Oberwinter gewinnt in letzter Sekunde 4:3!

Zur Halbzeit führt der TuS 3:2 gegen Mehring.
Einmal Jaber,zweimal Enke.Tore für Mehring durch Sözem.

Heimspielwochen stehen an!

Mit drei Heimspielen in Serie geht der TuS Oberwinter in die entscheidenden letzten Wochen.
Den Auftakt macht das Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den SV Mehring gefolgt von den
Heimspielen gegen Trier-Tarforst und Neitersen an den folgenden Sonntagen um 14:30 Uhr in Bandorf.

Gute Zwischenbilanz reicht noch nicht – Am Sonntag kommen Standardspezialisten
16 Punkte aus den vergangenen sieben Spielen – die Bilanz kann sich sehen lassen für den Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter. „Das ist gut“, sagt auch Trainer Tomas Lopez, der aber sofort anmahnt: „Das reicht noch nicht. Wir brauchen noch Punkte.“Und darum sollen am Sonntag (15 Uhr) beim Heimspiel gegen den SV Mehring auch gleich die nächsten Zähler her – so wie im Hinspiel, als Oberwinter ein 3:0 gelungen war.

„Das waren damals ganz andere Voraussetzungen“, meint Lopez: Beide Mannschaften seien da in keiner guten Verfassung gewesen, Mehring zudem nach einem Umbruch im Sommer noch in einer Findungsphase. Die dürfte jetzt abgeschlossen sein, auch wenn sich der SV im Winter noch einmal verstärkt hat: unter anderem mit Patrick Herres, einem ausgesprochenen Standardexperten. „Da sind die Mehringer sehr stark, die drei Tore in Trier sind alle nach Standards gefallen. Da müssen wir aufpassen“, so Lopez mit Blick auf das 3:2 beim FSV Trier-Tarforst, nach dem Mehring mit dem Abstieg nun endgültig nichts mehr zu tun haben dürfte. Das Spiel in Betzdorf hat dem TuS neben einem Punkt noch zwei Fragzeichen eingebracht: Deniz Öztürk (Achillessehnenbeschwerden) musste ebenso vorzeitig vom Feld wie Dane Irmgartz (Tritt abbekommen). Ihr Einsatz am Sonntag ist noch ungewiss.

Punkteteilung in Betzdorf

1:1 gegen Tabellennachbar Betzdorf: Gemeins Volleyabnahme reichte in Betzdorf nicht zum Sieg.

In den jüngsten Spielen hatte sich die Betzdorfer Startelf ob der akuten Personalnot oftmals von selbst ergeben, diesmal aber standen Trainer Marco Weller wieder drei Ersatzkräfte zur Verfügung. Dass auch Kenny Scherreiks zu diesem Trio zählte, der mit 13 Treffern beste Torschütze der SG 06, dürfte vor allem beim heimischen Anhang für Verwunderung gesorgt haben. Weller hingegen spielte wie schon beim 0:5 gegen Eisbachtal von Beginn an, diesmal aber nicht in der Innenverteidigung, sondern in vorderster Front. Abgesehen von einem Freistoß aus halbrechter Position, den er in die Mitte brachte, trat der 40-Jährige allerdings kaum in Erscheinung.

Torraumszenen blieben den jüngeren Spielern vorbehalten, wenngleich es an derlei Situationen mangelte. Ein Chancenplus verbuchten dabei in den ersten 45 Minuten die Gäste vom Rhein, für die Paul Gemein gleich zweimal die Führung auf dem Fuß hatte. Erstmals, als er nach einem weiten Abschlag seines Torwarts Benjamin Kauert davon profitierte, dass sich niemand für den gleich mehrfach aufspringenden Ball zu interessieren schien. Gemein reagierte als erstes und stand plötzlich frei vor SG-Keeper Marvin Scherreiks, der jedoch lange stehen blieb und letztlich mit der Brust klärte (19.). Kurz vor der Pause tauchte der Oberwinterer Linksaußen nach einem Schnittstellenpass von Sebastian Sonntag erneut vor Scherreiks auf, der wiederum als Sieger hervorging (43.). Doch auch die Betzdorfer bekamen ihre Chance – und was für eine: Haitham Eleuch schlenzte den Ball an den Außenpfosten (31.).

Drei Torraumszenen im ersten Durchgang erweckten nicht den Anschein, dass nach dem Seitenwechsel ein schnelles Tor fallen würde. Doch genau so kam es. Fünf Minuten waren nach dem Wiederbeginn verstrichen, da ließ Ersel Sahin zwei Gegenspieler aussteigen und brachte dann mit seinem Abschluss TuS-Torwart Kauert insofern in Verlegenheit, dass dieser den Ball nur unzureichend abwehren konnte. Nutznießer war der aufgerückte Christoph Lichtenfeld, der zum 1:0 einschob (51.).

