Tschüss Bezirksliga !

Fabian Gilles verhindert Oberwinterer Niederlage vor der Meisterfeier

Zum Saisonabschluss hat es für den TuS Oberwinter als Meister der Fußball-Bezirksliga Mitte ein 3:3 (2:2)-Unentschieden gegen Ata Sport Urmitz gegeben. Für die Oberwinterer hatte dieses Remis zum Abschluss der Saison keine größere Bedeutung – abgesehen von dem Umstand, dass sie damit um einen Punkt weniger nicht das beste Heimteam der Liga stellen (sondern TuS Kirchberg und TuS Rheinböllen mit je 31 Punkten). Für die Gäste wäre dieses Remis eminent wichtig gewesen, wenn die SG Mendig/Bell aus der Rheinlandliga abgestiegen wäre. Da die SG Eintracht aber doch noch den Klassenverbleib geschafft hat, steigt der Drittletzte aus der Bezirksliga nun nicht ab. Was jetzt der SG Niederburg zugutekommt, die einen Punkt hinter Urmitz die Saison auf dem drittletzten Rang beendet hat.

Das Spiel war für Oberwinter in den Hintergrund gerückt. Vor der Partie war die Mannschaft durch Bezirksliga-Staffelleiter Vinzenz Klein geehrt worden, nach der Partie ging es per Autokorso von der Bandorfer Höhe durch den Ort. Gewohnt gelassen nahm TuS-Trainer Thomas Lopez die Feierlichkeiten hin. „Richtig emotional war es nach dem Spiel in der Vorwoche, als der Aufstieg und die Meisterschaft besiegelt wurden. Heute konnten wir das letzte Spiel genießen. Die harte Arbeit der gesamten Saison findet nun ein Ende, und darauf können wir alle wirklich stolz sein“, so Lopez.

Im Spiel war sein Team durch ein Tor von Yannick Stutzke (7.) früh in Rückstand geraten, ließ sich dadurch aber kaum beeindrucken. Tim Palm glich in der munteren Partie in der 22. Minute zum 1:1 aus, und nur drei Minuten später traf Thomas Enke nach einem Foul an Björn Thünker per Freistoß zum 2:1.

Doch mit Stutzke hatte Urmitz einen treffsicheren und agilen Stürmer, der nach 35 Minuten zum zweiten Mal traf und die Partie wieder offen gestaltete. Im zweiten Durchgang passierte zunächst eine halbe Stunde lang nicht viel, ehe Stutzke zum dritten Mal zuschlug und die Gäste mit dem 3:2 erneut in Führung brachte (75.). Was der TuS aber nicht auf sich sitzen lassen wollte. Der Meister zeigte viel Einsatz und Wille und wollte die anschließenden Feierlichkeiten nicht mit einer Niederlage angehen.

Fabian Gilles markierte somit in der 88. Minute noch den Ausgleich zum 3:3 und leitete eine weitere lange Nacht in Oberwinter ein. „Jetzt steht erst einmal die Mannschaftstour an. Und dann starten wir schon am 19. Juni in die Vorbereitung auf die Rheinlandliga. Wir sind derzeit noch in Gesprächen mit einem weiteren Neuzugang. Dann sind auch die personellen Planungen abgeschlossen, und wir können unsere neuen Ziele engagiert angehen“, meint Lopez. lkl

TuS Oberwinter: Kauert, Irmgartz (55. Buqinca), Koll, L. Gilles, F. Gilles, Schmitt (70. M. Gilles), Sonntag, Merken, Palm, Enke, Thünker (75. Saess)

Quelle Rhein Zeitung

Der Oberwinterer Trainer Tomas Lopez im Interview

“Der Verein hat sich verändert und verbessert”

Seit seinem 17. Lebensjahr gehört Tomas Lopez nun schon dem TuS Oberwinter an. Erst als Spieler, als Stürmer genauer gesagt, und seit 2004 als Trainer. In dieser Zeit hat der mittlerweile 44-Jährige schon so manchen Auf-, aber auch Abstieg erlebt. Jetzt gerade gab es wieder einen Aufstieg zu feiern nach dem 2:1 am vergangenen Samstag bei Verfolger TuS Kirchberg – und zwar vorzeitig: den in die Fußball-Rheinlandliga. Vor dem letzten Saisonspiel in der Bezirksliga am Samstag (17.30 Uhr) zu Hause gegen Ata Urmitz sprach die RZ mit dem Oberwinterer Urgestein.

