Saisonfinale beim Meister in Emmelshausen !

Oberwinter hat im Abstiegskampf sehr gute Karten

Vor dem Saisonfinale bei Meister TSV Emmelshausen (Samstag, 15.30 Uhr) hat der Fußball-Rheinlandligist TuS Oberwinter gute Karten im Abstiegskampf. Ein Sieg der Elf von der Bandorfer Höhe wäre gleichbedeutend mit dem sicheren Klassenverbleib, da sich die Konkurrenten FSV Trier-Tarforst und SG Malberg im direkten Duell die Punkte streitig machen.

Ansonsten bleiben Hintertüren für den TuS offen. Wenn Oberligist FV Engers den Klassenverbleib schafft, bleibt Oberwinter Rheinlandligist. Und das ist sehr wahrscheinlich. Die Neuwieder haben drei Punkte mehr und eine um elf Treffer bessere Tordifferenz als der 14. der Oberliga. Und auch Rang 14 in der Oberliga ist nur dann ein Abstiegsplatz, wenn die TuS Koblenz aus der Regionalliga absteigen sollte. Und selbst dann bliebe noch Hoffnung für Oberwinter. Denn wenn der Rheinlandliga-Zweite Sportfreunde Eisbachtal die Oberliga-Aufstiegsrunde erfolgreich meistern sollte, wird in der Rheinlandliga ein zusätzlicher Platz frei. „Solange auch nur eine Minimalchance auf den Abstieg besteht, muss man sich damit befassen. Aber wir lassen uns davon nicht beeinflussen. Wir wissen, unsere Chancen stehen sehr gut. Wir bereiten uns noch einmal gewissenhaft vor, und vielleicht gelingt ja auch eine Überraschung“, meint Oberwinters Trainer Tomas Lopez.

Die Gelegenheit dazu dürfte zumindest besser sein als noch in der Vorwoche. Die Vorderhunsrücker sind durch und dürften die Meisterschaft im Verbandsoberhaus gebührend gefeiert haben. „Zumindest besteht die Möglichkeit, dass Emmelshausen nicht mit allerletzter Konsequenz zu Werke geht. Aber man will sich die Meisterfeier auch nicht so gerne vor eigenem Publikum mit einer Niederlage verderben. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Spiel entwickelt“, so Lopez. Schon klar ist zumindest, dass der TuS mit dem letzten Aufgebot anreisen muss. In der Vorwoche verletzten sich Dane Irmgartz und Fabian Groß im Spiel gegen Windhagen. Beide werden auch das Saisonfinale verpassen. Aus privaten Gründen fehlen zudem Sebastian Sonntag und Jordan Schmitt. Yannick Schweigert und Jonas Jaber sind fraglich. „Egal, wie das letzte Spiel ausgeht. Es bleibt positiv festzuhalten, dass wir in Bestbesetzung zu Saisonbeginn und nach der Winterpause mit einem guten Lauf die Punkte geholt haben. Gibt es personelle Probleme, wird es natürlich schwieriger. Wir hoffen jetzt, dass es für uns zum verdienten Klassenverbleib reicht“, so TuS-Trainer Lopez.

Quelle:Rhein-Zeitung

TuS möchte am Samstag Feiern!

TuS Oberwinter kann mit Heimsieg gegen Windhagen alle Rechnereien beenden

Samstag 17:30 Uhr in Bandorf : TuS Oberwinter – SV Windhagen

Die Entscheidung naht und könnte schon am Samstag fallen – zumindest für den TuS Oberwinter. Der Aufsteiger kann sich selbst Klarheit darüber verschaffen, ob er ein weiteres Jahr in der Fußball-Rheinlandliga bleibt. Ein Sieg im Heimspiel (17.30 Uhr) gegen den SV Windhagen, der freilich im Abstiegskampf selbst noch jeden Punkt braucht, und alles Rechnen hat ein Ende und der TuS sich tatsächlich vorzeitig gerettet. Eine Konstellation, die nach der Winterpause nur schwer vorstellbar war.

Das große Ziel vor Augen: Ein Heimsieg am Samstag gegen den SV Windhagen würde dem TuS Oberwinter, links Mirco Koll, vorzeitig Klarheit im Abstiegskampf verschaffen, ganz egal, ob es drei oder vier Absteiger gibt. Was die Angelegenheit erschwert: Gegner Windhagen kämpft ebenfalls noch gegen den Abstieg. Foto: Vollrath
Das große Ziel vor Augen: Ein Heimsieg am Samstag gegen den SV Windhagen würde dem TuS Oberwinter, links Mirco Koll, vorzeitig Klarheit im Abstiegskampf verschaffen, ganz egal, ob es drei oder vier Absteiger gibt. Was die Angelegenheit erschwert: Gegner Windhagen kämpft ebenfalls noch gegen den Abstieg.
Foto: Vollrath
Die Lage: Nun hat es der TuS also selbst in der Hand. Er muss nicht auf die Konkurrenz in der Rheinlandliga schauen und sich auch nicht um das sportliche Schicksal des FV Engers kümmern, an dem auch die Frage hängt, ob es noch einen vierten Absteiger aus der Rheinlandliga gibt. Genau so, wie es TuS-Trainer Tomas Lopez immer wieder fordert: einfach nur auf sich und sein Spiel konzentrieren und mit einem eigenen Sieg alles klarmachen.

Dann wäre ein Rückfall auf den viertletzten Platz unmöglich, da die unter dem TuS platzierten Konkurrenten SG Malberg und FSV Trier-Tarforst am letzten Spieltag im direkten Duell aufeinandertreffen und damit einer auf jeden Fall nicht vorbeiziehen kann.

