Mehr Platz für oos Pänz

Liebe TuS Familie, liebe Freunde,
liebe Bürger,

der TuS Oberwinter hat für das Jahr 2019 ein großes Projekt in Angriff
genommen: “Mehr Platz für oos Pänz”.
Hinter dem Tor, wo früher die Tannenbäume standen, soll das
Kleinspielfeld auf Jugendspielgröße erweitert werden.
Die Kosten betragen ca. 75.000 Euro.
Zu diesem Zweck führen wir auf dem Weihnachtsmarkt einen Stand durch, wo
wir eure Unterstützung benötigen.
Es werden Helfer gesucht für den Stand an beiden Tagen, die sich bitte
bei 0157/88539985 melden.
Außerdem ist eine Tombola geplant, für die wir von Euch eingepackte
Geschenke brauchen, zum Beispiel Wein, Blumen, Plätzchen etc.
Wir möchten diese zusammen mit Kunstrasenstückchen, für die wir eine
Spende nehmen möchten, verlosen.
Die gespendeten Geschenke können bei allen Trainern und Betreuern bis
zum 28.11.2018 abgegeben werden.
Die Spendenaktion wird auch nach dem Weihnachtsmarkt fortgeführt.
Außerdem öffnet die Familie Heno in diesem Jahr erneut ihr Haus zur
Unterstützung des TuS, wozu sie schon jetzt herzlich einlädt.
Wir hoffen auf Eure breite Unterstützung.

Im Namen des Vorstandes,
Euer Antonio Lopez

TuS Oberwinter II Heimspiel am Sonntag

Am Sonntag den 18.11.2018 um 11 Uhr im Walter Assenmacher Stadion spielt unsere zweite Mannschaft gegen SG Oberahrtal II.
Um den Kontakt zur Spitze zu halten müsste die zweite Mannschaft dieses Spiel gewinnen.
Wir hoffen auf viele Zuschauer.
Info: Imbiss geöffnet

TuS Oberwinter hat erneut Grund zum Hadern

11.11.2018

Auf ein wenig mehr Glück als zuletzt hatte Fußball-Rheinlandligist TuS Oberwinter bei seinem Auswärtsauftritt bei der SG Malberg/Rosenheim gehofft. Die Hoffnungen wurden nicht erfüllt, ebenso wie die auf einen Punktgewinn. Die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez unterlag am Ende mit 1:3 (0:2).

Der war nach Schlusspfiff bedient und trat gleich danach in seinem Auto die Heimreise an. Nach den umstrittenen Platzverweisen in der Woche zuvor beim 1:2 gegen den SV Morbach hatte Oberwinter nun erneut Grund zum Hadern. Nach dem Anschlusstor 1:2-Anschlusstreffer von Thomas Enke (55.) hatte Abwehrspieler Fabian Groß den vermeintlichen Ausgleich erzielt, doch nach Rücksprache mit dem Linienrichter entschied Schiedsrichter Alexander Mroß auf Abseits. Vehemente Proteste der TuS-Akteure halfen nichts, auch nicht die Rückfragen von Lopez beim Schiedsrichtergespann.

Insgesamt kamen die Gäste aber kaum an ihre zuletzt guten Auftritte heran. Nach der Pause ließen sie zwar ihr durchaus vorhandenes Können aufblitzen, allerdings zu selten, um die defensiv kompakten Malberger zu überrumpeln. Einzig René Ebersbach sorgte durch Standards mehrmals für Gefahr, an der zwölften Saisonniederlage änderte das aber nichts. Für Oberwinter wird die Luft im Tabellenkeller wieder dünner, durch den Sieg des SV Windhagen ist der Rückstand weiter angewachsen.

Ganz anders war die Stimmungslage bei der SG Malberg, insbesondere bei ihrem Trainer. „Für die Teams hinter uns wird das jetzt eine Hausnummer, den Rückstand aufzuholen“, sagte SG-Trainer Volker Heun. Dass sich seine Mannschaft nach nun 17 Partien derart von der Abstiegszone entfernt hat, das nötigte dem Trainer der SG Malberg/Rosenheim höchsten Respekt ab. Vollkommen zufrieden – und vor allem voller Stolz – klatschte Heun nach dem Erfolg gegen Oberwinter und dem Sprung auf Platz neun jeden seiner Spieler ab, beglückwünschte sie zum Heimsieg und verließ mit einem verschmitzten Lächeln den Malberger Kunstrasen.