Herr Lopez, haben Sie sich von der Aufstiegsfeier gut erholt?

Ja, aber wir haben schon gut gefeiert. Erst im Vereinslokal, dann noch woanders. Das ging schon bis weit in den Sonntag hinein.

TuS Trainer Tomas Lopez nach der “Meisterdusche”

Der Vorsprung auf die Verfolger war dann doch groß, danach hat es vor ein paar Wochen noch gar nicht ausgesehen. Sind sie selbst überrascht?

Ja, sieben Punkte sind schon eine Menge Holz. Das liegt aber auch daran, dass wir zuletzt noch gegen beide Verfolger gespielt und gewonnen haben. Und auch daran, dass Metternich etwas die Flügel hängen ließ.

Was hat denn den Ausschlag zu Ihren Gunsten gegeben?

Die Mannschaft hat trotz der zwischenzeitlich vielen Verletzten immer an sich geglaubt und engagiert gearbeitet. Dann haben wir uns auch von den Rückschlägen Anfang der Rückrunde nicht verrückt machen lassen. Wichtig war vor allem aber die taktische Umstellung im Frühjahr von einem 4-1-4-1- auf ein 4-4-2-System. Das hat besser zur Mannschaft gepasst.

Sie haben bislang mit Paul Gemein vom Ahrweiler BC und Fabian Münch vom A-Ligisten FSG Bengen nur zwei Spieler aus der Region zur nächsten Saison geholt. Steht der Kader damit?

Es kommt auch noch Abwehrspieler Furkan Kalin vom Ahrweiler BC. Und mit einem weiteren Spieler sind wir noch im Gespräch. Da aber nur Merlin Erens geht, vertrauen wir auf den bestehenden Kader.

Schreckt Sie nicht die Erinnerung an die Rheinlandligasaison 2014/2015, als Sie ähnlich verfuhren und gleich wieder abstiegen?

Nein, das war damals eine andere Situation. Da haben zwei wichtige Spieler aufgehört, zudem hatten wir auch sehr viel Verletzungspech. Heute sind wir in der Breite viel besser aufgestellt. Das ist in der Rheinlandliga wichtig.

Gibt es also keine wichtige Erfahrung aus der Abstiegssaison?

Erfahrungen macht man immer. Der Verein hat sich seit dem Abstieg verändert und verbessert – was die Mannschaft betrifft, das Trainerteam und auch das Umfeld. Wir haben unsere Lehren daraus gezogen. Bad Breisig ist nach dem Abstieg aus der Rheinlandliga jetzt gleich wieder abgestiegen, wir sind seitdem einmal Dritter geworden und nun Meister. Die Saison jetzt hat auch gezeigt, wie wichtig die Kommunikation mit Spielern und Vorstand ist.

Sie sind jetzt schon so lange beim TuS Oberwinter. Wollen Sie es Birk Hilberath gleichtun, der fast drei Jahrzehnte den Ahrweiler BC trainierte?

Der TuS Oberwinter ist mein Heimatverein und immer erster Ansprechpartner. Solange es der Vorstand will und es mir Spaß macht wie jetzt, wird das auch so bleiben. Aber das muss nicht heißen, dass es für immer und ewig ist.

Quelle: Rhein Zeitung

TuS Oberwinter schlägt im Spitzenspiel zurück und holt vorzeitig den Titel

Nach zwei Jahren in der Fußball-Bezirksliga ist der TuS Oberwinter in die Rheinlandliga zurückgekehrt. Und das ist beeindruckender Manier. Zwei Wochen, nachdem die Mannschaft von Trainer Tomas Lopez mit dem FC Mettternich einen der beiden großen Konkurrenten auf dessen Platz bezwungen hat (1:0), setzte sie sich nun auch beim zweiten Rivalen durch. Oberwinter gewann im Spitzenspiel beim TuS Kirchberg mit 3:2 (1:0). Damit steht die Mannschaft nach dem vorletzten Spieltag vorzeitig als Meister fest – mit sieben Punkten Vorsprung auf die beiden Verfolger. Dass Metternich zu Hause mit 0:1 gegen Cosmos Koblenz verloren, war nur noch eine Randnotiz. Der lautstarke Anhang aus Oberwinter feierte derweil lautstark den Titelgewinn. Und zu Hause in Oberwinter ging es dann munter weiter. „Wir haben bei uns im Vereinsheim ordentlich gefeiert“, berichtete Abteilungsleiter Helmut Born.