Angesichts des Umstandes, dass Oberwinter am letzten Spieltag bei Tabellenführer TSV Emmelshausen antreten muss und da ein Punktgewinn kaum zu erreichen sein dürfte, wenn es für den TSV in dieser Partie noch um die Meisterschaft gehen sollte, empfiehlt es sich um so mehr, am Samstag gegen Windhagen zu punkten.

Ansonsten ginge der Blick dann doch wieder sorgenvoll auf die Konkurrenz. Wobei da noch einige Hintertüren offen sind. Erstens bleibt abzuwarten, ob die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf selbst noch punktet, zweitens fragt sich, ob Engers noch absteigt. Drittens könnte auch der Rheinlandligazweite durch einen Erfolg in der Oberligaaufstiegsrunde einen weiteren Platz in der Rheinlandliga freimachen. Gut möglich, das es nur drei Absteiger gibt, im besten Fall sogar nur zwei.

Der Gegner: Auf nur zwei Absteiger hofft der nächste Gegner Windhagen. Der war monatelang abgeschrieben, hat seit dem fünften Spieltag immer auf dem letzten oder vorletzten Platz gestanden, jetzt aber am vergangenen Wochenende den Schritt auf den drittletzten Rang geschafft. Womit die Hoffnung bei den Windhagenern wieder zurück ist. „Wir wollen auch in Oberwinter punkten und zumindest unseren drittletzten Tabellenplatz sichern. Dann sind wir auf den Fußball-Gott angewiesen, dass der zum Ligaverbleib reicht. Doch dafür müssen wir vorab hart arbeiten. Es ist nicht unmöglich“, glaubt Trainer Martin Lorenzini.

Dabei war nicht zuletzt er es, der den Aufschwung mit herbeigeführt hat. Eigentlich im vergangenen Sommer zurückgetreten, hat er im Winter dann doch wieder das Amt übernommen, nachdem Laminat Prenku wegen Erfolglosigkeit im November entlassen worden war und sich Nachfolger Lothar Paulsen auch nicht als Glücksgriff erwiesen hat. Mit Lorenzini holte die Mannschaft 18 Punkte, zuletzt gelangen drei Siege aus vier Spielen mit dem 3:1 gegen Mehring, dem 4:2 in Mendig und dem 2:1 gegen Andernach. Mit Armando Grau (7 Tore) und Matthias Metzen (6) verfügt die Mannschaft über schnelle Stürmer, mit dem Ex-Breisiger und Ex-Burgbrohler Pawel Klos (8) über einen erfahrenen Strippenzieher im zentralen Bereich.

Das Hinspiel: Das 1:1 in Windhagen fühlte sich für Oberwinter wie eine Niederlage an. Nach dem 1:0 durch Thomas Enke sorgte ein Eigentor von Mirco Koll für den Ausgleich (76.). In der Folge ließ der TuS noch beste Gelegenheiten aus, Enke etwa traf in der 90. Minute per Kopf nur die Latte und ließ eine Minute später noch eine weitere dicke Chance aus.

Statistisches: Dass der TuS sich am 33. Spieltag selbst retten kann, erschien am 23. Spieltag noch undenkbar. Da hatte die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez (20 Zähler) noch sieben Punkte Rückstand auf den Viertletzten SG Betzdorf.Doch in der Folge holte sie dann bis heute 19 Punkte.

Aber auch Gegner Windhagen legte eine beachtliche Aufholjagd hin. In der virtuellen Tabelle seit der Übernahme von Lorenzini belegt die Mannschaft den zehnten Platz. Von den bisher letzten vier Duellen hat der TuS keins gewonnen. Das letzte Heimspiel am 10. August 2015 ging gar mit 2:6 verloren. Die Bilanz: zwei Punkte, 9:13 Tore.

Trainerwort: „Wir haben es jetzt selbst in der Hand und wollen alles klarmachen“, stellt TuS-Trainer Tomas Lopez klar. Und er vertraut auch auf die mentale Stärke seiner Spieler: „Wir haben immer daran geglaubt.“ Wie sich solche Aufholjagden zum Saisonende hin erklären lassen? „Mannschaften, für die es noch was geht, legen vielleicht noch einen Tick mehr drauf. Und das entscheidet dann.“ Ein Vorteil, auf den er am Samstag nicht bauen kann, geht es doch auch für den Gegner noch um viel.

Und so richtet sich SV-Trainer Lorenzini schon mal auf ein heißes Duell ein: „Hut ab vor der Arbeit meines Kollegen Tomas Lopez. Doch gegen uns wird es keine Geschenke von ihm geben. Wir müssen alles geben.“

Personal: Deniz Öztürk wird dem TuS erwartungsgemäß fehlen, da er sich einem operativen Eingriff unterziehen muss. Hinter dem Einsatz des leicht angeschlagenen Jonas Jaber steht zudem noch ein Fragezeichen, sonst kann Tomas Lopez auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

Quelle: Rhein-Zeitung

Minimalziel in Malberg erreicht!