Vor allem für die jüngere Generation hielt der erfahrene Heun warme Worte bei den eisigen Temperaturen an diesem Samstagnachmittag bereit. Sensationell entwickelt hätten sich die Youngsters zuletzt, sagte Malbergs Trainer: „Ich hebe ja normalerweise niemanden heraus.“ Für Bastian Bleeser, der eigentlich noch in der A-Jugend ran dürfte, und Jordi Frohn machte Heun in diesem Fall eine Ausnahme. Dass den Malbergern derzeit zahlreiche etablierte Kräfte fehlen, rückt durch die überzeugenden Leistungen der Ersatzleute in den Hintergrund. Auch gegen Oberwinter standen die jungen Spieler ihren Mann, allen voran Frohn, der den erfahrenen Gäste-Angreifer Thomas Enke weitestgehend ausschaltete. Einzig beim 1:2-Anschlusstreffer des TuS verlor der 20-Jährige seinen Gegenspieler kurzzeitig aus den Augen (55.). Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Malberger bereits mit 2:0 geführt. Im ersten Durchgang spielte die SG einmal mehr ihre Konterstärke aus, Tim Pfeiffer zur 1:0-Führung (16.) und Albert Kudrenko zum 2:0 (29.) waren die Profiteure des schnellen Umschaltspiels. Als Oberwinter verstärkt auf den Ausgleich drückte, machte Kudrenko mit dem 3:1 den Deckel für die Heimelf auf das Spiel (83.).

Womit für Oberwinter die zwölfte Niederlage im 17. Spiel besiegelt war. Bleibt dem TuS nur die Hoffnung auf ein wenig mehr Glück.
SG Malberg/Rosenheim – TuS Oberwinter 3:1 (2:0)

Malberg: Zeiler – P. Gerhardus, Penk, Frohn, Bleeser – Tsannang (68. Müller), Jäger, Weinlich, Kudrenko – Nickol (74. Nauroth), Pfeiffer (88. Heidrich).

Oberwinter: Kauert – Münch, Klein, Koll, Groß – Lefevre, Ebersbach, Nuhn (84. Thünker), Beya-Kafunda (59. Manneh) – Palm, Enke.

Schiedsrichter: Alexander Mroß (Wolken).

Zuschauer: 105.

Tore: 1:0 Tim Pfeiffer (16.), 2:0 Albert Kudrenko (29.), 2:1 Thomas Enke (55.), 3:1 Albert Kudrenko (83.).

Quelle: Rhein-Zeitung 12.11.2018

Oberwinter II bleibt im Titelrennen

Zweite siegt im “Sechs-Punkte-Spiel”

TuS Oberwinter II besiegt die dritte Mannschaft des Ahrweiler BC 1920 e.V. mit 5:1 (3:0).

Oberwinters zweiter Mannschaft gelingt die Rehabilitation im Kampf um Platz 2. Mit einem disziplinierten Auftritt gelang dem Team von Mustafa Mekhalfia den Rückstand auf den Zweitplatzierten Ahrweiler auf drei Punkte zu verringern. Die Tore erzielten Fabian Gilles, Michael Tscherepanow, Lucas Jüttner, Mario Brötz und Oliver Conzeth.

Schmeichelhaften Sieg für Morbach gegen benachteiligten TuS

Platzverweise werfen couragierten TuS Oberwinter gegen den Tabellenführer aus der Bahn

Für den Fußball-Rheinlandligisten TuS Oberwinter ist es knüppeldick gekommen: Die abstiegsbedrohte Mannschaft verlor das ungleiche Duell mit dem souveränen Spitzenreiter SV Morbach zu Hause auf bittere Art und Weise mit 1:2 (1:1) und zudem mit Stürmer Jonas Jaber (48., Gelb-Rot) und Verteidiger Yannick Schweigert (82., Rot) auch noch zwei Spieler durch Platzverweis.

