Sieg in der 97.Minute hergeschenkt!

SV Windhagen schafft nach 1:3-Rückstand noch ein 3:3

Auf den ersten Saisonsieg müssen beide Teams weiterhin warten. Doch das 3:3 (1:0) in der Fußball-Rheinlandliga zwischen dem Vorletzten TuS Oberwinter und dem Schlusslicht SV Windhagen sorgte aufgrund des späten Treffers zum Ausgleich bei den Gästen für wesentlich mehr Freude.

„Moral und Einstellung meiner Mannschaft sind top“, betonte der Windhagener Trainer Jürgen Hülder, während sein Gegenüber Tomas Lopez vor allem auf den Unparteiischen sauer war.

Vier Minuten Nachspielzeit hatte Referee Ralf Volk angezeigt. Sechseinhalb wurden es. Und in der sechsten Minute der Nachspielzeit gelang Windhagen noch der Ausgleich, als Yannick Walbröl eine von Jannik Pehlivan hereingebrachte Ecke per Kopf in die Maschen bugsierte. „Wir haben den Sieg hergeschenkt“, haderte Lopez, zumal seine Mannen mit 3:1 geführt hatten, ehe ein unnötiger Ballverlust dem Anschluss der Gäste, erzielt durch Christopher Alt, vorangegangen war (83.).

„Jede Woche sprechen wir darüber, aber jede Woche bekommen wir solch dumme Gegentore“, ärgerte sich Lopez, dass die gute Leistung seiner Mannschaft nicht mit drei Punkten belohnt wurde. „Wir haben uns hinten reindrängen lassen“, ergänzte Stürmer Jonas Jaber, der aber den nächsten Aufgaben zuversichtlich entgegensieht: „Unsere Verletztenmisere ist überstanden. Das Spiel nach vorne klappte heute schon viel besser.“

Etwa in der siebten Spielminute, als Dannyking Kafunda-Beya über links durchgebrochen war, selbst den Abschluss hätte suchen können, aber querlegte für Christopher Klein, dem das 1:0 gelang. Etwas zu zögerlich agierte der Linksaußen, nachdem er von Deniz Öztürk bedient worden war, sodass die Chance dahin war (28.). Die Gäste kamen nur schwer ins Spiel und mussten noch vor der Pause verletzungsbedingt wechseln, Verteidiger Sebastian Alt hatte eine Platzwunde am rechten Auge erlitten.

Einen zweiten Wechsel vollzog Hülder zur Pause: Johannes Rahn kam in die Partie. „Das Sprunggelenk macht mir noch zu schaffen“, erklärte der Ex-Profi seine Jokerrolle, „aber ich habe auf alle Fälle Bock auf Fußball.“ Im offensiven Mittelfeld kurbelte der die Partie mächtig an und sorgte dafür, dass Windhagen nach dem Seitenwechsel tonangebend war. Rahn selbst (49.) und der emsige Adrian Glos (50.) schossen jeweils knapp am langen Eck vorbei, ehe der SVW erstmals jubeln durfte: Einen Schuss von Christopher Alt hatte Benjamin Kauert abgewehrt, die Kugel landete bei Jannik Pehlivan, der für den heranrauschenden Walbröl ablegte, dessen Geschoss von der Strafraumgrenze einschlug (53.).

Rahn war aber auch hinten zur Stelle, etwa als er in höchster Not gegen Klein rettete (66.). Nicht zu verhindern war die Bogenlampe von René Ebersbach, der Oberwinter erneut in Führung brachte (58.). Als Tobias Nuhn einen Alleingang über die rechte Seite mit dem 3:1 abschloss (72.) – ein Schuss direkt ins Torwarteck, bei dem Thomas Kosiolek keine gute Figur abgab –, schien der Käse gegessen. Doch sollte sich rächen, dass die Gastgeber kein viertes Tor erzielt hatten. Die Chance dazu hatte Öztürk, der in der 71. Minute Kosiolek verladen hatte, doch war der Winkel zu spitz geworden. Auch dank der weltmeisterlich langen Nachspielzeit sollte es letztlich nicht reichen.

