Oberwinter hätte den Sieg verdient gehabt

In der Fußball-Bezirksliga Mitte kam der TuS Oberwinter bei der SG Vordereifel über ein 1:1 (1:1)-Remis nicht hinaus.

Da die Konkurrenz aus Metternich und Kirchberg ihre Spiele erfolgreich absolvierte, rutschte die Lopez-Truppe auf den dritten Tabellenplatz ab. 150 Zuschauer sahen eine starke Gästemannschaft, die das Geschehen bei starkem Wind überwiegend dominierte. Folgerichtig die 1:0-Führung der TuS-Elf durch Abwehrspieler Mirko Koll. Fünf Minuten später prompt die Antwort der Platzherren. SG-Torjäger Patrick Stein tauchte frei vor dem Gästetor auf und versenkte das Leder zum schmeichelhaften 1:1-Pausenstand. „Das war sehr ärgerlich. Da haben wir gepennt“, ärgerte sich Oberwinters Co-Trainer Mario Brötz, der den grippeerkrankten Chefcoach Tomas Lopez vertrat.
Im zweiten Durchgang wurde der Wind noch extremer und die Platzherren mussten nicht nur gegen die spielstarken Gäste, sondern auch gegen die heftige Luft ran. Eine kampfstarke und stabile SG-Hintermannschaft und ein zuverlässiger Torwart Patrice Sesterhenn verhinderten aber weitere Torerfolge der Rheinstädter. „Ein paar Mal hat es gebrannt, aber wir haben gut verteidigt“, unterstrich Vordereifels Coach Peter Geisen. Es blieb bei dem 1:1, mit dem Geisen sehr gut leben konnte. „Unter der Woche habe ich viel Leidenschaft gefordert. Das hat die Mannschaft gut umgesetzt.“ Im TuS-Lager war Brötz mit dem Ergebnis unzufrieden. „In einigen Situationen hatten wir Pech, der letzte Tick fehlte aber auch. Wir hätten den Sieg verdient gehabt, haben wir doch deutlich mehr investiert als unsere Gastgeber“, so der Vertreter von Lopez. Eine Randnotiz: Schiedsrichter Janek Eiden aus Reil machte einen guten Job in einem ruhigen Spiel und verteilte nur eine Gelbe Karte. Der Schiri war eigentlich nur da, um die Zeit zu stoppen, so fair war es.

Am kommenden Sonntag hat der TuS Oberwinter um 14.30 Uhr den Tabellenfünften SG Unzenberg/Sargenroth/Mengerschied zu Gast. Einen weiteren Punktverlust darf sich die Elf von der Bandorfer Höhe nicht erlauben, sonst ist der Meisterschaftszug vorzeitig abgefahren.

Quelle:http://www.blick-aktuell.de

Spitzenreiter SV Oberzissen gastiert auf der Bandorfer Höhe

TuS Oberwinter II – SV Oberzissen (So., 11.30 Uhr).

„Wir können locker aufspielen, denn in dieser Partie erwartet niemand von uns etwas Zählbares“, meint TuS- Trainer Frank Buska. „In so einem Spiel kann eine Mannschaft aber auch zusammenwachsen und sich Selbstbewusstsein holen für die kommenden Aufgaben.“ In Lucas Jüttner (Urlaub) fehlt den Oberwinterern ein Torschütze aus der Vorwoche. SVO-Coach Tobias Dedenbach warnt sein Team: „Es besteht natürlich die Gefahr, dass wir den Gegner unterschätzen. In Oberwinter haben wir uns in den letzten Jahren oft schwer getan. Auch das 2:1 im Hinspiel war eine enges Spiel. Keiner darf glauben, dass es mit weniger Einsatz geht.“ In Eric Naumann, Dennis Labes, Patrick Adams sowie Simon Müller fehlen dem SVO gleich vier etablierte Kräfte.

Wiedergutmachung in der Eifel

Ist die Pleite gegen den Letzten schon verdaut?