„Beide Platzverweise waren nicht nur unnötig, die darf man so nicht geben“, klagte TuS-Trainer Lopez. Oberwinter blieb somit auch im neunten Heimspiel ohne Sieg. „Solange wir nicht in Unterzahl gespielt haben, habe ich keinen Unterschied zwischen uns und dem Spitzenreiter erkennen können. Im Gegenteil, ich habe große Chancen für uns gesehen, das Spiel verdient zu gewinnen“, so Lopez.

Thomas Enke (27.) hatte Oberwinter in Führung gebracht, Sebastian Schell (39., Foulelfmeter) und der eingewechselte Florian Knöppel (70.) sorgten für den 13. Saisonsieg der Morbacher. „Insgesamt war es kein überragendes Spiel – eher war’s sehr hitzig. Dass es hier keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt, war uns klar. Unterm Strich bin ich glücklich, dass wir gewonnen haben“, sagte Morbachs Coach Thorsten Haubst.

Oberwinter war vor 120 Zuschauern von Beginn entschlossen aufgetreten. Der TuS störte das Aufbauspiel der Morbacher geschickt und ließ den Gästen mit couragiertem Pressing wenig Raum zur Entfaltung. Nach einer gelungenen Kombination über René Ebersbach und Fabian Groß wären die Gastgeber durch Tim Palm fast in Führung gegangen. Morbachs Abwehrrecke Martin Schultheis lenkte den Schuss für seinen schon geschlagenen Torwart Yannick Görgen in höchster Not am Pfosten vorbei (3.).

Der spielstarke Primus war sichtlich beeindruckt, vor allem im Offensiv- und Aufbauspiel haperte es. Da musste schon ein Standard von Jonas Ercan auf Heiko Weber helfen, um TuS-Schlussmann Benjamin Kauert ein bisschen in Bewegung zu bringen (9.).

Vor allem über seine rechte Seite spielte sich Oberwinter beste Chancen heraus. Wenn sich Maurice Lefèvre offensiv mit einschaltete, wurde es gefährlich. Mit viel Schwung flankte er in den Strafraum, der Ball prallte von Morbachs Matthias Ruster unkontrolliert ab. Thomas Enke war zur Stelle und traf zum 1:0 ins Netz (27.).

Griffige, intensive Zweikämpfe prägten nun die Partie. Dabei fiel noch vor der Pause der Ausgleich. Nach einer weiten Hereingabe durch Schell kam Weber nach einem ganz leichten Kontakt von Groß zu Fall, was Schiedsrichterin Christina Hehn zu einem Elfmeterpfiffveranlasste. Unbeeindruckt von den Protesten der Oberwinterer verwandelte Schell den Strafstoß zum 1:1-Ausgleich (39.).

Es kam noch schlimmer für den TuS: Im Gewühl an der Morbacher Strafraumgrenze brachte Jaber einen Gegenspieler eher harmlos zu Fall, was ihm die Gelb-Rote Karte einbrachte 48.). Damit gerieten die Oberwinterer aus dem Tritt.

Die Mannschaft bemühte sich zwar um eine schnelle Antwort, agierte in Unterzahl offensiv aber nicht mehr zwingend genug. Derweil legte Morbach jegliche Zurückhaltung ab und drängte vehement auf die Führung. Der zwischenzeitlich eingewechselte Florian Knöppel hatte das 2:1 auf den Fuß, zielte jedoch überhastet daneben (69.). Die Aufregung vor dem Oberwinterer Tor hatte sich noch nicht so richtig gelegt, da machte Morbach ernst.

Eine Flanke des starken Schell beförderte Knöppel zur schmeichelhaften 2:1-Führung für die Gäste in die Maschen. Wütend berannte Oberwinter in der Folge das gegnerische Tor, wurde für dieses Engagement aber nicht belohnt. Und wieder geriet Schiedsrichterin Hehn in die Diskussion, als sie bei einem vermeintlichen Foul an Ercan auf Platzverweis gegen Schweigert entschied. „Wenn das eine Rote Karte war, muss jeder Schiedsrichter in jedem Spiel mindestens zehn ziehen“, erboste sich Lopez.