„Wenn man nach einem 1:3 noch 3:3 spielt, dann ist es ein Unentschieden, das weiterhilft“, fasste Rahn zusammen. Die Fehlerquote, so Hülder, müsse aber unbedingt minimiert werden. „Zu viele Ballverluste, zu unsicherer Spielaufbau“, monierte der Trainer, der am Mittwoch im nächsten Heimspiel gegen die SG Malberg im achten Anlauf den ersten Sieg erhofft.

Von unserem Mitarbeiter Matthias Schlenger
TuS Oberwinter – SV Windhagen 3:3 (1:0)
TuS Oberwinter: Kauert – Nuhn, Münch, Schweigert, Groß – Ebersbach, Merken – Klein (82. Dira), Öztürk, Kafunda-Beya (65. Manneh) – Jaber (78. Enke).

SV Windhagen: Kosiolek – Heßler, Sebastian Alt (45. + 1 Blumenthal), Alexander Alt, Timo Pehlivan (74. Daun) – Walbröl – Glos, Mohr (46. Rahn), Ferreira-Böcker, Jannik Pehlivan – Christopher Alt.

Schiedsrichter: Ralf Volk (Brey).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Christopher Klein (7.), 1:1 Yannick Walbröl (53.), 2:1 René Ebersbach (58.), 3:1 Tobias Nuhn (72.), 3:2 Christopher Alt (83.), 3:3 Yannick Walbröl (90. + 6).

Quelle : Rhein-Zeitung

Oberwinter geht entschlossen ins Kellerduell

Beim TuS Oberwinter steigt am Sonntag (15 Uhr) das Duell zweier siegloser Mannschaften der Fußball-Rheinlandliga.

Der SV Windhagen kommt als Träger der Roten Laterne des Tabellenletzten in das Walter-Assenmacher-Stadion und würde diese unangenehme Auszeichnung gerne dort lassen. Nach sechs Spielen hat der TuS Oberwinter nur zwei Punkte auf dem Konto, die beide auswärts geholt wurden. Die Westerwälder haben ein Spiel weniger absolviert und aus fünf Spielen erst einen Punkt geholt.

Das Pokalspiel gegen den TSV Emmelshausen (0:1) eingerechnet, wartet man beim TuS nun seit 320 Minuten auf einen eigenen Treffer. Insgesamt gelangen erst drei Tore im bisherigen Saisonverlauf. „Sicherlich fehlt uns derzeit die Durchschlagskraft. Daran müssen wir arbeiten. Aber auch da wissen wir ja, woran es liegt“, erklärt Oberwinters Trainer Tomas Lopez. Hauptgrund ist sicherlich die Verletztenmisere. Zudem stellt der TuS eines der jüngsten und damit unerfahrensten Teams des Verbandsoberhauses. „Wenn zum Beispiel Jonas Jaber zurückkommt, hoffen wir auf mehr Torgefahr. Zudem durchlaufen wir sicherlich auch noch einen Reifeprozess. Wir sind weiter felsenfest davon überzeugt, dass die Mannschaft am Saisonende klar über dem Strich steht. Nur das ist das Ziel“, macht Lopez deutlich.

Beim Personal bessert sich die Lage derweil zusehends. Mario Müller ist wieder in das Training eingestiegen und wird auch schon im Kader stehen. Julian Merken und Tobias Nuhn sind aus dem Urlaub zurück und einsatzbereit. Verteidiger Mirco Koll wird dagegen aus privaten Gründen fehlen. „Wir haben wieder Alternativen, aber es sind natürlich längst nicht alle Spieler bereit für 90 Minuten. Mit zunehmender Anzahl an Spielern bessert sich aber die Trainingsleistung, was sich wiederum auf das Spiel auswirkt. Auch das ist einfach ein Prozess, bei dem man Geduld haben muss“, so Lopez. Deshalb heißt es Ruhe bewahren, auch im Falle weiterer Rückschläge gegen Windhagen und im Derby gegen die ebenfalls noch sieglosen Andernacher kommende Woche. „Wir machen das nun auch seit Jahren mit. Man muss einfach konsequent weiter arbeiten, dann stellt sich auch der Erfolg ein“, ist sich Lopez sicher. Am vergangenen Wochenende hatte der SV Windhagen um den Koblenzer Ex-Profi Johannes Rahn spielfrei. Trainer Jürgen Hülder nutzte die Zeit, um über harte Trainingsarbeit Defizite auszumerzen. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass einige langzeitverletzte Spieler wieder am Mannschaftstraining teilnehmen konnten. „Wir müssen vorsichtig sein. Der eine oder andere braucht sicher noch einige Einheiten, um langsam fit zu werden“, verfällt Hülder noch nicht in Euphorie. Zuletzt musste der Windhagener Trainer immer wieder Rückschläge hinnehmen, auch bei der 2:3-Niederlage im Wettbewerb um den Rheinlandpokal bei Bezirksligist SG Ellingen. „Wir mussten mit einer Notelf auflaufen. Wenn gleich acht Leistungsträger fehlen, ist das nicht zu kompensieren“, sagt Hülder, der nun wieder auf mehr Alternativen bauen kann.