So richtig verdaut haben die Spieler und Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten TuS Oberwinter den „Plaidt-Schock“ vom vergangenen Wochenende immer noch nicht. Zwei Mal führte die Mannschaft im Heimspiel gegen den Tabellenletzten, um dann doch noch mit 2:3 als Verlierer vom Platz zu gehen.

Als Tabellenzweiter befindet sich der TuS aber immer noch im Titelrennen. Das liegt vor allem daran, dass auch der FC Metternich und der TuS Kirchberg in der Liga ordentlich schwächeln. Am Sonntag geht es für die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez zur heimstarken SG Vordereifel Müllenbach (Anpfiff: 14.45 Uhr). „Wir gucken nur nach vorne. Wir haben gegen Plaidt einiges falsch gemacht, aber nicht alles“, motiviert Lopez seine Spieler. Und: „Es bringt nichts zu hadern. Uns erwartet ein sehr schweres Spiel in Laubach, darauf sollten wir uns konzentrieren.“

Nur zwei Mal ging Müllenbach in dieser Saison auf dem eigenen Rasen in Laubach als Verlierer vom Platz. Sogar der Tabellendritte aus Kirchberg musste sich dort mit 2:3 geschlagen geben, der FC Metternich erkämpfte sich einen glücklichen 2:1-Auswärtserfolg. Lopez erinnert sich: „Auch wir haben letzte Saison in Laubach verloren, wir wissen also, was auf uns zukommt.“

Verzichten muss der TuS-Coach in Laubach auf Merlin Erens und Tim Palm, die nach wie vor verletzt sind. Neben Jordan Schmitt erlitt jetzt auch noch Mario Brötz einen Bänderriss im Fußgelenk. Privat verhindert ist am Sonntag Tobias Nuhn.

„Wir haben sehr gut trainiert und müssen mit der Personalsituation einfach klarkommen. Das hat in der Vergangenheit ja auch immer gut funktioniert“, ist Lopez überzeugt. Das Hinspiel hat seine Mannschaft nach einer überzeugenden zweiten Halbzeit souverän mit 3:0 für sich entschieden. Jonas Jaber, Thomas Enke und Palm erzielten die Tore für den Zweiten der Liga.

Auch wenn sich nach den blamablen Heimniederlagen gegen Plaidt und gegen die SG Mülheim-Kärlich II tabellarisch nichts verändert hat, interessiert sich Lopez nicht für die Konkurrenz: „Wir gucken nur auf uns und wollen, wenn möglich, bis zum Ende der Saison oben mit dabei sein.“

Quelle: Rhein-Zeitung

Wieder gewinnt das Schlusslicht

Mit einer faustdicken Überraschung wartete Tabellenführer TuS Oberwinter in der Fußball-Bezirksliga Mitte auf.

