Gelingt der 6.Sieg in Folge?

TuS Oberwinter fährt zum absoluten Spitzenspiel

Natürlich ist es einem Trainer am liebsten, wenn seine Mannschaft leicht und locker gewinnt. Andererseits kann es auch sein Gutes haben, wenn sie sich mal nur knapp durchsetzt. Das mahnt zur Vorsicht und erinnert daran, dass nichts von selbst läuft und das Siegen keine Selbstverständlichkeit ist.
Ein Gedanke, der die Sinne schärft – unmittelbar vor einem Spitzenspiel nicht das Schlechteste. Aber fokussiert scheint man beim Fußball-Bezirksligisten TuS Oberwinter auch schon so zu sein vor dem absoluten Gipfeltreffen am Sonntag (14.30 Uhr) beim FC Germania Metternich. Der Erste spielt beim Zweiten. Wobei der Zweite den größeren Druck zu bewältigen hat – zumindest nach Ansicht von TuS-Trainer Tomas Lopez: „Am Sonntag fällt für uns keine Vorentscheidung. Wenn wir verlieren, ist immer noch alles drin. Aber wenn die Metternicher verlieren, sind sie hinten dran.“ Vier Punkte Rückstand ließen sich in drei Spielen vielleicht aufholen, aber wahrscheinlich ist das nicht, zumal mit dem TuS Kirchberg ja noch ein weiterer heißer Titelkandidat im Rennen ist.
Dass sich die Metternicher über ihre jüngsten Unentschieden mächtig ärgern, lässt sich denken. Das 2:2 in Kirchberg darf nach 1:2-Rückstand noch als Punktgewinn angesehen werden, das 1:1 zu Hause gegen die SG Gönnersdorf-Brohl und Ata Sport Urmitz hatte bei der Germania hingegen wohl keiner auf der Rechnung. Immerhin, zuletzt gelang mit dem 7:0 bei der SG Niederburg/Biebernheim wieder ein Sieg, ein deutlicher dazu. Wobei der bei konsequenter Chancenverwertung noch klarer hätte ausfallen können. Ein Manko, das am Samstag auch dem TuS Oberwinter gegen den TuS Rheinböllen zu schaffen gemacht hatte und beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Nur ein von Jonas Jaber in der 79. Minute verwandelter Elfmeter bewahrte den Tabellenführer trotz bester Chancen vor einem 0:0 und damit vor dem Verlust der Tabellenspitze. Ein willkommener Warnschuss also, wobei Lopez relativiert: „Wir haben ja eine gute Leistung gezeigt, den Gegner kontrolliert, hinten nichts zugelassen und vorn viele Chancen herausgespielt.“ Mangelnde Treffsicherheit war zuletzt auch nicht das Problem bei Oberwinter. In den nunmehr fünf Siegen in Folge brachte es der TuS auf beachtliche 18:1 Tore. Wenn Lopez nun aber anmahnt, die sich bietenden Chancen in Metternich tunlichst zu nutzen, hat das seinen Grund: Metternich verfügt mit nur 26 Gegentoren über die beste Abwehr der Liga. Zwei davon kassierte die Mannschaft beim 2:2 im Hinspiel, wobei Jaber auch da als Retter auftrat mit seinem Ausgleich in der 89. Minute.

Unabhängig davon, ob es nun mit dem Aufstieg klappt oder nicht, laufen beim TuS bereits die Personalplanungen auf vollen Touren – und das nach üblichem Muster: Mit Paul Gemein vom A-Klassenmeister Ahrweiler BC und Fabian Münch vom A-Ligisten FSG Bengen kommen zwei Spieler aus der Region. Groß durchmischen würde der TuS auch bei einem Aufstieg nicht. „Wir setzten wie immer auf Kontinuität und Spieler aus der Gegend. Das entspricht der Vereinsphilosophie. Man muss eben wissen, wo man hinwill. Wir wollen nicht mit allen Mitteln nach oben kommen und dann riskieren, dass alles zusammenbricht“, erklärt Lopez.