In den folgenden Minuten hatten die Einheimischen das Geschehen im Griff, erst ab der 65. Minute wurde Oberwinter wieder munterer. Und es dauerte nicht lange, bis sich das auch im Ergebnis bemerkbar machte: Seinen dritten Torversuch setzte Paul Gemein mit einer Volleyabnahme ins lange Eck unhaltbar für Marvin Scherreiks in die Maschen (77.).

Einen Aufreger gab’s danach noch. Allerdings einen der weniger schönen Art, denn Gästespieler Jonas Jaber flog mit Gelb-Rot vom Platz (82.). Besonders bitter: Schiedsrichter Lukas Heep wertete ein Foulspiel von Hikmet Aydin als Schwalbe von Jaber. Mehr als diese Fehlentscheidung ärgerte TuS-Trainer Tomas Lopez hinterher jedoch der Zustand des Betzdorfer Rasens: „So etwas habe ich in der Rheinlandliga noch nicht erlebt“, schimpfte er. „Fußball spielen ist auf diesem Platz nicht möglich. Trotzdem haben wir uns einige gute Chancen herausgespielt. Im Endeffekt war mehr drin für uns, aber mit dem 1:1 können wir leben.“ Das galt in Anbetracht der Tabellensituation weniger für die Betzdorfer, deren Co-Trainer Mounir Saida nach dem Abpfiff aber etwas anderes wichtiger war: „Der Auftritt war bedeutend besser als zuletzt.“

Betzdorf: M. Scherreiks – Abdellaoui, Kasikci, Aydin, Lichtenfeld – Weber, Eleuch, Bayram, Sahin – Weller (61. K. Scherreiks), Jashari.
Oberwinter: Kauert – Irmgartz (76. Kalin, Münch, Koll, Nuhn – Merken, Schweigert (90. Brötz) – Öztürk (24. Jaber), Sonntag, Gemein – Enke.
Schiedsrichter: Lukas Heep (Neuwied).
Zuschauer: 95.
Tore: 1:0 Christoph Lichtenfeld (51.), 1:1 Paul Gemein (77.).
Besonderheit: Gelb-Rot gegen Oberwinters Jonas Jaber (82., Foulspiel und Schwalbe).

Quelle:Rhein-Zeitung

Wichtige Heimspiele stehen an!

Der TuS Oberwinter hat einen alten Rivalen zu Gast

Vier der nächsten fünf Spiele darf Fußball- Rheinlandligist TuS Oberwinter daheim im Bandorfer Tal austragen. Hier gilt es jetzt, die nötigen Punkte für den Klassenverbleib einzufahren. Am Sonntag (14.30 Uhr) gastiert der Rhein/Ahr-Rivale SG Eintracht Mendig/Bell in Oberwinter, schon zu Bezirksligazeiten stets ein umkämpftes Spiel.
Die Mannschaft von der Mendiger Brauerstraße kann sorgenfrei anreisen, am vergangenen Wochenende wurde mit dem 2:1-Sieg gegen den SV Mehring die ominöse 40-Punkte-Marke überschritten. Der TuS musste trotz guten Spiels in der Vorwoche eine 1:3-Niederlage bei der SG 99 Andernach schlucken, nachdem zuvor vier Spiele in Folge gewonnen worden waren. Ein weiterer Wermutstropfen: Bezirksligist Ahrweiler BC gab nach der Verpflichtung von Sebastian Sonntag auch noch die aktuellen TuS-Akteure Furkan Kalin und Paul Gemein als Neuzugänge bekannt. „Wir wollen uns aus Fairnessgründen erst zum Saisonende zu Personalien äußern. Wir haben diese Abgänge, aber man muss sich keine Sorgen machen. Wir haben auch schon eine Reihe von Neuzugängen und werden im nächsten Jahr qualitativ und in der Breite besser aufgestellt sein“, stellt TuS-Trainer Tomas Lopez klar. „Aus Respekt vor den abgebenden Vereinen machen wir es aber noch nicht öffentlich. Die Spieler sollen sich auf die Aufgaben bei ihren Vereinen konzentrieren. Wir konzentrieren uns auf den Klassenverbleib in der Rheinlandliga.“