Die 2:3 (2:1)-Heimniederlage gegen den FC Plaidt war der zweite Misserfolg gegen ein Schlusslicht innerhalb von 14 Tagen. Trotz dieser blamablen Aussetzer bleibt Oberwinter weiterhin mit dem FC Metternich an der Tabellenspitze, weil sich die Konkurrenten aus Metternich und Kirchberg ebenfalls Patzer erlaubten. Den besseren Start in einer lebhaften Partie besaßen die Gäste, die durch Patrick Aretz (12.) in Führung gingen. Ein Treffer, der die Platzherren aber nicht beeindruckte, sondern eher anspornte. So sorgten Thomas Enke (20.) und Sebastian Sonntag (35.) für die verdiente 2:1-Pausenführung. Zudem scheiterte Sonntag (42.) mit einem Kopfball an der gegnerischen Latte. „Die Führung zur Pause war hochverdient. Wir haben auch schwer Druck gemacht“, war TuS-Vorsitzender Antonio Lopez mit der Vorstellung der Einheimischen zufrieden. Auch nach Wiederanpfiff dominierte Oberwinter das Geschehen und hatte durch Jaber (55.) wiederum Pech mit einem Lattentreffer. Die defensiv eingestellten Gäste lauerten gegen die offensiv agierenden Platzherren auf Konter und das mit Erfolg. Ein Doppelschlag der Plaidter durch Juri Pineker (70.) und Pascal Zimmer (74.) zur 3:2-Führung stellte den Spielverlauf völlig auf den Kopf.
„Das war mehr als ein Dornröschenschlaf. Die Abwehrleistung war ein pures Desaster“, ärgerte sich Oberwinters Chef Lopez, der in der 85. Minute Hoffnung schöpfen durfte, als der Schiedsrichter den Platzherren einen Foulelfmeter zusprach. Und auch hier wurde Lopez enttäuscht. Der Plaidter Schlussmann Niklas Nett entschärfte nicht nur den Strafstoß von Sonntag, sondern parierte auch den Nachschuss von Mirco Koll. „Ich hätte den nicht gepfiffen, aber selbst dafür waren wir noch zu dumm. Jetzt haben wir schon sechs Punkte gegen Tabellenletzte hergeschenkt. Ich weiß nicht, was mit der Mannschaft los ist. Scheinbar will sie einfach nicht aufsteigen“, verstand der TuS-Vorsitzende die Welt nicht mehr. Im Lager der Plaidter war Trainer Thomas Esch mehr als zufrieden.
„In der ersten Halbzeit konnten wir froh sein, mit nur einem Tor Rückstand in die Kabinen zu gehen“, resümierte Esch und lobte vor allem seinen Schlussmann Nett: „Da hat Niklas uns wirklich die Punkte im wahrsten Sinne des Wortes festgehalten. Der Sieg war enorm wichtig.“

TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Enke, F. Gilles (80. Buqinca), Groß (82. Dogan), Schweigert, Irmgartz, Nuhn, Sonntag, Thünker, Jaber.

Tore: 0:1 Patrick Aretz (12.), 1:1 Thomas Enke (20.), 2:1 Sebastian Sonntag (35.), 2:2 Juri Pineker (70.) 2:3 Pascal Zimmer (74.).

Vorschau: Am kommenden Sonntag ist Oberwinter um 14.45 Uhr bei der SG Vordereifel zu Gast. Der Tabellenneunte ist auf seinem Rasenplatz in Laubach eine Macht. Von den 26 Punkten hat die Geisen-Elf 21 Zähler zuhause eingefahren. Eine schwere Aufgabe, aber einen weiteren Aussetzer dürfen sich die Schützlinge von TuS-Trainer Tomas Lopez nicht erlauben.

TuS II hofft auf 3 Punkte

ABK Ahrbrück – TuS Oberwinter II (Fr., 20 Uhr). Beide Teams versuchen, mit einem neuen Mann an der Seitenlinie noch den Klassenverbleib zu realisieren. Hubert Koll ist neuer Trainer des ABK und sieht wenig Druck für sein Team: „Die Erwartungshaltung ist natürlich niedrig bei der bisherigen Ausbeute. Wir können befreit aufspielen. Die ersten beiden Partien können Aufschluss geben, ob vielleicht noch einmal Hoffnung aufkommen wird.“ Sehr zuversichtlich ist TuS-Trainer Frank Buska: „Die Vorbereitung war gut. Wir hatten fünf Tests, vier davon wurden gewonnen. Die Mannschaft zieht mit, derzeit ist niemand verletzt. Wir freuen uns, dass es wieder losgeht, und wollen zum Auftakt natürlich gewinnen.“

Fußball ist eben unberechenbar

TuS Oberwinter klettert unverhofft an die Spitze

Wer hätte das gedacht? Der TuS Oberwinter ist nach dem 19. Spieltag in der Fußball-Bezirksklasse Mitte plötzlich Tabellenführer. Nach dem hart umkämpften 2:1 (1:0)-Auswärtssieg beim FC Cosmos Koblenz und den Patzern der Konkurrenz kletterte die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez an die Spitze.