Dass der SV Windhagen am Tabellenende des Verbands-Oberhauses steht, hat auch mit dem schweren Auftaktprogramm zu tun. Windhagen musste bereits gegen drei der vier Topteams der Rheinlandliga spielen. „Das Spiel gegen Oberwinter wird nicht einfacher. Das ist eine sehr kampfbetonte Mannschaft mit guten Spielern“, sagt Hülder.

Quelle: Rhein Zeitung

Oberwinter wartet weiterhin auf den ersten Sieg!

Oberwinter gestattet Salmrohr den ersten Sieg

Auch nach Spieltag sechs in der Fußball-Rheinlandliga steht der TuS Oberwinter mit fast leeren Händen da. Beim bis dato noch punktlosen Schlusslicht FSV Salmrohr unterlag die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez mit 0:2 (0:0). Mit weiter nur zwei Punkten und erst drei erzielten Tore rutschte der TuS auf Tabellenplatz 16 ab.

„Ich hatte das Gefühl, dass einige Akteure noch etwas müde Beine aus dem schweren Pokalspiel gegen Emmelshausen hatten. Die erste Hälfte haben wir ganz gut gespielt und hatten auch unsere Chancen, nach der Pause haben wir abgebaut. Das liegt sicher auch daran, dass wir mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten und so kaum einer in den letzten Wochen richtig regenerieren konnte“, sagt Helmut Born, Sportlicher Leiter des TuS Oberwinter.

Florian Groß, Abdelhak Dira und Thomas Enke hatten vor dem Seitenwechsel jeweils eine gute Schusschance für den TuS, die aber allesamt das Ziel knapp verfehlten. Auf der Gegenseite bewahrte der gut aufgelegte Torhüter Benjamin Kauert seine Elf in der Endphase der ersten Hälfte mit guten Paraden vor einem Rückstand. Machtlos war Kauert allerdings, als in der 68. Minute plötzlich FSV- Stürmer Oliver Mennicke völlig unbewacht im Strafraum an den Ball kam und diesen gefühlvoll in das Toreck schlenzte. Nach vorn ging bei den Oberwinterern nicht mehr viel, auch wenn man sich mühte. Hinten machte ein Abwehrfehler auch die vagen Hoffnungen auf zumindest noch ein Remis zunichte. Groß verlor den Ball auf der linken Abwehrseite, Deniz Öztürk versuchte, den Ball zurückzuerobern, foulte dabei allerdings seinen Gegenspieler im Strafraum. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nico Kieren und sorgte damit für Erleichterung bei den 100 Zuschauern im Salmtalstadion (84.).

„Salmrohr und auch wir haben meiner Meinung nach absolut die Qualität für diese Liga. Wir müssen nur weiter Geduld haben. Wenn die Verletztenmisere überstanden ist, werden wir schon die nötigen Punkte holen können. Wir haben viele Neuzugänge aus Nordrhein- Westfalen, die quasi gar keine Sommerpause hatten, dazu die Verletzten. So ist es zu erklären. Es heißt jetzt, weiter Ruhe zu bewahren“, so Born.

TuS Oberwinter: Kauert – Koll, Münch, Schweigert, Dira (71. Jaber), Groß, Klein, Manneh (77. El Tahiri), Ebersbach, Beya- Kafunda (46. Öztürk), Enke.