Malberg zwischen Rat- und Fassungslosigkeit – SG kommt gegen Oberwinter über ein 2:2 nicht hinaus

Nach Spielschluss haderte Michael Boll zuallererst mit dem Fußballgott. „Der will es momentan einfach nicht mit uns“, sagte der Trainer der SG Malberg/Rosenheim nach dem ernüchternden 2:2 (1:2) gegen den TuS Oberwinter. Ernüchternd deshalb, weil es die Rot-Weißen vor allem in der Schlussphase verpassten, aus dem einen Punkt gleich drei und damit einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib in der Fußball-Rheinlandliga zu machen. Der TuS Oberwinter freundete sich dagegen mit dem Punktgewinn an und kommt dem Ziel nach einer starken Rückrunde immer näher. „Wir bleiben vor Malberg“, freute sich Trainer Tomas Lopez, denn „das war unser Minimalziel.“

Zwei verlorene Punkte seien es dagegen für die Westerwälder, so Boll, der die ausgelassenen Torchancen seines Teams in den Schlussminuten fast regungslos zur Kenntnis nahm, während Betreuer, Ersatzspieler und Zuschauer wild, gar fassungslos umhersprangen. Zunächst ließ SG-Stürmer Jan Nauroth den Siegtreffer freistehend liegen (82.). Kurz darauf steigerte der eingewechselte Sven Heidrich die Verzweiflung nochmals – sein Schuss trudelte vom Innenpfosten über die Torlinie, ehe Oberwinters Schlussmann Thomas Jungbluth die Situation bereinigte (87.). Sebastian Zimmermann sorgte nur eine Minute später für den traurigen Höhepunkt der Malberger Chancenflut, als er den Ball aus sieben Metern nicht im Tor des geschlagenen Keepers unterbrachte.

Bei seinem Trainer herrschte deshalb Ratlosigkeit. Mit dem ersten Erfolg seit fünf sieglosen Partien wären Boll und Co. am Gegner vorbeigezogen, „wir wissen aber selbst nicht, was wir verbrochen haben, dass diese Chancen nicht reingehen.“

Als „leidiges Thema“ wollte der Malberger Coach die Chancenverwertung, auch im Rückblick auf das torlose Remis unter der Woche in Betzdorf, aber nicht abtun. „Wir haben heute immerhin auch zwei Tore gemacht“, sagte Boll, dessen Team schon früh einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen musste. Denn die engagiert startenden Gäste nutzten ihre ersten Chancen gnadenlos zur Führung. Zunächst setzte TuS-Angreifer Thomas Enke den Ball aus der Drehung ins lange Eck (8.), ehe er sich von Teamkollege Paul Gemein den zweiten Treffer auflegen ließ (17.).

„Die ersten 20 Minuten haben wir verpennt“, erklärte Boll, der mit dem restlichen Auftritt seiner Elf allerdings durchaus zufrieden war: „Danach kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen.“ Den frühen Schock überwanden die Malberger schnell und sorgten durch Nauroth noch vor dem Seitenwechsel für den Anschluss (33.). Kurz nach der Pause war es dann erneut der bewegliche und unermüdlich kämpfende Stürmer der Malberger, der auf Vorarbeit von Nico Bähner den Ausgleich erzielte (47.).

Es folgten intensive Zweikämpfe, hitzige Duelle im Mittelfeld und Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zweier Mannschaften, die um den Verbleib in der Liga zittern. Für Oberwinters Lopez keine Überraschung, denn „das war aufgrund der engen Tabellensituation zu erwarten“. Unerwartet traf den TuS-Trainer dagegen die Chancenausbeute seiner Elf und der glänzend aufgelegte Torhüter der Heimelf. Matthias Zeiler bewahrte sein Team gleich mehrfach vor dem erneuten Rückstand und lieferte sich ein Privatduell mit Doppeltorschütze Enke, den er mit herausragenden Paraden gleich mehrfach zur Verzweiflung brachte.

„Die Chancen waren für beide da, aber keiner hat sie genutzt“, sagte Lopez, der die Heimreise trotzdem zufrieden antrat. Entspannter wird die Lage im Keller aber für keines der beiden Teams. Da weiterhin offen ist, wie viele Mannschaften aus der Rheinlandliga absteigen, bleibt die Situation unübersichtlich. Auf Rechenspiele will sich Boll, dessen Elf nur zwei Punkte Vorsprung auf den möglichen Abstiegsplatz 15 hat, aber nicht einlassen: „Da müssen wir nicht spekulieren, wir werden einfach weitermachen.“

SG Malberg/Rosenheim – TuS Oberwinter 2:2 (1:2)
Malberg/Rosenheim: Zeiler – Hombach, Kostka, S. Gerhardus, Frohn – Zimmermann, Weinlich – Tsannang, Löb, Bähner (66. Heidrich) – Nauroth (84. Pfeiffer).

Oberwinter: Jungbluth – Kalin (56. Irmgartz), Münch, Koll, Nuhn – Öztürk (79. Groß), Schweigert, Sonntag, Gemein – Enke, Jaber.

Schiedsrichter: Felix Eliah Salzmann (Hahnstätten).

Zuschauer: 135.

Tore: 0:1, 0:2 beide Thomas Enke (8., 17.), 1:2, 2:2 beide Jan Nauroth (33., 47.).

Quelle:Rhein-Zeitung

Wichtiges Heimspiel am Sonntag!

Oberwinter lässt die Konkurrenz mächtig staunen

Der Höhenflug des TuS Oberwinter in der Fußball-Rheinlandliga sorgt zunehmend für Erstaunen. Sollte die Mannschaft am Sonntag (14.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FSV Trier-Tarforst nun auch noch den nächsten Gegner hinter sich lassen?

Ausgangslage: Wochen-, ja sogar monatelang hatte der TuS Oberwinter fast die gesamte Konkurrenz vor sich, geriet das rettende Ufer phasenweise in beträchtliche Ferne. Und jetzt? Hat sich die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez dank eines beeindruckenden Zwischenspurts sogar ein kleines Polster verschafft: sechs Punkte auf den Drittletzten SG Betzdorf, drei auf den Viertletzten SV Morbach.

Klar, dass die Stimmung nun gut ist beim TuS, erst recht nach dem jüngsten 4:3-Erfolg in letzter Minute gegen den SV Mehring, als die Mannschaft nach einer 3:0-Führung noch ein 3:3 zugelassen hatte, ehe Dane Irmgartz in der Nachspielzeit noch der 4:3-Siegtreffer gelang.