Quelle:Rhein-Zeitung

Erfolgsserie ausgebaut !

Am Ende hilft dem TuS Oberwinter nur ein Elfmeter

Der TuS Oberwinter hat seine Erfolgsserie in der Fußball-Bezirksliga auf fünf Siege in Folge ausgebaut und behält damit die Tabellenführung. Die Elf von Tomas Lopez schlug den TuS Rheinböllen zu Hause verdient mit 1:0 (0:0) und untermauerte damit spielerisch eindrucksvoll ihre Aufstiegsambitionen. Ein Elfmetertor von Jonas Jaber (70.) bescherte dem Spitzenreiter einen späten, aber verdienten Erfolg.

„Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und Rheinböllen über die gesamten 90 Minuten kontrolliert. Unsere Chancenverwertung war zwar nicht gut, den Sieg haben wir aber letztendlich erzwungen“, sagte Lopez.

Lauffreudig und aggressiv in den Zweikämpfen, übernahm Oberwinter vor einer Magerkulisse von 80 Zuschauer gleich in den Anfangsminuten die Initiative. Jaber (8.) hatte nach einem schnellen Vorstoß über die rechte Außenbahn die erste Chance für den TuS, der Ball versprang jedoch. Über eine stabile Defensive und ein Plus in den Zweikämpfen kam Oberwinter immer besser ins Spiel und hatte durch Brötz (9.) und Jaber (12.) beste Gelegenheiten.

Es gibt nur einen Kritikpunkt
Wenn es etwas zu bemängeln gab am Spiel des TuS Oberwinter, dann war’s die Chancenverwertung. Die besten Möglichkeiten ließen Sonntag (26.) und Jaber (39.) verstreichen.

Und der TuS Rheinböllen? Die Elf von Kevin Schneck versuchte, mit kompakter Defensive und sporadischen Vorstößen über die Runden zu kommen. „Wir haben erst gar nicht versucht, hier mit spielerischen Mitteln bestehen zu wollen. Alles in allem hatten wir Glück, dass Oberwinter seine Chancen nicht konsequent genutzt hat. Am Ende war’s für uns schade, denn ein Punkt wäre heute sicherlich drin gewesen“, meinte Rheinböllens Trainer Kevin Schneck.Dass es am Ende 0:1 (0:0) aus Sicht des Teams von Trainer Kevin Schneck stand, sorgte zumindest beim Übungsleiter allerdings nicht für allzu große Enttäuschung. „Wir haben taktisch sehr diszipliniert gespielt, darauf können wir definitiv aufbauen. Um gegen eines der ersten drei Teams der Liga zu punkten, muss aber alles funktionieren. Und das hat es leider nicht“, betonte der Coach.

Schneck spielte mit seinem Fazit auf die spielentscheidende Szene in der 79. Minute an. Nach einer Ecke blieben die Oberwinterer in Ballbesitz. Ein Akteur der Gastgeber drang in den Strafraum ein, der eingewechselte Andreas Herdt ging dazwischen und traf Ball und Gegner. Schiedsrichter Marc Latsch zeigte auf den Punkt. „Den Elfmeter kann man geben, muss man aber nicht“, befand Schneck.

Den gut sortierten Abwehrriegel der Gastgeber brachte Rheinböllen nicht einmal auch nur ansatzweise in echte Verlegenheit. So konnte TuS-Torwart Benjamin Kauert dann auch einen außergewöhnlich ruhigen Nachmittag genießen. Außer harmlosen Verlegenheitsschüssen aus der Distanz hatte der Tabellenfünfte nichts zu bieten. Beim nächsten Aufreger vor der Pause hatten die Gäste großes Glück. Abwehrchef Alex Kuznecov holte im Strafraum Jaber hörbar von den Beinen, Schiedsrichter Marc Latsch aber ließ weiterspielen (35.).