Quelle : Rhein-Zeitung

Aus im Pokal

Oberwinter tankt aus 0:1 Selbstvertrauen

Die zweite Runde im Wettbewerb um den Rheinlandpokal war Endstation für Fußball-Rheinlandligist TuS Oberwinter, aber gleichzeitig auch ein Gewinn. Die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez unterlag Oberliga- Aufsteiger TSV Emmelshausen zu Hause zwar knapp mit 0:1, vor dem Duell bei Rheinlandliga-Schlusslicht FSV Salmrohr (Samstag, 15.30 Uhr) brachte das Pokalspiel indes neues Selbstvertrauen.

Spielerisch waren die Hunsrücker die bessere Mannschaft über 90 Minuten, Oberwinter machte dem Oberligisten aus Emmelshausen das Weiterkommen aber richtig schwer. Die Defensive des TuS stand hervorragend, und es gab vielversprechende Entlastungsangriffe.

Im ersten Durchgang hatten Fabian Groß und Mohamed El-Tahiri gute Abschlüsse, in Hälfte zwei die eingewechselten Jonas Jaber und Maicone Felline. Beide Akteure fehlten zuletzt mehrere Wochen und sollen nun wieder für Entlastung bei den Oberwinterern sorgen. „Natürlich sind die beiden noch nicht bei einhundert Prozent, aber sie helfen uns sicher weiter“, so Lopez. Den siegbringenden Treffer für Emmelshausen besorgte der frühere Bad Breisiger Delil Arbursu in der 63. Spielminute. „Das war das einzige Mal im Spiel, dass der TSV durchgekommen ist. Ansonsten haben wir jede Gefahr vom Tor ferngehalten und die schnellen Spieler im Griff gehabt. Es ist natürlich schade, aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden zu sein, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Lopez.

Vor dem Duell gegen Oberliga- Absteiger Salmrohr ist das sicher von Vorteil. Der FSV verlor bislang alle fünf Spiele, aber Lopez warnt: „Die Salmrohrer haben gegen Mayen, Eisbachtal und Ahrweiler bereits gespielt. Die meisten Teams dieser Liga werden diese drei Spiele verlieren. In Mülheim habe ich den FSV beobachtet und eine gute Mannschaft gesehen. Salmrohr hätte dieses Spiel auch gewinnen können, genauso wie wir auch in jedem Spiel in Führung hätten gehen können. Es sind nur Kleinigkeiten, die letztlich entscheiden. Nach fünf Spieltagen kann man kein Team nach dem Tabellenplatz beurteilen.“

Vor der knapp 120 Kilometer langen Auswärtsfahrt ins Salmtal gibt es gute Personalnachrichten. Gegen Emmelshausen fehlten Thomas Enke und Deniz Öztürk, beide sollen nun wieder dabei sein. Hinzukommen Jaber und Felline die wieder zumindest als Einwechselspieler bereitstehen. Auch Matthias Lefevre, noch ohne Einsatzminuten in dieser Spielzeit, steht vor einem Comeback. In der kommenden Woche kommen dann die Urlauber Julian Merken und Tobias Nuhn zurück. Auch Mario Müller macht große Fortschritte und könnte nächste Woche wieder dabei sein. Lopez: „Wir streben den ersten Sieg an und wollen mit breiterem Kader dann die nächsten Wochen angehen.
Quelle:Rhein-Zeitung

Emmelshausen kommt zum Pokalkracher !

Oberwinter erwartet einen Oberligisten

Neues Selbstvertrauen aus dem Pokalwettbewerb ziehen – das erhofft sich der Fußball-Rheinlandligist TuS Oberwinter. Allerdings wartet in Runde zwei des Rheinlandpokals ein harter Brocken. Am Mittwoch (19.30 Uhr) kommt Oberliga-Aufsteiger TSV Emmelshausen nach Oberwinter, und die Hunsrücker dürften sich ebenso ein Erfolgserlebnis wünschen.

Erst vor fast exakt drei Monaten begegneten sich die Mannschaften zum letzten Mal beim Saisonfinale in der Rheinlandliga. Die Partie hatte jedoch kaum mehr als Freundschaftsspielcharakter, da beide Teams ihre Ziele bereits erreicht hatten. Der TSV stand als Meister fest, die Mannschaft von Oberwinters Trainer Tomas Lopez hatte den Klassenverbleib bereits sicher. So trennte man sich am Ende schiedlich-friedlich mit einem 2:2-Unentschieden.