Oberwinter steckte in der Schlussphase nicht auf. t wütenden, aber zumeist auch harmlosen Vorstößen setzten die Gastgeber auf Augenhöhe Morbach unter Dauerdruck, doch kamen sie zu keiner nennenswerten Möglichkeit mehr. Quelle: Rhein-Zeitung

TuS Oberwinter – SV Morbach 1:2 (1:1)

TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Schweigert, Groß, Pal, Jaber, Lefère, Enke, Nuhn, Ebersbach, Klein.

SV Morbach: Görgen, Hoffmann, Weber, Schell, Ercan (84. Steinbach), Marx, Weber, Schultheis, Kaut, Ruster (88. Zurgeihsel), Heckler (66. Knöppel).

Schiedsrichterin: Christina Hehn (Vallendar).

Zuschauer: 120.

Tore: 1: Enke (27.), 1:1 Schell (39.,Foulelfmeter), 1:2 Knöppel (70.).

Besonderheiten: Gelb-Rote Karte gegen den Oberwinterer Jonas Jaber (48., wiederholtes Foulspiels); Rote Karte gegen den Oberwinterer Yannick Schweigert (82., grobes Foulspiel).

TuS möchte Heimsieg am Sonntag!

Oberwinters Trainer Lopez lässt sich in seiner Zuversicht nicht erschüttern

Zwölf Spiele, nur ein Sieg, sechs Punkte, letzter Platz – so macht das Fußballspielen nun wirklich nicht unbändig viel Freude. Nur gut, dass sich angesichts dieser wenig aufbauenden Bilanz zumindest der Trainer in seiner Zuversicht unerschütterlich zeigt. Tomas Lopez lässt sich nicht beirren in seiner Ruhe und seinem Glauben an die Mannschaft. An dem können sich die Spieler des Rheinlandligisten TuS Oberwinter aufrichten.

„Ich beschäftige mich nicht mit der Frage, wer am Ende der Saison absteigen wird. Ich bin nur überzeugt davon, dass wir nicht dazugehören werden“, stellt er klar. Seine Mannschaft, so versichert er, ziehe im Training gut mit und lasse auch nicht den Kopf hängen. „Klar, bei einem Sieg wären wir alle besser gelaunt“, sagt er mit Blick auf das jüngste 0:2 zu Hause gegen die SG Mülheim-Kärlich.

Vielleicht bessert sich die Laune ja nach dem nächsten Heimspiel am Sonntag, 14.45 Uhr, gegen den FSV Trier-Tarforst. Gegen Mülheim jedenfalls hätten – wieder einmal – nur ein paar Kleinigkeiten gefehlt. „Es war ja nicht so, dass wir total unterlegen gewesen wären. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit vieles besser gemacht. Nach der Pause war es eigentlich ein 0:0-Spiel, da haben wir nicht viel zugelassen – bis auf die beiden Gegentore nach Standardsituationen. Wir haben eben noch junge Spieler, da passieren halt noch Fehler“, so das Fazit des Trainers.

Auf den jungen Kader beim TuS wird auch auf der Homepage des FSV Trier in der Vorschau aufs Spiel am Sonntag hingewiesen, wenn auch mit anderen Worten: „Viel junges Gemüse“, sei beim Umbruch im Sommer nach Oberwinter gekommen, „meist aus Nachwuchsteams oder der eigenen Schmiede“.

Was beim FSV, zuletzt fünfmal in Folge unbesiegt, durchaus ähnlich war, stammten vier der acht Neuzugänge in der Sommerpause doch aus der A-Jugend. Mit 23,58 Jahren liegt der Altersdurchschnitt in Trier aber dennoch nicht so tief. Wobei sich der FSV etwa mit Marc Keller vom SV Morbach die Dienste eines Mittelfeldspielers gesichert hat, der trotz seiner nur 21 Jahre zum Zeitpunkt des Wechsels bereits auf 47 Einsätze in der Rheinlandliga zurückblicken konnte. Lopez zählt ihn zusammen mit Kapitän Mike Heitkötter (28 Jahre) und Stürmer Lukas Herkenroth, ebenfalls 28 Jahre alt, zu den Stützen beim FSV. Wie wichtig gerade Herkenroth für die Mannschaft ist, belegen seine bislang neun Tore in dieser Saison – von insgesamt erst 20 Trierer Treffern.