Dafür wäre ein Erfolg gegen die SG Mendig/Bell enorm hilfreich. Lopez weiß aber um die Schwere der Aufgabe: „Mendig hat sehr viel Qualität. Ob über die Außen oder im Sturmzentrum, auch bei Standards, Mendig ist immer für Tore gut. Defensiv muss man die Räume unheimlich eng machen. Es wird taktisch sicherlich etwas anders als gegen Andernach.“

Die 0:4-Pleite aus dem Hinspiel soll am Sonntag auch nicht ansatzweise in den Köpfen der Oberwinterer Spieler stecken, ging man doch kaum konkurrenzfähig in die Partie. „Mein Co-Trainer Arno Mehren und ich waren als Ersatzspieler aufgeführt, das sagt ja eigentlich schon anders. Wir sind auf jeden Fall besser aufgestellt und auch in der Entwicklung viel weiter als noch im Oktober“, meint Lopez.

Ein paar personelle Sorgen gibt es aber dennoch. Jonas Jaber musste in der Vorwoche verletzt früh raus und konnte unter der Woche genauso nicht trainieren wie Stürmer Thomas Enke. Bei beiden Akteuren besteht aber noch Hoffnung auf einen Einsatz. Tim Palm wird in dieser Spielzeit nach seinem Fußbruch nicht mehr zum Einsatz kommen. „Wir wollen uns nicht an Rechenspielen beteiligen und überlegen, wie viele Punkte man braucht.Wir wollen uns nur auf Mendig konzentrieren und dieses Spiel gewinnen. Alles andere wird ausgeblendet“, so Lopez.

Die Mendiger Eintracht thront punktgleich mit der SG 99 Andernach an der Spitze des Verbandsoberhauses – zumindest in der Rückrundenstatistik. Mit 20 Punkten aus zehn Spielen hat sich das Team um Kapitän Florian Schlich schon frühzeitig ins gesicherte Mittelfeld abgesetzt. Trainer Cornel Hirt kennt die Gründe für den starken Lauf der Eintracht: „Nach dem Umbruch im Sommer mussten wir uns erst einmal finden. Die Wintervorbereitung hat uns dann noch einmal richtig gutgetan. Zudem haben die Winterzugänge Lars Bohm, Kodai Stalph und Manuel Oster die Qualität des Kaders noch mal richtig angehoben. Jetzt gilt es, noch ein paar Punkte zu holen und dann die Mannschaft Stück für Stück weiterzuentwickeln.“

Der gute Lauf der Eintracht ist aber auch in einer Siegesserie von sechs Spielen an der heimischen Brauerstraße begründet. Auswärts haben die Mendiger in vier Rückrunden-Auftritten erst zwei Punkte geholt. Das Derby gegen Oberwinter wird also zum Prüfstein, ob die Vulkanstädter auch auswärts brillieren können.

Personell bleibt der Mendiger Kader nahezu unverändert. Routinier John Rausch muss weiterhin mit einer Knieverletzung passen, ansonsten kann Hirt aus dem Vollen schöpfen. „Ein paar Wehwehchen hier und da sind bei dem Stand der Saison normal. Wir wollen schnellstmöglich die 43 Punkte vollbekommen und wollen dies bereits am Sonntag erreichen“, gibt sich Hirt kämpferisch.

Quelle:Rhein-Zeitung

Niederlage in Andernach!

Andernach stoppt Oberwinters Siegesserie

Mit dem 3:1 (1:0)-Heimerfolg gegen TuS Oberwinter hat Fußball-Rheinlandligist SG 99 Andernach seinen dritten Tabellenrang gefestigt und endlich seinen Anhängern wieder einen Dreier auf heimischem Geläuf beschert. Der einige Kilometer rheinabwärts beheimatete Gast und Lokalrivale erlitt nach vier Siegen in Serie einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt und nimmt weiter Platz 15 ein.

Für TuS-Trainer Tomas Lopez war die Auswärtsniederlage bei einem Team aus der oberen Etage kein Beinbruch. „Wir waren sogar spielerisch die bessere Mannschaft und haben uns selbst durch unverzeihliche Fehler in der Abwehr um den verdienten Lohn gebracht“, lautete sein Fazit nach 90 Derbyminuten, die wegen der sommerlichen Temperaturen bei allen Akteuren Spuren hinterlassen haben. Mit einem geschenkten Tor, so Lopez, geriet sein Team zu Beginn des Spiels ins Hintertreffen, und auch das 0:2 resultierte aus individuellen Schwächen in der Defensivabteilung. Beim 1:0 (4.) ließ sich Mirko Koll von seinem Gegenspieler Hakan Külahcioglu düpieren, der anschließend die Kugel nach innen passte, wo Kapitän Kim Kossmann völlig frei stehend nur noch einzulochen brauchte.