Nun sind die Vorzeichen etwas anders. Emmelshausen lernt mit kaum verändertem Kader den harten Alltag der Oberliga kennen und trägt nach sechs Spielen und nur einem Sieg bei 19 Gegentoren die Rote Laterne. Der TuS findet sich nach großem Umbruch erneut in der unteren Tabellenhälfte des Verbandsoberhauses wieder und hat mit extremen Personalproblemen zu kämpfen. Nach fünf Spieltagen fehlt noch immer ein Sieg. Einen Erfolg gab es zumindest in Pokalrunde eins bei Bezirksligist FV Rübenach. „Das hat uns durchaus weitergeholfen. Ein Sieg gegen Emmelshausen würde dies sicherlich auch, aber wir sind klarer Außenseiter. Der TSV will sich für die Liga garantiert neues Selbstvertrauen verschaffen“, sagt Lopez.

Wieder bestimmt auch die Personallage die Vorbereitung der Oberwinterer. 14 Feldspieler umfasste der Kader beim 0:2 gegen die SG Mendig/Bell am vergangenen Wochenende. Am Mittwoch werden Rückkehrer Thomas Enke sowie Deniz Öztürk sicher fehlen. Abdelhak Dira musste verletzt raus, sein Einsatz ist fraglich. Eine Rückkehr von einem der zahlreichen Langzeitverletzten ist noch nicht in Sicht. Lopez: „Ich muss sehen, wer mir zur Verfügung steht und die Taktik danach ausrichten. Klar ist, dass wir nicht unser Heil in der Offensive suchen werden. Ich würde auch gern rotieren, nur ist das derzeit einfach nicht möglich. Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben, vielleicht reicht es ja für eine große Überraschung.“

Quelle : Rhein-Zeitung

Frauenmannschaft mit schwierigem Pokal los!

In der zweiten Runde des Rheinlandpokals trifft die FSG Oberwinter/Kripp am
Sonntag 2.9. um 16:30 Uhr in Bandorf auf den Vize-Meister der Rheinlandliga den SC 13 Bad Neuenahr II.

Nach dem guten Start in die Saison mit einem Sieg über den Bezirksligisten aus Mendig in der ersten Runde
des Rheinlandpokals und dem 7:0 Erfolg im ersten Punktspiel gegen den VfB Polch wurde der gute Lauf leider durch einige Spielverlegungen gestoppt.
Mit vielen Trainingseinheiten und einem Testspiel gegen Eintracht Geislar (6:1) möchte man den Schwung aber ins Pokalspiel mitnehmen.

Leider fehlen Urlaubs bedingt mit Spielführerin Miriam Hausschild und Cathrin Assenmacher zwei wichtige Spielerinnen. Aber der breite Kader mit über 20 Feldspielerinnen der neuen Spielgemeinschaft aus Kripp und Oberwinter kann dies Personell auffangen und hofft dem Gegner aus Bad Neuenahr möglichst lange ein spannendes Spiel zu liefern. Über viele Zuschauer am Sonntagnachmittag in Bandorf würde sich die Frauenmannschaft freuen.

Chancenverwertung Mangelhaft!

Mendig/Bell gewinnt in Oberwinter

Der TuS Oberwinter wartet in der Fußball-Rheinlandliga weiter auf den ersten Saisonsieg, die SG Eintracht Mendig/Bell kann dagegen durchatmen. Nach enttäuschenden 90 Minuten unterlag Oberwinter verdient mit 0:2 (0:1) gegen spielerisch kaum bessere Gäste, die sich aber über ihren ersten Dreier freuen durften.

Neben der allemal bekannten Achillesferse Defensive ist nach wie vor die größte Schwachstelle der Mannschaft aus dem Bandorfer Tal das überforderte Mittelfeld. Auch gegen Mendig/Ball präsentierte sich Oberwinter mit viel zu wenig Präzision in den Aktionen. Neben mangelhaftem Kombinationsspiel gesellte sich obendrein in der Offensive eine erschreckende Harmlosigkeit im Abschluss hinzu.