Oberwinter hielt dennoch den Druck spielerisch gekonnt hoch. Innerhalb von nur drei Minuten kamen Jaber (38.) aus kurzer Distanz und Enke (40.) verdeckt aus dem Rückraum zu zwei sehr guten Gelegenheiten, die der gute Schlussmann Sebastian Butz gerade noch entschärfen konnte.

Der Weg zu den drei Punkten entpuppte sich weiterhin als zäh für den TuS Oberwinter. Nach einem schönen Zuspiel von Sebastian Sonntag scheiterte zunächst wieder Jaber (50.) aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Butz, bevor der frei stehende Enke einen Abpraller nicht über die Linie bugsieren konnte (75.). Oberwinter ließ sich aber nicht beirren, fand aber mit der Doppelspitze Enke und Jaber gegen die weiterhin gut organisierte Hintermannschaft der Gäste kein Durchkommen. Nur drei Minuten später scheiterte erneut Enke in aussichtsreicher Position mit einem Kopfball nur um Zentimeter.

Jaber verwandelt den Strafstoß
Auf der Gegenseite schaffte es Rheinböllen kaum mehr, für Entlastung zu sorgen. Augenscheinlich zielten die Gäste darauf ab, das torlose Remis zu verwalten und über die Zeit zu retten. Dann rappelte es doch noch im Kasten der Hunsrücker: Per Grätsche hatte der zwischenzeitlich eingewechselt Andreas Herdt seinen Konkurrenten Mirco Koll im Strafraum von den Beinen geholt. Jaber verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:0 (79.).

Rheinböllen schüttelte sich kurz: Die beste Gelegenheit zum Ausgleich verpasste TuS-Spielführer Kuznecov aus zentraler Position, als er aus rund 25 Metern per Flatterball an Kauert scheiterte. In der Schlussphase hätte der Sieg für den TuS Oberwinter noch höher ausfallen können. Sonntag hob den Ball gefühlvoll in den Strafraum zu Jaber, der mit seinem Volleyschuss aus kurzer Distanz allerdings nur den Außenpfosten traf (87.).

Quelle:Rhein-Zeitung

TuS will fünften Sieg in Folge

24 Spieltage lang hat der TuS Oberwinter in der Fußball-Bezirksliga Mitte immer oben mitgemischt, stand nie schlechter als Rang vier, dafür aber nie an der Spitze: bis zum vergangenen Wochenende, wo der TuS mit dem 3:0 bei der SG Moselkern – aus eigener Sicht endlich – Platz eins erklommen hat, auch dank schwächelnder Konkurrenz. Spät, aber keineswegs zu spät, im Gegenteil.

„Wir sind offenbar im richtigen Moment in Schwung gekommen und wollen Platz eins jetzt auch bis zum Schluss verteidigen“, sagt TuS-Trainer Tomas Lopez. Erstmals die Rolle als Gejagter übernimmt Oberwinter am Samstag im Heimspiel ab 17 Uhr gegen den TuS Rheinböllen. Mit dem Mangel an Entschlossenheit, den der TuS – ebenso wie die Konkurrenten FC Metternich und TuS Kirchberg – immer wieder an den Tag gelegt hat, soll nun Schluss sein, zumal personell bis auf Björn Thünker alle zuvor Verletzten wieder einsatzbereit sind.

Schließlich ist Oberwinter nicht ganz ohne Grund so gut in Fahrt gekommen und hat zuletzt vier Siege in Folge mit 17:1 Toren geholt. Offenbar zahlen sich eine System- und eine personelle Umstellung aus. Zum einen hat Lopez von einem 4-1-4-1- auf ein 4-4-2-System umgestellt. Zum anderen hat er Thomas Enke aus der Innenverteidigung in die Spitze beordert und dafür Dane Irmgartz den vakant gewordenen Defensivposten übertragen.