Dem zweiten Gegentreffer (54.) ging eine Szene voraus, die man mit einem Befreiungsschlag längst hätte bereinigen können. Der aus der Unentschlossenheit und unnützem Ballgeschiebe resultierende Einwurf leitete das Verhängnis ein. Hatte man noch nie von der Andernacher Wunderwaffe gehört oder gelesen? So jedenfalls schien es, als Philipp Schmitz einen seiner gefürchteten langen Einwürfe so in den Strafraum platzierte, dass Kopfball-Spezialist Jan Hawel nur noch die Stirn hinhalten brauchte, um Torhüter Benjamin Kauert zum zweiten Mal hinter sich greifen zu lassen. Man muss den Gästen aus Oberwinter zugute halten, dass sie sich durch diese Missgeschicke nicht sonderlich beeindrucken ließen. Es spricht für die gute Moral, dass sie weiterhin die Offensive suchten und vor allem im ersten Durchgang mehrfach Chancen zum Ausgleich besaßen. Und jedes Mal war Paul Gemein beteiligt, wenn es vor dem Andernacher Gehäuse gefährlich wurde. Das begann mit zwei Distanzschüssen in der 10. und 15. Minute, setzte sich fort mit zwei gescheiterten Versuchen, den Ball an Torhüter Steffen Weber vorbei ins Netz zu schieben: einmal aus halblinker Position (34.) und einmal im Torraum (38.), nachdem Deniz Öztürk Gemein mit einem Querpass glänzend angespielt hatte. Auch Sebastian Sonntag hatte Fortuna nicht auf seiner Seite, als sein Kopfball (26.) nur die Latte streifte.

Von den Platzherren war nach dem Führungstreffer nicht mehr viel zu sehen. Erwähnenswert ist lediglich die Szene, als Daniel Kossmann (24.) Torwart Kauert dazu zwang, die Kugel über die Querlatte zu lenken. Wie sich die Bilder glichen: Auch nach dem 0:2 ergriff das TuS-Team erneut die Initiative und versuchte mit unterschiedlichen Mitteln, die jetzt deutlich verstärkte Abwehrreihe der Gastgeber zu überwinden. Nach einer Stunde war man endlich erfolgreich: Die Öztürk-Flanke von rechts verlängerte Thomas Enke mit dem Kopf zum 1:2 In der Folge war es wieder Gemein, der mal mit einem platzierten Distanzschuss, mal mit einem Solo versuchte, eine Lücke zu finden.

Die Begründung, warum dies alles nicht zum Erfolg führte, lieferte Andernachs Trainer Franz-Josef Kowalski: „Wir haben deutlich tiefer und damit auch kompakter gestanden. Das war nach der vorausgegangenen Gegentorflut auch bitter nötig. Mit viel Aufwand und großer Effektivität haben wir ein für uns erfreuliches Ergebnis erzielt.“ Der Sieg hätte deutlich höher ausfallen können, wenn die Konter in der Schlussphase besser genutzt worden wären. So aber ließ sich Kauert im TuS-Tor nur noch einmal überwinden, nachdem er zuvor mehrfach ein weiteres Gegentor verhindert hatte. Der aufgerückte Jörn Heider (89.) war der Schütze zum 3:1-Endstand.

Von unserem Mitarbeiter Hans-Josef Schneider

SG 99 Andernach: Weber, Schmitz, M. Begen, K. Begen, Heider, Neunheuser, Unruh, K. Kossmann (74. Urbatzka), D. Kossmann (67. Zeneli), Külahcioglu (83. Bajrami), Hawel.

TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Irmgartz, Münch, Merken, Nuhn, Öztürk, Sonntag, Enke, Jaber (9. Schweigert), Gemein.

Schiedsrichter: Julian Jung (Giesenhausen).

Zuschauer: 180.

Tore: 1:0 K. Kossmann (4.), 2:0 Hawel (54.), 2:1 Enke (62.), 3:1 Heider (89.).

Quelle:Rhein-Zeitung

Mannschaft des Monats will weiter Punkten.

Der Tabellenvierte TuS Koblenz II hat den Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter bei seiner Aufholjagd auch nicht stoppen können. Wird nun der Tabellendritte SG 99 Andernach die Siegesserie des Aufsteigers beenden? Die Antwort darauf gibt es am Sonntag ab 15 Uhr im Derby auf dem Kunstrasen im Andernacher Stadion.