Da musste ein heftiger Fehler von Kirchbergs Torwart Peter Kunz schon nachhelfen, um Oberwinter das 1:0 zu ermöglichen (8.). Er ließ den Ball nach einem harmlosen Schuss aus den Händen gleiten. Oberwinters Thomas Enke hatte keine Mühe, das Geschenk anzunehmen.

Auf der anderen Seite leistete sich der Tabellenführer solche Patzer freilich nicht. „Wir haben in der ersten Halbzeit keine einzige Chance zugelassen“, erkannte Gästetrainer Thomas Lopez richtig. Kirchberg auch nicht – eben bis auf den verhängnisvollen Fauxpas von Kunz.

Die zweite Spielhälfte entschädigte die für dieses Spitzenspiel doch wenigen Zuschauer (253). Sechs Minuten nach Wiederanpfiff tankte sich der Kirchberger Artur Stürz unwiderstehlich durch und knallte den Ball mit Vehemenz zum 1:1-Ausgleich ins Netz (51.). Auch am 2:1-Führungstreffer war er maßgeblich beteiligt. Über die rechte Außenbahn passte er nach innen, fand Geburtstagskind Süleyman Özer (21 Jahre), der mit der Hacke auf Alexander Singer weiterleitete. Mit einem präzisen Innenseitstoß markierte der Spielmacher sein 14. Saisontor (58.).

In dieser Phase schien es, als würden die Gäste noch einmal ins Schlingern geraten. Das 3:1 für Kirchberg lag in der Luft. Wieder Artur Stürz und vor allem der sehr aktive Torsten Resch sorgten für Wirbel vor dem Gästetor. Aber der Treffer wollte nicht fallen. Worauf Oberwinter dann eben doch wieder seine Qualitäten in die Waagschale warf.

,, Wie wir nach dem 1:2 zurückgekommen sind, und das vor allem in Kirchberg, ist schon die Meisterschaft wert“, frohlockte Oberwinters Trainer Tomas Lopez. Tatsächlich gab der TuS Kirchberg die Führung aus der Hand. Mario Brötz staubte nach einer zu kurzen Abwehr zum 2:2 ab (66.). Der Siegtreffer fiel in der 69. Minute nach einem gelungenen Spielzug, den der eingewechselte Jonas Jaber zum Meisterschaftstreffer verwertete: „Wir hatten in der Saison Tiefs und Hochs, wie andere Mannschaften auch, aber wir haben am Ende zurecht die Meisterschaft gewonnen“, resümierte Tomas Lopez.

Und was sagte der Kirchberger Trainer Christian Schneider dazu? „In der zweiten Halbzeit haben wir unser wirkliches Potenzial gezeigt. Machen wir noch das 3:1, was durchaus möglich gewesen wäre, dann wird es ein anderes Spiel.“

Wurde es aber nicht. Womit der TuS Oberwinter in der nächsten Saison wieder Rheinlandligist ist.

Quelle : Rhein Zeitung

Aufstieg geschafft!!!!!!

Der TuS Oberwinter spielt in der neuen Saison wieder in der Rheinlandliga.
Durch einen 3:2 Erfolg in Kirchberg wurde die Meisterschaft perfekt gemacht.Innerhalb von 2 Minuten wurde ein 2:1 Rückstand Mitte der 2.Halbzeit in einen Sieg umgewandelt.

Mit dem 8. Sieg in Serie in die Rheinlandliga ?

TuS Oberwinter kann den Titelgewinn im Topspiel perfekt machen

Zwei Jahr lang hat der TuS Oberwinter nach seinem Abstieg aus der Fußball-Rheinlandliga am 23. Mai 2015 (3:3 gegen den SV Morbach) wieder in der Bezirksliga Mitte zugebracht. Am Samstag könnte diese Zeit nach 721 Tagen enden. Wenn denn im Spiel (ab 17.30 Uhr) beim TuS Kirchberg ein Sieg herausspringt. Dann wäre der Mannschaft von Trainer Tomas Lopez die Meisterschaft vorzeitig sicher.
Nur handelt es sich bei diesem Gegner nicht um irgendeinen, sondern mit dem Tabellendritten um eine Mannschaft, die bei vier Punkten Rückstand die Hoffnung auf die Meisterschaft selbst noch nicht aufgegeben hat. Was überwiegt also bei Oberwinters Trainer Lopez vor dieser Partie, die Vorfreude oder die Sorge, dass es noch schiefgehen könnte?
Ersteres, ganz klar: „Wir freuen uns auf jedes Spiel und auf so eines ganz besonders. Dafür trainiert man ja, solche Spiele machen den Reiz aus“, sagt er. Wobei es nicht überrascht, dass diese Vorfreude bei ihm zu keinen vorauseilenden Maßnahmen führt. Danach zu fragen, ob vielleicht schon Meister-T-Shirts parat liegen oder das Bier kalt ist, lohnt nicht. „Um so etwas kümmere ich mich nicht“, bekommt man sonst zu hören: „Ich und die Mannschaft, wir konzentrieren uns nur aufs Spiel.“