Der TuS Kirchberg leistete sich eine klare 1:4-Niederlage bei der SG Unzenberg, und der FC Metternich unterlag 1:2 bei der SG Elztal. TuS-Coach Lopez konnte sein Glück selbst kaum fassen: „Besser hätte das Wochenende für uns gar nicht laufen können. Das ist wirklich verrückt.“ Weitschuss-Experte Sebastian Sonntag hatte den Sieg für den TuS eingeleitet, als er einen Freistoß aus 20 Metern direkt in den Torwinkel knallte (7.).

Doch Oberwinter verpasste es in den ersten 45 Minuten, das zweite Tor nachzulegen und hatte etwas Glück, dass die technisch starken Gastgeber ihre optische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen konnten. Lopez: „Es war das erwartet unbequeme Spiel für uns auf dem ungemütlichen Hartplatz. Wir haben aber die Mehrzahl der Zweikämpfe gewonnen und körperlich gut dagegengehalten.“

Was vor der Pause nicht gelang, klappte dafür gleich danach. Nach einer feinen Kombination über Björn Thünker schloss TuS-Torjäger Jonas Jaber vier Minuten nach Wiederanpfiff zur beruhigenden 2:0-Führung ab (49.).

Die Gastgeber gaben trotzdem nicht auf und verdienten sich durch einen Distanzschuss von Aykut Aca den 1:2-Anschlusstreffer (70.). „Da kam noch einmal ein bisschen Spannung auf, aber insgesamt haben wir es sehr gut gemacht und uns den Sieg verdient“, lobte Lopez sein Team. Und: „Natürlich ärgert mich immer noch die blöde 3:4-Niederlage gegen Mülheim-Kärlich II. Aber das können wir leider nicht mehr ändern. Jetzt sind wir erst einmal Tabellenführer, auch wenn wir ein Spiel mehr auf dem Konto haben.“ Gerechnet hatte damit vor dem Spieltag niemand beim TuS Oberwinter. Lopez: „Fußball ist eben unberechenbar.“

Trotz der knappen Niederlage war Cosmos-Trainer Erkan Aydogan mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben vor allem kämpferisch überzeugt, unsere Niederlage war etwas unglücklich“, meinte Aydogan. Die Gastgeber hatten über weite Strecken die größeren Spielanteile und fühlten sich am Ende vom Unparteiischen etwas benachteiligt. Agim Xhaferi sah in der 82. Minute die Rote Karte. Gabriel Petrovici kritisierte die Entscheidung und flog mittels Gelb/Rot auch vom Platz. Damit war die Partie zuungunsten der Koblenzer gelaufen.

TuS Oberwinter: Kauert, Enke, Schweigert, Koll, Irmgartz, Nuhn, Sonntag (75. Buqinca), F. Gilles (70. Dogan), Groß, Thünker (65. M. Gilles), Jaber

Quelle. Rhein Zeitung

TuS will oben dranbleiben !

TuS Oberwinter muss die jüngste Pleite noch verdauen

So richtig verdaut haben die Spieler und Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten TuS Oberwinter die jüngste 3:4-Heimniederlage im Nachholspiel gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich II, als Tabellenletzter angetreten, noch immer nicht. Nach einer komfortablen 2:0-Führung vergab man leichtfertig die große Chance, gegenüber der Konkurrenz an der Tabellenspitze vorzulegen. Bei nunmehr einem Spiel weniger hat der TuS jeweils zwei Punkte Rückstand auf den FC Metternich und den TuS Kirchberg.

„Nach dieser unnötigen Niederlage sind wir alle noch etwas nervös. Wir haben fleißig trainiert und hoffen, dass diese Pleite am Wochenende irgendwie verdaut ist“, sagt der TuS-Vorsitzende Antonio Lopez vor dem ersten Auswärtsspiel des Jahres beim FC Cosmos Koblenz am Sonntag um 14.30 Uhr.