Ausgangslage: Zu behaupten, der TuS Oberwinter sei in der Rheinlandliga derzeit die Mannschaft der Stunde, geht fast schon als Untertreibung durch. Richtiger wäre: Es ist die Mannschaft des Monats. Immerhin hat sich der TuS mit dem schwungvollen 4:1 zu Hause gegen die Reserve der TuS Koblenz, dem vierten Sieg in Folge, erstmals seit dem 14. Spieltag wieder auf einen Nichtabstiegsplatz gehievt – nicht schlecht für eine Mannschaft, die zuvor neunmal in Folge nicht gewonnen hat.

Gegner: Freilich hat nicht nur der TuS wieder Tabellenbereiche erklommen, die lange Zeit fern lagen. Auch die SG 99 Andernach steht derzeit als Dritter so gut da wie schon lange nicht mehr, seit dem sechsten Spieltag, genauer gesagt. Nach zweimal Rang eins Anfang der Saison ging die Kurve für die Mannschaft von Trainer Franz Kowalski runter bis auf Rang acht. Dabei verfügt die SG 99 über die beste Offensive der Liga. Wobei sich die 64 Tore auf viele Schultern verteilen, Jan Hawel etwa hat elfmal getroffen, Daniel Kossmann zehnmal, Kadir Mete Begen kommt auf neun, Hakan Külahcioglu auf sieben und Maximilian Hilt noch auf sechs Tore – da muss der Gegner auf mehr als nur einen Stürmer aufpassen. Dass Andernach mit so viel Offensivraft nicht dauerhaft ganz oben mitmischt, liegt auch an der mitunter wackligen Defensive. Drei eigene Tore reichen nicht immer zu einem Punktgewinn, wie das 3:4 gegen den FSV Trier-Tarforst, das 3:5 gegen den VfB Linz, das 3:4 gegen den SV Windhagen oder gar das 3:7 gegen den SV Mehring – allesamt zu Hause – eindrucksvoll belegen. „Eigentlich ist Andernach in der Abwehr stabil, die vielen Gegentore überraschen mich auch“, sagt TuS-Trainer Tomas Lopez, der beim Gegner neben dem ausgeglichen starken Kader besonders die gefährlichen Standards bei Ecken, Freistößen und auch Einwürfen schätzt.

Hinspiel: Torreich ging es auch am 10. Oktober in Bandorf zu, allerdings waren die Tore ziemlich einseitig verteilt. Beim 5:1-Sieg, dem ersten nach vier Niederlagen am Stück, ließ die SG 99 dem TuS keine Chance. Schon nach vier Minuten lag Oberwinter mit 0:2 zurück. Das 1:5 von Sebastian Sonntag fünf Minuten vor Schluss war nur schlechte Kosmetik. „Wir haben ein Problem mit dem Kopf und der Leidenschaft“, urteilte TuS-Trainer Tomas Lopez enttäuscht.

Statistisches: Die Andernacher könnten noch besser dastehen, wenn sie sich zu Hause nicht schon fünf Niederlagen erlaubt hätten. Warum die SG 99 derzeit auswärts besser zurechtkommt, vermag auch SG-Trainer Franz Kowalski nicht so recht verstehen: „Das ist ein Phänomen, seit wir in der Rheinlandliga sind. Wir spielen dabei eigentlich immer gleich, suchen in jedem Spiel unser Heil in der Offensive und drücken auf das Tempo. Was zuletzt aber herausstach, war die unterschiedliche Effektivität.“

Aber auch so ist die SG 99 mit 17 Punkten die beste Rückrundenmannschaft. Allerdings ist der TuS in dieser Statistik auf dem besten Weg aufzuholen. Vier Siege am Stück hat der TuS in der vergangenen Saison zwar in der Bezirksliga geschafft (sogar acht), aber nicht in seiner bisher letzten Rheinlandligasaison 2014/15, wo es nur einmal zwei Siege gab.

Bemerkenswert: Während Oberwinter in der gesamten Hinrunde in 17 Spielen auf nur 27 Treffer kam, gelangen bei den jüngsten vier Siegen beachtliche 16 Tore. In den bisherigen sieben Duellen mit Andernach gab es für den TuS nur zwei Siege und ein Remis.