Dass der groß gewachsene Enke torgefährlich ist, hat er schon vorher immer wieder bewiesen, etwa im Hinspiel gegen Rheinböllen, als er zwei Treffer zum 3:0-Sieg besteuerte. Insgesamt kommt er nach seinem Tor zum 1:0 zuletzt bei der SG Moselkern auf stolze 13 Treffer, womit er hinter Jonas Jaber (14) der zweitbeste Oberwinterer Stürmer ist, noch von Tim Palm (9), der sich aber auch nach Verletzung gerade erst wieder fit zurückgemeldet hat.

„Die Idee, Thomas als Stürmer aufzubieten, ist ja nicht neu. Natürlich habe ich schon länger darüber nachgedacht“, berichtet Lopez, der aber auch erklärt, was ihn lange davon abgehalten hat: „Er ist nun einmal auch ein sehr starker Abwehrspieler, gerade beim Kopfball. Und weil viele Gegner von uns mit langen hohen Bällen operieren, ist er auch hinten wichtig.“ Aber vorn erweist er sich nun eben als noch wichtiger.

Auf lange Bälle muss sich der TuS am Samstag auch gegen Rheinböllen einstellen. „Die Mannschaft ist im Kopfball und bei Standards sehr stark“, sagt Lopez und ergänzt: „Sie hat zuletzt eine gute Entwicklung genommen.“ Was auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass sie mit Rang fünf derzeit so gut dasteht wie noch nie in dieser Saison. Womit eine Gemeinsamkeit zum neuen Spitzenreiter TuS Oberwinter besteht.

Quelle : Rhein Zeitung

Unnötige Niederlage gegen Oberahrtal

TuS Oberwinter II – SG Oberahrtal/Barweiler 2:3 (2:1).
„Meine Mannschaft hat tolle Moral gezeigt. Der Einsatz und das Engagement in der zweiten Hälfte war einfach top. Wir haben uns klar gesteigert – und das trotz halbstündiger Unterzahl“, freute sich der Oberahrtaler Trainer Walter Sicken. TuS-Trainer Frank Buska war überrascht: „Zur Pause hätte ich nie gedacht, dass wir diese Partie noch verlieren könnten. Wir haben uns zwei Aussetzer geleistet, von denen wir uns nicht mehr erholt haben. Eine bittere Niederlage.“ Tore: 0:1 Justin Fries (7.), 1:1 Lucas Jüttner (12.), 2:1 Robert (34.), 2:2, 2:3 Sebastian Sesterheim (52., 65.). Besonderheiten: Gelb-Rote Karten gegen die Oberahrtaler Markus Müller (60.) und Yannik Dreser (87.) jeweils wegen wiederholten Foulspiels.

Vorschau:
TuS Oberwinter II – SG Oberahrtal/Barweiler (So., 11 Uhr).

„Nach den beiden Siegen zuletzt war die Erleichterung natürlich groß. Jetzt werden wir versuchen, uns den Klassenverbleib endgültig zu sichern. Dann könnten wir die Planungen für die kommenden Saison auch konkretisieren“, erklärt der Oberwinterer Trainer Frank Buska. Oberahrtals Übungsleiter Walter Sicken hofft auf Wiedergutmachung: „Zuletzt gegen Grafschaft hat nichts funktioniert. Momentan sind wir auch einfach nicht vom Glück verfolgt. Im Training zeigen die Jungs aber, dass sie es können. Ich hoffe, wir können unverkrampft und entspannt an die Sache rangehen.“

Spitzenreiter SV Oberzissen gastiert auf der Bandorfer Höhe

TuS Oberwinter II – SV Oberzissen (So., 11.30 Uhr).