Nur deutliche Niederlagen
Für die Koblenzer ist es das erste Pflichtspiel im neuen Jahr überhaupt. In der Wintervorbereitung konnte der FC nur gegen den SV Türkiyemspor mit 7:0 gewinnen. Gegen den FC Kosovo Montabaur (1:3), die U 23 der TuS Koblenz (1:5) und den TuS Mayen (1:4) ging der Tabellenzehnte deutlich als Verlierer vom Platz.

Lopez warnt dennoch vor dem Gegner: „Gerade zu Beginn des Jahres ist der FC Cosmos Koblenz richtig stark. Wir haben bereits im Hinspiel gemerkt, wie schwer es ist, gegen diese Mannschaft zu gewinnen.“ Mit Ach und Krach hatte sich Oberwinter mit 1:0 durchgesetzt. Der Siegtreffer durch Jonas Jaber fiel erst in der 90. Minute. „Zudem sind zwei Koblenzer mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Es war ein sehr, sehr glücklicher Sieg für uns“, erinnert sich der Vorsitzende.

Fakt ist: Sollte der TuS Oberwinter auch beim FC Cosmos Koblenz den Kürzeren ziehen, wäre der Zug nach ganz oben erst einmal abgefahren. Das sieht auch Antonio Lopez so: „Wenn wir wirklich oben dranbleiben wollen, dann müssen wir dieses Spiel gewinnen.“

Zwei Ausfälle wegen Bänderrisses
Verzichten muss Trainer Tomas Lopez am Sonntag definitiv auf Jordan Schmitt und den zuletzt so formstarken Tim Palm. Schmitt zog sich im Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zu, Palm passierte das Gleiche bei der 3:4-Niederlage gegen Mülheim-Kärlich II. „Das passt natürlich zu unserer aktuellen Situation. Personell wird es nicht besser, sondern noch kritischer“, so Lopez.

Doch mit Personalsorgen ist Oberwinter gerade gegen Ende des Jahres 2016 sehr gut gefahren. Kein Wunder, dass der TuS mit 22 Punkten die beste Auswärtsmannschaft der Liga stellt. Nur einmal in neun Begegnungen musste sich Oberwinter geschlagen geben. Bei der SG Elztal setzte es eine 0:2-Niederlage, das Spiel in Unzenberg endete 4:4. Alle anderen Spiele wurden gewonnen.

Quelle: Rhein – Zeitung

Schlechter Auftakt ins Fußballjahr

TuS Oberwinter verspielt gegen den Letzten Mülheim-Kärlich II eine 2:0-Führung und verliert noch mit 3:4

Schlechter hätte der TuS Oberwinter nicht ins neue Fußballjahr 2017 starten können. Im vorgezogenen Bezirksligaspiel zu Hause gegen den Tabellenletzten SG 2000 Mülheim-Kärlich II kassierte die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez nach einer 2:0-Führung noch eine mehr als schmerzvolle 3:4 (0:0)-Niederlage.

Kurios: Alle sieben Treffer fielen erst in der zweiten Halbzeit. „Dieses Ergebnis ist für uns einfach nur schrecklich“, fand TuS-Vorsitzender Antonio Lopez deutliche Worte: „Wir konnten gegen den Tabellenletzten ja nur verlieren. Dabei hätten wir mit einem Sieg Karneval als Spitzenreiter feiern können und hätten Kirchberg und Metternich mal ordentlich unter Druck gesetzt.“

Aber es kam alles anders. Schon in den ersten 45 Minuten hätten die Gastgeber für klare Verhältnisse sorgen können, scheiterten aber immer wieder ziemlich freistehend vor dem Kasten der Spielgemeinschaft. Es passte zum verkorksten Jahresauftakt des TuS, dass mit Tim Palm ausgerechnet der formstärkste Angreifer nach knapp 30 Minuten verletzt den Platz verlassen musste. Der Torjäger verletzte sich am Fußgelenk, ein Bänderriss ist nicht ausgeschlossen.