Oberwinters Trainer Tomas Lopez trieb es angesichts der schlechten Chancenverwertung die Sorgenfalten auf die Stirn. „Das Spiel hat nicht die Mannschaft gewonnen, die mehr Torchancen hatte. Mit unserer Chancenverwertung bin ich absolut nicht zufrieden. Zur Pause hätten wir schon mit 2:0 führen müssen“, erklärte ein augenscheinlich frustrierter TuS-Trainer nach der durchaus vermeidbaren Niederlage. „Es war einfach fahrlässig, wie wir gespielt haben. Beide Gegentore haben wir Mendig/Bell förmlich aufgelegt“, haderte Lopez nach der bereits dritten Heimpleite in Folge.

Das Fazit von Mendigs Trainer Cornel Hirt lässt sich hingegen einfach auf den Punkt bringen: Hauptsache gewonnen. „Wir hatten mehr vom Spiel, und ich bin mit unserer Leistung zufrieden“, erklärte Hirt nach der Partie, die den 166 zahlenden Zuschauern im Walter-Assenmacher-Stadion nicht viel Unterhaltung geboten hatte. Niklas Heinemann (19.) und Björn Gilles (72.) machten das Glück der SG Eintracht Mendig/Bell mit ihren Toren perfekt.

Oberwinter begann engagiert. Und so gehörte die erste gute Gelegenheit nach 60 Sekunden auch gleich den Gastgebern: Abdelhak Dira hatte sich auf der rechten Seite geschickt antrittsschnell freigespielt und passte aus dem Halbraum in die Gefahrenzone vor SG-Torhüter Jan Heinemann. Doch Thomas Enke reagierte zu zögerlich.

Vornehmlich über die Außenpositionen wurden die Aktionen der Hausherren vorgetragen. René Ebersbach leitete sogleich die nächste gute Möglichkeit ein. Fabian Groß kam frei stehend und unbedrängt zum Schuss, traf in aussichtsreicher Position den Ball aber nicht richtig, sodass dieser harmlos und als Streicheleinheit nur am Außennetz landete (12.).

Oberwinter blieb am Drücker und in Geberlaune: Björn Thünker scheiterte in aussichtsreicher Position und kurzer Distanz an Keeper Heinemann (16.). Den ersten Treffer der von Einsatz und vielen Zweikämpfen geprägten Partie erzielten jedoch die Gäste. Nach 18 Minuten entschied Schiedsrichter Athanasios Fasoulas gut 20 Meter vor dem Oberwinterer Tor nach rüdem Einsteigen von Fabian Groß gegen John Rausch auf Freistoß für Mendig/Bell. Eine klare Sache für den Spezialisten Niklas Heinemann. Und der ließ sich nicht zweimal bitten. Er zirkelte die Kugel punktgenau an der schlecht gestellten Drei-Mann-Mauer vorbei ins rechte obere Toreck, Torhüter Benjamin Kauert war chancenlos (19.).

Beinahe hätte Lars Bohm die Führung noch erhöht, doch diesmal konnte Kauert parieren (21.). Ein bitterer Rückstand für den TuS Oberwinter, der sich aber keinesfalls geschockt zeigte und weiter auf die Karte Angriff setzte. Doch auch Christopher Klein brachte den Ball nicht im Mendiger Tor unter, obwohl der Neuzugang des TuS Oberwinter eine richtig gute Gelegenheit hatte (36.).

Die 72. Minute brachte die Entscheidung: Nach einen kapitalen Schnitzer von Mirko Koll spitzelte Niklas Heinemann die Kugel zu Björn Gilles, der mit einem präzisen Schuss von der Strafraumgrenze zum 2:0 für Mendig/Bell traf (72.). Echte Torgefahr ging nun nur noch von den Gästen aus: Ein strammer Schuss von Mustafa Madanoglu (80.) aus gut 18 Metern verfehlte denkbar knapp das Ziel, und der zwischenzeitlich eingewechselte Magomed Ibragimov verstolperte die letzte Gelegenheit der Partie (89

TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Schweigert, Groß, Münch, Dira (68. El Tahiri), Enke, Ebersbach, Beya-Kafunda (46. Manneh), Klein, Thünker (46. Öztürk).

SG Eintracht Mendig/Bell: J. Heinemann, Strahl (54. Geisen), Stalph, Gilles, Madanoglu (84. Ibragimov), Rausch (42. Akwapay), Bohm, Oster, N. Heinemann, Schlich, Rawert.