Gegner: Ganz anders stellt sich die Stimmungslage in Trier-Tarforst da. Auch der Gegner hat zuletzt eine Serie hingelegt, aber eine negative. Mit dem 2:3 zu Hause gegen den TuS Mayen kassierte die Mannschaft von Trainer Holger Lemke die vierte Niederlage in Folge. Zuvor hatte es ein 2:3 in Mehring, ein 1:4 gegen Mülheim-Kärlich und ein 1:3 in Mendig gesetzt. Eine solche Misserfolgsserie musste der FSV in dieser Saison noch nicht verkraften, wobei es nach gutem Saisonstart mit Platz vier eher wechselvoll lief. So schlecht wie aktuell – Rang 13, ein Punkt vor Oberwinter – stand Trier in dieser Saison aber noch nicht da. „Wir verteilen einfach viel zu viele Geschenke an den Gegner und lassen selbst 100-prozentige Chancen auf der Strecke liegen“, beklagt Lemke. Er zählt mit seinen 30 Jahren zu den jüngsten Trainern der Liga, hat den FSV im Sommer übernommen, nachdem er ein Jahr als Co-Trainer fungierte. Selbst gespielt hatte er von Jugend an bei Eintracht Trier, später auch in der Regionalliga beim SV Elversberg und bei RW Essen, danach wieder in Trier.

Das Hinspiel: Nachdem Oberwinter eine Woche zuvor mit dem 3:0 gegen Mehring eine Serie von sechs sieglosen Spielen beendet hatte, gelang mit dem 2:2 beim FSV Trier im zweiten Auswärtsspiel in Folge ein Punktgewinn. Allerdings einer mit einem kleinen Wermutstropfen, hatte der TuS doch durch Tore von Jonas Jaber und Paul Gemein zur Pause schon mit 2:0 geführt, um sich danach noch zwei Gegentore einzuhandeln. Nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten stand so am Ende ein gerechtes Remis.

Statistisches: Am 21. Spieltag sah die Welt für den TuS noch ziemlich trübe aus: 16 Punkte, 30:53 Tore, drittletzter Platz, fünf Punkte Rückstand auf den Viertletzten Linz. Was Oberwinter dann folgen ließ, erlebt man im Abstiegskampf auch nicht alle Tage: 19 Punkte bei 22:12 Toren aus acht Spielen hievten den TuS weg von den Abstiegsplätzen. Damit hat die Mannschaft in dieser Zeit mehr Punkte geholt als zuvor seit Saisonbeginn.

Gegen Trier-Tarforst hat der TuS zu gemeinsamen Rheinlandliga-Zeiten noch nicht gewonnen, aber auch erst drei Spiele bestritten. Vor dem 2:2 in der Hinrunde waren beide Teams nur in der Saison 2014/2015 aufeinandergetroffen, in Trier gab’s für den TuS ein 0:5, zu Hause ein 2:2.

Trainerwort: Nach dem Auf und Ab gegen Mehring mit dem 3:0, 3:3 und späten 4:3 zog TuS-Trainer Tomas Lopez abgesehen von dem Umstand, dass seine Mannschaft 44 Minuten „hervorragend“ gespielt habe, die positive Erkenntnis, „dass wir uns nach dem 3:3-Ausgleich schnell berappelt haben und dann die letzten 20 Minuten mehr Kraft und Schwung als Mehring hatten“. Grundsätzlich freut ihn, „dass wir jetzt wieder besser Fußball spielen“. Angst, dass die Spieler abheben könnten, hat er immer noch nicht: „Jeder kann auf die Tabelle schauen und sehen, dass es noch sehr eng ist. Mit einer Niederlage kann man wieder drin hängen. Umso wichtiger ist es, dass wir mit einem Sieg gegen Trier einen weiteren Konkurrenten noch in den Abstiegskampf ziehen können.“

Personal: Während sich die Vorzeichen verdichten, dass der TuS Oberwinter auch in der nächsten Saison zur Rheinlandliga gehört, hat der Verein schon die ersten vier Neuzugänge perfekt gemacht. Im Sommer kommen:

Maurice Lefèvre (25 Jahre) vom Bezirksligisten SV Wachtberg/Offensive;
Mario Müller (22) vom A-Ligisten SV Remagen/Innen- oder Außenverteidigung;
Leo Welter, A-Jugendlicher von der JSG Westum/Löhndorf/Bad Bodendorf (Lopez: „Ihn haben wir schon länger auf dem Schirm.“);
Abdelhak Dira, noch A-Jugendlicher vom Bonner B-Ligisten 1. FC Ringsdorff Godesberg/Sechserposition.
Im Saisonendspurt muss der TuS die nächsten drei Wochen auf Julian Merken verzichten, Deniz Öztürk fällt für Sonntag noch verletzt aus, Björn Thünker wird wieder auf der Bank sitzen.

Quelle:Rhein-Zeitung

Heimspielwochen stehen an!

Mit drei Heimspielen in Serie geht der TuS Oberwinter in die entscheidenden letzten Wochen.
Den Auftakt macht das Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den SV Mehring gefolgt von den
Heimspielen gegen Trier-Tarforst und Neitersen an den folgenden Sonntagen um 14:30 Uhr in Bandorf.

Gute Zwischenbilanz reicht noch nicht – Am Sonntag kommen Standardspezialisten
16 Punkte aus den vergangenen sieben Spielen – die Bilanz kann sich sehen lassen für den Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter. „Das ist gut“, sagt auch Trainer Tomas Lopez, der aber sofort anmahnt: „Das reicht noch nicht. Wir brauchen noch Punkte.“Und darum sollen am Sonntag (15 Uhr) beim Heimspiel gegen den SV Mehring auch gleich die nächsten Zähler her – so wie im Hinspiel, als Oberwinter ein 3:0 gelungen war.