Nachdem die Oberwinterer vor zwei Wochen mit 2:1 bei Verfolger FC Metternich gewonnen haben und überhaupt auf eine Serie von sieben Siegen in Serie (bei stolzen 21:2 Toren) blicken, wissen sie das Momentum jedenfalls auf ihrer Seite. Überhaupt dürfen sie sich nicht nur sagen „gewusst wie“, sondern auch „gewusst wann“. Schließlich haben alle sich drei Aufstiegaspiranten in der Rückrunde ihre Ausrutscher und Schwächen erlaubt. Nur hat sich der TuS davon eben einen weniger und vor allem zu einem weniger verhängnisvollen Moment geleistet. Auf das 2:3 zu Hause gegen den FC Plaidt am 12. März folgten eben nur noch ein 1:1 bei der SG Unzenberg und sonst nur Siege. Da nutzt es Kirchberg herzlich wenig, dass die Mannschaft schon elfmal, davon zehnmal in Folge, an der Tabellenspitze gestanden hat. Das 1:2 vor zwei Wochen zu Hause gegen Ata Urmitz hat den Aufstiegsambitionen einen erheblichen Dämpfer versetzt.
Ärgern wird es die Kirchberger nun ebenfalls, dass sie am 9. April im Spitzenspiel zu Hause gegen Metternich noch das 2:2 kassiert haben. Und wenn es schon darum geht, verlorene Kirchberger Punkte aufzuzählen, darf das 2:2 in Oberwinter nicht unerwähnt bleiben, wo Jonas Jaber in der 82. Minute für die Gastgeber noch ausgeglichen hat.

Das Kirchberger 2:2 gegen Metternich hat sich Lopez im Übrigen selbst angesehen. Wobei er auch sagt: „Wir kennen uns doch aus den gemeinsamen Bezirksligajahren nur zu gut. Wir werden uns kaum überraschen können.“ Um dann aber auch vielsagend anzufügen: „Wir wissen schon, wie wir gegen diesen Gegner zu spielen haben.“
Der hat mit 70 Treffern die bislang meisten Treffer in dieser Saison erzielt. Wobei daran viele Spieler beteiligt waren. Dass die Mannschaft aber als bestes Vorrundenteam (35 Punkte) nun etwas nachgelassen hat, liegt zum Teil auch daran, dass mit Stürmer Florian Daum (Kreuzbandriss) und Spielmacher Jonas Heimer (in Neuseeland) zwei wichtige Spieler ausfielen, zuletzt fehlte noch Dominik Kunz (Muskelfaserriss). Für ihn könnte es am Samstag aber wieder zu einem Kurzeinsatz reichen.
Bei Oberwinter werden Jonas Jaber und Muhammed Dogan, die am vergangenen Samstag beim 1:0 gegen Gönnersdorf fehlten, wohl wieder dabei sein.

Quelle: Rhein Zeitung

Serie ausgebaut !