Schiedsrichter: Athanasios Fasoulas (Ahrbrück). Zuschauer: 166.

Tore: 0:1 Niklas Heinemann (19.), 0:2 Björn Gilles (72.).

Quelle:Rhein-Zeitung

Oberwinter möchte die ersten Heimpunkte!

Oberwinter bittet Mendig/Bell zum Derby

In der Fußball- Rheinlandliga wartet der TuS Oberwinter auch nach dem vierten Spieltag auf den ersten Sieg und den ersten Heimpunkt. Am Sonntag (14.30 Uhr) soll das Warten ein Ende haben. Die ebenfalls noch sieglose SG Mendig/Bell ist zu Gast.

Trainer Tomas Lopez glaubt, dass beide Teams nicht mehr lange auf das ersehnte Erfolgserlebnis warten müssen: „Mendig wird in dieser Spielzeit seinen Weg gehen. Ich sehe die Mannschaft im vorderen Mittelfeld. Aufgrund der Auftaktgegner muss man die bisherige Bilanz relativieren.“ Die Vulkanstädter trafen bisher auf Lokalrivale TuS Mayen, Spitzenreiter Ahrweiler BC, Titelfavorit Eisbachtal sowie die SG Mülheim-Kärlich und holten nur zuletzt gegen die Mülheimer einen Punkt. Nun soll es im Rhein/Ahr-Derby endlich mit dem ersten Sieg klappen.

Thomas Enke kann weiterhelfen

Beim TuS Oberwinter erklärt sich der fehlende Erfolg ganz einfach mit den anhaltenden Personalproblemen. Mehr als drei Auswechselspieler stehen Lopez derzeit nicht zur Verfügung, und die Lage bleibt angespannt. Julian Merken und Tobias Nuhn verabschiedeten sich für 14 Tage in den Urlaub. Deniz Öztürk ist angeschlagen, sein Einsatz fraglich.

Doch es gibt in Sachen Personal auch Positives vom TuS zu berichten. Angreifer Thomas Enke ist zurück und steht ab sofort wieder zur Verfügung. Enke gab vor der Saison bekannt, kürzertreten zu wollen. Der 1,96-Meter-Mann absolviert derzeit ein Referendariat im Hunsrück. Nun aber hat es sich ergeben, dass der 33-Jährige doch noch Zeit zum Fußballspielen hat. Unter der Woche trainiert Enke derzeit bei Bezirksligist TuS Kirchberg mit. Donnerstags und/oder freitags folgt eine weitere Einheit in Oberwinter. „Thomas ist mit seiner Spielweise natürlich ein Fixpunkt und hilft uns immer weiter. Gerade auch den jungen Spielern. Er ist zweikampfstark am Boden und in der Luft. Ob er direkt in die Startelf rückt, kann ich aber noch nicht sagen“, so Lopez. Ein gutes Omen: Beim letzten Aufeinandertreffen mit Mendig Mitte April dieses Jahres schoss Enke den siegbringenden Treffer zum 2:1 in der 85. Minute.

Der Mendiger Trainer Cornel Hirt erwartet zumindest ein Duell auf Augenhöhe: „Wir treffen auf einen spielstarken Gegner, der sich für mein Empfinden nach dem Umbruch im Sommer trotz der geringen Punkteausbeute schnell gefunden hat. Generell müssen wir aber mehr auf uns und unsere Baustellen schauen, wenn wir erfolgreichen Fußball spielen wollen“, sagt der Mendiger Trainer.

Es fehlt an Durchschlagskraft
Die ohnehin schwächelnde Mendiger Offensive muss fürs Wochenende zu allem Überfluss noch um zwei Leistungsträger bangen. Marcel Berg, der in der Vorwoche bereits nach einer Viertelstunde das Feld verlassen musste, laboriert weiter an Oberschenkelproblemen. Ebenfalls fraglich ist der Einsatz von Sturmtank Malte Wedemeyer, dem eine Fußprellung zu schaffen macht.

„Uns fehlt die Durchschlagskraft in der Offensive. Gegen Mülheim hatten wir einige gute Aktionen, die wir dann aber nicht konsequent zu Ende gespielt haben“, weiß Hirt, wo aktuell der Schuh drückt. „Wir müssen uns für unseren Aufwand belohnen”

Quelle: Rhein Zeitung

Oberwinter auf dem richtigen Weg.