„Wir können locker aufspielen, denn in dieser Partie erwartet niemand von uns etwas Zählbares“, meint TuS- Trainer Frank Buska. „In so einem Spiel kann eine Mannschaft aber auch zusammenwachsen und sich Selbstbewusstsein holen für die kommenden Aufgaben.“ In Lucas Jüttner (Urlaub) fehlt den Oberwinterern ein Torschütze aus der Vorwoche. SVO-Coach Tobias Dedenbach warnt sein Team: „Es besteht natürlich die Gefahr, dass wir den Gegner unterschätzen. In Oberwinter haben wir uns in den letzten Jahren oft schwer getan. Auch das 2:1 im Hinspiel war eine enges Spiel. Keiner darf glauben, dass es mit weniger Einsatz geht.“ In Eric Naumann, Dennis Labes, Patrick Adams sowie Simon Müller fehlen dem SVO gleich vier etablierte Kräfte.

Wiedergutmachung in der Eifel

Ist die Pleite gegen den Letzten schon verdaut?

So richtig verdaut haben die Spieler und Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten TuS Oberwinter den „Plaidt-Schock“ vom vergangenen Wochenende immer noch nicht. Zwei Mal führte die Mannschaft im Heimspiel gegen den Tabellenletzten, um dann doch noch mit 2:3 als Verlierer vom Platz zu gehen.

Als Tabellenzweiter befindet sich der TuS aber immer noch im Titelrennen. Das liegt vor allem daran, dass auch der FC Metternich und der TuS Kirchberg in der Liga ordentlich schwächeln. Am Sonntag geht es für die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez zur heimstarken SG Vordereifel Müllenbach (Anpfiff: 14.45 Uhr). „Wir gucken nur nach vorne. Wir haben gegen Plaidt einiges falsch gemacht, aber nicht alles“, motiviert Lopez seine Spieler. Und: „Es bringt nichts zu hadern. Uns erwartet ein sehr schweres Spiel in Laubach, darauf sollten wir uns konzentrieren.“

Nur zwei Mal ging Müllenbach in dieser Saison auf dem eigenen Rasen in Laubach als Verlierer vom Platz. Sogar der Tabellendritte aus Kirchberg musste sich dort mit 2:3 geschlagen geben, der FC Metternich erkämpfte sich einen glücklichen 2:1-Auswärtserfolg. Lopez erinnert sich: „Auch wir haben letzte Saison in Laubach verloren, wir wissen also, was auf uns zukommt.“

Verzichten muss der TuS-Coach in Laubach auf Merlin Erens und Tim Palm, die nach wie vor verletzt sind. Neben Jordan Schmitt erlitt jetzt auch noch Mario Brötz einen Bänderriss im Fußgelenk. Privat verhindert ist am Sonntag Tobias Nuhn.

„Wir haben sehr gut trainiert und müssen mit der Personalsituation einfach klarkommen. Das hat in der Vergangenheit ja auch immer gut funktioniert“, ist Lopez überzeugt. Das Hinspiel hat seine Mannschaft nach einer überzeugenden zweiten Halbzeit souverän mit 3:0 für sich entschieden. Jonas Jaber, Thomas Enke und Palm erzielten die Tore für den Zweiten der Liga.

Auch wenn sich nach den blamablen Heimniederlagen gegen Plaidt und gegen die SG Mülheim-Kärlich II tabellarisch nichts verändert hat, interessiert sich Lopez nicht für die Konkurrenz: „Wir gucken nur auf uns und wollen, wenn möglich, bis zum Ende der Saison oben mit dabei sein.“

Quelle: Rhein-Zeitung

Wieder gewinnt das Schlusslicht

Mit einer faustdicken Überraschung wartete Tabellenführer TuS Oberwinter in der Fußball-Bezirksliga Mitte auf.