„Das waren damals ganz andere Voraussetzungen“, meint Lopez: Beide Mannschaften seien da in keiner guten Verfassung gewesen, Mehring zudem nach einem Umbruch im Sommer noch in einer Findungsphase. Die dürfte jetzt abgeschlossen sein, auch wenn sich der SV im Winter noch einmal verstärkt hat: unter anderem mit Patrick Herres, einem ausgesprochenen Standardexperten. „Da sind die Mehringer sehr stark, die drei Tore in Trier sind alle nach Standards gefallen. Da müssen wir aufpassen“, so Lopez mit Blick auf das 3:2 beim FSV Trier-Tarforst, nach dem Mehring mit dem Abstieg nun endgültig nichts mehr zu tun haben dürfte. Das Spiel in Betzdorf hat dem TuS neben einem Punkt noch zwei Fragzeichen eingebracht: Deniz Öztürk (Achillessehnenbeschwerden) musste ebenso vorzeitig vom Feld wie Dane Irmgartz (Tritt abbekommen). Ihr Einsatz am Sonntag ist noch ungewiss.

Punkteteilung in Betzdorf

1:1 gegen Tabellennachbar Betzdorf: Gemeins Volleyabnahme reichte in Betzdorf nicht zum Sieg.

In den jüngsten Spielen hatte sich die Betzdorfer Startelf ob der akuten Personalnot oftmals von selbst ergeben, diesmal aber standen Trainer Marco Weller wieder drei Ersatzkräfte zur Verfügung. Dass auch Kenny Scherreiks zu diesem Trio zählte, der mit 13 Treffern beste Torschütze der SG 06, dürfte vor allem beim heimischen Anhang für Verwunderung gesorgt haben. Weller hingegen spielte wie schon beim 0:5 gegen Eisbachtal von Beginn an, diesmal aber nicht in der Innenverteidigung, sondern in vorderster Front. Abgesehen von einem Freistoß aus halbrechter Position, den er in die Mitte brachte, trat der 40-Jährige allerdings kaum in Erscheinung.

Torraumszenen blieben den jüngeren Spielern vorbehalten, wenngleich es an derlei Situationen mangelte. Ein Chancenplus verbuchten dabei in den ersten 45 Minuten die Gäste vom Rhein, für die Paul Gemein gleich zweimal die Führung auf dem Fuß hatte. Erstmals, als er nach einem weiten Abschlag seines Torwarts Benjamin Kauert davon profitierte, dass sich niemand für den gleich mehrfach aufspringenden Ball zu interessieren schien. Gemein reagierte als erstes und stand plötzlich frei vor SG-Keeper Marvin Scherreiks, der jedoch lange stehen blieb und letztlich mit der Brust klärte (19.). Kurz vor der Pause tauchte der Oberwinterer Linksaußen nach einem Schnittstellenpass von Sebastian Sonntag erneut vor Scherreiks auf, der wiederum als Sieger hervorging (43.). Doch auch die Betzdorfer bekamen ihre Chance – und was für eine: Haitham Eleuch schlenzte den Ball an den Außenpfosten (31.).

Drei Torraumszenen im ersten Durchgang erweckten nicht den Anschein, dass nach dem Seitenwechsel ein schnelles Tor fallen würde. Doch genau so kam es. Fünf Minuten waren nach dem Wiederbeginn verstrichen, da ließ Ersel Sahin zwei Gegenspieler aussteigen und brachte dann mit seinem Abschluss TuS-Torwart Kauert insofern in Verlegenheit, dass dieser den Ball nur unzureichend abwehren konnte. Nutznießer war der aufgerückte Christoph Lichtenfeld, der zum 1:0 einschob (51.).

In den folgenden Minuten hatten die Einheimischen das Geschehen im Griff, erst ab der 65. Minute wurde Oberwinter wieder munterer. Und es dauerte nicht lange, bis sich das auch im Ergebnis bemerkbar machte: Seinen dritten Torversuch setzte Paul Gemein mit einer Volleyabnahme ins lange Eck unhaltbar für Marvin Scherreiks in die Maschen (77.).

Einen Aufreger gab’s danach noch. Allerdings einen der weniger schönen Art, denn Gästespieler Jonas Jaber flog mit Gelb-Rot vom Platz (82.). Besonders bitter: Schiedsrichter Lukas Heep wertete ein Foulspiel von Hikmet Aydin als Schwalbe von Jaber. Mehr als diese Fehlentscheidung ärgerte TuS-Trainer Tomas Lopez hinterher jedoch der Zustand des Betzdorfer Rasens: „So etwas habe ich in der Rheinlandliga noch nicht erlebt“, schimpfte er. „Fußball spielen ist auf diesem Platz nicht möglich. Trotzdem haben wir uns einige gute Chancen herausgespielt. Im Endeffekt war mehr drin für uns, aber mit dem 1:1 können wir leben.“ Das galt in Anbetracht der Tabellensituation weniger für die Betzdorfer, deren Co-Trainer Mounir Saida nach dem Abpfiff aber etwas anderes wichtiger war: „Der Auftritt war bedeutend besser als zuletzt.“

Betzdorf: M. Scherreiks – Abdellaoui, Kasikci, Aydin, Lichtenfeld – Weber, Eleuch, Bayram, Sahin – Weller (61. K. Scherreiks), Jashari.
Oberwinter: Kauert – Irmgartz (76. Kalin, Münch, Koll, Nuhn – Merken, Schweigert (90. Brötz) – Öztürk (24. Jaber), Sonntag, Gemein – Enke.
Schiedsrichter: Lukas Heep (Neuwied).
Zuschauer: 95.
Tore: 1:0 Christoph Lichtenfeld (51.), 1:1 Paul Gemein (77.).
Besonderheit: Gelb-Rot gegen Oberwinters Jonas Jaber (82., Foulspiel und Schwalbe).