Oberwinter war trotz des Ausfalls überlegen, die kampfstarken Gäste retteten das 0:0 hingegen mit viel Mühe in die Pause. „Mit dem gleichen Elan kamen wir dann auch wieder ins Spiel, mit dem Unterschied, dass wir dieses Mal die Tore gemacht haben“, so Lopez: „Aber was danach passiert ist, kann ich nicht verstehen. Wir sind an unserer eigenen Überheblichkeit gestorben. Ein abgefälschter Schuss von Sebastian Sonntag (49.) brachte den TuS verdient in Führung, TuS-Routinier Thomas Enke legte in der 58. Minute nach, als er zunächst mit seinem Elfmeter scheiterte, dann aber doch im Nachschuss traf.

„Viel mehr hatte Oberwinter im Anschluss dann aber nicht mehr zu bieten“, meinte SG-Coach Cihan Akkaya nach dem zweiten Saisonerfolg. Unterstützung erhielt die Reserve von vier Spielern aus dem Rheinlandligateam der SG 2000. Neben Daniel Dohmen liefen auch Niklas Kuhn, Sebastian Mintgen und Daniel Aretz auf. Innerhalb von 14 Minuten stellte der Tabellenletzte den Spielverlauf völlig auf den Kopf und kam nach Treffern von Ali Ayari (61.), Tobias Schmitz (72.) und eben Mintgen (75.) zur 3:2-Führung. Wiederum Schmitz sorgte mit seinem zweiten Tor an diesem Abend für eine 4:2-Führung (80.). Vier Minuten vor Schluss gelang Sonntag nur noch der 3:4-Endstand. „Wir sind total glücklich, wissen aber, dass die Sache Klassenerhalt damit nicht erledigt ist, sondern gerade erste angefangen hat“, sagte der zufriedene Akkaya nach dem Schlusspfiff: „So eine Leistung müssen wir jeden Tag an den Tag legen.“

Hängende Köpfe auf der anderen Seite. Oberwinter kassierte die dritte Saisonniederlage, bleibt zwar Tabellenzweiter, hat aber ein beziehungsweise zwei Spiele mehr auf dem Konto als der TuS Kirchberg und der FC Metternich. Lopez: „Noch ist der Zug nicht abgefahren, aber schlechter hätte man gar nicht starten können.“

Quelle: Rhein-Zeitung

TuS Frauen setzten Ausrufezeichen gegen Montabauer

Futsal-Rheinlandmeisterschaft: SG 99 Andernach rutscht im Finale unerwartet aus

Bachem. Nach dem erstmaligen Gewinn der Futsal-Rheinlandmeisterschaft der Frauen im vergangenen Jahr war die SG 99 Andernach nun auf dem besten Weg, gleich den zweiten Titel folgen lassen. Doch es kam anders: Der Regionalliga-Spitzenreiter ließ sich bei der Endrunde des Fußballverbandes Rheinland in der Bachemer Sporthalle von Bad Neuenahr-Ahrweiler im Endspiel noch die Butter vom Brot nehmen und unterlag überraschend mit 0:2 gegen den Ligarivalen FC Bitburg.

Der FC Bitburg (rote Trikots) holte sich in Bachem überraschend den Futsal-Rheinlandtitel. Auf dem Weg ins Finale schaltete der Regionalligist unter anderem auch den TuS Oberwinter (grüne Trikots,Lilien Schütte) aus, der sich aber als großer Außenseiter nicht nur beim 0:3 gegen den späteren Sieger gut aus der Affäre zog.
Foto: vollrath

Es war nicht die einzige Überraschung bei diesem Turnier. Nicht zu erwarten war auch das frühe Ausscheiden des Regionalligarivalen 1. FFC Montabaur, der sich schon nach der Vorrunde sieglos verabschieden musste.