Einen solchen Torjäger könnte der TuS auch gut gebrauchen, wie die gerade einmal 13 Tore eindringlich belegen. „Natürlich brauchen wir jetzt auch mal das Glück im Abschluss, damit wir mal mit 1:0 in Führung gehen“, wünscht sich Lopez. Denn allein von guten Worten kommt das Selbstvertrauen nicht zurück, das zuletzt arg gelitten hat.

Natürlich ruhen die Hoffnungen in Oberwinter auch auf Thomas Enke, in der vergangenen Saison mit zwölf Treffern der drittbeste Stürmer beim TuS. Der hatte sich im Sommer eigentlich berufsbedingt zurückgezogen wegen seiner Lehrerausbildung in Kirchberg. Doch angesichts der schwierigen Lage hat er sich nun doch bereit erklärt auszuhelfen – im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Wochentags trainiert er beim TuS Kirchberg mit, falls möglich dann noch donnerstags und freitags in Oberwinter. Dauerhaft regelmäßig steht er aber nicht zur Verfügung, nachdem er zuvor zweimal passen musste, kam er nun gegen Mülheim-Kärlich wieder zu einem Kurzeinsatz.

Auf jeden Fall nicht dabei sein wird am Sonntag Mirco Koll nach seiner Gelb-Roten Karte im Spiel gegen Mülheim-Kärlich, auch Fabian Münch wird fehlen, urlaubsbedingt.

Was Lopez aber in seiner Zuversicht auch nicht einschränken kann. „Wir haben am Sonntag immer noch einen Kader von 17 Spielern. Und an die glauben wir im Trainerteam. Wir stehen hinter der Mannschaft. Sie kann Spiele gewinnen.“
Quelle:Rhein-Zeitung

TuS mit zuvielen Fehlern im Spielaufbau!

Oberwinter offenbart bekannte Schwächen – Mülheim-Kärlich gewinnt verdient

Der TuS Oberwinter tritt im Tabellenkeller der Fußball-Rheinlandliga weiter auf der Stelle. Gegen die SG Mülheim-Kärlich zeigte der Tabellenletzte zwar 45 Minuten lang durchaus eine couragierte und spielerisch ansprechende Leistung, unterlag dann aber den Gästen doch noch nicht unverdient 0:2 (0:0).

Trainer Tomas Lopez wirkte nach der sechsten Saisonniederlage zwar nicht ratlos, aber dennoch sichtlich enttäuscht: „Die erste Halbzeit von uns war wirklich gut. Wir haben defensiv gut gestanden, wir haben auch gut nach vorn gespielt. Nach der Pause waren wir eigentlich gar nicht mehr vorhanden. Unterm Strich ist es eine verdiente Niederlage. Absolut unzufrieden bin ich mit der Chancenverwertung.“

Drei, vier hochkarätige Chancen hatte er im ersten Durchgang gesehen. Die beste Gelegenheit hatte Jonas Jaber unbedrängt und völlig frei vor dem leeren Mülheimer Tor vergeigt (25.).

Freilich waren auch die Gäste nicht ganz untätig. So meinte SG-Trainer Michel Maur: „Wir hatten im ersten Durchgang die klareren Chancen, da mussten wir eigentlich auch in Führung gehen. Vom Fußballerischen und von der Spielanlage her haben wir alles besser gemacht als Oberwinter.“ Sein Fazit: „Alles in allem war’s ein Abnutzungskampf – heute hat die Qualität der Standards die Partie entschieden.“

Gut 125 Zuschauer erlebten von Beginn an eine rasante und sehenswerte erste Halbzeit. Mülheim-Kärlich stellte dabei von Beginn das bessere Team. Die Gäste agierten griffig in den Zweikämpfen, handlungsschnell im Umschaltspiel und agierten gefährlich über die Flügel. Gerade mal zwei Minuten waren gespielt, als Christoph Rönz mit Leichtigkeit die gesamte Oberwinterer Defensive umkurvte, die Gelegenheit aber überhastet verstreichen ließ.