Trainerwort: Die Sorge, dass seine Mannschaft angesichts der jüngsten Erfolge abheben könnte, umtreibt TuS-Trainer Tomas Lopez nicht: „Andernach ist einer der schwierigsten Gegner, die wir im Moment bekommen können, da werden meine Spieler bestimmt nicht in der Erwartung dahinfahren, dass sie das Spiel mal eben mit links gewinnen könnten.“ Dass sie jetzt natürlich mit mehr Selbstvertrauen zur Sache geht, kann ihm nur recht sein: „Die Sicherheit ist wieder da. Das macht sich auch im spielerischen Bereich bemerkbar.“ Ein weiterer Baustein im Erfolgskonstrukt: „Wir haben gegen Koblenz zum ersten Mal seit langer, langer Zeit in unveränderter Aufstellung gespielt.“

Personal: Ein drittes Mal in Folge wird Lopez seine Mannschaft nicht ohne Veränderung aufs Feld schicken: Die gegen Koblenz erlittene Verletzung von Stürmer Tim Palm hat sich als Fußbruch erwiesen, für ihn ist die Saison beendet. Björn Thünker hat sich zudem einen leichten Muskelfaserriss zugezogen. Dafür ist die Rot-Sperre von Yannick Schweigert abgelaufen. Für Tim Palm könnten Thomas Enke, Paul Gemein oder Deniz Öztürk in die Spitze rücken.

Die Andernacher Startelf wird sich im Vergleich zur Vorwoche kaum ändern. Tobias Nix ist weiterhin verletzt. Alexander Unruh füllte die Position im defensiven Mittelfeld sehr gut aus. Möglich, dass Torjäger Daniel Kossmann nach seiner Verletzung erstmals wieder auflaufen wird.

Quelle: Rhein-Zeitung

Siegesserie ausgebaut!

Auch das Heimspiel gegen den Tabellendritten TuS Koblenz II wurde mit 4:1 gewonnen.

Die Hausherren stellten damit einmal mehr ihre aufsteigende Form nach der Winterpause unter Beweis. Für Oberwinter war es der vierte Sieg in Folge. Nach einer torlosen ersten Hälfte ging es zu Beginn des zweiten Durchgangs Schlag auf Schlag. Zunächst brachte Deniz Öztürk die Gastgeber mit 1:0 in Führung (47.). Doch die Koblenzer Antwort erfolgte umgehend in Person von Niklas Hermann, der in der 52. Minute eine tolle Kombination zum 1:1-Ausgleich vollendete. Diese Torchance der Gäste sollte allerdings die einzige im zweiten Durchgang bleiben. Es folgte der Auftritt von Jonas Jaber. Der Stürmer erzielte mit seinen Saisontoren 12-14 einen lupenreinen Hattrick (58., 65., 85.) und sorgte somit für den klaren Heimsieg. Hierbei zeigte sich insbesondere die Passqualität von Björn Thünker, an deren Ende Jaber nur noch vollenden musste.

Leider blieb es am gestrigen Abend nicht nur bei den positiven Nachrichten. Stürmer Tim Palm hat sich den Fuß gebrochen. Ein herber Verlust für die Mannschaft.

Oberwinter will Siegesserie ausbauen!

In Oberwinter kommt es zu einem Treffen zweier Dreifach-Serientäter

Beim Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter hat die Hoffnung auf den Klassenverbleib neue Nahrung gewonnen. Ob sich der Aufschwung nun aber auch über Ostern fortsetzt? Immerhin ist am Samstag (19 Uhr) nun mit der Reserve der TuS Koblenz der Tabellendritte zu Gast.

Ausgangslage: Mit seinen drei Siegen in Folge (3:0 beim VfB Linz, 4:2 gegen den SV Morbach und 5:2 gegen die SG Badem) hat der TuS Oberwinter tatsächlich wieder den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt. Mit der SG Betzdorf (die allerdings drei Spiele in Rückstand ist) zog der TuS nach Punkten gleich, zum gerade bezwungenen VfB Linz sind es nur noch zwei Pünktchen. Das Licht am Ende des Tunnels leuchtet wieder so kräftig wie schon lange nicht mehr. Natürlich stehen nun gegen einen Tabellendritten wie Koblenz die Chancen nicht unbedingt blendend, doch scheint die TuS-Reserve derzeit außer Tritt. Während Oberwinter dreimal gewann, kassierte Koblenz II drei Niederlagen am Stück – ein Duell zweier Dreifach-Serientäter also.