Quelle:Rhein-Zeitung

Wichtige Heimspiele stehen an!

Der TuS Oberwinter hat einen alten Rivalen zu Gast

Vier der nächsten fünf Spiele darf Fußball- Rheinlandligist TuS Oberwinter daheim im Bandorfer Tal austragen. Hier gilt es jetzt, die nötigen Punkte für den Klassenverbleib einzufahren. Am Sonntag (14.30 Uhr) gastiert der Rhein/Ahr-Rivale SG Eintracht Mendig/Bell in Oberwinter, schon zu Bezirksligazeiten stets ein umkämpftes Spiel.
Die Mannschaft von der Mendiger Brauerstraße kann sorgenfrei anreisen, am vergangenen Wochenende wurde mit dem 2:1-Sieg gegen den SV Mehring die ominöse 40-Punkte-Marke überschritten. Der TuS musste trotz guten Spiels in der Vorwoche eine 1:3-Niederlage bei der SG 99 Andernach schlucken, nachdem zuvor vier Spiele in Folge gewonnen worden waren. Ein weiterer Wermutstropfen: Bezirksligist Ahrweiler BC gab nach der Verpflichtung von Sebastian Sonntag auch noch die aktuellen TuS-Akteure Furkan Kalin und Paul Gemein als Neuzugänge bekannt. „Wir wollen uns aus Fairnessgründen erst zum Saisonende zu Personalien äußern. Wir haben diese Abgänge, aber man muss sich keine Sorgen machen. Wir haben auch schon eine Reihe von Neuzugängen und werden im nächsten Jahr qualitativ und in der Breite besser aufgestellt sein“, stellt TuS-Trainer Tomas Lopez klar. „Aus Respekt vor den abgebenden Vereinen machen wir es aber noch nicht öffentlich. Die Spieler sollen sich auf die Aufgaben bei ihren Vereinen konzentrieren. Wir konzentrieren uns auf den Klassenverbleib in der Rheinlandliga.“

Dafür wäre ein Erfolg gegen die SG Mendig/Bell enorm hilfreich. Lopez weiß aber um die Schwere der Aufgabe: „Mendig hat sehr viel Qualität. Ob über die Außen oder im Sturmzentrum, auch bei Standards, Mendig ist immer für Tore gut. Defensiv muss man die Räume unheimlich eng machen. Es wird taktisch sicherlich etwas anders als gegen Andernach.“

Die 0:4-Pleite aus dem Hinspiel soll am Sonntag auch nicht ansatzweise in den Köpfen der Oberwinterer Spieler stecken, ging man doch kaum konkurrenzfähig in die Partie. „Mein Co-Trainer Arno Mehren und ich waren als Ersatzspieler aufgeführt, das sagt ja eigentlich schon anders. Wir sind auf jeden Fall besser aufgestellt und auch in der Entwicklung viel weiter als noch im Oktober“, meint Lopez.

Ein paar personelle Sorgen gibt es aber dennoch. Jonas Jaber musste in der Vorwoche verletzt früh raus und konnte unter der Woche genauso nicht trainieren wie Stürmer Thomas Enke. Bei beiden Akteuren besteht aber noch Hoffnung auf einen Einsatz. Tim Palm wird in dieser Spielzeit nach seinem Fußbruch nicht mehr zum Einsatz kommen. „Wir wollen uns nicht an Rechenspielen beteiligen und überlegen, wie viele Punkte man braucht.Wir wollen uns nur auf Mendig konzentrieren und dieses Spiel gewinnen. Alles andere wird ausgeblendet“, so Lopez.

Die Mendiger Eintracht thront punktgleich mit der SG 99 Andernach an der Spitze des Verbandsoberhauses – zumindest in der Rückrundenstatistik. Mit 20 Punkten aus zehn Spielen hat sich das Team um Kapitän Florian Schlich schon frühzeitig ins gesicherte Mittelfeld abgesetzt. Trainer Cornel Hirt kennt die Gründe für den starken Lauf der Eintracht: „Nach dem Umbruch im Sommer mussten wir uns erst einmal finden. Die Wintervorbereitung hat uns dann noch einmal richtig gutgetan. Zudem haben die Winterzugänge Lars Bohm, Kodai Stalph und Manuel Oster die Qualität des Kaders noch mal richtig angehoben. Jetzt gilt es, noch ein paar Punkte zu holen und dann die Mannschaft Stück für Stück weiterzuentwickeln.“

Der gute Lauf der Eintracht ist aber auch in einer Siegesserie von sechs Spielen an der heimischen Brauerstraße begründet. Auswärts haben die Mendiger in vier Rückrunden-Auftritten erst zwei Punkte geholt. Das Derby gegen Oberwinter wird also zum Prüfstein, ob die Vulkanstädter auch auswärts brillieren können.

Personell bleibt der Mendiger Kader nahezu unverändert. Routinier John Rausch muss weiterhin mit einer Knieverletzung passen, ansonsten kann Hirt aus dem Vollen schöpfen. „Ein paar Wehwehchen hier und da sind bei dem Stand der Saison normal. Wir wollen schnellstmöglich die 43 Punkte vollbekommen und wollen dies bereits am Sonntag erreichen“, gibt sich Hirt kämpferisch.

Quelle:Rhein-Zeitung

Niederlage in Andernach!

Andernach stoppt Oberwinters Siegesserie

Mit dem 3:1 (1:0)-Heimerfolg gegen TuS Oberwinter hat Fußball-Rheinlandligist SG 99 Andernach seinen dritten Tabellenrang gefestigt und endlich seinen Anhängern wieder einen Dreier auf heimischem Geläuf beschert. Der einige Kilometer rheinabwärts beheimatete Gast und Lokalrivale erlitt nach vier Siegen in Serie einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt und nimmt weiter Platz 15 ein.