TuS Oberwinter macht es im Derby gegen die SG Gönnersdorf unnötig spannend

Ein gutes Pferd, so heißt es, springt nicht höher, als es muss. Übertragen auf den TuS Oberwinter bedeutet das: Der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga brauchte nicht seine beste Leistung abzurufen, um im Heimspiel den Lokalrivalen SG Gönnersdorf-Brohl mit 1:0 (1:0) zu bezwingen. Im Walter-Assenmacher-Stadion erzielte Sebastian Sonntag (18.) vor rund 120 Zuschauern den Siegtreffer. Gönnersdorf war nach einer Roten Karte gegen Felix Antwerpen (89.) kurze Zeit in Unterzahl. Da die Verfolger FC Metternich (3:0 bei der SG Argenthal) und TuS Kirchberg (2:1 bei der SG Niederburg) ebenfalls gewannen, bleibt es bei den vier Punkten Vorsprung.
„Das war eine unserer schwächeren Leistungen, bei uns hat heute der letzte Punch gefehlt“, räumte TuS-Trainer Tomas Lopez ein. Zu hart ins Gericht gehen wollte er mit seinen Spielern aber nicht: „Wir haben die letzten Wochen besser Fußball gespielt, mehr investiert und auch besser kombiniert – aber wir können zufrieden sein.“
Wie schon zuletzt beim 1:0 zu Hause gegen den TuS Rheinböllen ließ beim Tabellenführer die Chancenverwertung viel zu wünschen übrig. Nach guter Vorarbeit von Thomas Enke rauschte Björn Thünker frei im Strafraum heran, das leere Tor vor und keinen Gönnersdorfer Abwehrspieler neben sich. Anstatt den Ball anzunehmen und in aller Seelenruhe zur Führung zu verwandeln, entschloss er sich zum direkten Schuss – und der ging vorbei.
Immer wieder angetrieben von Sebastian Sonntag, machte Oberwinter Druck, wirklich besser wurde das anfänglich schwache Spiel aber nicht: Zuerst vergab Thomas Enke (13.) bei seinem Kopfball frei vor SG-Torhüter Vincent Klee, bevor Tim Palm (15.) mit einer Direktabnahme scheiterte. Allerdings fiel auch den Gönnesdorfern nicht viel mehr ein, als die wenigen sich bietenden Kontergelegenheiten, schlecht zu Ende zu spielen. Bezeichnenderweise war es eine Einzelaktion, die für ein wenig Gefahr sorgte. Timo Schmidgen (16.) zog aus rund 20 Metern einfach mal ab. Torwart Benjamin Kauert lenkte den Ball aber ohne große Mühe zur Ecke. Das war der Weckruf für Oberwinter. Ein sehenswerter Angriff brachte die Führung: Thünker spielte einen langen Pass, und Sonntag traf per Direktabnahme zum 1:0 (18.). Bei der Aktion sah die Gönnersdorfer Defensivabteilung nicht gut aus. Nach einer halben Stunde setzte Fabian Groß einen Schuss aus zehn Metern unbedrängt neben den Pfosten. Auch Enke konnte den Ball nicht im Tor unterbringen, weil ein Gönnersdorfer per Fußabwehr auf der Stelle war (33.), und wenig später klatschte der Ball aus dem Gewühl heraus an die Latte (38.).
Gönnersdorf hätte sich über einen höheren Rückstand zur Pause nicht beschweren dürfen. „Es hätte zur Pause mindestens 3:0 oder 4:0 stehen müssen“, beklagte Lopez. Oberwinter kam entschlossen aus der Kabine und sorgte gleich wieder für Gefahr. Klee entschärfte einen unangenehm flatternden Schuss von Sonntag mit einem Reflex (51.).
Der Ball lief nun viel flüssiger durch die Reihen der Gastgeber. Aber auch die Gäste hatten noch einmal eine gute Gelegenheit, Szlinkiert scheiterte jedoch mit einem Freistoß am aufmerksamen Kauert (54.). Auf der anderen Seite setzte Oberwinter wieder Akzente: Enke kam frei aus kurzer Distanz zum Kopfball – in die Arme von Klee (59.). Wenig später schloss Enke einen Konter ab, der Gönnersdorfer Christian Heuser konnte für seinen bereits geschlagenen Schlussmann auf der Linie klären.
Auch gegen Sonntag (62.) und wieder Enke (65.) war der Gönnersdorfer Torwart auf dem Posten. Der TuS machte den Sack einfach nicht zu, hatte weiter kein Glück im Abschluss: Sonntag (71.) ließ eine gute Freistoß-Chance liegen, Tim Palm (75.) drosch den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Um ein Haar hätte sich das noch gerächt: Nach einem schnellen Gegenstoß kam Melf Hargens noch einmal aus kurzer Distanz an den Ball, der Schuss war eine leichte Beute für TuS-Torhüter Kauert (81.). SG-Trainer Ralph Seul gab sich am Ende versöhnlich: „Uns hat das Quäntchen Glück gefehlt.“

Quelle:Rhein-Zeitung

Bringt das Derby den 7. Sieg ?