Ausgerichtet wurde die Meisterschaft vom SC 13 Bad Neuenahr, der nach der Absage aus Simmern, wo das Turnier ursprünglich hätte stattfinden sollen, kurzfristig eingesprungen war. Auf dem Hallenfeld freilich wurde der Gastgeber selbst nicht aktiv. „Wir sind grundsätzlich nicht so auf die Halle ausgerichtet. Wenn wir aber vorher gewusst hätten, dass das Turnier hier stattfindet, hätten wir natürlich gern teilgenommen“, erklärte Sijamak Sauer, Vizepräsident des SC 13. Als grundsätzliche Absage an den Futsal wollte er die Absage nicht verstanden wissen.

Der SC 13 hatte schon im vergangenen Jahr auf eine Teilnahme verzichtet, als der Titel erstmals nach Futsalregeln ausgespielt wurde und es darum auch einige Diskussionen gab, ebenso wie über die uneinheitlichen Regelauslegungen. Die hielten sich diesmal in Grenzen, auch wenn der neuen Austragungsform noch immer nicht ungeteilte Begeisterung entgegenschlug.

„Es war alles schon besser als im vergangenen Jahr. Aber Luft nach oben ist immer“, meinte Elli Brungs, Ausschussmitglied „Frauen und Mädchen“ beim FVR und Referentin Frauen- und Mädchenfußball auf Kreisebene.

Dass fast alle Spielerinnen erhebliche Probleme hatten, lag aber nicht an den Futsalregeln, sondern an dem überaus glatten Hallenboden, der so manche Rutschpartie verursachte. Dass der Favorit aus Andernach aber alleine deshalb im Endspiel gegen Bitburg ausrutschte, wäre etwas zu einfach. Die Bitburgerinnen waren durch Tamara Ney früh in Führung gegangen, und danach fand die sonst so spielfreudige SG 99 nicht mehr zu ihrer Linie. Mit dem 2:0 durch Eva Meyers war die Sache für den abstiegsbedrohten Regionalligisten gelaufen. „Dabei wollten wir erst gar nicht so gern kommen, bei einigen fehlte die Motivation. Wir waren auch nur zu siebt. Aber jetzt hat es sich ja doch gelohnt“, kommentierte Bitburgs Trainer Michael Peters den ersten Hallentitel für seinen Verein.

Dabei schien die SG 99 doch in der Zwischenrunde schon den größten Konkurrenten aus dem Weg geräumt zu haben. In einer Neuauflage des Endspiels von 2016 hatte sich Andernach durch Tore von Maren Weingarz (2), Jana Sebastian und Isabelle Stümper sicher und souverän mit 4:1 gegen den Regionalligarivalen TuS Issel durchgesetzt. „Schade, dass wir so früh aufeinandergetroffen sind. Das sind doch die beiden spielstärksten Mannschaften“, meinte Issels Trainer Stefan Zimmer anschließend.

Das sah auch Andernachs Trainer Karl Peter Stümper so, um aber dann geradezu prophetisch anzufügen: „Aber ich bin vorsichtig, man weiß ja nie, was im Endspiel passiert.“

Viel härter als die SG 99 hatte es zuvor schon den vierten Regionalligisten im Feld der zwölf Mannschaften getroffen, den 1. FFC Montabaur. Nach zwei torlosen Remis und einer Niederlage war für die Mannschaft von Trainerin Silke Kolbeck bereits nach der Vorrunde Schluss. „Wir haben das Turnier nur als bessere Trainingseinheit angesehen, aber trotzdem war es nicht das, was ich von meiner Mannschaft erwarte. Wir schießen einfach keine Tore, das ist ja auch unser Problem auf dem Feld“, bilanzierte Kolbeck.

Was auch im Vorrundenspiel gegen den TuS Oberwinter, auf dem Feld in der Kreisklasse angesiedelt, zu erkennen war, der mit dem 0:0 ein echtes Ausrufezeichen setzte. „Das war ein tolles Erlebnis für meine junge Mannschaft, gegen einen Regionalligisten spielen zu können“, freute sich TuS-Trainer Ralf Beck, dessen Team am Ende zwar kein Tor erzielte, aber dafür einen unverhofften Punktgewinn feiern durfte.
Quelle Rhein-Zeitung