Gegner: Nachdem die Koblenzer Reserve in der vergangenen Saison mit Platz acht die eigenen Erwartungen nicht ganz erfüllt hat, verstärkte sie sich in der Sommerpause nicht zuletzt für die Offensive, wo die Hoffnungen unter anderem auf dem von der SG Mendig/Bell gekommenen Ex-Burgbrohler Lars Bohm lagen. Und der hat bislang immerhin auch schon acht Mal getroffen. Noch besser war Derlil Arbusu (10). Überhaupt zeigte sich die Koblenzer Reserve bisher als treffsicher (52 Tore). Nur die SG Mülheim-Kärlich (56) und die SG 99 Andernach (61) erwiesen sich in dieser Hinsicht als noch besser. Und so rangiert die Mannschaft von Trainer Dirk Laux derzeit auf dem dritten Platz, wobei die gute Bilanz zuletzt getrübt wurde durch die drei Niederlagen in Folge (1:2 gegen den SV Mehring, 2:3 bei der SG Mendig/Bell und 0:2 gegen die SG 99 Andernach).

Hinspiel: Dass Oberwinters Trainer Tomas Lopez nach der Partie meinte, es sei mehr dringewesen, mag angesichts einer 2:5-Niederlage überraschen. Nur hatte seine Mannschaft in der Tat lange durch Tim Palm 1:0 geführt (43.), ehe Koblenz mit drei Toren (68., 74., 85.) die Partie drehte. Paul Gemein sorgte mit dem 2:3 noch einmal für Spannung (89.), und tatsächlich fielen in der Schlussphase auch noch Tore – aber für Koblenz (90. und 90.+2), sodass am Ende eine vermeintlich deutliche Niederlage für die Gäste stand.

Statistisches: Dreimal in Folge wie zuletzt hat Oberwinter zuvor ebenso in dieser Saison noch nicht gewonnen wie Koblenz dreimal am Stück verloren. Damit liegen beide Mannschaften in der Rückrundentabelle mit je zehn Punkten gleichauf auf den Plätzen elf und zwölf. Allerdings ist Koblenz II mit 25 Punkten die beste Auswärtsmannschaft der Liga. Von den letzten fünf direkten Duellen gewann Oberwinter nur eins: am 30. Oktober 2009 mit 2:0. Es folgten vier Niederlagen.

Trainerwort: Es gehört zu den Trainereigenarten, immer mäßigend auf die eigene Mannschaft einzuwirken, Schlechtes nicht zu schlecht zu reden und Gutes nicht zu gut. Und so erinnert Oberwinters Trainer Tomas Lopez bei aller Freude und Erleichterung über die drei jüngsten Siege daran „dass wir immer noch im Abstiegskampf sind. Egal, wie der Gegner heißt, müssen wir immer alles geben und versuchen, Punkte zu holen.“

Abgesehen von dem nun für den TuS wieder etwas freundlicheren Tabellenbild haben die Erfolge in seinen Augen noch einen anderen Effekt: „Sie sind auch eine Bestätigung für die Mannschaft.“ Heißt übersetzt: Der Glaube an die eigene Stärke nimmt zu. Und was das ausmacht, hat ja das 3:0 in Morbach bewiesen: „In Sachen Leidenschaft hatten wir ein klares Übergewicht gegenüber Linz“, so Lopez.

Genau jene Leidenschaft hat auf der Gegenseite der Koblenzer Trainer Dirk Laux beim 1:2 zu Hause gegen den SV Mehring lange Zeit vermisst: „Warum die Mannschaft sich vor der Pause so passiv verhalten hat, ist mir ein Rätsel. Erst im zweiten Spielabschnitt haben die Jungs das Verhalten gezeigt, das nötig ist, um solch eine Partie zu gewinnen. Aber da war es leider schon zu spät.“

Personal: Bei Oberwinter hat sich die lange Zeit so angespannte Lage deutlich entspannt. Nachdem zuletzt auch noch Fabian Groß wieder auf der Bank gesessen hat, ist er nun nach einer weiteren Woche fit genug, um sich als echte Alternative anzubieten. Was ein gesunder Konkurrenzkampf und eine gute Bank ausmachen, hat sich in Linz bewiesen, als mit Thomas Enke und Björn Thünker zwei Einwechselspieler die Tore zum 2:0 und 3:0 erzielten.

Ganz anders die Lage bei der Koblenzer Reserve. „Was uns am meisten Sorgen bereitet, ist der kleine Kader, das ist ein wirkliches Problem“, beklagt Co-Trainer Marc Schraivogel. Da kommt der 18-jährige Offensivspieler Yiltrim Sulejmani aus Österreich vom SV Grödig wie gerufen. „Er wird ab sofort für uns spielen und unsere Personalprobleme ein wenig schmälern“, sagt Schraivogel.
Quelle:Rhein-Zeitung

Serie ausgebaut!

TuS Oberwinter schafft den Anschluss!