Auf der anderen Seite machten auch die Hausherren schnell klar, dass sie unbedingt den ersten Heimsieg anstrebten. Gleich bei ihrer ersten Offensivaktion bediente René Ebersbach den auf der Außenbahn durchstartenden Dannyking Beya-Kafunda, der jedoch in aussichtsreicher Position überhastet vergab (9.). Mülheim-Kärlich verdaute die Schrecksekunde gut. Und so setzten die Gäste besonders aus dem Spiel heraus immer wieder Nadelstiche. Mit viel Übersicht passte Christoph Rönz auf Majdi Mahmud, der am stark reagierenden TuS-Schlussmann Benjamin Kauert scheiterte (10.). Aus rund 20 Metern kam Christoph Rönz recht unbedrängt zum Abschluss, schoss aber denkbar knapp über die Querlatte (17.). Oberwinter ließ sich aber nicht beirren. Der TuS dominierte nun sogar phasenweise das Geschehen. Dabei gelang es den Hausherren vor allem, spielerisch in die Mülheimer Gefahrenzone vorzustoßen, allerdings erfolglos: Beya-Kafunda scheiterte erneut am aufmerksamen SG-Schlussmann Moritz Weißenborn (19.).

Nach einem Konter folgte die beste Gelegenheit der gesamten Partie für den TuS, als Jaber frei stehend aus ganz kurzer Distanz übers Tor schoss. Doch Mülheim-Kärlich blieb die Antwort nicht schuldig und versetzte dem Tabellenletzten Oberwinter einen weiteren Schreckmoment. Der schon geschlagene Torhüter Kauert konnte bei einem Schuss von Christoph Rönz nur hinterherschauen, doch der Ball knallte an die Latte (38.).

Besonders im zweiten Durchgang offenbarten sich dann aber die bekannten Schwächen der Gastgeber. Die Abwehr agierte leichtfertig und teils überfordert, das Mittelfeld war so gut wie nicht mehr vorhanden, und der Sturm verschwand in der Versenkung. Hinzu kamen technische Mängel in der Ballannahme, mangelnde Präzision im Kombinationsspiel und maues Tempo in der Vorwärtsbewegung.

Das bevorzugte Stilmittel vom TuS Oberwinter war somit nur der lange Schlag ins Niemandsland. „Mit vielen Fehlern, drucklosem Spiel und unkonzentrierten Aktionen in der Abwehr haben wir uns selbst in die Bredouille gebracht“, klagte Lopez später.

Die Gäste suchten nun Lücken und fanden sie auch: Nach einer Freistoßvorlage von Fadou Ouro-Djeri nutzte Rönz einen Querschläger im Strafraum der Gastgeber zum 1:0 für Mülheim-Kärlich (65.). Defensiv bekamen die Gäste nun nichts mehr zu tun. So erhöhten sie nochmals die Schlagzahl.

Nach einem Standard von Sebastian Mintgen leistete sich Ebersbach einen fatalen Fehltritt ins Leere und ermöglichte Daniel Dohmen damit das 2:0 (77.) – es war die Entscheidung.

TuS Oberwinter – SG Mülheim-Kärlich 0:2 (0:0)
TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Schweigert, Groß, Jaber (68. Palm), Müller, Dira (79. Enke), Nuhn, Ebersbach, Beya-Kafunda, Klein (70.).

SG Mülheim-Kärlich: Weißenborn, Fritsch, Birkner, Kuhn (75. Lauer), Mintgen, Ouro-Djeri, Chr. Rönz, Mahmud (62. M. Rönz), Dohmen, Scheu, Henrich (90.).

Schiedsrichter: Matthias Vogel (Wallmenroth).

Zuschauer: 125.

Tore: 0:1 Chr. Rönz (65.), 0:2 Dohmen (77.).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen den Oberwinterer Koll wegen wiederholten Foulspiels (90. +2).

Quelle:Rhein-Zeitung