Derby-Serie gegen die SG Gönnersdorf soll für den TuS Oberwinter nicht gerade jetzt enden

Tomas Lopez ist ein akribischer Zeitgenosse. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Oberwinter überlässt ungern etwas dem Zufall. Deshalb nimmt er zumeist den jeweils nächsten Gegner selbst noch einmal genau in Augenschein. Beim nächsten Gegner hätte er sich das eigentlich schenken können. Er tat es trotzdem. So kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft soll schließlich nichts mehr schief gehen.

Zumindest werden sich die Gegner kaum überraschen können. Denn der TuS Oberwinter und die SG Gönnersdorf-Brohl, am Samstag (17.15 Uhr) zum Derby beim Tabellenführer zu Gast, kennen sich nur zu gut. Kein Wunder, angesichts der personellen Fluktuation zwischen beiden Vereinen. Auf Gönnersdorfer Seite haben Patrick Melcher, Janusz Szlinkiert, Philipp Ruthsch und Felix Antwerpen bereits für den TuS gespielt, bei dem Björn Thünker, Fabian Groß, Mario Brötz und Jonas Jaber schon mal für Gönnersdorf aktiv waren. Man kennt sich also.

Dass Lopez den Gegner trotzdem noch einmal beobachtete, hat einen einfachen Grund: „Manchmal sind eben auch Kleinigkeiten entscheidend.“ Wobei er sich ja eigentlich auch alleine auf seine Mannschaft konzentrieren könnte. Schließlich hat die es derzeit als Tabellenführer selbst in der Hand bei vier Punkten Vorsprung drei Spieltage vor Schluss.

„Eine gute Ausgangslage“, meint Lopez lapidar. Man könnte sie mindestens auch „sehr gut“ nennen. Aber zu großem Überschwang neigt er eben nicht. Was sich in dieser Phase auszahlen könnte. Dem leichtfertigen Eindruck, man könne schon durch sein, wird er jedenfalls entschieden einen Riegel vorschieben.

Wobei sich der Gedanke leicht aufdrängen könnte, nachdem zuletzt im Spitzenspiel ein 2:1 beim Tabellenzweiten FC Metternich gelungen ist und zeitgleich der Dritte TuS Kirchberg überraschend gepatzt hat (1:2 gegen Ata Urmitz). „Wir arbeiten im Trainerteam schon daran, dass die Mannschaft konzentriert bleibt“, versichert Lopez: „Das weiß sie aber auch selbst. Wir sollten nur von Spiel zu Spiel schauen.“

Und darum lässt er sich auch noch kein Wort zum übernächsten Gegner entlocken. Das ist immerhin Verfolger Kirchberg. Also alle Blicke erst einmal auf Gönnersdorf: Die Mannschaft von Trainer Ralph Seul hat sich zuletzt mit einem etwas wackeligen 4:1 gegen die SG Niederburg endgültig auf die sichere Seite gebracht nach zuvor drei Niederlagen in Folge.

Bleibt abzuwarten, wie hoch die zuvor ohnehin schon leicht geschwundene Spannung fürs Derby neu belebt wird. Aber da macht sich Gönnersdorfs Geschäftsführer Oliver Göbel wenig Sorge: „Nach dem Sieg gegen Niederburg haben die Jungs gleich vom Spiel gegen Oberwinter gesprochen. Das war die letzten Tage auch weiterhin ein Thema.“

Weshalb Göbel auch voller Überzeugung sagt: „Wir fahren nicht dorthin, um Oberwinter zur Meisterschaft zu gratulieren.“ Freilich weiß er auch: „Gegen die besten drei der Liga war für uns in dieser Saison nichts zu machen.“ Immerhin, in Metternich gab’s ein 1:1, sonst aber nur Niederlagen.

Was nicht heißt, dass die Mannschaft dabei schlecht gespielt hätte. Gegen Kirchberg zeigte sie in beiden Spielen eine gute Leistung, ebenso im Hinspiel gegen Oberwinter (2:4 nach 2:1-Führung). „Da haben wir uns bei unserem Torwart Benjamin Kauert bedanken können“, erinnert sich auch Lopez.

Verloren hat der TuS seit dem Gönnersdorfer Aufstieg in die Bezirksliga 2005 noch nie gegen den Nachbarn. In 13 Spielen seitdem gab es bei 37:11 Toren acht Siege und fünf Remis, davon drei in den ersten drei Aufeinandertreffen. Natürlich soll, so der Oberwinterer Wunsch, diese Serie nun nicht ausgerechnet so kurz vor dem greifbaren Titelgewinn reißen. Möglich, dass Ex-Kollege Ruthsch zur Beendigung der Serie nichts beitragen kann. Der Gönnersdorfer Stürmer (18 Tore) ist erkältet, Mannschaftskollege Lukas Göbel zudem angeschlagen.