Für TuS-Trainer Tomas Lopez war die Auswärtsniederlage bei einem Team aus der oberen Etage kein Beinbruch. „Wir waren sogar spielerisch die bessere Mannschaft und haben uns selbst durch unverzeihliche Fehler in der Abwehr um den verdienten Lohn gebracht“, lautete sein Fazit nach 90 Derbyminuten, die wegen der sommerlichen Temperaturen bei allen Akteuren Spuren hinterlassen haben. Mit einem geschenkten Tor, so Lopez, geriet sein Team zu Beginn des Spiels ins Hintertreffen, und auch das 0:2 resultierte aus individuellen Schwächen in der Defensivabteilung. Beim 1:0 (4.) ließ sich Mirko Koll von seinem Gegenspieler Hakan Külahcioglu düpieren, der anschließend die Kugel nach innen passte, wo Kapitän Kim Kossmann völlig frei stehend nur noch einzulochen brauchte.

Dem zweiten Gegentreffer (54.) ging eine Szene voraus, die man mit einem Befreiungsschlag längst hätte bereinigen können. Der aus der Unentschlossenheit und unnützem Ballgeschiebe resultierende Einwurf leitete das Verhängnis ein. Hatte man noch nie von der Andernacher Wunderwaffe gehört oder gelesen? So jedenfalls schien es, als Philipp Schmitz einen seiner gefürchteten langen Einwürfe so in den Strafraum platzierte, dass Kopfball-Spezialist Jan Hawel nur noch die Stirn hinhalten brauchte, um Torhüter Benjamin Kauert zum zweiten Mal hinter sich greifen zu lassen. Man muss den Gästen aus Oberwinter zugute halten, dass sie sich durch diese Missgeschicke nicht sonderlich beeindrucken ließen. Es spricht für die gute Moral, dass sie weiterhin die Offensive suchten und vor allem im ersten Durchgang mehrfach Chancen zum Ausgleich besaßen. Und jedes Mal war Paul Gemein beteiligt, wenn es vor dem Andernacher Gehäuse gefährlich wurde. Das begann mit zwei Distanzschüssen in der 10. und 15. Minute, setzte sich fort mit zwei gescheiterten Versuchen, den Ball an Torhüter Steffen Weber vorbei ins Netz zu schieben: einmal aus halblinker Position (34.) und einmal im Torraum (38.), nachdem Deniz Öztürk Gemein mit einem Querpass glänzend angespielt hatte. Auch Sebastian Sonntag hatte Fortuna nicht auf seiner Seite, als sein Kopfball (26.) nur die Latte streifte.

Von den Platzherren war nach dem Führungstreffer nicht mehr viel zu sehen. Erwähnenswert ist lediglich die Szene, als Daniel Kossmann (24.) Torwart Kauert dazu zwang, die Kugel über die Querlatte zu lenken. Wie sich die Bilder glichen: Auch nach dem 0:2 ergriff das TuS-Team erneut die Initiative und versuchte mit unterschiedlichen Mitteln, die jetzt deutlich verstärkte Abwehrreihe der Gastgeber zu überwinden. Nach einer Stunde war man endlich erfolgreich: Die Öztürk-Flanke von rechts verlängerte Thomas Enke mit dem Kopf zum 1:2 In der Folge war es wieder Gemein, der mal mit einem platzierten Distanzschuss, mal mit einem Solo versuchte, eine Lücke zu finden.

Die Begründung, warum dies alles nicht zum Erfolg führte, lieferte Andernachs Trainer Franz-Josef Kowalski: „Wir haben deutlich tiefer und damit auch kompakter gestanden. Das war nach der vorausgegangenen Gegentorflut auch bitter nötig. Mit viel Aufwand und großer Effektivität haben wir ein für uns erfreuliches Ergebnis erzielt.“ Der Sieg hätte deutlich höher ausfallen können, wenn die Konter in der Schlussphase besser genutzt worden wären. So aber ließ sich Kauert im TuS-Tor nur noch einmal überwinden, nachdem er zuvor mehrfach ein weiteres Gegentor verhindert hatte. Der aufgerückte Jörn Heider (89.) war der Schütze zum 3:1-Endstand.

Von unserem Mitarbeiter Hans-Josef Schneider

SG 99 Andernach: Weber, Schmitz, M. Begen, K. Begen, Heider, Neunheuser, Unruh, K. Kossmann (74. Urbatzka), D. Kossmann (67. Zeneli), Külahcioglu (83. Bajrami), Hawel.

TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Irmgartz, Münch, Merken, Nuhn, Öztürk, Sonntag, Enke, Jaber (9. Schweigert), Gemein.

Schiedsrichter: Julian Jung (Giesenhausen).

Zuschauer: 180.

Tore: 1:0 K. Kossmann (4.), 2:0 Hawel (54.), 2:1 Enke (62.), 3:1 Heider (89.).

Quelle:Rhein-Zeitung

Mannschaft des Monats will weiter Punkten.

Der Tabellenvierte TuS Koblenz II hat den Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter bei seiner Aufholjagd auch nicht stoppen können. Wird nun der Tabellendritte SG 99 Andernach die Siegesserie des Aufsteigers beenden? Die Antwort darauf gibt es am Sonntag ab 15 Uhr im Derby auf dem Kunstrasen im Andernacher Stadion.

