsteiger nicht sonderlich schwer. Angefangen vom agilen SG-Spielführer Kossmann und Sturmführer Hawel schafften sie es, mit gelungenen Spielzügen schnelle Angriffe über die Außenbahnen anzukurbeln. Phasenweise kamen die Hausherren kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Mit einem beherzten Schuss traf Kossmann (60.) nur den Außenpfosten. Entlastung in der Offensive gab es für Oberwinter keine.

Nach einem schönen Querpass von Külahcioglu war erneut Kossmann frei zur Stelle und hämmerte den Ball unhaltbar zum 4:0 für Andernach in die Maschen (62.). Und Andernach blieb dran. Zunächst scheiterte Hawel erneut an Kauert (69.), bevor Kossmann auf 5:0 für Andernach erhöhte (71.).

Im Gefühl des sicheren Sieges schalteten Gäste sodann einen Gang zurück. So gelang Sonntag mit seinem Gewaltschuss aus gut 25 Metern zumindest noch das Oberwinterer 1:5 (85.).

Zeit zum Durchatmen hat die SG 99 keine. Nach dem überzeugenden Auftritt müssen die Bäckerjungen bereits am Dienstag (14.30 Uhr) daheim gegen die SG Neitersen ran. „Wir wollen gegen Neitersen die in Oberwinter gezeigte Leistung bestätigen. Wichtig für uns wird es sein, dass wir auch im kommenden Heimspiel die richtige Balance finden“, sagte Kowalski. Derweil ist Oberwinter am Mittwoch (19.30 Uhr) bei der SG Mendig/Bell gefordert.

TuS Oberwinter – SG 99 Andernach 1:5 (0:3)
TuS Oberwinter: Kauert, Jaber, Gemein, Münch, Irmgartz, Merken, Gilles, Nuhn, Saess (46. Palm), Sonntag, Kalin.

SG Andernach: Weber, Hilt (58. Urbatzka), Külahcioglu, Neunheuser, Hawel, Kossmann 75. Müller), Nix, Heider, Egorov, Begen, Kowalski (73. Zeneli).

Schiedsrichter: Hamid Rostamzada (Mayen).

Zuschauer: 220.

Tore: 0:1 Kowalski (2.), 0:2 Külahcioglu (4.), 0:3 Hawel (32.), 0:4 Kossmann (62.), 0:5 Kossmann (71.), 1:5 Sonntag (85.).

Quelle:Rhein-Zeitung

2.Runde Rheinlandpokal

In der zweiten Runde des Rheinlandpokals treffen die TuS Frauen auf die zweite Mannschaft des
SC 13 Bad Neuenahr.
Spielbeginn Sonntag 17:15 in Bandorf.

Nachdem die Mannschaft nur schleppend in die Saison gestartet ist, und das Saisonziel Aufstieg in die Bezirksliga schon fast aus den Augen verloren hat, kommt es nun zum Aufeinandertreffen mit dem derzeit 7. aus der Rheinlandliga.


Mittelfeldmotor Annalena Schmierer hat den Ball im Blick

Personell pfeift man derzeit aus dem letzten Loch. Waren schon die langfristigen Auslandsaufenthalte von wichtigen Spielerinnen, wie unter anderem Kapitänin Eva Küpper ein Grund für die mäßigen Leistungen in der Meisterschaft, kommt jetzt noch Verletzungspech und die beginnenden Herbstferien dazu.
Trotzdem möchten die Frauen, gegen die mehrere Klassen höher spielenden Neuenahrer mit ihrem neuen Trainer Volker Haas, das Spiel so lange wie möglich offen halten. Die seit Wochen angeschlagene Stamm Torhüterin Klaudia Szpilmann wird hoffentlich zur Verfügung stehen und mit den verbliebenen Spielerinnen für einen gelungen Abschluss auf dem kommende Woche abgerissenen alten Kunstrasen sorgen.

Ade Alter Kunstrasen

Fußballfest am 1. Oktober

Am Sonntag, 1. Oktober, finden die letzten beiden Fußballspiele auf dem Bandorfer Platz statt.
Dann rollen die Bagger, um den neuen Kunstrasen bis Ende Oktober fertigzustellen. Um diesen Tag würdig zu begehen, hat der TuS ein abwechslungsreiches Programm für den gesamten Sonntagnachmittag zusammengestellt.

Um 14.30 Uhr startet die Herrenmannschaft mit ihrem Heimspiel gegen SG 99 Andernach. In der Halbzeitpause werden die Bambinis des TuS vor großer Zuschauerkulisse zu einem Fußballspiel antreten. Nach Abpfiff des Herrenspiels gegen 16.15 Uhr wird Christina Horacek mit einem Soloauftritt Songs von Helene Fischer covern.
Der Vorsitzende wird die Gelegenheit nutzen und Ehrungen von verdienten Vereinsmitgliedern vornehmen. Den Abschluss des Nachmittags wird um 17.15 Uhr die Fauenmannschaft des TuS bestreiten. Der SC 13 Bad Neuenahr II kommt zum Pokalspiel in der 2. Runde des Rheinlandpokals.
Während des gesamten Nachmittags hat der Kiosk des TuS geöffnet. Zusätzlich werden an diesem Nachmittag Zwiebelkuchen mit Federweissem und Federrotem und eine hausgemachte Erbsensuppe angeboten. Gemeinsam mit den Spielern der Herrenmannschaft wollen Zuschauer und Vereinsmitglieder die Vorfreude auf den neuen Kunstrasen an diesem Nachmittag noch weiter steigern.