Das war wahrhaftig keine Vorstellung für Fußball-Feinschmecker, die vor nur 130 Zuschauern im Meisterschaftsspiel der Fußball-Rheinlandliga zwischen Aufsteiger Spvgg EGC Wirges und dem TuS Oberwinter geboten wurde. Die Gastgeber wollten vor ihren Fans die Heimpleite gegen Ahrweiler vergessen machen, verkrampften und leisteten sich – besonders vor der Pause – einfach zu viele Fehler, um zu einem vernünftigen Spielaufbau zu finden. Oberwinters Trainer Tomas Lopez dagegen musste zu ohnehin großen Personalsorgen noch kurzfristig den Ausfall von Björn Thünker verdauen, für den er Abdelhak Dira von Beginn an auf den Kunstrasen schickte, somit hatte er nur noch drei gesunde Feldspieler auf der Bank.

Dennoch steckten die Gäste dieses Manko besser weg als die Platzherren ihre Nervosität. Und sie hätten schon zur Pause höher als nur mit einem Treffer führen können, den Ebrima Manneh (20.) erzielte, als die gesamte Wirgeser Abwehr zusah, wie der TuS-Angreifer unhaltbar für Torwart Deniz Sakalakoglu einschoss. Der Keeper zeichnete nach der Pause dafür verantwortlich, dass sich Tomas Lopez nach dem Schlusspfiff so gar nicht mit dem Unentschieden anfreunden konnte: „Die Leistung hat zwar gestimmt, aber nicht das Ergebnis. Wir mussten die Partie gewinnen. Wir hatten so viele klare Torchancen, dass wir vorzeitig den Sack zumachen mussten. Stattdessen unterläuft uns ein vermeidbarer Fehler, der zum 1:1 führt. Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, nach dem Spiel muss ich leider sagen: Wir haben zwei Punkte liegen gelassen. Aber die Partie hat auch gezeigt, dass wir auf einem guten Weg in die richtige Richtung sind.“

In der Tat ließen die Gäste vor der Pause über eine solide Abwehr- und Aufbauleistung die Gastgeber kaum ins Spiel kommen, auch weil diese überhastet agierten und sich Fehlpässe auf engstem Raum leisteten.

Das änderte sich nach der Pause. Beide Teams erhöhten jetzt das Tempo und gewannen an Sicherheit in einem nunmehr flotten Kampfspiel mit ständig wechselnden Torraumszenen. So in der 64. Minute, als Torwart Sakalakoglu mit einer Glanzparade das 0:2 verhinderte und im schnellen Gegenzug Spvgg-Torjäger David Röhrig den Ball zum 1:1 über die Linie spitzelte. In der Folgezeit nutzten beide Mannschaften gute Chancen nicht. Die wohl größte nahm Deniz Sakalakoglu (88.) dem völlig freistehenden Abdelhak Dira vom Fuß.

So bilanzierte der Wirgeser Trainer Nikolai Foroutan: „Es ist im Moment harte Kost, die wir verdauen müssen. Wir tun uns zum frühen Zeitpunkt als Aufsteiger noch schwer, auch weil in der Rheinlandliga mit größerem Einsatz zur Sache gegangen wird. Daran müssen wir uns schnell gewöhnen. Dann, so glaube ich, kommt auch mit der Lockerheit das spielerische Vermögen wieder. Wichtig ist, dass wir Moral gezeigt und uns erneut beim Rückstand zurückgekämpft haben. Zum Schluss war die Partie dann völlig offen.“

Wirges: Sakalakoglu – Haas, Simon, Schlich, Romes – Hatoum, Schmidt (60. Sturm), Altin (46. Röhrig), Murphy – Gombert (78. Kerch), Severin.

Oberwinter: Kauert – Groß, Koll, Schweigert, Nuhn – Ebersbach, Beya-Kafunda, Merken, Öztürk (54. Klein) – Manneh, Dira (83. El Tahiri).

Schiedsrichter: Daniel Kamnitzer (Eltville). – Zuschauer: 130.

Tore: 0:1 Ebrima Manneh (20.), 1:1 David Röhrig (64.).

Quelle: Rhein- Zeitung