Bei Oberwinter meldete sich derweil der lange verletzte Julian Merken wieder zurück.

Quelle: Rhein-Zeitung

Oberwinter jubelt

Oberwinter siegt in Metternich und setzt sich an der Spitze ab

Metternich. Tristesse in der Kaul, nur aus der Gästekabine schallte der Jubel – und in einer Ecke wurde in den Mai getanzt. 50 Fans mit Vereinsfahne des TuS Oberwinter feierten das 2:1 (2:0) des Bezirksliga-Tabellenführers bei Verfolger FC Metternich. Dessen Fußballspieler saßen enttäuscht und ausgepumpt auf dem Rasen, ihr Spielertrainer Tobias Lommer stellte lakonisch fest: „Für uns ist die Saison durch.“

Freilich hatte der Spielverlauf in der gut besuchten Metternicher Kaul der Taktik von Gästetrainer Tomas Lopez in die Karten gespielt. „Wir wollten den FC im Mittelfeld kombinieren lassen und dann vor unserem Strafraum die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen“, beschrieb er seine Vorstellung vom Spielverlauf. Der angesichts früher Führung so ganz nach dem Geschmack von Lopez war. Denn nach drei Minuten hatte TuS-Torjäger Jonas Jaber eine flache Hereingabe von Fabian Groß zum 1:0 ins Netz gespitzelt. Damit nicht genug: Unmittelbar, nachdem ein FC-Konter über den starken Paul Foehl am ungenauen Zuspiel gescheitert war, probierte es Oberwinters Fabian Gilles aus der zweiten Reihe. „Der Ball flatterte und machte eine wahnsinnige Kurve ins Tor, nicht zu halten“, beschrieb Lommer das vorentscheidende 0:2 – auch das eine Lopez-Taktik. „Auf dem holprigen Rasen hatten wir uns Schüsse aus der Distanz vorgenommen“, so Oberwinters Coach.

Es folgte gepflegtes Offensivspiel des FC Metternich, das aber immer wieder an der körperlichen Präsenz der stabilen TuS-Abwehr (Lopez: Eine enorme physische Leistung) und an eigener Schlampigkeit beim letzten Pass scheiterte. „Diese unglaubliche Abschlussschwäche zieht sich durch die ganze Saison“, musste Tobias Lommer feststellen, der sich selbst davon nicht ausnahm: „Sch… am Schuh.“ So wurden allein zwischen der 25. und 30. Minute fünf gute Chancen vergeben: Lommer verfehlte (aus abseitsverdächtiger Position) im Strafraum das linke obere Tor-Dreieck deutlich, wurde kurz darauf von Oberwinters Dane Irmgartz und Schlussmann Benjamin Kauert nicht ganz astrein gebremst, dann flankte der Spielertrainer bei einem Konter zu ungenau auf Dennis Volk, wenig später lenkte Kauert einen Heber Volks mit den Fingerspitzen ab, Jan Rittgens Nachschuss wurde von der Brust des Keepers gestoppt.

So ging es weiter, nebst einem wegen Handspiels nicht anerkannten Treffer drei Minuten nach der Pause (Lommer: Den musste der Schiedsrichter geben, der Ball traf nur die Brust). Mit zunehmender Spieldauer kam auch Oberwinter zu Chancen, FC-Keeper Sebastian Vack reagierte prächtig bei Schüssen von Jaber (50.) und Sebastian Sonntag (55.). Bis in die letzte Minute der Nachspielzeit arbeitete TuS Oberwinter konzentriert gegen Ball und Gegner, der Elfmeter Sekunden vor Schluss nach Foul des eingewechselten Jordan Schmitt an Yannick Weis (seit der 46. Minute auf dem Platz) verschönte nur das Endergebnis. Yannik Felber verwandelte zum 1:2, Schlusspfiff.

„Wir waren einfach besser in der Chancenverwertung“, brachte Tomas Lopez den Spielverlauf auf einen kurzen Nenner, während sein Kollege Lommer (den es nächste Spielzeit nur noch als Stürmer gibt) in die Zukunft blickte: „Saison aufarbeiten, dann neu angreifen”