Die 2:3 (2:1)-Heimniederlage gegen den FC Plaidt war der zweite Misserfolg gegen ein Schlusslicht innerhalb von 14 Tagen. Trotz dieser blamablen Aussetzer bleibt Oberwinter weiterhin mit dem FC Metternich an der Tabellenspitze, weil sich die Konkurrenten aus Metternich und Kirchberg ebenfalls Patzer erlaubten. Den besseren Start in einer lebhaften Partie besaßen die Gäste, die durch Patrick Aretz (12.) in Führung gingen. Ein Treffer, der die Platzherren aber nicht beeindruckte, sondern eher anspornte. So sorgten Thomas Enke (20.) und Sebastian Sonntag (35.) für die verdiente 2:1-Pausenführung. Zudem scheiterte Sonntag (42.) mit einem Kopfball an der gegnerischen Latte. „Die Führung zur Pause war hochverdient. Wir haben auch schwer Druck gemacht“, war TuS-Vorsitzender Antonio Lopez mit der Vorstellung der Einheimischen zufrieden. Auch nach Wiederanpfiff dominierte Oberwinter das Geschehen und hatte durch Jaber (55.) wiederum Pech mit einem Lattentreffer. Die defensiv eingestellten Gäste lauerten gegen die offensiv agierenden Platzherren auf Konter und das mit Erfolg. Ein Doppelschlag der Plaidter durch Juri Pineker (70.) und Pascal Zimmer (74.) zur 3:2-Führung stellte den Spielverlauf völlig auf den Kopf.
„Das war mehr als ein Dornröschenschlaf. Die Abwehrleistung war ein pures Desaster“, ärgerte sich Oberwinters Chef Lopez, der in der 85. Minute Hoffnung schöpfen durfte, als der Schiedsrichter den Platzherren einen Foulelfmeter zusprach. Und auch hier wurde Lopez enttäuscht. Der Plaidter Schlussmann Niklas Nett entschärfte nicht nur den Strafstoß von Sonntag, sondern parierte auch den Nachschuss von Mirco Koll. „Ich hätte den nicht gepfiffen, aber selbst dafür waren wir noch zu dumm. Jetzt haben wir schon sechs Punkte gegen Tabellenletzte hergeschenkt. Ich weiß nicht, was mit der Mannschaft los ist. Scheinbar will sie einfach nicht aufsteigen“, verstand der TuS-Vorsitzende die Welt nicht mehr. Im Lager der Plaidter war Trainer Thomas Esch mehr als zufrieden.
„In der ersten Halbzeit konnten wir froh sein, mit nur einem Tor Rückstand in die Kabinen zu gehen“, resümierte Esch und lobte vor allem seinen Schlussmann Nett: „Da hat Niklas uns wirklich die Punkte im wahrsten Sinne des Wortes festgehalten. Der Sieg war enorm wichtig.“

TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Enke, F. Gilles (80. Buqinca), Groß (82. Dogan), Schweigert, Irmgartz, Nuhn, Sonntag, Thünker, Jaber.

Tore: 0:1 Patrick Aretz (12.), 1:1 Thomas Enke (20.), 2:1 Sebastian Sonntag (35.), 2:2 Juri Pineker (70.) 2:3 Pascal Zimmer (74.).

Vorschau: Am kommenden Sonntag ist Oberwinter um 14.45 Uhr bei der SG Vordereifel zu Gast. Der Tabellenneunte ist auf seinem Rasenplatz in Laubach eine Macht. Von den 26 Punkten hat die Geisen-Elf 21 Zähler zuhause eingefahren. Eine schwere Aufgabe, aber einen weiteren Aussetzer dürfen sich die Schützlinge von TuS-Trainer Tomas Lopez nicht erlauben.