Der VfB Linz steckt wieder mitten im Abstiegskampf, während TuS Oberwinter den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze geschafft hat. So lautet das Fazit nach der 0:3 (0:1)-Heimniederlage der Linzer im Derby der Fußball-Rheinlandliga gegen den TuS. Der Sieg für Oberwinter gegen harmlose VfB-Akteure war völlig verdient und nie ernsthaft gefährdet.

Für den Linzer Trainer Paul Becker kam die Niederlage nicht unerwartet: „Wir hatten diese Woche im Schnitt nur zehn Spieler im Training. Zudem fehlen Leistungsträger wegen Urlaubs. Mit dieser Einstellung kannst du nicht Rheinlandliga spielen. Das muss die Mannschaft allerdings mit sich selbst austragen. Wir haben jedoch die Quittung dafür bekommen.“

Während Becker die richtige Einstellung im Abstiegskampf gerade in dieser wichtigen Phase vermisst, ist sie für den Oberwinterer Trainer Tomas Lopez der Schlüssel zum Erfolg seiner Elf in den vergangenen Wochen, und spätestens jetzt nach dem Sieg in Linz. „Es ziehen alle Spieler an einem Strang. Auch die Spieler, die nicht von Beginn an auflaufen, geben im Training, und wenn sie dann spielen richtig Gas. Mich freut es besonders, dass zwei Einwechselspieler sich für diese Einstellung mit Toren selbst noch belohnt haben,“ sieht Lopez eine verschworene Einheit in seinem Kader.

Über die 90 Minuten gesehen, geriet der Sieg der Gäste nie in Gefahr. Nach zuvor bereits zwei harten Fouls im Strafraum unmittelbar nacheinander ahndete Schiedsrichter Ralf Volk aus Brey das harte Einsteigen des Linzers Samet Aslan völlig korrekt mit einem Elfmeterpfiff. Paul Gemein verwandelte sicher zur 1:0-Führung für die Gäste (10.). Danach dominierte der TuS bis zum Halbzeitpfiff gegen ängstliche Linzer. Besonders die rechte Abwehrseite des VfB nutzten die Gäste immer wieder für gefährliche Angriffe. Der überragend haltende Linzer Torwart Sebastian Seitz verhinderte nach einem abgefälschten Kopfball von Tim Palm (31.) und bei einer Eins-gegen-Eins-Situation gegen Gemein vereinen höheren Rückstand für den VfB zur Pause (39.).

Die Einwechslung von Rechtsverteidiger Alexander Kastert sorgte nach dem Wechsel für mehr Sicherheit in der VfB-Viererkette. Zudem bemühten sich die Gastgeber nun um mehr Spielanteile, doch die ganz großen Torraumszenen blieben weiter aus. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir einen Gegentreffer kassieren könnten. Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Wir haben die ansonsten spielstarken Linzer schon früh attackiert. So mussten sie immer wieder auf lange Bälle zurückgreifen. Damit hatten wir hinten keine Probleme mit“, sagte Lopez, der nur bei einem Gewaltschuss von Benedikt Joch, den TuS-Torwart Benjamin Kauert glänzend abwehrte, tief durchatmen.

In den Schlussminuten warf Linz alles nach vorne und wurde hinten eiskalt erwischt. Zunächst sorgte Thomas Enke für das 0:2 (89.), ehe Björn Thünker der Treffer zum 0:3-Endstand gelang (90. + 2). Beide Torschützen waren zuvor von Lopez eingewechselt worden. In der Tabelle trennen den VfB Linz und TuS Oberwinter jetzt nur noch zwei Punkte. Der Kampf um den Klassenverbleib ist für beide Teams neu entbrannt – für den TuS Oberwinter mit positiven Vorzeichen, für Linz mit negativen.

VfB Linz – TuS Oberwinter 0:3 (0:1)
VfB Linz: Sebastian Seitz – Kizilkan, Böcking, Burghard, Joch – Aslan (46. Kastert), Eric Becker – Mario Seitz, Yannik Becker, Guido Lemke (67. Lacher) – Tolaj.

TuS Oberwinter: Kauert – Irmgartz, Münch, Merken, Koll – Nuhn, Sonn-tag, Palm (72. Enke), Gemein – Jaber (90. Thünker), Ötztürk (87. Brötz).

Schiedsrichter: Ralf Volk (Brey).

Zuschauer: 145.

Tore: 0:1 Paul Gemein (10., Foulelfmeter), 0:2 Thomas Enke (89.), 0:3 Björn Thünker (90. + 2).

Quelle:Rhein-Zeitung