Ausgangslage: Zu behaupten, der TuS Oberwinter sei in der Rheinlandliga derzeit die Mannschaft der Stunde, geht fast schon als Untertreibung durch. Richtiger wäre: Es ist die Mannschaft des Monats. Immerhin hat sich der TuS mit dem schwungvollen 4:1 zu Hause gegen die Reserve der TuS Koblenz, dem vierten Sieg in Folge, erstmals seit dem 14. Spieltag wieder auf einen Nichtabstiegsplatz gehievt – nicht schlecht für eine Mannschaft, die zuvor neunmal in Folge nicht gewonnen hat.

Gegner: Freilich hat nicht nur der TuS wieder Tabellenbereiche erklommen, die lange Zeit fern lagen. Auch die SG 99 Andernach steht derzeit als Dritter so gut da wie schon lange nicht mehr, seit dem sechsten Spieltag, genauer gesagt. Nach zweimal Rang eins Anfang der Saison ging die Kurve für die Mannschaft von Trainer Franz Kowalski runter bis auf Rang acht. Dabei verfügt die SG 99 über die beste Offensive der Liga. Wobei sich die 64 Tore auf viele Schultern verteilen, Jan Hawel etwa hat elfmal getroffen, Daniel Kossmann zehnmal, Kadir Mete Begen kommt auf neun, Hakan Külahcioglu auf sieben und Maximilian Hilt noch auf sechs Tore – da muss der Gegner auf mehr als nur einen Stürmer aufpassen. Dass Andernach mit so viel Offensivraft nicht dauerhaft ganz oben mitmischt, liegt auch an der mitunter wackligen Defensive. Drei eigene Tore reichen nicht immer zu einem Punktgewinn, wie das 3:4 gegen den FSV Trier-Tarforst, das 3:5 gegen den VfB Linz, das 3:4 gegen den SV Windhagen oder gar das 3:7 gegen den SV Mehring – allesamt zu Hause – eindrucksvoll belegen. „Eigentlich ist Andernach in der Abwehr stabil, die vielen Gegentore überraschen mich auch“, sagt TuS-Trainer Tomas Lopez, der beim Gegner neben dem ausgeglichen starken Kader besonders die gefährlichen Standards bei Ecken, Freistößen und auch Einwürfen schätzt.

Hinspiel: Torreich ging es auch am 10. Oktober in Bandorf zu, allerdings waren die Tore ziemlich einseitig verteilt. Beim 5:1-Sieg, dem ersten nach vier Niederlagen am Stück, ließ die SG 99 dem TuS keine Chance. Schon nach vier Minuten lag Oberwinter mit 0:2 zurück. Das 1:5 von Sebastian Sonntag fünf Minuten vor Schluss war nur schlechte Kosmetik. „Wir haben ein Problem mit dem Kopf und der Leidenschaft“, urteilte TuS-Trainer Tomas Lopez enttäuscht.

Statistisches: Die Andernacher könnten noch besser dastehen, wenn sie sich zu Hause nicht schon fünf Niederlagen erlaubt hätten. Warum die SG 99 derzeit auswärts besser zurechtkommt, vermag auch SG-Trainer Franz Kowalski nicht so recht verstehen: „Das ist ein Phänomen, seit wir in der Rheinlandliga sind. Wir spielen dabei eigentlich immer gleich, suchen in jedem Spiel unser Heil in der Offensive und drücken auf das Tempo. Was zuletzt aber herausstach, war die unterschiedliche Effektivität.“

Aber auch so ist die SG 99 mit 17 Punkten die beste Rückrundenmannschaft. Allerdings ist der TuS in dieser Statistik auf dem besten Weg aufzuholen. Vier Siege am Stück hat der TuS in der vergangenen Saison zwar in der Bezirksliga geschafft (sogar acht), aber nicht in seiner bisher letzten Rheinlandligasaison 2014/15, wo es nur einmal zwei Siege gab.

Bemerkenswert: Während Oberwinter in der gesamten Hinrunde in 17 Spielen auf nur 27 Treffer kam, gelangen bei den jüngsten vier Siegen beachtliche 16 Tore. In den bisherigen sieben Duellen mit Andernach gab es für den TuS nur zwei Siege und ein Remis.

Trainerwort: Die Sorge, dass seine Mannschaft angesichts der jüngsten Erfolge abheben könnte, umtreibt TuS-Trainer Tomas Lopez nicht: „Andernach ist einer der schwierigsten Gegner, die wir im Moment bekommen können, da werden meine Spieler bestimmt nicht in der Erwartung dahinfahren, dass sie das Spiel mal eben mit links gewinnen könnten.“ Dass sie jetzt natürlich mit mehr Selbstvertrauen zur Sache geht, kann ihm nur recht sein: „Die Sicherheit ist wieder da. Das macht sich auch im spielerischen Bereich bemerkbar.“ Ein weiterer Baustein im Erfolgskonstrukt: „Wir haben gegen Koblenz zum ersten Mal seit langer, langer Zeit in unveränderter Aufstellung gespielt.“

Personal: Ein drittes Mal in Folge wird Lopez seine Mannschaft nicht ohne Veränderung aufs Feld schicken: Die gegen Koblenz erlittene Verletzung von Stürmer Tim Palm hat sich als Fußbruch erwiesen, für ihn ist die Saison beendet. Björn Thünker hat sich zudem einen leichten Muskelfaserriss zugezogen. Dafür ist die Rot-Sperre von Yannick Schweigert abgelaufen. Für Tim Palm könnten Thomas Enke, Paul Gemein oder Deniz Öztürk in die Spitze rücken.

Die Andernacher Startelf wird sich im Vergleich zur Vorwoche kaum ändern. Tobias Nix ist weiterhin verletzt. Alexander Unruh füllte die Position im defensiven Mittelfeld sehr gut aus. Möglich, dass Torjäger Daniel Kossmann nach seiner Verletzung erstmals wieder auflaufen wird.

Quelle: Rhein-Zeitung