TuS II hofft auf 3 Punkte

ABK Ahrbrück – TuS Oberwinter II (Fr., 20 Uhr). Beide Teams versuchen, mit einem neuen Mann an der Seitenlinie noch den Klassenverbleib zu realisieren. Hubert Koll ist neuer Trainer des ABK und sieht wenig Druck für sein Team: „Die Erwartungshaltung ist natürlich niedrig bei der bisherigen Ausbeute. Wir können befreit aufspielen. Die ersten beiden Partien können Aufschluss geben, ob vielleicht noch einmal Hoffnung aufkommen wird.“ Sehr zuversichtlich ist TuS-Trainer Frank Buska: „Die Vorbereitung war gut. Wir hatten fünf Tests, vier davon wurden gewonnen. Die Mannschaft zieht mit, derzeit ist niemand verletzt. Wir freuen uns, dass es wieder losgeht, und wollen zum Auftakt natürlich gewinnen.“

Fußball ist eben unberechenbar

TuS Oberwinter klettert unverhofft an die Spitze

Wer hätte das gedacht? Der TuS Oberwinter ist nach dem 19. Spieltag in der Fußball-Bezirksklasse Mitte plötzlich Tabellenführer. Nach dem hart umkämpften 2:1 (1:0)-Auswärtssieg beim FC Cosmos Koblenz und den Patzern der Konkurrenz kletterte die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez an die Spitze.

Der TuS Kirchberg leistete sich eine klare 1:4-Niederlage bei der SG Unzenberg, und der FC Metternich unterlag 1:2 bei der SG Elztal. TuS-Coach Lopez konnte sein Glück selbst kaum fassen: „Besser hätte das Wochenende für uns gar nicht laufen können. Das ist wirklich verrückt.“ Weitschuss-Experte Sebastian Sonntag hatte den Sieg für den TuS eingeleitet, als er einen Freistoß aus 20 Metern direkt in den Torwinkel knallte (7.).

Doch Oberwinter verpasste es in den ersten 45 Minuten, das zweite Tor nachzulegen und hatte etwas Glück, dass die technisch starken Gastgeber ihre optische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen konnten. Lopez: „Es war das erwartet unbequeme Spiel für uns auf dem ungemütlichen Hartplatz. Wir haben aber die Mehrzahl der Zweikämpfe gewonnen und körperlich gut dagegengehalten.“

Was vor der Pause nicht gelang, klappte dafür gleich danach. Nach einer feinen Kombination über Björn Thünker schloss TuS-Torjäger Jonas Jaber vier Minuten nach Wiederanpfiff zur beruhigenden 2:0-Führung ab (49.).

Die Gastgeber gaben trotzdem nicht auf und verdienten sich durch einen Distanzschuss von Aykut Aca den 1:2-Anschlusstreffer (70.). „Da kam noch einmal ein bisschen Spannung auf, aber insgesamt haben wir es sehr gut gemacht und uns den Sieg verdient“, lobte Lopez sein Team. Und: „Natürlich ärgert mich immer noch die blöde 3:4-Niederlage gegen Mülheim-Kärlich II. Aber das können wir leider nicht mehr ändern. Jetzt sind wir erst einmal Tabellenführer, auch wenn wir ein Spiel mehr auf dem Konto haben.“ Gerechnet hatte damit vor dem Spieltag niemand beim TuS Oberwinter. Lopez: „Fußball ist eben unberechenbar.“

Trotz der knappen Niederlage war Cosmos-Trainer Erkan Aydogan mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben vor allem kämpferisch überzeugt, unsere Niederlage war etwas unglücklich“, meinte Aydogan. Die Gastgeber hatten über weite Strecken die größeren Spielanteile und fühlten sich am Ende vom Unparteiischen etwas benachteiligt. Agim Xhaferi sah in der 82. Minute die Rote Karte. Gabriel Petrovici kritisierte die Entscheidung und flog mittels Gelb/Rot auch vom Platz. Damit war die Partie zuungunsten der Koblenzer gelaufen.

TuS Oberwinter: Kauert, Enke, Schweigert, Koll, Irmgartz, Nuhn, Sonntag (75. Buqinca), F. Gilles (70. Dogan), Groß, Thünker (65. M. Gilles), Jaber

Quelle. Rhein Zeitung